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Tindomerel
Königin




Link zur Bio: Tindomerel Numen
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Schwieriger Hofalltag (offen nach Absprache) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die beiden Teile der Flügeltür schwangen auf und krachten mit einem nicht gerade sanften Geräusch in den Angeln. „Aber Lady, ich dachte…“, versuchte es ein Mann mit Gesten und fast aufgebracht, der von Merel mehr oder minder vor sich her zur Tür getrieben wurde. „Falsch gedacht! Und jetzt raus!“, drang die Stimme der Königin dazwischen. Sie schrie nicht, aber sie klang ebenfalls ziemlich aufgebracht, während sie kurz davor war, den Prinzen einfach aus der Tür zu schupsen. „Lady…“, setzte dieser noch einmal an. Ein wütendes, ungehaltenes Funkeln zeigte sich in den Augen der Kleinterreilleanerin. „RAUS!“ Gut, jetzt schrie sie. Die Wachen im Flur zuckten zusammen, genau wie der Prinz selbst, der gerade eine Audienz bei ihr gehabt hatte – und der sich mit einer knappen Verneigung auch endlich aus dem Staub machte. Schräg hinter Merel stand Tacito mit einem recht unlesbaren Gesichtsausdruck. Er sah dem Mann hinterher und dann in den Gang, woraufhin er kurz zur Begrüßung zu nicken schien. Unzufrieden schnaubend blickte auch die junge Königin in die gleiche Richtung und zumindest ein klein wenig hellte sich ihr Gesichtsausdruck auf, weil sie ihren ausgewählten Bruder entdeckte. Sie hatte ihn darum gebeten, dass zu ihrem großen Arbeitszimmer kam, weil sie ihn nach der Audienz hatte sprechen wollen. Kurzfristig. Und weil er Untertöne bei ihr meistens relativ genau bestimmen konnte würde er auch wissen, dass es besser war, wenn er ihrer Bitte nachkam. Merel war schon seit ein paar Tagen… gereizt. Oh, sie versuchte so gut es ging, sich zusammen zu reißen, aber es wurde jeden Tag ein bisschen schlimmer, wie man gerade allein daran gesehen hatte, wie sie die letzte Audienz nach draußen befördert hatte. Das Anliegen dieses Prinzen war aber auch…… allein bei dem Gedanken daran knurrte sie leise und ihr Gesicht verfinsterte sich wieder. Mit einem Räuspern zog sie eine Seite der Flügeltür wieder zu, während sie in Caelans Richtung brummelte: „Komm rein.“ Dann wandte sie sich an Tacito und lächelte knapp, bevor sie sich zu ihm beugte, ihm einen kleinen Kuss auf die Wange drückte und ihn dann entließ. Es war sowieso kurz vor Mittag und die nächsten Audienzen standen erst in zwei Stunden wieder an.

Mit mahlenden Zähnen tapste die Kleinterreilleanerin durch das riesige Arbeitszimmer, nachdem Caelan hereingekommen war, bis hin zu ihrem Schreibtisch. Dort schnappte sie sich ihr Glas Wasser, mit dem sie zu dem Sofa ging, das Teil einer weniger formellen Sitzecke war. Sie ließ sich darauf nieder, ein Bein aufgelegt und somit halb sitzend, halb liegend. Ihre blaugrauen Augen glitten zu ihrem Bruder, ihr Mund öffnete sich. Sie hielt die Luft an, bereit, etwas zu sagen, dann schloss sie ihn wieder. Man sah ihr an, dass sie irgendetwas auf dem Herzen hatte, es vielleicht sogar sagen wollte, es sich aber immer im letzten Moment anders überlegte. Erneut knurrte sie leise, trank einen Schluck und starrte finster vor sich hin. „Caelan, könntest du…“ Selbst ihre Stimme klang noch aggressiv, was nicht gut war. Caelan hatte ihr nichts getan, das hatte er nicht verdient. Merel räusperte sich und fuhr wesentlich milder fort: „Falls du deinen Nachmittag nicht schon verplant hast, könntest du dann bei den übrigen Audienzen als mein Aufpasser…“ Die Königin verzog das Gesicht, erneut blitzte Wut in ihren Augen auf, aber sie versuchte ihre Gesichtszüge schnell wieder zu glätten. Das Wort ‚Aufpasser‘ hatte sie ziemlich abfällig ausgesprochen. Erneut räusperte sie sich. „… ich meine natürlich: als meine Begleitung fungieren?“ Ihre Augen waren auf den Dhemlaner gerichtet und neben der unterschwelligen Wut und Gereiztheit zeigte sich etwas anderes darin: Eine ganz dringliche, hilfesuchende Bitte.

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31 Aug, 2013 13:19 43 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Nachdenkliche blickte Caelan vor sich hin, während er neben der Tür wartete, die Arme hinter dem Rücken verschränkte, aufrecht, die Beine etwa Schulter breit geöffnet, um einen sicheren Stand zu haben. Sein Hemd war dunkelgrau, darüber trug er eine schlichte, schwarze Weste und eine ebenfalls schlichte Anzugshose, alles schmiegte sich passend an seine schlanke Statur, betonte diese jedoch positiv. Der Stoff und der Schnitt wiesen trotz ihrer Schlichtheit jedoch auf erlesene Qualität hin.
Merel hatte ihn gebeten, sich in der Nähe des Arbeitszimmers bereit zu halten, um nach der derzeitigen Audienz mit ihr zu reden, und er war der Bitte nach gekommen. Natürlich war er der Bitte nach gekommen. Nicht einmal unbedingt, weil es seine Königin war, die es befahl, sondern weil Merel ihn darum gebeten hatte und irgendetwas nicht mit ihr stimmte. Sie war seit Tagen irgendwie gereizt und er wusste einfach nicht, weshalb. Darüber hatte er sich auch in dem Moment Gedanken gemacht, in dem Merel ihn äußerst kurzfristig zu sich gebeten hatte.

Die Türen schwangen auf und krachten gegen die Wand. Caelans Augenbraue wanderte kurz hoch, ehe er seine Hofmiene wieder zur Schau stellte, eine unergründliche Maske aus stoischer, distanzierte Höflichkeit. Zumindest, wenn diese angebracht war.
Es war offensichtlich, dass die Audienz nicht gut verlaufen war, Merel schmiss den Prinzen äußerst unfreundlich hinaus und Caelan beobachtete dies mit unbewegter Miene, allerdings bereit, dem Prinzen deutlich zu machen, dass er jetzt besser gehen sollte. Was immer er getan hatte, um Merel so wütend zu machen, die Stimmung reichte aus, damit Caelan augenblicklich nicht gut auf ihn zu sprechen war. Und eine falsche Bewegung, und der Mann würde sich an der Wand wieder finden, Caelans Hand an seiner Kehle, während er ihn freundlich darauf hinwies, dass er sein Verhalten in Gegenwart von Merel besser noch einmal überdenken sollte.
Als Merel schrie, zuckten Wachen und Prinz zusammen, während Caelan noch immer seelenruhig an der Wand wartete, vermutlich hatte der Prinz ihn nicht einmal bemerkt. Glücklicherweise war Merel wohl deutlich genug, der Mann verbeugte sich und suchte das Weite. Daher richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf das Zimmer und nickte Tacito zu. Er verstand sich ausgesprochen gut mit dem Krieger, auch wenn sie häufig ziemlich unterschiedliche Ansichten zu bestimmten Dingen hatten. Tacito war ruhig, höflich und zurückhaltend, er hatte sein Herz am rechten Fleck und einen wachen Verstand.
Nur kurz darauf bemerkte Merel ihn und kurz hellte sich ihre Miene auf, allerdings knurrte sie wieder, zog eine er Türen zu und brummte wenig freundlich, das er hinein kommen sollte. Caelan nickte und setzte sich in Bewegung, wobei er noch kurz wartete, bis Tacito den Raum verlassen hatte. Ihn interessierte brennend, was Merel derzeit beschäftigte und seine Geduld war inzwischen relativ ausgereizt. Er sah ihr dabei zu, wie sie sich ihr Wasser holte und noch immer sichtbar gereizt auf die Sitzecke zusteuerte. Einen Moment sah sie aus, als wolle sie ihm endlich sagen, was los war, dann fuhr sie ihn jedoch an. Caelans Augenbraue zuckte hoch. Merel setzte noch einmal milder an, während sie ihn bat, den Nachmittag über als ihr Begleiter - ihr 'Aufpasser' zu fungieren. Doch trotz ihrer gereizten Stimmung sah er in ihren Augen etwas anderes - Verzweiflung.

