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Caelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Caelan Noctis
Weitere Charaktere: Alvaro, Andras, Ayana, Bhaal, Damien, Diana, Elena Noctis, Kem, Maeve, Merida, Phelan, Rana, Rianne, Sasha, Sophie, Tiyaris, Vhaidra

Erinnerungen (offen, eventuell S!G!) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Er betrachtete den Mann im Spiegel. Ein schmales, kantiges, aristokratisches Gesicht. Eine lange, gerade, schmale Nase, sinnliche Lippen, ausgeprägte Wangenknochen. Tiefliegende Augen, stürmisch blau und intensiv mit beinahe dramatisch geschwungenen Augenbrauen darüber. Seidiges, langes schwarzes Haar. Seine Haut hatte einen hellbraunen, leicht goldenen Teint, der allerdings für einen Dhemlaner ungewöhnlich hell war. Ein attraktives Gesicht. Auch der restliche Körper nicht unattraktiv – hoch gewachsen, schlank, sehnig und muskulös.
Ein mentales Ziehen riss ihn aus den Gedanken. Eine Signatur, die ihm nur zu bekannt war. Kälte breitete sich in seinem Innern aus, während er seine Kleidung richtete und sich angemessenen Schrittes auf den Weg durch die Flure machte - zu dem Flügel der Königin. Sie wartete schon. Ungeduldig, zornig. Ihr Gesicht war zu einem missbilligenden Ausdruck verzogen. "Du bist spät." Ihre Stimme war kalt und Grausamkeit schwang darin mit - Grausamkeit und Begehren. Er sank in einer fließenden Bewegung auf die Knie. "Lady Samorre, ich bitte darum, meine Verfehlungen zu vergeben!" Ein affektiertes Kichern entrang sich ihrer Kehle. "Nicht so einfach, mein Hübscher. Aber mir fällt sicher ein, wie du es wieder gut machen kannst." Er folgte ihr in ihre Gemächer, in das Schlafgemach und entkleidete sich dort für sie - und wie so oft in den letzten Wochen, Monaten, Jahren. Und es folgte, was immer folgte.

Mit einem entsetzten Aufschrei schreckte er hoch. Seine schwarzen Haare waren klebrig vor kaltem Schweiß und zitternd fuhr er sich durch das Haar, versuchte, die Übelkeit zu unterdrücken, aber es ging nicht - sie war überall. Er schmeckte sie noch auf seinen Lippen, hatte ihren Geruch in der Nase und konnte noch ihre Berührungen spüren. Noch immer zitternd schleppte er sich ins Badezimmer und erbrach sich, ehe er sich unter die kalte Dusche stellte. Einen klaren Kopf. Er brauchte einen klaren Kopf. Aber die Erinnerungen peinigten ihn. Erinnerungen an Giachetta.. Erinnerungen an Elenia.
Aber es half nicht. das Wasser half nicht. Also trocknete er sich ab und zog sich nur halbherzig eine Hose über, ehe er mit Stiften und Zeichenblock bewaffnet in die Nacht hinaus flüchtete - in diesem Gebäude konnte er gerade nicht bleiben. Er konnte nicht. Letztendlich fand er im Garten Zulucht. Von den Zimmern des ersten Kreises aus, deren Fenster nach Norden zum Garten der Königin hinaus blickten, konnte man ihn sogar sehen, doch das war ihm egal. Er brauchte einfach.. Luft. Aber einfach gehen konnte er ja nicht. Er hatte Verpflichtungen. Also musste er einfach raus gehen. Sich fangen. Sich sammeln. Irgendwo.. wo er atmen konnte. Irgendwo, wo seine Signatur nicht so auffällige Spuren hinterliess.
Die Knie angezogen versuchte er zu zeichnen, versuchte er den Kopf frei zu bekommen. Aber die Bilder wollten nicht verschwinden, noch immer klangen ihre Stimmen in seinen Ohren, brannten ihre Berührungen auf seiner Haut, schmeckte und roch er sie.. und spürte diese unendliche Scham und Pein. Sie verschluckte ihn und er spürte keinen Weg hinaus. Es gab keinen Weg hinaus. Aber er durfte sich nicht überwältigen lassen. "Es ist nicht real. Es ist nicht real. Es ist alles nicht real!" Und doch fand er nicht den Weg zurück. Es hörte nicht auf. Nicht einmal der Schmerz brachte ihm Erleichterung, als sein Blut auf den Boden tropfte.

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21 Oct, 2013 21:03 52 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Alessandro
Gast


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Es war dunkel und er hatte lang gearbeitet. Wie so oft. Das Chaos des Hofes nahm einfach in der Nacht ab und er konnte doppelt so effektiv arbeiten. Und irgendwer musste ja vernünftig sein. Als er dann noch einmal an das Fenster trat und seinen Blick über den Garten schweifen lies, fiel sein Blick auf die zusammengekauerte Gestalt im Garten. Seine Stirn legte sich in die beinah allgegenwärtigen Falten und er dachte einen Moment lang nach. Nach ein paar Herzschlägen erging ein mentaler Befehl an die Küche, die selbst zu diesen nachtschlafenden Zeiten noch besetzt war. An so einem großen Hof brach ständig jemand auf oder kam an und brauchte etwas zu essen.

So dauerte es dann auch nur etwa zehn Minuten bis ein ordentlich gekleidetes Dienstmädchen herein kam und ihm einen Picknickkorb, samt zweier Decken reichte. Ihr Blick fiel kurz auf die Gestalt in der kalten Nacht und sie seufzte mitfühlend. Alessandro indes nickte ihr zu und machte sich auf den Weg.

Die Schuhe des Haushofmeisters verursachten kaum einen Laut auf dem nächtlichen Rasen, aber er verheimlichte sein Kommen nicht. Bei Caelan angekommen legte er eine der Decken neben den zerbrechlichen Kriegerprinzen und stellte den Korb ab. Die andere Decke faltete er auseinander und setzte sich darauf. Dann fischte er zwei Becher und eine Warmhaltekanne aus dem Korb und goss beiden heißen, aromatischen Tee ein. Kurz darauf standen auch ein Teller mit Kuchen und Keksen und einer mit Sandwiches zwischen ihnen. Er selbst fischte nach einem Keks und legte sich entspannt auf den Rücken. Sogar das Jackett hatte er aufgeknöpft. Einen Arm als Kissen benutzend betrachtete er die Sterne und … schwieg. All das hatte er getan ohne ein Wort zu sagen. Er war lediglich anwesend und wartete geduldig ab.

21 Oct, 2013 22:08 40
Caelan
Kriegerprinz




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Er bemerkte den Prinzen erst, als er nah genug war, um auch seine Stimme hören zu können. Caelan zuckte zusammen, schluckte. Er musste funktionieren. Aber süße Dunkelheit, gerade schaffte er es nicht. Als der Prinz Decken auf dem Rasen ausbreitete und einen Korb darauf abstellte, schluckte er und umfasste seinen schmalen Körper mit seinen blutenden Armen. Die Schnitte waren zum Teil tief und sie allesamt bluteten, warmes Blut rann über seine Haut und tropfte zu Boden. Es war ihm sogar bewusst, dass er eine Heilerin brauchte, aber der Gedanke war eher beiläufig und schaffte es nicht, bestehen zu bleiben. Nicht in diesem Moment zumindest.
Alessandro unter dessen breitete auch die zweite Decke aus. Aus einer Kanne füllte er Tee in Tassen, stellte Kekse bereit.. und legte sich einfach zurück. Caelan schluckte. Er hatte die Einsamkeit gesucht. Aber an diesem Hof gab es keine Einsamkeit, keine Ruhe. Vielleicht war es das, was Merel oft so sehr zusetzte. Andererseits.. seit der Hofgründung hatte er kaum mit dem Haushofmeister zu tun gehabt. Und vor allen Dingen wenn, dann nur auf höfischer Ebene. Er erinnerte sich an die Tage in dem Stadthaus. Als er und Alessandro sich erst kennen gelernt hatten. Als Merel und er sich gerade noch kennen lernten. Es waren gute Erinnerungen. Sie waren besser, als die Erinnerungen an Giachetta und Elenia. Auch wenn diese nicht ganz schwanden.
Er schluckte. Und er fror. Er musste sich kurz sammeln, aber letztendlich gelang es ihm, einen dicken Pullover aus seinem Juwelengepäck zu rufen, den er schlicht über zog. Die Wunden würden heilen. Er würde zu einer Heilerin gehen.. vielleicht am Tag. Gerade würde es reichen. Und wenn sie weiter bluteten.. es war ihm gleich. Zumal es nicht die einzigen Male an seinem Körper waren. An Schulter und Hals befanden sich noch deutliche, von blauen Flecken umrahmte Bissspuren und auch seine Handgelenke waren noch von leichten blauen Flecken und Schürfwunden umrahmt. Verletzungen, für die er Ärger bekommen würde, wenn sie verschwanden. Und die Schnitte. Verletzungen, für die er Ärger bekommen würde, wenn sie blieben. Wie genau konnte eine Heilerin wohl differenzieren, was heilte - und was nicht?
Mit Wasser wusch er sich Blut von Fingern und Händen, trocknete diese an seinem Pullover und kontrollierte sein Werk. Nicht perfekt, aber hinein zu gehen und sie sich gründlich zu waschen - oder erneut zu duschen - nachdem Alessandro extra heraus gekommen war, erschien ihm unhöflich. Er zog die Beine erneut an und griff nach der Teetasse, trank ein paar Schlucke und schielte zu dem Prinzen. Seine ruhige Art war.. angenehm. Er konnte sich nicht daran erinnern, ihn jemals anders erlebt zu haben. Und er leistete so viel. Gut, es war besser. Merel war jetzt seit ein paar Wochen wieder sie selbst, der Dunkelheit sei Dank. Es gab Abstürze, aber damit konnte er umgehen. Es würde funktionieren. Er musste nur funktionieren.
Aber es war besser geworden. Es kam vor, ja, ja. Es kam immer wieder vor - aber es war okay. Es war nicht schlimm. es waren nur Erinnerungen. Sein Kelch war stabil. Es wurde sich darum gekümmert. Alles andere würde schon werden. Er musste nur lernen, damit um zu gehen, wenn die Erinnerungen kamen. Erinnerungen an.. erneut brachen die Bilder über ihn herein. Gleich den Blitzen eines Gewitters. Er konnte ihr Lachen hören. Konnte sie riechen. Ihr viel zu schweres, süßes Parfum, das ihm Übelkeit bereitete. Ihre verstellte, süßliche Stimme, unter der so viel Kälte und Grausamkeit lag. Konnte sich noch an ihren Körper erinnern, den er so oft berührt hatte.. hatte berühren müssen. Erinnerte sich an die Badewanne. Daran, wie er hatte schnell sein müssen. Daran, wie er gefüttert wurde. Daran, wie er..
Ein trockenes Geräusch entrang sich seiner Kehle. War es ein verschluckter Aufschrei oder ein Schluchzen? Er wusste es nicht. Er wollte nur, dass es aufhörte. Seine Hände umgriffen seine Arme, pressten sich auf die Wunden. Er wollte den Schmerz, er brauchte ihn. Nein, nein. Er konnte nicht zu Evaristo. Er hatte es gesagt, aber er konnte nicht. Er konnte es nicht ertragen - weder seine unbeholfene Zärtlichkeit, noch seine strenge Autorität.
Evaristo. Er klammerte sich an den Gedanken an das, was war. was entstand. So oft war er bei ihm. Wie viele es wohl wussten? Merel wusste es. Doch sonst? Vielleicht Niemand. Vielleicht viele. Ob das Personal tratschte? Ob es Alessandro wusste? Caelan wusste nicht einmal, ob er sich dafür schämte. Es war so gut. So verboten gut. Und so heimlich. Still und klammheimlich, wenn er sich nachts das Stockwerk hinunter schlich. Selbst jetzt brannte dort Licht. Evaristo. Dieser unermüdliche Prinz, der neben seiner Arbeit im ersten Kreis noch immer seine Familiengeschäfte händelte. Aber Caelan wollte - und konnte nicht zu ihm. Nicht jetzt. Nicht so. So durcheinander. So verwirrt. So verletzlich.
Am liebsten wäre er weg gelaufen. Aber es gab keinen Ort, nirgendwo, an den er vor sich selbst fliehen konnte. Die Beine waren noch immer angezogen, er selbst zusammen gekauert. Er atmete. Tief. Einmal. zweimal. Alles war gut. Es würde alles gut werden. es war nicht real. Es gab aber Dinge, die real waren. Sein Blick glitt erneut zu dem Prinzen. Er schluckte. "Es ist kalt. Und es ist spät. Morgen.. morgen wirst du sicher viel zu tun haben.." Warum bist du hier? Er stellte die Frage nicht laut. Warum war Alessandro in die Dunkelheit hinaus gekommen? Es war so spät. Und Alessandro arbeitete so hart. Und er hatte Kekse und Kuchen mit gebracht. Die Geste war derart liebenswürdig, dass er kaum wusste, damit um zu gehen. Aber er konnte nicht essen. Er würde sich ja doch wieder erbrechen. Oh, er hatte zugenommen. In den letzten Wochen hatte er tatsächlich zugenommen. Schmal, vielleicht auch dünn - ja. Aber nicht mehr so gefährlich. Nicht mehr so untergewichtig. Er konnte seine Juwelen wieder ganz normal benutzen. Konnte wieder Sport machen, ohne, dass sein Körper direkt rebellierte. Und er konnte schnell aufstehen, ohne, dass ihm schwindelte. Er passte sogar fast wieder in die Kleidung, die er trug, als er nach Kleintereille gekommen war. Etwas locker zwar, aber sie passte. Nicht mehr viel, und er würde wieder sein Normalgewicht erreichen. Das war noch immer schmal, aber es war okay. Er würde ja doch nie so viel wiegen, wie sein Zwillingsbruder, der selbst zu den besten Zeiten Caelans gut und gerne fünfzehn oder zwanzig Kilo mehr wog.

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22 Oct, 2013 05:39 29 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Alessandro
Gast


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Er lag ganz ruhig da und strahlte auch kein anderes Gefühl aus. Auch wenn es ihn in den Fingern juckte den Kriegerprinzen in den Arm zu nehmen. Schließlich, als Caelan seine Arme wusch, meinte er:" In dem Korb sind auch Verbände." Leise durchdrangen seine Worte die Stille zwischen ihnen. Mehr sagte oder tat er jedoch nicht.

Er wartete einfach und leistete Caelan Gesellschaft. Ob er von seinen heimlichen Ausflügen wusste? Sicherlich, aber er würde niemals darüber sprechen. Dennoch war das hier sein Hof und die Dienstboten seine Armee. Er bezweifelte stark, dass hier viel vor sich ging, von dem er nichts wusste. Darum könnte er sich eben auch so gut um alle kümmern. Leise, still und so dass die meisten es nicht merkten.