Caelan seufzte und ging auf sie zu und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Ich bevorzuge es zwar, mich wenn, es schon nötig ist, als 'Beschützer' zu sehen, aber ich bin gerne den Nachmittag über Aufpasser und Begleitung." Er lächelte seicht und setzte sich neben sie. "Willst du mir sagen, was los ist? Oder soll ich weiter daneben stehen und mich ärgern, weil du nicht zu mir kommst, ich aber gegen deinen Dickkopf eh nichts ausrichten kann?" Er schüttelte den Kopf und liess Merel gar keine Zeit, etwas zu erwidern.
"Ich sage dir, wenn du noch gereizter wirst, dann sage ich vielleicht kurzerhand alle deine Termine ab, entführe dich und setz dich mitten in der Pampa aus, wo du dich dann so lange mit mir herum ärgern darfst, bis du mit der Sprache raus rückst. Ich finde schon irgend einen Weg, dich mir über die Schulter zu werfen und mit dir zusammen ab zu hauen." Er wusste, dass das nicht so leicht ging, wenn Merel etwas wollte, bekam sie es auch - und wenn sie etwas nicht wollte, dann wusste sie sich meistens zu wehren und es zu verhindern. Trotzdem war sein Drang danach groß, sie einfach zu schnappen und dem Hofalltag zu entfliehen. Er war sich nicht sicher, aber irgendetwas sagte ihm, dass sie so gereizt war, weil irgendetwas am Hofe ihr die Luft zum Atmen nahm. Aber vielleicht irrte er sich ja auch.

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31 Aug, 2013 14:02 19 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Es zuckte sogar ein kurzes Lächeln durch ihre Mundwinkel. War ja schön, dass Caelan lieber einen anderen Begriff als ‚Aufpasser‘ hatte, aber so fühlte es sich nunmal ab und zu an. Oh, sie hatte sich schon ein paar Mal durchgesetzt und eine Audienz allein abgehalten, vornehmlich, wenn es kurzfristig gewesen war. Aber einige waren davon nicht sonderlich begeistert, weil sie der Meinung waren, dass Merel einen Aufpasser brauchte – auch wenn sie es anders nannten. Das ärgerte sie, an Tagen wie diesem ganz besonders, sodass sie einfach noch gereizter war. Während ihr Bruder sich neben sie setzte, trank sie noch einen Schluck und rutschte dann so, dass sie ihre Beine über seine legen und sich mit dem Rücken an die Armlehne des Sofas lehnen konnte. An sich eine ziemlich entspannte Position, hätte sie in letzter Zeit nicht so oft diesen griesgrämigen, finsteren Gesichtsausdruck und diese unterschwellige Aggression, die von ihr ausging. Man konnte nie wissen, auf wen sich selbige kurzfristig richtete, weil die Königin je nach Tagesform schon auf die kleinsten Dinge völlig überreagierte. Sie hatte sogar schon Alessandro angeschrien, weil sie seine stoische Ruhe ganz plötzlich zur Weißglut gebracht hatte. Es hatte ihr leid getan und dann hatte sie sich zusammengerissen, aber das war eines der Beispiele gewesen, dass die Kleinterreilleanerin leicht überreizt war. Fenris hatte das auch gemerkt, nicht nur beim Sex, bei dem er ein paar Biss- und Kratzwunden davongetragen hatte, die nicht so nett waren. Und jetzt hatte sie auch noch Caelan angegrummelt, weil sie sich nicht einmal bei ihm benehmen konnte. Sie seufzte, lehnte die Schläfe an das Polster der Rückenlehne und spielte mit dem Wasserglas in ihrer Hand herum. Der Dhemlaner merkte, dass etwas nicht stimmte. Natürlich merkte er es. Merel wusste gerade nur nicht, ob sie deswegen erfreut war oder ihr lieber wieder eine Sicherung durchbrannte.

„Ich…“, setzte sie an – und klappte dann den Mund wieder zu. Sie wollte es ihm ja eigentlich sagen, verflucht! Aber es ging nicht. Jedes Mal, wenn sie den Mund aufmachte, wurde es nichts. Außerdem wusste sie gar nicht genau, was sie ihm sagen sollte. Es war so viel und gleichzeitig nichts. Erneut seufzte sie, knirschte dann mit den Zähnen und warf ihrem ausgewählten Bruder einen kurzen Blick zu, bevor sie selbigen senkte und auf das Glas starrte, mit dem sie herumspielte. „Ich weiß nicht.“, murmelte sie skeptisch. Es war auch völlig unklar, weswegen die junge Königin so gereizt war. Es war schwer zu sagen, ob sie zu viel arbeitete, mit den falschen ‚Dingen‘ arbeitete oder eher das Gegenteil: Ob es schlimmer wurde, wenn sie ein paar Stunden für sich hatte, vor sich hinbrütete und dadurch noch gereizter wurde. Das hatte sie nämlich durchaus auch schon versucht. Sich Zeit für sich zu nehmen, sich zu entspannen. Es hatte nicht funktioniert. Sie war danach noch unausstehlicher geworden. „Ich hätte vorhin am liebsten auch Tacito angeschrien…“, nuschelte sie leise in sich hinein, kaum verständlich. „Wäre nicht so gut gewesen.“ Ihre Stimme wurde noch leiser und sehr, sehr beschämt. ‚Nicht gut‘ war sehr milde ausgedrückt. Sie hätte ein richtig schlechtes Gewissen gehabt. Und weil sie auch schon Alessandro und Mehrunes und Evaristo angepampt hatte, hatte sie es für eine gute Idee befunden, wenn heute ihr ausgewählter Bruder für den Rest des Tages mitkam. Zu dem war sie noch nicht ganz so böse gewesen und notfalls konnte er es vermutlich ab. Sie zankten ja hin und wieder mal, außerdem wusste er eher einzuschätzen, wie etwas gemeint war oder was bestimmte Gesichtsausdrücke und Verhaltensweisen bei ihr bedeuteten. Erneut seufzte die Kleinterreilleanerin und schenkte Caelan dann ein angedeutetes Lächeln. „Wie auch immer. Heute sind es sowieso nur noch zwei Audienzen. Kommst du mit mir Mittagessen?“ Sie hatte Hunger, außerdem würde es sie ablenken. Auch wenn es gar nicht so unwahrscheinlich war, dass sie komische Vorstellungen hegte, sollte sie ein Stück Fleisch auf ihrem Teller haben. Zum Beispiel, dass das Bedürfnis aufkam, mit einem spitzen, scharfen Gegenstand in lebendem Fleisch herumzustochern – nicht ihr eigenes – um sich an dem jeweiligen Menschen auszulassen und ihre scheiß Wut loszuwerden, die ihr wie ein Klumpen im Magen lag. Die Vorstellung war erschreckend gut.

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31 Aug, 2013 14:33 28 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Merel machte es sich bequem, behielt dabei aber ihre Sauertopfmiene bei. Dann setzte sie zu sprechen an, hielt dann jedoch erneut inne und erklärte einfach, dass sie es nicht wusste. Caelan nickte nur "Kenn ich." Er hatte selbst oft genug Momente, in denen er einfach.. durch den Wind, aggressiv oder schlecht drauf war. Solche Stimmungen kamen manchmal wie aus heiterem Himmel und er wusste nicht, woher es kam, was der Auslöser dafür war. Deswegen nahm er das einfach gelassen hin - es gab eben nicht immer eine Antwort.
Bei Merels nächsten Worten schüttelte er den Kopf. "Stimmt, wär wohl nicht so gut gewesen. Tacito, der nimmt das vielleicht persönlich und macht sich Gedanken. Schrei lieber mich an, ich kann das ab." Er zuckte die Schultern. "Im Zweifelsfall schreie ich zurück." Was unwahrscheinlich war, Caelan wurde quasi nie laut. Er hatte auch so eine eher leise, angenehme Sprechstimme. Wahrscheinlicher war es, dass er sie zum Abkühlen in den Brunnen warf. Auch wenn sie dann vermutlich noch wütender wurde.
Aber das störte ihn nicht, ihm war es egal. Sie durfte ihn anschreien, schlagen, verprügeln, kratzen, beissen, toben - er konnte damit umgehen. Sie würde sich im Gegenzug von ihm vermutlich auch anschreien lassen, wenn sie glaubte, dass es ihm half. Merel wich dem Thema allerdings mehr oder minder aus, indem sie das ganze mit einem unwirschen 'wie auch immer' abkanzelte und zum Mittagessen einlud. Caelan lächelte. "Evaristo wird es vermutlich begrüßen. Er schreit mich heute Abend definitiv an, wenn ich nicht zu Mittag gegessen habe." Das zwischen ihm und Evaristo ging jetzt.. seit gut sechs, sieben Wochen. Inzwischen hatten sie mehr oder weniger beschlossen, dass es wohl durchaus etwas.. naja zumindest regelmäßiges, wenn nicht sogar festes war. Und der Prinz verstand bei ein paar Dingen keinen Spaß. Zum Beispiel, wenn Caelan nichts aß. Und in der Beziehung war Evaristos Zorn beeindruckender, als es die Sorge von Merel oder Mehrunes je gewesen war, auch, wenn er Caelan dafür.. nunja, bestrafte. Nachdem Caelan dem guten ein paar Mal fast bewusstlos geworden war, weil er nichts gegessen hatte, hatte Evaristo beschlossen, dass das so eben nicht mehr ging. Und Evaristos Zorn wollte an diesem Abend definitiv nicht auf sich ziehen.
Also begleitete er Merel zum Mittagessen in ihre privaten Gemächer. Er konnte irgendwie verstehen, dass sie für sich sein wollte. Nachdem sie in der Küche Bescheid gegegeben hatten, lehnte Caelan sich zurück. "Was sind das heute für Audienzen?" Er bereitete sich immer auf seine Audienzen vor, aber da diesen beiden ursprünglich noch Tacito zugefallen waren, hatte er sich nicht damit beschäftigt. "Und was hat der Prinz heute morgen eigentlich gewollt? Alleine sein Anblick hat ausgereicht, damit ich ihn am liebsten zum Lüften aus dem Fenster des dritten Stockwerkes gehalten hätte." Caelan schnaubte. Es gab einfach irgendwelche reichen Schnösel, die glaubten, sich alles heraus nehmen zu können. Und solches Verhalten reizte ihn auch durchaus mal. Glücklicherweise war er gut genug erzogen, um nicht jeden direkt zum Lüften an den Fenstersims zu pinnen, aber manchmal war er wirklich kurz davor, unfreundlich und unhöflich zu werden. Trotz seines Blutopals, der im Vergleich zu manch anderem Juwel bei Hofe noch recht hell war, war es dennoch keine gute Idee, Caelan wütend zu machen. Letztendlich war er ein Kriegerprinz und folgte seinen eigenen Gesetzen - und im Zweifelsfall war es einzig Merels Wort, das zwischen ihm und einem Arschloch stand.

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31 Aug, 2013 14:56 25 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Da sich Merel selbst fühlte wie ein Pulverfass, an dem von jedem x-beliebigen Menschen am Hof durch eine Kleinigkeit die Lunte entzündet werden konnte, hielt sie es für keine anregende Idee, im großen Speisesaal zu essen. Daher verkrümelte sie sich mit ihrem Bruder lieber in ihre Gemächer und sagte bescheid, dass sie dort etwas zu essen zu sich nehmen wollte. Wenigstens fiel seit geraumer Zeit eine recht große Sorge von ihr ab: Caelans Zustand. Er hatte zugenommen. Klar, er war immernoch dünn – zu dünn für ihren Geschmack – aber es war in Ordnung. Er aß regelmäßig und damit war auch sie zufrieden. Auf dem Weg zu dem Wohngebäude, in dem sie lebte, stellte Merel ein Lächeln zur Schau, als könnte kein Wässerchen sie trüben. Es war eine Sache, wenn sie ihre Laune an Hofmitgliedern ausließ, vornehmlich jenen des Ersten und Zweiten Kreises oder auch an so unschönen Audienzen wie der eben. Aber das aller, allerletzte das sie wollte war, dass die Bediensteten oder niederen Hofmitglieder Angst vor ihr bekamen, weil sie eine verfluchte Königin mit roten Juwelen und schlechter Laune war. Damit würde sie sich all die kleinen Fortschritte der letzten Wochen kaputt machen. Süße Dunkelheit, lass mich nicht die Geduld verlieren! Lächeln fiel zwar schwer, aber anhand dieser Gedanken zumindest nicht zu schwer. Auch, wenn sie lieber geschrien und getobt und irgendetwas kaputt gemacht hätte. Umso erleichterter war sie, als sie endlich in ihren Räumlichkeiten ankamen und Merel einfach die Tür hinter sich zuknallen konnte. Schnurstraks ging sie in das Esszimmer und ließ sich auf einen der Stühle plumpsen. Der Oberste Butler würde das Essen bringen, sobald es fertig war und auch für ihn würde sie ein Lächeln und ein Danke übrig haben.

Caelan fragte nach, um was für Audienzen es sich handelte und die junge Königin schnaubte halbwegs belustigt bezüglich der Option, den Mann aus dem Fenster zu hängen. „Hätte ich auch gerne.“, murmelte sie und lümmelte sich auf dem Stuhl zurecht. „Er wollte mich ernsthaft davon überzeugen, dass der Hof Gelder in eine Art Club für den Adel Kleinterreilles fließen lassen soll. Weil es ja wichtig ist und der Adel damit dem neuen Hof wohlgesonnen wäre.“ Abfällig schnaubte sie. „Der Idiot wollte lediglich schnorren, sein Konzept ist scheiße und es ist mir gelinde gesagt auch ziemlich egal, ob das die neue Adresse für den beschissenen Adel wird oder nicht.“ Sie wurde schon wieder lauter, ihre Wangen verfärbten sich rot vor Zorn und sie zwang sich, einen Gang zurückzuschalten. Entschuldigend lächelte sie Caelan an. „War nicht so gemeint.“, räusperte sie sich. Ihr Bruder gehörte schließlich auch dem Adel an, wenn auch nicht dem ihres Territoriums. Es war auch nicht so, dass sie dieser Gesellschaftsschicht abgeneigt war, ganz und gar nicht. Aber ihr kam es so vor, als ob es im Adel prozentual mehr Idioten und Arschlöcher gab. „Die anderen beiden Audienzen drehen sich um ein Bittgesuch aus Goth, nicht sonderlich interessant, glaube ich. Aber dafür kommt auch jemand aus Tarraco wegen der Neubesetzung des Platzes der Provinzkönigin.“ Kurz flackerte etwas in ihren blaugrauen Augen auf, während sie ihren ausgewählten Bruder ansah, aber es verschwand schnell wieder. Sie hoffte, dass sie damit nicht zu sehr an alten Wunden rührte, andererseits versprach diese Audienz sehr positiv zu werden – Tarraco würde so oder so eine gute neue Provinzkönigin bekommen. Vermutlich sogar aus dem Adel. Es gab unterschiedliche Bewerberinnen, alle ganz in Ordnung, und Merel hatte sich noch nicht entschieden. Aber die Audienz heute konnte das vielleicht ändern.

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31 Aug, 2013 15:20 02 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Caelan schnaubte, bei Merels Antwort und gab ein gefährliches Knurren von sich. "Oh ich wünschte, ich hätte ihn aus dem Fenster geworfen!" fauchte er. "Und ich hoffe sehr wohl, dass du es so gemeint hast!" Seine Augen funkelten zornig. "Mir egal, wo der Adel Zeit verbringt, von mir aus sollen sie ihren teuren Wein in ihren Kellern trinken, denn jede Geräteschuppen dieser ignoranten Schnösel ist besser angelegt als das, womit sich viele Leute in Kleintereille mitsamt ihrer ganzen Familie begnügen müssen! Der Hof ist verschuldet, und wenn wir schon Geld in Bürger Kleintereilles investieren, dann in die, die es nötig haben, und nicht in die, die meinen, sie könnten sich alles erlauben, nur, weil ihr Geldbeutel größer ist, als ihre Ehre!"
Er schnaubte und schüttelte den Kopf, während er sich Wasser einschenkte "Egal. Wir haben wichtigeres zu tun, als uns über dieses Puderquastenpack auf zu regen. Manchmal glaube ich wirklich, dass der Kleinterellianische Adel nur Idioten hervor bringt. Glücklicherweise beweisen Tacito und Evaristo mir jeden Tag das Gegenteil. Die Hoffnung ist also noch nicht ganz verloren. Wie steht es mit den anderen beiden Audienzen?"

Ein Bittgesuch aus Goth und Jemand aus Tarraco. Caelan nickte, nun sehr still. "Ich bin gespannt, wie sich die Bewerberinnen verhalten. Sie werden es nicht leicht haben, dort einen festen Stand zu bekommen, viele der Höfe waren sehr auf Giachetta eingeschworen und einige Königinnen sind ihrem Vorbild mit Leidenschaft gefolgt. Wenn die neuen Königinnen etwas taugen, dann wird sich dort einiges ändern. Und selbst wenn sie nichts taugen, wird sich dort etwas ändern müssen. Ich bezweifle, dass die amtierenden Königinnen dort aufhören, Frauen zu brechen und Männer für nichtige Vergehen zu bestrafen. Sie werden vielleicht nur dafür sorgen, dass man noch weniger davon mit bekommt."
Die Zeit an Giachettas Hof hatte Wunden auf seiner Seele hinterlassen, die nur langsam heilten. Lange hatten sie in ihm geschwärt, seinen Geist vergiftet und ihn beinahe zerbrochen. Und es gelang ihm nur langsam, sich davon zu erholen. Noch immer wachte er nachts schreiend auf, noch immer fiel es ihm schwer, zu essen, wenn er daran dachte. Auch jetzt spürte er einen Kloß ins einem Hals, aber er würde sich nicht so leicht unter kriegen lassen. Erstens bekäme es ihm nicht gut, zweitens würde es Merel unglücklich machen und drittens war er gerade zu stolz dafür.
Caelan seufzte und fuhr sich über das Gesicht. Irgendwann würde er womöglich aussagen müssen, da er vermutlich einer der wenigen Männer war, die es sich erlauben konnten, eine Aussage gegenüber Hexen machen zu können, die so schlecht mit ihren Hofmitgliedern umgingen. Die meisten würden es nicht überleben, die Stimme zu erheben. Und die Gesichter, Stimmen und Signaturen der entsprechenden Frauen hatten sich ihm derart tief eingebrannt, dass er sie blind unter tausenden heraus benennen konnte. Er hob den Kopf und betrachtete Merel nachdenklich. "Ich würde gerne einen Teil von meinen Vermögen dafür investieren, dass Menschen, die unwiderbringlich durch Giachetta und ähnliche Hexen geschädigt sind, eine Unterstützung erhalten, die es ihnen ermöglicht, wieder in ein Leben zu finden. Besonders Landen und Blutleute ohne sozialen Status, hohe Kasten oder nur geringen Juwelen werden vielleicht nirgendwo eine Anstellung finden oder sind durch ihren körperlichen oder geistigen Zustand nie wieder in der Lage, zu arbeiten." brachte er ruhig hervor. "Der Adel wird vermutlich wüten, weil du solche Menschen unterstützt, statt ihnen eine neue Belustigung zur Verfügung zu stellen, aber das ist MIR zumindest scheiß egal."