Schließlich sprach Caelan und Alessandro drehte ihm den Kopf zu. Verständnis lag in den Augen des Haushofmeisters, aber kein Mitleid. "Ich habe eine Schwester. Kalisa. Sie ist wunderhübsch - allerdings sind das alle Schwestern - und sie ist süß. Sie ist klein und ihr Lächeln schmeckt wie Karamell. Das war schon immer so. Als sie noch klein war, hatten wir einen Hund. Schnee - er war .... hellbraun, wenn man freundlich sein will und nicht besonders hübsch. Er und Kalisa waren die besten Freunde. Sie schlief bei ihm und er war ein williges Pony. Stundenlang spielten sie miteinander. Aber Schnee war schon recht alt und irgendwann wurde er zu einem Flüstern in der Dunkelheit. Kalisas Herz brach. Stunde um Stunde saß sie im Garten und weinte schrecklich. Sie wollte sich von niemandem trösten lassen. Also habe ich mich zu ihr gesetzt und gelesen oder gearbeitet. Sie hat mir meinen Tee und meine Kekse gestohlen und langsam ging es ihr ein bisschen besser. Im Herbst schließlich waren wir spazieren und sie hörte ein todtrauriges Wimmern. Als sie nachsah fand sie einen Welpen, dessen Spielstock steckte fest. Kalisa befreite den Stock und von diesem Moment an hatten wir wieder einen Hund. Frela hat den Riss in ihrem Herz vernarben lassen. Und heute habe ich wieder eine Schwester, deren Lächeln nach Karamell schmeckt"

Er war ganz automatisch in den ruhigen Rhythmus eines Geschichtenerzählers gefallen. Man konnte sich gut vorstellen, wie er seinen Kindern so jeden Abend erzählte. Wenn er denn jemals welche bekommen würde. "Später hat sie mir erzählt, dass es ihr geholfen hat einen realen Anker zu haben, der nichts von ihr verlangt hat. Und die Arbeit läuft nicht weg." Er sprach in seinem letzten Satz mit einem gewissen trockenen Humor.

22 Oct, 2013 08:07 10
Caelan
Kriegerprinz




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Verbände. Natürlich Verbände. Caelan schüttelte den Kopf. Sollten sie jetzt ruhig bluten, es war ihm gleich. Das, was folgte, war sowieso faszinierender. Alessandro erzählte. Von sich. Nein, nicht direkt von sich - von seiner Familie. Einer Schwester. Deren Herz daran brach, einen treuen Freund verloren zu haben. Der Vergleich sorgte zumindest für ein leichtes, wenn auch melancholisches Lächeln. Ganz vergleichbar war es nicht, aber es war dennoch.. eine nette Geste. Und es steckte Wahrheit darin. Ein Anker in der Realität. Um nicht weiter ab zu driften in... Nein, daran würde er nicht denken. Er war nicht zerbrochen. Er war intakt. Er war ganz. Sein Selbst war ganz. Dafür war gesorgt worden. Und das, was er spürte, was er fühlte, waren verwirrende, schmerzhafte Erinnerungen - und nicht das Verzerrte Reich, das an seinem Innersten entlang strich. Es war nicht real.
Er schluckte. "Du arbeitest sowieso so viel." Was man von Caelan selbst nicht behaupten konnte. Er war nicht sicher, ob es Absicht oder Zufall war - aber er hatte das Gefühl, sehr viele freie Tage zu haben. Und sehr wenige volle Tage. War es, um ihn zu schonen? Er wollte nicht geschont werden. Er war belastbar. Er musste es einfach sein. Seufzend schloss er die Augen. Er würde sich wieder ein kriegen. Es war gleich vorbei. Es war alles gut. Nur ein Alptraum. "Außerdem trauere ich nicht. Mein Herz ist nicht gebrochen. Ich habe nichts verloren." Seine Stimme klang leise und tonlos, während er das sagte. Nein, er hatte nichts verloren. Es war alles gut. Wenn er die Nacht überstand, war alles gut. Süße Dunkelheit, warum nur hatte er auch geschlafen? Er hasste es zu schlafen. Der Schlaf ängstigte ihn. es war so ein großer Kontrollverlust. Und er bekam die Kontrolle nicht wieder. Noch immer stimmten seine Sinne nicht. Es war nicht mehr so schlimm wie vorher, aber die Trugbilder waren noch nicht wieder ganz verschwunden. Der Geruch.. dieser unsägliche Geruch. Und noch immer brannten die Berührungen so sehr auf seiner Haut, dass er am liebsten immer wieder mit der Klinge darüber gefahren wäre, bis er nichts anderes mehr spürte, als den Schmerz - denn der Schmerz wäre wenigstens real. Erneut rieb er über die Schnitte. Seine Handflächen wurden rot vor Blut, der Stoff seines Oberteils sog es begierig auf, auch wenn man es nicht sah auf dem schwarzen Stoff.

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22 Oct, 2013 15:16 24 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Alessandro
Gast


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Er richtete sich langsam auf und bewegte sich in eine sitzende Position. Immer noch seltsam entspannt für den sonst so gestrengen Haushofmeister. Aber Merel hätte ihn vermutlich nicht erwählt, wenn er nicht vielschichtiger gewesen wäre. „Ein Haushofmeister arbeitet genau soviel wie er will.“, erklärte er ungerührt. „Nicht mehr und nicht weniger.“ Er griff zu der Teekanne und schenkte sich selbst einen Becher ein, den er dann genüsslich an die Lippen führte und langsam ein paar Schlucke der heißen, wohl riechenden Flüssigkeit trank.

„Ich weiß, dass du nicht trauerst.“ In den den dunklen Augen lag Wissen. Oh ja er wusste grob um was es ging. Und mehr Details als er hätte hören wollen. Jeden Tag sprach er mit den Dienstboten, hörte sich ihre Sorgen und Nöte an. Und dann war da noch die Haushälterin und der Butler, beide kamen zu ihm und vertrauten ihm an, was ihnen anvertraut worden war. Er beherrschte eine Armee von Geistern und diese waren fast immer, fast überall. „Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Tatsache, dass du Gesellschaft brauchst.“, fuhr er dann fort. „Möchtest du darüber reden?“, erkundigte er sich freundlich. Es war keine Aufforderung, ein nein war durchaus akzeptabel. „Aber du solltest die Schnitte wirklich verbinden. Sonst reißen die Heilerinnen nicht nur dir den Kopf ab.“ Wieder war da ein Hauch von trockenem Humor. Er blickte Caelan ruhig an. Er hatte nicht vor den Jungen zu verzärteln. Das machten alle anderen schon. Er sah in Caelan einfach nur einen jungen Kriegerprinzen. Und die hatten bekanntlich alle irgendwelche Probleme. Also musste er sich so oder so auf jeden individuell einstellen. Insofern: Eigentlich war der Junge nichts besonderes.

22 Oct, 2013 18:44 53
Caelan
Kriegerprinz




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Der Prinz richtete sich auf und schenkte sich erneut Tee ein, während er erklärte, dass er nur so viel arbeitete, wie er wollte. Caelan nickte leicht. Alessandro wirkte aber auch nicht wie Jemand, der sich zu irgendetwas zwingen liess, was er nicht wollte. Kurz hob er den Kopf und blickte in die Augen des Prinzen, die viel zu viel sahen. Viel zu viel wussten. "Mhm." brummte er nur. Alessandro wusste genug, vielleicht zu viel. Aber vielleicht war das auch egal.
"Ich weiß nicht, ob.. ich kann." murmelte er nur, ehe er freudlos auflachte. "Und Evaristo wird sich später um die Wunden kümmern. Um diese Uhrzeit werde ich wegen solchen Kleinigkeiten keine Heilerin wecken." Evaristo allerdings schon. Der Prinz konnte ihn vor der Tür stehen lassen.. aber Caelan würde zumindest zu ihm gehen. Weil er.. nicht alleine sein wollte. Zumindest in diesem Punkt hatte Alessandro Recht. Alleine zu sein zerstörte ihn in diesem Moment.
Schweigend blickte er in die Dunkelheit, noch immer zusammen gekauert, ehe er ein halb gequältes Geräusch von sich gab. "Es geht nicht weg. ich weiß, dass es nicht real ist.. aber es geht nicht weg!" Er schluckte, während sein Körper bebte. "Ich kann sie riechen. Ich kann ihre Stimmen hören." Seine Stimme wurde leiser, zitterte. "Ich kann sie schmecken. Und.. spüre es. Spüre jede einzelne Berührung auf meiner Haut brennen, während mir ihr Hohngelächter und ihre Honigstimmen in den Ohren klingen. Und es hört einfach nicht auf."
Die Erinnerungen an Elenia waren nicht einmal die schlimmsten. Klar, es war fies gewesen, weil er zu dem Zeitpunkt schon so furchtbar labil gewesen war.. aber all diese Nächte bei Giachetta waren.. sie waren einfach zu viel. So viel, dass ihm erneut übel wurde und er am liebsten gerannt wäre. Aber es gab keinen Ort, an den er hätte fliehen können. Er vergrub sein Gesicht in seinen Armen. "Ich schäme mich so. Und fühle mich so... schuldig."

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22 Oct, 2013 19:09 39 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Alessandro
Gast


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Die Augen des ruhigen Haushofmeisters wurden ein wenig dunkler und eine Spur zornig, aber sonst hatte er sich gut unter Kontrolle. Nur weil er meistens absolut ruhig war, hieß das nicht, dass er nichts fühlte. Er runzelte die Stirn und erhob sich dann mit einer erstaunlich geschmeidigen Bewegung. „Du braucht jemanden, der sich gut um dich kümmern kann.“, meinte er freundlich und mit Mitgefühl in der Stimme. Ruhig reichte er Caelan die Hand und half ihm auf. „Ich bringe dich zu Evaristo.“ Vollkommen urteilsfrei und gleichbleibend freundlich gelassen.

Es traf ihn, wie sehr Caelan das alles mit nahm. Er hatte auf eine eher distanzierte Art und Weise bisher mit dem ganzen Themenkomplex zu tun gehabt. Er war derjenige, der den Stress und alles Unnötige abhielt, damit sich andere um die wirklich wichtigen Dinge kümmern konnten. Nicht dass er seine Arbeit nicht als wichtig einstufte, aber sie war … subtiler.

Vor ihrer Zieltür angekommen blieb er stehen und schenkte Caelan eines seiner seltenen Lächeln. „Kopf hoch, Kleiner und denk dran was unsere Königin mit dir macht, wenn du dich nicht ausreichend verwöhnen lässt.“ Damit klopfte er gelassen an die Tür, nickte Caelan zu und würde gehen. Er wollte die beiden schließlich nicht in Verlegenheit bringen und sie versuchten das alles unter der Decke zu lassen.

22 Oct, 2013 20:26 54
Caelan
Kriegerprinz




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Alessandros sehr resolute Meinung brachte Caelan dann doch aus dem Konzept und ziemlich überrumpelt liess er sich auf helfen. Zu Evaristo bringen? Damit er sich um Caelan kümmerte? Caelan war sich nicht sicher, ob Evaristo das tun würde. Ob er das tun konnte. Aber er liess sich einfach hinein geleiten, nicht dazu in der Lage, sich gegen die sanfte Autorität zu wehren, die Alessandro an den Tag legte.
An der Tür angekommen bekam er sogar ein Lächeln von dem Prinzen. Gerade wollte er sich bedanken, da sagte Alessandro etwas, das Caelan erst stutzen und dann sogar ehrlich auflachen liess. "Mhm. Ich schau mal, ob ich mich von Evaristo verwöhnen lasse." murmelte er etwas unwirsch, aber amüsiert. Der Gedanke daran, wie es normalerweise aussah, wenn er und Evaristo Zeit miteinander verbrachten.. und das in Kombination mit dem Auftrag sich verwöhnen zu lassen, war einfach so... so.
"Danke. Bis.. dann." Er seufzte, schloss die Augen und lehnte seinen Kopf an die Tür. Es war besser. Aber es war noch nicht vorbei. Er spürte den Sturm noch immer in sich toben und der Gedanke daran, was er und Evaristo so normalerweise taten... vermischte sich mit den Erinnerungen an die vielen Nächte mit Giachetta. Erneut flammte die Scham in ihm auf. Übelkeit. Und Erinnerungen an ihre Stimme, ihre Worte. An Situationen.
Als die Tür auf ging, blickte er in müde, blaue Augen. "Darf ich zu dir? Bitte?" Er konnte die Verzweiflung - und die Sehnsucht - nicht aus seiner Stimme bannen. Er hatte nicht die leiseste Ahnung, was der Prinz wohl denken mochte. Da stand er vor ihm, mitten in der Nacht - die Haare wirr und zerzaust, gehüllt in eine schmutzige Hose und einen viel zu großen, von Blut ganz feuchten Pulli und einer Signatur, in der nur zu deutlich seine Pein stand.

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22 Oct, 2013 20:51 14 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Evaristo
Prinz




Link zur Bio: Evaristo Dragós
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Das kurz abends noch einige Unterlagen durschauen, war viel zu sehr ausgeartet. Ein Dokument führte zum Nächsten, musste kontrolliert werden, mit anderen abgeglichen, im Falle der Fälle abgeändert, Briefe mit Nachfragen verfasst werden und so war Stunde um Stunde vergangen ohne dass er viel davon mitbekommen hatte. Als er sich schließlich dabei ertappte gedankenverloren, minutenlang auf eins der Dokumente zu starren, fasste Evaristo den Entschluss die Akten beiseite zu legen. Zum wiederholten Mal an diesem Abend fuhr er sich mit seiner Hand durchs Haar, das dadurch mittlerweile in alle Richtungen stand. Für einen Augenblick lehnte er sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und schloss kurz die Augen, als es schließlich klopfte.
Mit einem Ruck ging sein Kopf nach vorne. Beinahe wäre er eingedöst. Kurz verzog der Prinz den Mund. Wäre er wirklich auf dem Stuhl eingeschlafen, hätte er vermutlich im schlimmsten Fall eine starke Nackenverspannung, die nicht gerade angenehm war. In einer flüssigen Bewegung stand er auf und strich sich anschließend das weiße Hemd glatt, das trotz der langen Schreibtischarbeit noch faltenfrei war. Er durchquerte die Räume mit recht zügigem Schritt, da ein Klopfen an seiner Tür um diese Uhrzeit nur etwas wichtiges seinen konnte. Vielleicht Caelan? Der Kriegerprinz kam wenn dann eher früher bei ihm vorbei. Wer auch immer hinter der Tür stand, würde seine Gründe haben.
Evaristo öffnete die Tür und hinter ihr stand Caelan. Zerzaustes Haar, eine schmutzige Hose und ein viel zu großer Pulli. Sein Blick blieb sofort an den Blutflecken hängen, die durch den Pulli durchweichten, aber was ihn davon losriss, waren Caelans Worte. Verzweifelt mit Sehnsucht durchtränkt. "Natürlich." Die Bitte hatte an etwas in ihm gezupft, das er nicht identifizieren konnte. Nicht identifizieren wollte. Stattdessen trat er zur Seite ließ Caelan hinein, schloss die Tür hinter ihm. Anschließend zog Evaristo den Kriegerprinzen in eine Umarmung. Vorsichtig, bedacht darauf mögliche Wunden nicht zu irritieren, legte er seine Arme um Caelans Taille. Caelan spannte sich an, als er ihn in die Umarmung zog, schmiegte sich aber nach kurzer Zeit an ihn. Besonnen tastete Evaristo nach der Signatur des Dhemlaners und strahlte seinerseits Ruhe aus. Ein Fels in der Brandung an den sich Caelan halten konnte, wenn er wollte.
Bisher hatte er den Kriegerprinzen nur so aufgelöst gesehen in der einen Nacht. Damals hatte er sich auch selbstverletzt, wie jetzt auch, war aber noch um einiges panischer gewesen. Mit einer Hand fuhr er langsam Caelans Rücken hinauf und strich langsam durch das wirre Haar. Sein Streichen richtete die zerzausten Strähnen leicht, gab Caelan ein nicht mehr ganz so ungekämmtes Aussehen. Nach einigen Minuten des stillen Zusammenstehens ergriff Evaristo schließlich das Wort. "Darf ich mir deine Wunden anschauen?", fragte er sanft, ruhig. Seine Hand hatte sich mittlerweile in Caelans Nacken vergraben und dort begonnen in einem gleichmäßigen Tempo zu kraulen.