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31 Aug, 2013 15:50 30 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
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Caelan regte sich ebenfalls über den Prinzen auf, wie sehr schnell deutlich wurde. Es half Merel nicht gerade dabei, ruhig zu bleiben aber es wühlte sie auch nicht explizit auf. Sie war sowieso gereizt genug, sehr viel schlimmer konnte es kaum werden. Außerdem hörte sie ihrem Bruder zu, wobei eine Mischung aus Gefühlen auf ihrem Gesicht lag, die so ziemlich alles beinhaltete. Mal verfinsterte sich ihr Blick, mal hellte er sich auf. Mal konnte man meinen, sie würde dem Kriegerprinzen gleich ins Gesicht springen und mal hatte es den Anschein, als würde sie ihn einfach drücken wollen. Der Klumpen in ihrem Magen meldete sich jedenfalls erneut zu Wort, wurde größer und sengender und machte den Anschein, als würde er platzen wollen. Dieser hässliche, anstrengende, schwere Klumpen Wut, der sich durch ihre Eingeweide fraß. Manchmal heiß, manchmal kalter Zorn. Jedenfalls niemals angenehm. „Ist mir auch ziemlich egal, was der Adel davon hält. Außerdem: So schlimm ist es gar nicht mehr. Klar, manche Familien können mich nicht leiden und werden es wahrscheinlich nie. Aber ansonsten geht es eigentlich.“ Sie zuckte mit den Schultern, als würde sie das nicht belasten. Sonst machte sie sich vielleicht auch keinen allzu großen Kopf, aber in so einer Stimmung wie in letzter Zeit sah das ein bisschen anders aus. „Außerdem sind nicht alle amtierenden Königinnen der Provinz so.“ Merel gab sich Mühe, den Dhemlaner nicht anzufahren. Sie wusste was ihm passiert war. Auch, wenn sie nicht explizit darüber gesprochen hatte, wusste sie es. Wenn auch zum Großteil nicht von ihm. „Ich bin auch in Tarraco aufgewachsen, falls du das vergessen haben solltest.“ Ein bisschen giftig klang sie ja schon und etwas an ihr warnte davor, etwas Falsches zu sagen. „Und die Bezirkskönigin von Fallon ist durchaus anständig.“ Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das an en Zähnefletschen erinnerte. Selbige Bezirkskönigin hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Vergewaltigung, als Merel 16 gewesen war, aufzuklären. Letztlich war es am Provinzhof gescheitert. So etwas würde nicht mehr vorkommen.

Doch noch bevor noch irgendetwas gesagt werden konnte klopfte es an der Tür und die Kleinterreilleanerin bat den Obersten Butler herein, der das Essen auftischte. Da sie keinen Wert darauf legte, bei einem privaten Essen großartig bedient zu werden, war er anschließend auch wieder entlassen, damit die beiden ihre Ruhe hatten. „Mit deinem Geld kannst du ja außerdem machen, was du willst.“ Sie zuckte mit den Schultern und besah sich das Essen, während ihr das Wasser im Mund zusammenlief. Dann jedoch blickte sie noch einmal auf, wieder wesentlich milder gestimmt, was man auch an dem liebevollen Lächeln sah. „Die Idee finde ich aber toll.“ Es gab sowieso Zahlungen seitens des Hofes für alle Geschädigten, die unter Giachetta gelitten hatten. Das Verfahren dauerte zwar ewig, weil man natürlich nachprüfen musste, aber Entschädigungen würde es für jeden einzelnen geben, der sich meldete.

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31 Aug, 2013 16:07 12 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Merel fuhr ihn ziemlich giftig an, aber Caelan blieb ruhig. Er hatte ihre Gefühle ähnlich verletzt, wie er es auch schon bei Tacito getan hatte, allerdings liess er ihre Wut über sich ergehen und wartete einfach ab, bis sie ruhiger wurde. Oder in dem Fall, bis das Essen gebracht wurde und Merel etwas milder meinte, dass sie seine Idee gut fand. Er nickte.
"Danke. Und ich weiß, dass Fallon in Tarraco liegt und du dort aufgewachsen bist. Und ich weiß auch, dass nicht alle Königinnen dort so sind. Auch, weil einige der entsprechenden Hexen vermutlich gar nicht mehr leben, die wenigsten waren langlebig." Er neigte seinen Kopf. "Ich wollte dich nicht beleidigen, es tut mir Leid, Merel."
Er hob das Gesicht wieder an und legte den Kopf schief, blickte Merel aus strahlenden blauen Augen unter langen, schwarzen Wimpern hindurch an und schenkte ihr das Lächeln, mit dem er früher versucht hat, die Köchin dazu zu bezircen, ihm ein Stück Kuchen vor dem Mittagessen zu geben. "Wenn du nicht mehr böse bist, wollen wir essen? Ich sterbe vor Hunger. Danach haben wir noch etwas Zeit bis wir uns mit den nächsten Leuten herum ärgern müssen und vielleicht können wir ja später etwas zusammen unternehmen?" Caelans Lächeln umspielte ein Grinsen. "Ich könnte dir zeigen, wie man Holz hackt. Das könnte deine Laune sicherlich bessern. Wenn du willst, male ich dem Holzklotz sogar vorher noch ein Gesicht auf." schlug er amüsiert vor. Er wusste, dass Merel Sport nicht mochte und bezweifelte auch, dass Holz hacken ihren Geschmack traf. Eigentlich ärgerte er sie viel eher ein bisschen, aber sollte sie darauf eingehen.. nunja. Es gab sicherlich nicht viele Männer an ihrem Hof, die mutig - oder dumm - genug waren, Merel in solcher Stimmung eine scharfe Axt in die Hand zu drücken.

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31 Aug, 2013 16:25 49 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Eigentlich hatte sie schon gar nicht mehr daran gedacht, dass sie bis eben noch angesäuert gewesen war wegen Caelans Aussage, allerdings wurde sie daran erinnert, als er sich entschuldigte. Etwas perplex sah sie ihn an, die Mundwinkel verspannt verzogen. „Hm, schon gut.“, tat sie es ab. Dann nahm sie sich bereits ihr Besteck. „Solange du dich nicht beleidigt fühlst, wenn ich über den Adel im Allgemeinen schimpfe.“ So wie vorhin beispielsweise. Sie neigte ja durchaus auch dazu zu verallgemeinern und über einen Kamm zu scheren, speziell wenn sie wütend oder gereizt oder zornig oder alles zusammen war, so wie momentan. Merel war derzeit so beständig wie ein Unwetter und sie betete darum, dass es nicht so sehr auffiel und die Bediensteten nichts ab bekamen. Leute, die sie nicht sonderlich gut kannten, konnten das schnell in den falschen Hals bekommen, davon mal ganz abgesehen hatte sie ja durchaus ein schlechtes Gewissen Alessandro gegenüber beispielsweise. Er hatte es nicht verdient gehabt, dass sie ihn angeblafft hatte. Nicht mehr zu ändern. Mit einem Seufzen widmete sie sich lieber ihrem Essen und sah ihren ausgewählten Bruder an. Sein angedeutetes Grinsen machte sie skeptisch, fast misstrauisch – und sehr neugierig. Holzhacken? Die Vorstellung war… amüsant. Die junge Königin lachte leise in sich hinein und schüttelte den Kopf. „Ich glaube ich provoziere lieber Fen ein bisschen.“ Ein bösartiges, beängstigendes Grinsen durchzuckte ihre Mundwinkel; es war zu erkennen, ohne dass sie dafür aufsehen und so das Essen unterbrechen musste. „Dann kann ich mich ein bisschen mit ihm streiten und sowas.“ Noch einmal lachte sie leise.

Die nächsten gut eineinhalb Stunden blieb sie eigentlich verhältnismäßig ruhig. Keine Ausbrüche, keine Streitereien, kaum Anflüge von Wut. Sie plauderte noch ein bisschen mit Caelan, gönnte sich aber auch Zeit allein, immerhin würden die beiden sich auch noch für den Rest des Tages sehen. Zumindest während der ersten Audienz war Merel auch recht angespannt, selbst wenn sie das ihr Gegenüber nicht spüren ließ. Unter dem Tisch aber, wo ihre Hände auf den Armlehnen ihres Stuhles auflagen, bearbeiteten ihre Finger regelrecht das Holz. Sie griffen zu, ließen wieder locker, griffen wieder zu. So als ob irgendein Tier unter der Haut der Königin wohnte, das ausbrechen wollte. Aber Merel benahm sich, ziemlich gut sogar. Sie lächelte, war höflich, ließ sich nichts anmerken. Alles gut. Die zweite Audienz war tatsächlich recht erfreulich und die Kleinterreilleanerin war weniger angespannt, letztlich traf sie sogar für sich eine Entscheidung bezüglich dessen, wer die nächste Provinzkönigin Tarracos sein würde. Sie sagte es noch keinem, behielt sich noch etwas Bedenkzeit vor, aber eigentlich stand es für sie fest. Eine offizielle Entscheidung würde sie in ein paar Tagen verkünden. Bis dahin besserte sich ihre Laune jedoch nicht unbedingt. Ja, sie war nach wie vor gereizt und sie konnte Caelan nach wie vor nicht sagen, warum. Aber sie suchte tagsüber manchmal seine Nähe. Sei es zwischen zwei Audienzen oder auch, dass er eine Audienz als Begleitung übernahm, wofür er nicht vorgesehen war. Letztlich versteifte sich Merel auf ihn und Fenris, einfach weil sie sich damit… sicherer fühlte. Und wenn sie mit Caelan bei irgendwelchen Terminen war hielt sie sich manchmal geringfügig dichter an seiner Seite, als sie es üblicherweise tat, so als würde sie eine greifbare Reißleine brauchen. Oder jemanden, der sie zurückhalten konnte, wenn etwas in ihrem Hirn durchschmorte.

Am Abend des dritten Tages, nachdem sie zusammen Mittag gegessen hatten, war Merel ruhelos. Es war in der Nacht zuvor bereits vorgekommen, dass sie sich von Fenris zurückgezogen hatte, einfach nachts aufgestanden und ihn allein im Bett gelassen hatte. Dann war sie umhergewandert und hatte versucht, nicht irgendwelche Vasen oder Möbel kaputt zu machen. In dieser Nacht trieb es sie nach draußen. Nachts war es mittlerweile relativ kühl, auch wenn die Tage noch warm waren, sodass sie eine lange Hose, feste Schuhe und einen dünnen Pullover trug. Im Wald demolierte sie auch ein paar Sträucher – genau so lange, bis Tamar sie erwischte und nachfragte. Mit der Versicherung, dass es so weit wieder in Ordnung war und sie nur etwas Dampf hatte ablassen müssen, stapfte sie zurück zu ihren Räumlichkeiten. Statt jedoch zurück ins Bett zu gehen, ging sie nach oben auf eine der beiden Dachterrassen. Dort tigerte sie hin und her, von Geländer zu Geländer. Sah in eine Richtung, in die andere, tigerte und lief und fuhr sich durch die offenen Haare. Merel haderte ewig mit sich, aber schließlich fühlte sie ganz, ganz vorsichtig nach ihrem Bruder. Es war nur ein mentales Stupsen, erst ganz leicht, dann ein bisschen fester. Sie hatte das Gefühl durchzudrehen, weil dieser Klumpen in ihrem Bauch gleich platzte, wenn sie Caelan nicht in ihrer Nähe hatte. Dieses Gefühl schwang auch in dem mentalen Faden mit, auch wenn sie es versuchte zu dämpfen. *Kannst du… vielleicht herkommen?* Süße Dunkelheit, ihr Tonfall schrie: ‚Komm her! Schnell! Sonst fliegt irgendwas in die Luft!‘ Dabei rechnete sie spontane Selbstentzündung durchaus mit ein.

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31 Aug, 2013 17:08 42 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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"Wetter so viel über den Adel, wie du willst, mir macht das mit Sicherheit weniger aus, als Mehru.. oder Evaristo.. oder Tacito." Erklärte er und zuckte die Schultern, ehe er sich ebenfalls seinem Essen widmete. Der Gedanke, dass Merel Fenris bewusst provozierte war irgendwie bedenklich, andererseits.. naja. Nachvollziehbar, in gewisser Weise. Aber er ging nicht mehr darauf ein, sondern plauderte mit Merel lieber über dies und das. Die Audienzen liefen auch gut, obwohl Merel angespannt blieb, aber.. es war im Rahmen. Immerhin brüllte sie keinen Bittsteller mehr an.
Die nächsten Tage verliefen ähnlich, er merkte, dass in Merel ein Sturm tobte, aber tun konnte er dagegen nichts. Sie wusste nicht, was los war, er nahm es hin und gab ihr so viel Halt, wie sie brauchte oder wünschte, damit es für sie irgendwie.. aushaltbar wurde. Die Nächte verbrachte er oft bei Evaristo, um ab schalten zu können. Wenn er alleine blieb, grübelte er die gesamte Nacht, wurde selbst unruhig, gereizt. Abend mit Evaristo aus zu gehen - oft Oper oder Theater - oder die Nacht mit ihm zu verbringen, zerstreute unangenehme Gedanken. Egal, ob es nun Erinnerungen an Giachetta waren, oder seine Sorge um Merel.

Auch in dieser Nacht war er bei Evaristo, sein Kopf war angenehm leer, während er sich dem Prinzen hingab und er die Nähe des anderen mehr genoss, als er es sich die meiste Zeit über eingestehen wollte. Dann jedoch spürte er eine mentale Berührung und sofort war er wachsam, spannte sich unbewusst an. "Orange." murmelte er zerstreut. Er hatte bisher noch nie ein Signal angewendet und sofort hielt der Prinz inne. Orange bedeutete, dass er kurz inne halten, aber noch nicht abbrechen musste. Als Merel ihn dann bat, zu kommen, spannte Caelan sich noch mehr an und ein verkniffener Zug glitt über seinen Mund. "Rot." Das eindeutige Signal, sofort auf zu hören. Caelan hatte es noch kein einziges Mal bisher gegeben. Und in dieser Situation gab es eigentlich nicht einmal einen Grund dazu - außer Merel. Und sie war für ihn in jedem Fall Grund genug, alles stehen und liefen zu lassen - sogar den Menschen, mit dem er gerade schlief.
*Wo bist du? Ich bin gleich da.* Er löste sich von dem Prinzen und fuhr sich zerstreut durch die schweißnassen Haare, ehe er Evaristos Gesicht kurz streichelte und ihm einen zärtlichen Kuss gab. Einen kurzen Moment erlaubte er es sich, zu seufzen, während er seine Stirn an die des anderen Mannes lehnte. Der Blick von Evaristos blauen Augen war.. Caelan wusste es nicht ein zu ordnen. Besorgt? Vielleicht.
"Ich muss gehen, es tut mir Leid. Merel, irgendetwas..." Er schluckte. "Ich erkläre es dir Morgen." Er küsste Evaristo noch einmal, ehe er hastig aufstand und sich Hose und sein Hemd überzog. Restliche Kleidung verschwand in seinem Juwelengepäck, während er schon auf dem Weg nach draußen war, barfuß. Ihm war es egal, wer ihm über den Weg laufen musste. Hastig knöpfte er das Hemd zu, wobei ihm entging, dass er es verkehrt herum trug und schief knöpfte, zu sehr war er in Gedanken bei Merel.
Er stürmte die Treppe nach oben, immer drei Stufen auf einmal nehmend, und betrat ohne an zu klopfen ihre Räumlichkeiten, da sie ihn dazu aufgefordert hatte, und nur kurz darauf stand er an dem Ort, den sie ihm genannt hatte. Sein Haare war wirr, um seinen Hals lag noch das Lederband, das Evaristo so gerne an ihm sah, seine Kleidung war unvollständig und schief, Schuhe und Strümpfe fehlten gänzlich, sein Gesicht und seine Wangen waren gerötet, ein leichter Schweißfilm, der jetzt zu trocknen begann, bedeckte seinen Körper und Evaristos Geruch und die Signatur des Prinzen hafteten ihm noch überdeutlich an. Aber er war da. "Merel.." Er öffnete die Arme, keine Aufforderung, aber ein Angebot, während in seiner Stimme die ganze Zuneigung für sie mit schwang, die er ihr entgegen brachte. Evaristo war in diesem Moment egal, er würde es verstehen. Er würde es verstehen müssen.

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31 Aug, 2013 17:41 59 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Während sie auf der Dachterrasse auf und ab lief, hatte die junge Königin einen schrecklich finsteren Gesichtsausdruck. Dann aber blieb sie abrupt stehen. Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, fixierten etwas. Einen Sonnenschirm, der zugeklappt an der Hauswand lehnte, nicht weit neben der Tür. Langsam, wie auf der Pirsch, ging sie darauf zu, ihre Finger berührten den Stoff. Brennt bestimmt gut… Gefährlich blitzten ihre Augen auf, während ihre Hände weiter an dem Schirm herumfingerten, langsam, bedächtig, prüfend. Vermutlich hätte sie sich dazu hinreißen lassen, das Ding zum Explodieren zu bringen, wäre Caelan nicht kurz darauf zu ihr nach draußen getreten. Ihr Kopf ruckte herum, der Blick, mit dem sie eben noch den Schirm bedacht hatte, ruhte für einen Moment auf dem Kriegerprinzen. Allerdings kam sie zu dem Schluss, dass es keine produktive Idee war, ihren Bruder anzuzünden. Das stank und sie hätte nur ein paar Minuten was von der schönen Flamme, bis sie sich dann wahrscheinlich selbst anzündete. Wie in Zeitlupe nahm sie ihre Hände von dem Schirm und drehte sich so weit, dass sie frontal zu dem Dhemlaner stand. Prüfende Augen glitten von oben bis unten über ihn, nahmen jede Einzelheit auf, während sich ihre Hände zu Fäusten ballten und wieder schlossen. Ihr Bruder sah zerzaust aus. Auch wenn Merel nicht explizit darüber nachdachte konnte sie sich trotzdem denken, warum dem so war. Es war auch nicht so, dass es sie störte oder sie wütend machte, die Königin handelte im Moment nur einfach sehr instinktiv. Sie ging auf den Kriegerprinzen zu und lehnte ihre Stirn an seine Brust, ihre Arme blieben an ihren Seiten, während sich ihre Schultern anspannten. Diese Anspannung wurde auch immer größer, wie bei einer Bogensehne, die man spannte und spannte und spannte, bis zum Anschlag, bis die Arme zitterten aufgrund des Widerstands. Noch ein bisschen mehr und die Sehne riss.