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Geburtsjuwel

22 Oct, 2013 21:32 56 Evaristo ist offline Beiträge von Evaristo suchen Nehmen Sie Evaristo in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Evaristo zögerte nicht, die Antwort klang so ehrlich und aufrichtig, dass Caelan sich am liebsten in die Arme des Prinzen geflüchtet hätte - aber er zögerte, unsicher, ob er solche Berührungen gerade ertragen konnte. Oder eventuelle Ablehnung, auf die er treffen mochte. Aber er trat in die Wohnung, als der Prinz ihn herein liess, huschte hinein wie ein Schatten, die Arme eng um den Körper gelegt, die Finger durch den Stoff in die blutenden Wunden gegraben. Er schloss die Augen, als die Tür beinahe lautlos in das Türschloss einrastete, und dann war Evaristo bei ihm. Anfangs versteifte sich der Kriegerprinz ob der Umarmung, nur kurz darauf flüchtete er sich allerdings hinein. Es war Nähe. Es war Wärme. Es war Lebendigkeit. Und selbst wenn Evaristo die Schatten nicht verjagen konnte, so konnte er Caelan zumindest.. einen Anker in der Realität bieten.
Tatsächlich wurde er ruhiger. Evaristos Signatur war stark und beständig, ruhig. Ein Fels, dem der Sturm, der in Caelan tobte, nichts anhaben konnte. Er spürte die Hand an seinem Rücken, die zärtliche Berührung und schloss die Augen. Die Bilder und die Erinnerungen waren nicht verschwunden, aber er klammerte sich an der Realität fest. An Evaristo. An dem echten Geruch, den realen Berührungen.
Als Evaristo darum bat, sich die Wunden ansehen zu dürfen, schluckte Caelan und nickte. Evaristo konnte mit Wunden umgehen. Er besaß genug Heilkunst dafür, außerdem verwahrte er Salben und Tränke, Tinkturen und auch, für den Notfall, Verbände. das war ihrem Umgang miteinander geschuldet, denn über die anfänglichen harmlosen Spielchen waren sie inzwischen hinaus und gelegentlich trug Caelan eben doch einmal eine Verletzung davon, die erst richtig versorgt werden musste. Nicht, dass ihn das in entsprechenden Situationen besonders störte.
Also löste er sich aus der Umarmung und tapste stumm in das Badezimmer, in dem sich zumindest Wasser befand und er nicht zu viel würde schmutzig machen können. Dort zog er den Pullover über den Körper, wobei der Stoff jene Wunden, die bereits geschlossen waren, erneut aufriss, da er sich darin verfangen hatte. Es waren viele Schnitte, und sie waren tief, zogen sich an beiden Armen entlang und über seinen Oberkörper. Viele von ihnen klafften und waren kein schöner Anblick. Tief. Und lang. Andere waren zwar tief, aber kurz. In blinder Wut hatte er die Klinge immer und immer wieder über seinen Körper gezogen, und das war das Ergebnis von seinem ohnmächtigen Zerstörungsdrang. Schuldbewusst liess er den Kopf hängen, die Augen geschlossen. Noch immer liessen die Geister der Vergangenheit ihm keine wirkliche Ruhe.

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23 Oct, 2013 05:27 48 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Caelan nickte nur als Antwort auf seine Frage hin, die Wunden sich ansehen zu dürfen. Der Kriegerprinz löste sich aus ihrer Umarmung und begab sich in Richtung des Bades, wo Evaristo alles aufbewahrte, dass er jetzt brauchen würde. Verbände, Salben, Tränke, Tinkturen. Alles eine Notwendigkeit da zu haben, falls es doch einmal zu größeren Verletzungen während des Spiels kam. Als dominanter Part hatte er die Verantwortung dafür, musste wissen, was er zu tun hatte und dementsprechend kannte er sich auf dem Gebiet auch so weit aus, wie es nötig war. Evaristo folgte hinter Caelan. Mit einer Hand strich er sich abermals nachdenklich durchs Haar. Natürlich hatte er diskrete Nachforschungen angestellt über Caelans Vergangenheit und hatte dadurch einen guten Überblick darüber, was ungefähr passiert war seit Caelans Ankunft in Kleinterreille. Keine Details. Aber es reichte definitiv dafür, dass den Prinzen ein Anflug von Zorn durchfuhr. Vor seinen Augen hatte er die Folgen dessen, was Caelan angetan worden war und es gefiel ihm ganz und gar nicht. Genau so schnell, wie der Zorn aufgetaucht war, verschwand er auch wieder. Es gab wichtigeres um das er sich kümmern musste. Caelan. Seine Wunden, die er entblößte, als er den Pulli auszog. Teils rissen sie durch die Bewegung wieder auf und Evaristos Lippen verzogen sich zu einem dünnen, ernsten Strich während er die Verletzungen musterte. Tiefe lange, kurze ebenso tiefe, flachere an Armen und Oberkörper. Tief atmete er aus, als er sich schließlich von dem Anblick weg riss. Caelan stand vor ihm mit schuldbewusst hängendem Kopf und den blutenden Wunden. Sich um den Kriegerprinzen zu kümmern war wichtiger, als missbilligend ihn anzuschauen. Er billigte zwar nicht, dass Caelan sich selbstverletzte, aber für den Moment war das kein Thema. Wichtigeres. Evaristo konnte sich nur immer wieder dazu ermahnen. Mit leicht grimmig zusammengezogenen Augenbrauen öffnete er das Badezimmerschränkchen indem er die Dinge zum Versorgen der Wunden lagerte. Er holte die Sachen heraus, die er vermutlich brauchen würde und reihte sie auf einer der Ablagen auf. Bevor er sich jedoch den Wunden zu wand, drehte er sich zu Caelan und trat an ihn heran. In einer Geste, die Trost spenden sollte, strich Evaristo dem Kriegerprinzen abermals durchs Haare, ordnete die Strähnen so an, wie Caelan sein Haar meist trug und fuhr dann mit der Hand unter sein Kinn. Mit leichtem Druck brachte er den Dhemlaner dazu den Kopf zu heben und fing seinen Blick ein. Trotz seiner ernsten Gesichtszüge lag etwas Warmes in Evaristos Blick, als er Caelan musterte. Sanft strich er über die Wange bevor er sich wegdrehte um sich ans Werk zu machen.
Reinigen, wenn es ging mit der Kunst arbeiten, Salben und Tinkturen nutzen und verbinden. Mit großer Sorgfalt kümmerte er sich um jeden einzelnen Schnitt, jeden einzelnen Stich. Sorgsam behielt Evaristo Kontrolle über seine Gesichtszüge. Der Kriegerprinz schämte sich schon genug dafür, dass er sich selbstverletzt hatte und brauchte sich nicht noch von ihm angeklagt zu fühlen, auch wenn Evaristo ihn am liebsten gescholten hätte. Trotzdem huschten Zorn, Wut, Sorge durch seine Augen. Er war zu müde, als dass er es hätte unterdrücken können. Weiterhin war er jedoch darauf bedacht Ruhe auszustrahlen, auch wenn hier und da andere Emotionen kurz durchblitzten. Als er schließlich sich um alle Wunden gekümmert hatte, wusch er sich die Hände und räumte alles säuberlich zurück in das Schränkchen bevor er sich wieder an Caelan wandte. „Bleib kurz.“, sagte er und ging ins Schlafzimmer um dem Kriegerprinzen einen seiner Pullis aus dem Schrank zu holen. Während er ihn verarztet hatte, hatte er die Gänsehaut auf Caealns Armen gesehen. Der blutverschmierte Pulli von Caelan war definitiv keine Alternative und auch wenn der Dhemlaner noch einen im Juwelengepäck dabei hatte, war es Evaristo irgendwie wohler zu wissen, dass der Kriegerprinz eins seiner Kleidungsstücke trug. Zurück ins Bad kam er mit einem tiefblauen, weichen Wollpullover dem er Caelan entgegen hielt. „Zieh den bitte an.“, sprach er sanft mit leichter Bestimmtheit in der Stimme.