Erneut ballten sich ihre Hände zu Fäusten und ihre Fingernägel gruben sich kurz in die Handflächen. Merel gab ein Knurren von sich, richtete sich dann abrupt wieder auf und ihre Hände schnellten an Caelans Hals. Ziemlich grob, aber ohne ihn zu verletzen, riss und zupfte sie an dem Lederband, bis sie es offen hatte und achtlos zur Seite schmiss. Anschließend nahm sie ihre Position mit der Stirn an seiner Brust wieder ein. Das Band hatte sie kurzfristig gestört. Nicht wegen dem, was man damit verbinden konnte – darüber dachte sie gar nicht nach. Es hatte sie gestört, sie hatte es entfernt, fertig. Nun aber legte die junge Königin auch ihre Hände an die schmale Brust des Dhemlaners, die Finger vergriffen sich in den Stoff und sie riss etwas daran, allerdings nicht stark. Eher wie ein Kind, das an einem Tischtuch rüttelte, wenn es wütend war. Dabei gab Merel auch ganz ähnliche Geräusche von sich, wenn auch unterdrückt. Dann, ganz plötzlich, ging der Schirm doch noch in Flammen auf. Von der einen Sekunde auf die andere, wie bei einer Stichflamme, fing der Stoff Feuer und der Schirm kippte vor die Tür wie eine flammende Barriere. Es sollte wohl auch besser niemand wagen, jetzt hierher zu kommen, wenn er nicht mit dem Schirm verkohlen wollte. „Ich werde wahnsinnig…“, knurrte sie in Begleitung zu dem Knistern und Rascheln des Feuers. In Begleitung zu den rüttelnden, schüttelnden Bewegungen an dem Hemd und den vor Anspannung bebenden Schultern.

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31 Aug, 2013 18:25 09 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Caelans Herz wurde ihm schwer, als er Merel sah. Ihr Blick.. gefiel ihm nicht. Und ihre Signatur auch nicht, aber er liess sich erst einmal nichts anmerken, wartete ab. Merel kam tatsächlich, aber sie spannte sich immer weiter an, ballte ihre Fäuste und Caelan fühlte sich.. hilflos, weil er nicht wusste, was los war. Ihre Angespanntheit nahm zu, bis sie ihm grob das Halsband vom Hals zog und es nach hinten warf. Er schluckte und legte erneut die Arme um Merel, während er versuchte eine Antwort darauf zu finden, wie er ihr helfen konnte.
Sie selbst vergriff sich am Stoff und rüttelte, riss und zog daran und er wusste nicht, was er damit anfangen oder was er tun sollte. Als der Schirm, den sie bei seinem Eintreffen in der Hand gehalten hatte, in Flammen aufging, zuckte er nicht einmal zusammen, sondern strich Merel nur sanft über den Rücken. Er hatte keine Angst vor ihr oder dem, was sie tun könnte. Er hatte nur Angst um sie. "Kannst du mir sagen, was los ist?" Sie wurde wahnsinnig, schön und gut - aber warum?! Er fühlte sich so hilflos, weil er nicht wusste, was los war - und sie es scheinbar genauso wenig wusste. "Und was kann ich tun, um dir zu helfen?" Er schloss sie in seine Arme, ihm war es egal, ob sie ihm dafür weh tat, ob sie ihn biss, kratzte, schlug oder sogar ihre Juwelen gegen ihn einsetzte. Sein Vertrauen in sie war.. grenzenlos. Und er würde für sie da sein. Ihr ging es nicht gut, und er würde alles tun, was in seiner Macht stand, damit es ihr wieder besser ging.

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31 Aug, 2013 18:45 41 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Merel mahlte so stark mit den Zähnen, dass man es selbst durch das nahe Feuerknistern noch hören konnte. Ob sie ihm sagte konnte, was los war? Ihre Zähne mahlten und mahlten, ihre Finger drückten und zogen und gingen dann ganz plötzlich auf. Ruckartig löste sie sich von ihrem ausgewählten Bruder und drehte sich weg. In einer unwirschen Geste fuhr sie sich durch die braunen Haare, während sie wieder damit begann auf und ab zu laufen. „Ich hab keine Ahnung!“ Die Worte hallten über die ganze Dachterrasse, prallten von der Hauswand ab, schallten über den Innenhof hinweg. Vielleicht wurden ein paar Hofbewohner davon wach. Toll, sie gab sich hier gerade eine totale Blöße – und es machte sie noch wütender, ungehaltener. Ein Hörschutz und ein Sichtschutz spannte sich kuppelartig über die Fläche, auf der sie standen, ohne dass die Königin sich darin unterbrach, hin und her zu laufen. Sie versuchte sich zu beruhigen, aber es gelang ihr nur schwer. „Es ist alles so… so…“ Hilflos fuchtelte sie mit den Händen herum. „Ich muss mich jeden Tag mit irgendetwas herumärgern. Jeder will irgendwas von mir. Ich kann nirgendwohin gehen, ohne dass ich angesehen werde!“ Es hatte bisher nicht den Anschein gemacht, als würde sie besonders darunter leiden. Seit sie wieder sie selbst war, war sie sogar ziemlich gut in die Rolle hineingewachsen nach so kurzer Zeit. Es lag ihr irgendwie im Blut. Aber dann gab es Tage… da wurde sie gereizter. Und es wurde ihr zu viel und erdrückte sie. Und weil sie war, wie sie war, staute es sich in ihr auf und platzte dann irgendwann. „Ich halt das nicht aus! Ich kann das nicht! Und jeder glaubt, mir Ratschläge geben zu müssen oder mir dies oder jenes zu sagen und ich soll mir alles merken!“ Sie hielt sich den Kopf, raufte sich die Haare, während sie lief und lief und lief. Genau genommen hatte sie an sich selbst den Anspruch, sich so gut wie alles zu merken, was ihr Leute zutrugen. „Ich kann ja nicht einmal in den Garten gehen, ohne dass ich beobachtet werde. Geschweigedenn den Hof verlassen, ohne dass mir eine Predigt gehalten wird, dass ich das keinesfalls allein darf und überhaupt… wie alt bin ich?“ Sie schrie und zeterte und war völlig außer Fassung. Eine Pulverfass, das hochging. „Fünf?!?“

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31 Aug, 2013 20:06 00 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Merel schrie so laut, dass ihre Stimme von der Mauer wieder hallte. Caelan blieb erstaunlich ruhig und bemerkte nur kurz, dass sie Schilde errichtete. Okay, jetzt waren sie also ungestört. Nun, wenigstens wusste Evaristo jetzt mit Sicherheit, dass mit Merel wohl etwas nicht so wirklich in Ordnung war. Und nebenbei wusste das auch jeder andere, dessen Räumlichkeiten an dieser Seite des Gebäudes lagen. Inklusive Fenris, der, wenn Caelan Pech hatte, bis eben nicht einmal gewusst hatte, dass Merel nicht in ihrem.. oder schlimmer noch, in seinem Bett lag.
Merel stiefelte weiter auf und ab, aufgebracht und in ihren Gedanken scheinbar vollkommen zerfahren. Caelans Sorge wuchs. Was war nur los?
Und dann begann sie zu reden. Sie unterbrach sich erst einmal selbst, ehe sie ihm erklärte, dass alle so viel von ihr verlangten, dass jeder etwas von ihr wollte, irgendetwas wichtiges zu sagen hatte und sie sich so viele Dinge merken musste. Wenn er daran dachte, mit welchen Idioten Merel stellenweise ihre Zeit vergeudete, konnte er ihren Frust verstehen. Frust, ja, aber nicht diesen ohnmächtigen Zorn, dem seiner Ansicht nach eine tiefe Verzweiflung anhaftete.
Aber je mehr sie sprach, desto näher kamen sie dem Punkt. Vorschriften. Beobachtungen. Wie sie das Wort 'Aufpasser' ausgespuckt hatte. Und dann der Gedanke daran, wie veruweifelt und eingesperrt sich Merel noch zur Zeit in dem Anwesen manchmal vorgekommen war, wie oft sie sich mit Mehrunes über 'angemessenen Schutz' gestritten hatte, wie wütend sie über die Schildregelung gewesen war, die sie nur deswegen widerwillig angenommen hatte, weil ihr wenigstens kein Mann wie ein Schatten nach stellte.
Kurz blickte Caelan in den Himmel, er war dunkelblau, Sterne funkelten, und nachts begann es bereits, frisch und etwas kühler zu werden. "Du bist zweiundzwanzig." antwortete er ruhig. "Auch wenn wir uns beide manchmal wie fünfjährige benehmen, zumindest, wenn man der Meinung meines Bruders glauben schenken will." Sein Tonfall war äußerst trocken und kurz seufzte er, fuhr sich über das Gesicht, während er leicht zu frösteln begann. Auch wenn er bereits zugenommen hatte, ihm wurde dennoch sehr schnell und leicht kalt, er fror regelmäßig und besonders nach dem Sex. Allerdings verscheuchte er den Gedanken. Merel war wichtiger.
"Fühlst du dich von so vielen Männern, die auf dich aufpassen und dich beschützen wollen, eingesperrt udn eingeschränkt?" fragte er vorsichtig nach. "Ist es das, weswegen du so sehr verzweifelst?" Caelan versuchte sich zu überlegen, was er ihr, je nachdem, wie sie reagierte, als nächstes sagen könnte, ohne, dass sie das Gefühl hatte, dass er ihr auch nur wieder irgendwelche Ratschläge geben wollte, weil er meinte, es besser zu wissen. Er wusste es nicht besser.
Wie auch? Er war ein Mann. Er würde nie nachvollziehen können, wie eingesperrt sich Frauen fühlen mochten, wenn so viele, so starke Männer sich darum stritten, ihnen dienen zu dürfen. Und weil Merel gerecht sein wollte, gab sie sich vielleicht auch noch Mühe dabei, jeden ihrer Männer Chancen zu geben, sich um sie zu kümmern, damit keiner übervorteilt wurde - und dann blieb für sie wenig Raum, wirklich frei zu sein. Nicht einmal in seiner Nähe, immerhin zählte er vermutlich neben Mehru zu den schlimmsten Nervensägen. Und wenn er darüber nachdachte, wie sehr er selbst verzweifelte, wenn man ihn einsperrte.. konnte er es vielleicht etwas nachvollziehen.

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31 Aug, 2013 20:32 00 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sobald der Dhemlaner etwas erwiderte, blieb Merel stehen und ihr Blick bohrte sich in ihn. Allerdings legte sich ganz langsam ihr Kopf leicht schief und ihre Zähne hörten auf, aufeinander zu mahlen. In ihren Augen lag einerseits Befriedigung – für die Feststellung, wie alt sie war und eben keine fünf Jahre alt – andererseits diese unbändige, übermächtige Wut, die sich einfach nicht beruhigen wollte. Außerdem flackerte kurzes Misstrauen auf. Caelan… fragte nach? Er hatte nicht belustigt, auch nicht sarkastisch geklungen, sondern so, als würde er die Frage ernst meinen. Das machte die Königin skeptisch. Ein paar Herzschläge lang sah sie ihn einfach so an, wie ein Raubtier auf der Pirsch, das sich nicht entscheiden konnte, gleich aus der Deckung hervorzuspringen oder lieber nach anderer Beute zu suchen. Zumal sie die Nähe des Kriegerprinzen auch nur ertrug, weil er damit umgehen konnte. Sie würde ihm nichts tun – unter keinen Umständen. Lieber würde sie sich ein Bein abhacken, als auf ihren ausgewählten Bruder loszugehen. Anstatt gleich zu antworten wandte sie sich wieder ruckartig ab und tigerte weiter, wenn auch nicht mehr ganz so vehement und schnell wie zuvor. „Ich… ich will das ja nicht!“ Ihre Hände flogen verzweifelt in die Luft, sackten wieder herab, krampften und öffneten sich. „Keiner meint es böse. Und ich hab euch allen einen beschissenen Anteil von Rechten an meinem Leben gegeben, also darf ich eigentlich nicht sauer sein…“ Oh, sie war wütend. Sie war sowas von wütend und verärgert über sich selbst! In Momenten wie diesen – in einer Stimmung wie der der letzten Tage – bereute sie es. Sie würde es deswegen noch nicht rückgängig machen wollen, die Sache mit dem Hof und so, aber sie bereute es. „Aber es ist so schwer!“, schrie sie in Caelans Richtung, ging dann zu einem der Steingeländer und ließ sich dann mit dem Rücken daran herabgleiten. Sie zog die Knie an, schlang die Arme darum, vergrub den Kopf an den Unterarmen und fing an sich selbst ein bisschen zu wiegen. „Es ist so schwer…“, murmelte sie leise und verdrossen, mit einer Spur Zorn darin.

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31 Aug, 2013 22:03 42 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Getroffen. Er hatte genau den richtigen Punkt erwischt, das, was so sehr an ihr nagte. Damit konnte er etwas anfangen. Das war gut und die Hilflosigkeit liess etwas nach. Sie erklärte, dass sie es nicht wollte, dass keiner etwas böse meinte und sie ihnen ja allen diese Rechte gegeben hatte und sie nicht sauer sein durfte - aber er hörte die Verbitterung, selbst ohne diesen unbändigen Zorn hätte er dumm sein müssen, um diese Verbitterung gerade nicht zu bemerken.
"Natürlich darfst du sauer sein." bemerkte er mit einem Schnauben. "Wenn du anfängst jedem Mann deine Krallen zu zeigen, der behauptet, du könntest nicht auf dich aufpassen, werden sie es sich - wenn sie nur einen Funken Verstand besitzen - zweimal überlegen." Er seufzte. "Ich zumindest würde es mir zweimal überlegen." Sie schrie ihn an, dass alles so schwer war, ehe sie an dem Geländer zusammen sackte. Caelan seufzte. Vielleicht hatte er wieder zu besserwisserich geklungen, obwohl er es gar nicht sein wollte.
Er ging vorsichtig auf sie zu, setzte sich neben sie und streichelte ihr sanft durch die Haare - auch auf die Gefahr hin, dass sie ihn biss. Er seufzte. Er liebte Merel so sehr - seine Schwester, seine beste Freundin, sein Anker. Er wollte sie beschützen und er wollte sich um sie kümmern, aber das bedeutete auch, dass er Rücksicht nehmen musste. Kümmerte er sich nicht besser um sie, wenn er ihr den Freiraum liess, den sie brauchte, um sich wohl zu fühlen?
"Angenommen, nur einmal angenommen, die Dunkelheit würde heute deine Wünsche erhören und den Alltag am Hof so ändern, wie du es dir wünschen würdest.. wie würde das aussehen? Wie würde sich das ideale miteinander gestalten, welche Dinge wären dir für dich wichtig, damit du dich wohl fühlen könntest? Welche Dinge wären anders, und wie würden sie sich von jetzt unterscheiden?" Seine Stimme war ernst und nachdenklich, nichts höhnisches, sarkastisches oder bissiges lag darin, er war ehrlich an einer Antwort interessiert. Denn wenn er wusste, was sich Merel wünschte und was sie brauchte, um sich wohl zu fühlen, dann konnte er daran arbeiten, es zu verwirklichen. Und wenn er sich mit jedem einzelnen Mann am Hof anlegen musste, er würde es tun. Wobei dies gerade eher das kleinere Übel war - zuerst musste Merel ihm antworten.
Und dazu gehörten auch die möglichen Problempunkte, dass sie ihn dafür ernst nehmen musste, dass sie wissen musste, was genau sie störte, wissen musste, was sie sich wünschte... und auch noch dazu bereit war, es ihm, ausgerechnet einem dummen, herrischen, furchtbar männlichen Kriegerprinzen zu erzählen, dem schlimmsten Anhängsel, das sie bei Hofe hatte, immerhin verbrachte sie mit Niemandem so viel Zeit - und entsprechend konnte Niemand ihr derart penetrant auf die Nerven gehen, wie er.

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31 Aug, 2013 22:25 00 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sie war verwirrt, durcheinander und vor allem wütend. Ihre Unbeständigkeit zeigte sich auch in ihrer ganzen Körpersprache. Immer wieder ballte sie die Hände zu Fäusten, ließ wieder locker; ihre Schultern spannten sich an, sackten wieder nach unten, als würde etwas in ihr rumoren und toben, das sie versuchte zurückzudrängen und wieder in den Käfig zu sperren. Die Fragen ihres ausgewählten Bruders machten es auch nicht besser, auch wenn sie wusste, dass er es nicht böse meinte. Das machte es eigentlich sogar noch schlimmer. „Ich KANN nicht, Caelan!“ Erneut war die Königin lauter geworden, als sie es beabsichtigt hatte. „Ich kann nicht.“, schob sie noch einmal leiser nach. Es klang gebrochen und müde und erschöpft. Dafür hielt sie still, weil sie es genoss, wie der Dhemlaner über ihren Kopf strich, es beruhigte den Sturm zumindest ein klein wenig. „Ich… ich…“, stammelte sie und wusste nicht weiter. Mit beiden Händen fuhr sie sich durch die Haare, raufte sie sich und knirschte mit den Zähnen. „Ich will doch nur… naja… ich weiß nicht.“ Es machte sie verzweifelt und gleichzeitig so unglaublich wütend, dass sie nicht einmal auf seine Fragen antworten konnte, weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte. „Es stresst mich so, dass ich nichts, GAR NICHTS, tun kann, ohne dass irgendjemand davon weiß. Ich kann nicht einmal das Gelände verlassen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen!“ Ihre Hände verkrampften erneut und sie gab ein wütend-resigniertes Geräusch von sich. Ihre Nägel gruben sich in ihr Fleisch, dann ließ sie wieder locker. Sie hatte das Gefühl, irgendetwas tun zu müssen, also stand sie wieder auf und lief auf und ab. Auf und ab. Auf und ab. Es beruhigte sie nicht im Geringsten. Es war ja auch nicht so, dass sie sich keine Freiräume schaffte. Wie oft hatte sie schon mit jemandem ihres Hofes gestritten, bis sie bekommen hatte, was sie wollte? Nicht unbedingt selten. Vor allem, wenn sie zum Streiten aufgelegt war, konnte es schnell passieren, dass sie aus der Haut fuhr, weil sie keine Lust auf Begleitung hatte, wenn sie lediglich von ihrem Arbeitszimmer in den Garten und von da zu ihren Gemächern wollte.