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Evaristos Finger strichen ihm erneut durch die Haare, ehe sich die Finger an sein Kinn legten. Er hob den Kopf und sein Blick kreuzte den des Prinzen. Es lag so viel Wärme darin. Er schloss die Augen erneut. Gerade.. gerade konnte er damit nicht umgehen. Er hielt still, während Evaristo jede einzelne Wunde versorgte und versuchte sich an der Realität fest zu halten, auch wenn es schwer fiel. Die Schatten der Vergangenheit waren in diesem Moment einfach zu stark - und er zu schwach.
Er bemerkte kaum, dass Zeit verging, doch dann waren seine Wunden verbunden und Evaristo entfernte sich. Caelan sollte warten. Also wartete er und betrachtete die Verbände, die Evaristo um seine Arme gelegt hatte. Er würde trotzdem zu einer Heilerin gehen müssen. Aber das hatte Zeit bis zum nächsten Tag. Momentan war er so... müde.
Aber er durfte nicht schlafen, konnte nicht. Wenn er die Augen schloss, kamen die Gedanken und die Erinnerungen wieder, und das ertrug er nicht. Er hatte Angst davor, zu schlafen - egal, wie erschöpft er war. Er wollte sie nicht weiter vor seinen Augen sehen, machtlos, etwas dagegen tun zu können. Wollte sich nicht erneut daran erinnern, wie er sie küsste, wie sie ihn ritt, ihn berührte, ihm weh tat. Und daran, wie verzweifelt Abscheu und Lust in ihm getobt hatten.
Evaristos Stimme riss ihn aus seinem ganz persönlichen Alptraum. Weg von Giachettas Bett, zurück in Evaristos Badezimmer. Und der Prinz hielt ihm einen weichen, blauen Pullover entgegen. Caelan schluckte und schlüpfte hinein. Er war zu groß, aber er war bequem. und Evaristos Signatur hing in diesem Kleidungsstück. Er verkroch sich darin und trat auf den Prinzen zu, wobei er resigniert seinen Kopf an dessen Schulter lehnte. "Darf ich bei dir bleiben? Ich.. ich.." Seine Stimme stockte, er schluckte. bebend fuhr er fort. "Ich glaube, ich werde wahnsinnig, wenn ich jetzt alleine bleibe. Die Bilder sie.. sie gehen einfach nicht weg!" Er schluchzte trocken auf, ohne, dass er etwas gegen diesen Laut der Verzweiflung tun konnte. Er wollte nicht alleine sein. Er hatte Angst. Angst vor seinen Erinnerungen. Angst vor sich selbst... und davor, mit sich alleine zu sein.

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23 Oct, 2013 17:25 08 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Der von ihm angebotene Pulli war Caelan zu groß, was aber verständlich war bei ihrem Unterschied an Muskelmasse. Der Kriegerprinz trat an ihn heran und ließ den Kopf an Evaristos Schulter sinken. Automatisch schlank der Prinz leicht die Arm um ihn. Kurz schloss Evaristo die Augen. Er spürte noch immer die Müdigkeit in seinen Augen, aber das war jetzt erst mal zweitrangig. Vor allem als Caelan stockend das Wort ergriff und nachfragte, ob er bleiben konnte und weiterfortfuhr, wobei er Gründe dafür lieferte, wieso er bleiben wollte. Die Bilder, die ihn quälten. „Natürlich darfst du bleiben. Ich hätte dich sowieso nicht gehen lassen.“, antwortete er. Das ‚in diesem Zustand‘ blieb ungesagt, hing aber noch in der Luft. Sanft fing er wieder an Caelans Rücken auf und ab zu streichen. Sinnlose Muster auf dessen Rücken durch den Stoff zu zeichnen. Der Schluchzer hatte ihn getroffen und besorgt zogen sich seine Augenbrauen zusammen.
„Möchtest du dich hinlegen? Hinsetzen? Etwas trinken? Oder essen? Oder wollen wir noch etwas hier stehen bleiben?“, fragte der Prinz schließlich vorsichtig nach. Er würde Caelan entscheiden lassen, was sie als nächstes taten. Einzig und allein stand fest, dass er ihn nicht alleine lassen würde. Caelan war zu ihm gekommen, jetzt wo er so verletzlich war, war auf sein Angebot eingegangen zu helfen, wenn benötigt und das würde er auch jetzt machen. Helfen bei allem was ging und was Caelan zuließ. Er war zwar unbeholfen, wenn es darum ging zu trösten, Nähe zu spenden, wenn benötigt, aber er würde zumindest sein Bestes geben. Evaristo hatte nie jemanden gehabt um den er sich kümmern musste, der sich großartig um ihn gekümmert hatte. Wenn er sich in seiner Kindheit weh getan hatte, war das Personal da gewesen. Hatte ihm eine Heiße Schokolade gebracht oder irgendetwas kleines Süßes, sich um die Wunden gekümmert. Nicht das seine Mutter sich nicht dafür interessiert hätte, aber sie war eine Lady. Schnell hatte er gelernt, wie man sich um sich selbst kümmerte, die Gesichtszüge kontrollierte und dementsprechend ungeschickt war er dabei und vertraute vollkommen auf seinen Instinkt.

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23 Oct, 2013 17:49 51 Evaristo ist offline Beiträge von Evaristo suchen Nehmen Sie Evaristo in Ihre Freundesliste auf
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Er durfte bleiben. Dankbar schmiegte sich Caelan an die tröstliche Wärme des Prinzen, schluckte dann leicht. Er wollte nichts essen oder trinken. Er würde es sowieso nicht bei sich behalten können. Zum stehen fühlte er sich zu erschöpft. "Hinlegen?" erwiderte er also leise und liess sich anschließend von dem Prinzen in das Schlafgemach ziehen. das Schlafgemach, in dem sie schon.. so viel Zeit miteinander verbracht hatten.
Er brauchte einen Moment, bis er sich dazu überwinden konnte, sich in das Bett zu legen, dann jedoch rollte er sich einfach an Evaristo zusammen, den Kopf an dessen Oberkörper vergraben und atmete den beruhigenden Geruch des Prinzen ein. Es tat gut, nicht allein zu sein. es tat gut, im Arm gehalten zu werden. Es war noch nicht ganz vorbei, aber es wurde zumindest erträglicher. Ein Anker in der Wirklichkeit.
Eine ganze Weile lag er einfach in Evaristos Armen, klammerte sich an den Berührungen fest, während die Bilder auf ihn einstürmten. Und irgendwann war es endlich vorbei. Caelan fühlte sich elend, er zitterte, er fror, aber wenigstens war es vorbei. Ganz vorsichtig löste er sich ein bisschen aus Evaristos Umarmung, rutschte hoch und küsste den Prinzen sanft. "Danke." Dann schmiegte er sich einfach wieder in dessen Arme. Er war.. dankbar. Dankbar, dass Evaristo die gesamte Zeit auf ihn aufgepasst und ihn gehalten hatte. Dankbar für den Trost, die Nähe und Wärme. Dankbar dafür, dass er hatte bleiben dürfen. Dankbar dafür, dass Evaristo da war.
Er schloss die Augen und seufzte tief. "Es.. es ist vorbei.. denke ich." Er wusste nicht einmal wirklich, was es gewesen war. Aber er war froh, dass es - zumindest für den Moment - vorbei war. Ihm war noch immer schlecht, aber wenigstens bestürmten ihn die Erinnerungen nicht mehr so. Sie waren da, aber war wieder in der Realität und sämtliche Traumwahrnehmungen waren endlich vergangen. Alles, was er hörte, waren Evaristos Atemzüge und dessen regelmäßiger Herzschlag, und der einzige Geruch war der des Prinzen, an den er sich schmiegte.

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23 Oct, 2013 18:24 27 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Evaristo brummte zustimmend, als Caelan sich dafür entschied, dass sie sich hinlegen sollten. Er löste sie aus der Umarmung, griff nach der Hand des Kriegerprinzen und zog ihn leicht ins Schlafzimmer. Vor dem Bett zögerte Caelan leicht während Evaristo sich hinlegte und seine obersten drei Knöpfe des Hemdes aufmachte. Wenn sie hier schon lagen, konnte er sich es auch bequem machen, sodass ihn der Kragen am Hals nicht mehr störte. Schließlich legte sich Caelan zu ihm, rollte sich auf und neben ihm zusammen und vergrub sein Gesicht in Evaristos Oberkörper. Evaristo legte eine Hand in den Nacken des Dhemlaners und die andere auf dessen Rücken und begann ihn zu kraulen und zu streicheln. Mit einem tiefen Atemzug entspannte sich der Prinz weiter während Caelan das verarbeitete mit dem er zu kämpfen hatte. Es war angenehm war, ruhig und bequem und seine Müdigkeit machte sich wieder bemerkbar, aber Evaristo ließ nicht zu, dass sie ihn übermannte. Er wachte über Caelan, der verloren war in seinen Bildern. Der Kriegerprinz zitterte in seinen Armen, was ihn dazu veranlasste die Arme enger um ihn zu schließen, ihn noch näher an sich heran zu ziehen, in der Hoffnung, dass seine Körperwärme dabei half.
Irgendwann, Evaristo wusste nicht wie lange sie so zusammen gelegen hatten, rutschte hoch, küsste ihn sanft und bedankte sich. Ein leicht schräges, etwas bitteres Lächeln zuckte über Evaristos Mundwinkel und kurz strich seine Hand über Caelans Haar. Ein Dank wäre nicht notwendig gewesen. Caelan schmiegte sich wieder an ihn, den Kopf wieder auf seinem Oberkörper abgelegt. „Gut.“, antwortete Evaristo auf Caelans Worte. Am liebsten würde er nachfragen, was genau auf den Kriegerprinzen eingestürmt war, was es war, dass ihn so quälte, aber schlafende Hunde sollte man nicht wecken. Vor allem nicht jetzt, da der Kriegerprinz verarbeitet hatte, was er zu verarbeiten hatte. Evaristo wollte nicht, dass es zu einem Rückfall kam, so kurz nachdem es sich gebessert hatte. Vielleicht würde Caelan es ihm irgendwann erzählen. Bis dahin würde er sich mit dem zufriedenstellen, dass er selbst bisher herausbekommen hatte. Während er nachdachte, strichen seine Hände die erreichbaren Stellen von Caelans Oberkörper und Armen ab, als ob er sich nochmals vergewissern musste, dass keine weiteren Wunden hinzugekommen waren. Schließlich blieben seine eine Hand auf Caelans Wange liegen und fuhr dort langsam vom Wangenknochen hinab zum Kinn und wieder in den Nacken des Dhemlaners um ihn dort zu kraulen. „Ist dir noch kalt?“, fragte er schließlich nach. Evaristo wollte seine Müdigkeit nicht kundtun, wusste er nicht, ob Caelan ihn vielleicht doch noch wach bräuchte, auch wenn er sich relativ sicher zu sein schien, dass es vorbei war.

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23 Oct, 2013 19:10 40 Evaristo ist offline Beiträge von Evaristo suchen Nehmen Sie Evaristo in Ihre Freundesliste auf
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Evaristo reagierte nur mit einem einzigen Wort, während seine Finger durch Caelans Haare strichen. Es fühlte sich so gut an. So gut, bei ihm zu sein. So gut, in seinen Armen zu liegen. Es war noch immer so.. unwirklich. So unfassbar. Evaristos Hände strichen weiter über Caelans Körper und er schmiegte sich automatisch enger an den Prinzen, wurde ruhiger. Die Berührung an seinen Armen und seinem Oberkörper rief ihm zwar die Schnitte in Erinnerung, die er sich in seiner Verzweiflung zugefügt hatte.. aber es war okay. Sie würden heilen. Und mit etwas Glück blieben nicht einmal Narben zurück. Als Evaristos Hand sein Gesicht berührte, gab der Dhemlaner ein leises Schnurren von sich und öffnete träge die Augen, als er angesprochen wurde. "Nein, wenn ich so nah bei dir liege, ist mir nicht kalt." Er strich zärtlich über den Oberkörper Evaristos, ehe er das Gesicht des Prinzen umfasste, mit seinen Fingern über den Dreitagebart strich und Evaristo erneut küsste.
Kurz schoss ihm der Gedanke durch den Kopf, wie ein Mann nur so schön, so verflucht attraktiv sein konnte, wie Evaristo es war und dieser Gedanke brachte ihn sogar zum Lächeln. Er wusste nicht einmal, was das zwischen ihnen überhaupt war - eine Affäre? Oder.. etwas anderes? Aber um nichts in der Welt wollte er, dass es aufhörte. Nein, wirklich nicht. Er wollte ihn behalten. Und ein nicht ganz so devoter Teil seiner Persönlichkeit - einer, der seiner herrischen, territorialen Kriegerprinzennatur entsprang, wollte den Prinzen ganz für sich. Und das mit einem Hunger, einer Verzweiflung und einer Sehnsucht, die ihn manchmal wahnsinnig machte.
Seine Hände strichen wieder über den Oberkörper des Prinzen und seiner Sehnsucht nachgebend öffnete er Evaristos Hemd und hauchte einen Kuss auf die nackte Brust, ehe er seinen Kopf wieder an ihn schmiegte, dem Herzschlag des Prinzen lauschte. "Darf ich über Nacht bleiben? Ich bin.. so müde." Er seufzte und schmiegte seine Wange an den Oberkörper. "Und ich habe Angst davor, zu schlafen, wenn ich alleine bin." Ein leises Geständnis, bei dem seine Stimme erneut verletzlich und leise klang. Wie ein Kind, das Angst vor der Dunkelheit hatte und bat, bei seinen Eltern bleiben zu dürfen, damit das Monster aus dem Schrank es nicht im Schlaf verschlingen konnte.

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26 Oct, 2013 08:33 31 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Er brummte nur zustimmend, als Caelan sagte, dass ihm nicht kalt sei jetzt, wo sie so nahe beieinander lagen. Geistes abwesend und müde strich Evaristo weiter durch Caelans Haar und über dessen Rücken. Es wäre so einfach jetzt in den Schlaf zu gleiten, aber Caelan war da und er wollte nicht schlafen bevor er nicht wusste, was der Kriegerprinz wollte. Hier bleiben bei ihm im Bett, zurück in seine eigenen Gemächer oder etwas anderes. Mit den Augenliedern auf halbmast beobachtete er Caelan, wie dieser über seinen Oberkörper sanft strich, anschließend sein Gesicht umfasste und über den Dreitagebart strich eher er ihn kurz küsste.
Für einige Augenblicke verkrallte sich Evaristos Hand in den dunklen Locken des Kriegerprinzen bevor er die Hand wieder entspannte. Mit einem leichten Seufzer schloss er die Augen und ließ sich einfach dahingleiten. Schließlich öffnete er sie wieder, als er spürte, wie Caelan an seinem Hemd nestelte und die Knöpfe öffnete. Nachdem der Kriegerprinz seinen Oberkörper freigelegt hatte, legte sich dieser auch wieder darauf ab. Den Kopf über Evaristos Herz. Sofort vergrub sich wieder eine Hand von Evaristo in Caelans Haar und die andere strich den Rücken hinab und machte sich mit den Fingern seiner anderen Hand am Saum des Pullovers zu schaffen. Kurz darauf war er mit der Hand unter das Stück Stoff gefahren und strich nun dort über die nackte Haut in Kreisen und Spiralen, je nachdem was ihm gerade in den Kopf kam. Evaristo brummte wieder, als Caelan nachfragte, ob er die Nacht über hier bleiben könne und dass er Angst hatte alleine zu schlafen. In einer Geste der Beruhigung fuhr Evaristo einmal Caelans Wirbelsäule auf und ab. „Du kannst gerne bleiben.“, antwortete der Prinz. „Ich würde dann aber vorschlagen, dass wir uns der Klamotten entledigen.“ Es war zwar sehr bequem, so wie sie da lagen, aber für die Nacht wäre es ihm dich lieber sich seines Hemdes und der restlichen Kleidung zu entledigen. Nicht dass es ihm nicht gefiel, dass Caelan seine Pullover trug, aber direkter Körperkontakt hatte auch etwas. Und obwohl er den Vorschlag getätigt hatte, machte Evaristo keinerlei Anstalten sich zu bewegen. Zu bequem, zu warm, zu angenehm.

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03 Nov, 2013 14:54 15 Evaristo ist offline Beiträge von Evaristo suchen Nehmen Sie Evaristo in Ihre Freundesliste auf
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Caelan biss sich kurz auf die Lippe. Er wollte Evaristos Pullover eigentlich nicht ausziehen. Außerdem fühlte er sich.. geborgener, wenn er in Kleidung schlief. Andererseits konnte er verstehen, dass Evaristo den Anzug los werden wollte. Evaristo schlief, so weit Caelan es wusste, auch immer nackt. "Mhm." Er richtete sich wieder auf und überlegte kurz. "Okay." Er setzte sich an den Rand und zog auch die Hose aus, bei dem Pullover zögerte er aber, zog ihn allerdings letztendlich auch aus. Weiße Bandagen, manche auch mit dunklen, roten Stellen, verdeckten die Wunden. Jede Bewegung ziepte etwas und er merkte es genau, wenn der Verband an der Wunde scheuerte und einer der Schnitte erneut aufbrach.
Er warf einen Blick zu Evaristo, der sich ebenfalls ausgezogen hatte. Ein kurzes Zögern, ehe er eine Sporthose aus seinem Juwelengepäck rief und anzog und sich erneut zu Evaristo unter die Decke flüchtete. Dieser Kompromiss würde reichen müssen. Allerdings war es gut, dass Evaristo den Vorschlag getätigt hatte. Die vorherige Hose war sowieso nicht sauber gewesen. Und der Körperkontakt, den sein, bis auf die Bandagen nackter, Oberkörper bot, würde ausreichen müssen.
Er schmiegte sich an den warmen und vor allen Dingen auch wohlriechenden Körper des Kleinterellianers und.. fühlte sich gut. In Evaristo Armen fühlte Caelan sich tatsächlich geborgen, beschützt, wohl. Der Prinz war Caelans Zuflucht, sein Halt. Er Schloss die Augen, den Kopf an Evaristos Oberkörper gebettet, eine Hand an die Stelle gelegt, an der der Evaristos muskulöser Oberkörper in seine Schultern überging, ein Bein übers Evaristos geschlagen, dessen Nähe offensichtlich suchend.
Nur kurze Zeit später schlief Caelan schon ein, vor Erschöpfung und Müdigkeit, jedoch auch, weil die Nähe des Prinzen eine beruhigende Wirkung auf den Dhemlaner ausübte. Nach einiger Zeit drehte Caelan sich im Schlaf um, so dass dessen Rücken an Evaristos Oberkörper geschmiegt zum liegen kam. Gelegentlich wurde der Schlaf des Kriegerprinzen etwas unruhiger und er sprach auch, allerdings war sein Murmeln auf dhemlanisch und schwer zu verstehen. Diese Phasen hielten jedoch selten lange an und er schlief anschließend wieder erst einmal einige Zeit ruhig weiter.
Erst in den frühen Morgenstunden schreckte Caelan aus einem unruhigen Traum auf, mit wild schlagendem Herzen und im ersten Moment verwirrt. Als er sich jedoch Evaristos Nähe gewahr wurde, rollte er sich schlicht und ergreifend wieder an der Seite des Prinzen zusammen, nicht gewillt, die Wärme, Behaglichkeit und auch die Sicherheit seiner Nähe auf zu geben.

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03 Nov, 2013 15:32 09 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Da er selbst keinerlei Anstalten machte sich zu bewegen, ergriff Caelan die Initiative und setzte sich auf um sich seiner Kleidung zu entledigen. Das veranlasste Evaristo dazu, sich ebenfalls auszuziehen. Seine Kleidungsstücke landeten einfach auf dem Boden in kurzer Entfernung zum Bett. Lust sich großartig zu bewegen um die Bekleidung ordentlich irgendwo abzulegen hatte er nicht. Entkleidet ließ er sich zurück auf die Matratze fallen und zog die Decke hinauf. Kurz darauf kroch Caelan zu ihm unter die Decke und mit einem leichten Zucken seiner Augenbraue registrierte er, dass dieser eine Hose trug. Statt sich jedoch darüber Gedanken zu machen, schloss er die Augen und seufzte kurz wohlig. Beinahe automatisch legten sich seine Arme um Caelan, als dieser sich an ihn kuschelte. Der Körperkontakt angenehm, trotz der Einschränkungen durch Hose und Bandagen. Morgen würde er sie neu verbinden. Schon kurze Zeit später entschwand er in das Land der Träume, übermannt von seinem Bedürfnis nach Schlaf.
Caelans Drehung im Schlaf verfolgte er mit sodass sie Rücken an Brust zusammenlagen, einen Arm über die Taille des Kriegerprinzen gelegt. Von den unruhigen Phasen in Caelans Schlaf bekam Evaristo wenig mit, ebenso wie er nicht mitbekam, dass der Kriegerprinz in den frühen Morgenstunden aus einem Traum aufschreckte. Er erwachte erst viel später am späten Morgen und tauchte aus dem Schlaf auch recht langsam auf. Noch leicht schlaftrunken, zog Evaristo Caelan näher an sich ran und bettete seinen Kopf auf dem Haupt des Kriegerprinzen, die Nase in den verwuschelten Locken vergraben. Mit einem tiefen Atemzug nahm er den angenehmen Geruch des Dhemlaners in sich auf. Beim ausatmen entfuhr ihm ein leichtes Brummen. Noch immer ungewillt die Augen zu öffnen, genoss er die Nähe Caelans in seinem Bett.

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04 Nov, 2013 19:00 35 Evaristo ist offline Beiträge von Evaristo suchen Nehmen Sie Evaristo in Ihre Freundesliste auf
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