„Ich bin es leid. Ich bin es einfach leid, mich für das rechtfertigen und erklären zu müssen, was ich tue!“ Der in Brand gesetzte Schirm war fast abgebrannt, nur noch kleine Flammen züngelten von dem wenigen Stoff, der noch verblieben war. Es stank. „Es wird beobachtet, wie viel ich esse und wenn es ganz einfach wäre, würde wahrscheinlich auch noch Buch darüber geführt werden, wie viel ich schlafe.“ Merel schnaubte ungehalten, während sie von einer Ecke zur anderen und zurück lief. Sich jeden Tag zu behaupten, sich durchsetzen zu müssen – dabei machten die kleinen Machtkämpfe mit Hofmitgliedern lediglich einen Bruchteil aus, da die Staatsgeschäfte schon Durchsetzungsvermögen genug bedurften – war so ermüdend. Sie fühlte sich wie zwischen Mühlsteinen, die unaufhörlich arbeiteten, mahlten, sie Stück für Stück aufrieben und etwas in ihr weckten, das sonst ganz friedlich in seinem Käfig saß und mit regelmäßiger Fütterung und kurzem Auslauf zufrieden war. Nicht jetzt. Nicht heute, nicht in den letzten Tagen. Es tobte und brach aus und wollte sich nicht wieder einsperren lassen. „Ich bin so wütend!“ Ja, offensichtlich war sie das. Auf sich selbst, den Hof, auf die ganze Welt. „Weil ich weiß, dass... dass es einfach so ist. Es ist gut so, wie es ist aber…“ Sie schrie einfach mal kurz, um sich Luft zu machen. „…es macht mich wahnsinnig!“ Während sie am Geländer entlanglief und nach unten sah, dort, wo auch ihr persönlicher Garten lag, ging dort unten einfach ein Busch in Flammen auf. Es war ein Impuls ihrerseits gewesen und es half für ein paar Sekunden – dann kam das schlechte Gewissen. „Siehst du? Genau das meine ich! Ich hab krieg mich nicht mehr unter verfluchte Kontrolle!“ Impulsiv war sie ja schon immer gewesen, wenn sie sich unter Druck fühlte nahm das dann ziemlich ungemütliche Formen an, wie man beobachten kónnte.

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13 Sep, 2013 16:35 17 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Kriegerprinz




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Caelan zuckte unmerklich zusammen, als Merel ihn erneut anschrie, behielt allerdings seine Fassung bei und streichelte sie vorsichtig weiter. Da sie ihn nicht von sich schob, sondern still hielt, schien er wenigstens damit nichts falsch zu machen. Die Verzweiflung in ihrer Stimme tat ihm weh und verdammt, er wollte ihr so gerne helfen! Er wollte nicht, dass sie so müde, so gebrochen, so fertig klang. Sie fischte nach Worten und als sie sich durch die Haare fuhr, zog er seine Hand zurück und versuchte, irgendwie das zu verstehen, was sie sagte. Es war fahrig, ein wenig wirr und letztendlich wenig aussagekräftig, aber er wartete. Dass sie es nicht wusste, das glaubte er nicht wirklich. Viel eher, dass sie nicht die richtigen Worte fand.
Dann kamen sie wieder an den Knackpunkt. Sie konnte nichts tun, ohne, dass Jemand es merkte. Sie konnte nichts tun, ohne, dass es hinterfragt wurde. Sie konnte nicht frei sein. Wie würde er sich fühlen, wenn er ständig für alles Rechenschaft würde ablegen müssen, sich an und abmelden müsste, wie ein kleines Kind? Unselbstständig. Wütend. Verzweifelt. Resigniert. Er konnte das durchaus nachvollziehen - immerhin hatte es damals, an Giachettas Hof, genau solche Situationen gegeben. Er hatte Rechenschaft für jede Minute ablegen müssen, die er nicht am Hof gewesen war.. und hatte ständig verfügbar sein müssen. Schnell verschob er den Gedanken. Es ging um Merel. Merel die verzweifelt war, die ihre Hände so fest zu Fäusten ballte, dass Caelan befürchtete, sie würde zu bluten beginnen. Merel, die aufgebracht aufsprang und auf und ab lief.
Caelan stand ebenfalls auf und lehnte sich an den kühlen Stein, während seine nackten Füße auf dem Steinboden standen. Er ignorierte dabei, dass er fror. Er konnte später warm duschen oder baden und sich in Decken wickeln, jetzt war Merel wichtiger als solche Kleinigkeiten. Als Merel weiter sprach, verzog er das Gesicht. Naja, Merel war nicht die einzige, bei der stark darauf geachtet wurde, wie viel sie aß und wie viel sie schlief. Auch wenn es vermutlich nicht vergleichbar war, da er ja wirklich stellenweise ein Problem mit diesen Dingen hatte, konnte er nachvollziehen, dass sie es leid war. Sehr gut sogar.

Noch immer hörte er ihr zu. Liess sie wüten, liess sie schreien, liess sie all das aussprechen, was ihr gerade so zusetzte. Manchmal half es ja schon, sich nur etwas Luft zu machen. Auch wenn ihm klar war, dass es höchstens Linderung brachte, aber die Situation sich würde ändern müssen, um das Problem zu lösen.. damit Merel sich wieder wohl fühlte. Damit es ihr gut ging. Sie brauchte mehr Freiheiten. War nur die Frage, wie gut sie das durchsetzen konnten. Er würde sich etwas einfallen lassen.
Sie schrie und tobte weiter - dass sie wusste, dass es gut so war. Wohl kaum. Wenn es gut wäre, dann ginge es dir jetzt nicht so schlecht deswegen. Gut bedeutete nicht, dass alle zufrieden waren und Merel ihre eigenen Bedürfnisse hinunter schluckte. Das war so weit von 'gut' entfernt, wie die Sonne von der Hölle. Erst als sie den Busch in Brand steckte, ging Caelan wieder auf sie zu, ganz vorsichtig, damit sie ihm deutlich signalisieren konnte, wenn sie den Freiraum gerade brauchte und wollte, oder ob sie seine Nähe gerade tröstlich fand. Manchmal war das bei ihr schwer ein zu schätzen - deswegen gab er ihr immer die Möglichkeit, es deutlich zu machen. Da sie sich nicht wehrte, legte er sanft eine Hand an ihre Wange und wartete, bis sie ihn ansah.
"Was meinst du, wie oft ich Dinge in die Luft sprenge? Wie oft ich in den Wald gehe, und meinen Frust weglaufe, weil ich das Gefühl habe, dass ich wegen dem Käfig durchdrehe?" Er seufzte und drückte Merel einen sanften Kuss auf die Stirn und legte vorsichtig den Arm um sie, bereit, ihr wieder Freiraum zu lassen, wenn sie seine Nähe nicht tolerierte.
"Du musst dich nicht unter Kontrolle haben. Nicht für mich." Er strich ihr über den Rücken, vorsichtig, in der Hoffnung, dass es ihr dabei half, ihr Gleichgewicht wieder zu finden. Es war ihm egal, ob sie schrie, tobte oder Dinge zerstörte. Ihn störte es nur, dass es ihr dabei schlecht ging.
Er liess wieder etwas von ihr ab, so, dass sie sich an ihn lehnen konnte, wenn sie wollte - aber auch wieder Freiraum hatte, um auf und ab zu gehen. "Wir können einen Weg finden. Kompromisse. Freie Tage. Merel, du bist immer noch du selbst. Tindomerel Numen, eine junge Frau mit ihrem eigenen Kopf, ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Und ganz groß dabei das Bedürfnis nach Freiheit und Eigenständigkeit. Das muss einfach jeder akzeptieren, fertig. Gut, du bist jetzt die Königin hier aber.. es ist letztendlich auch.. ein.. Beruf." Er verzog das Gesicht, er wusste, dass die Wortwahl unglücklich war - aber letztendlich wusste er nicht, wie er es besser ausdrücken sollte. "Freie Wochenenden. Freie Tage. Freie Stunden. Du könntest dir jeden Tag Zeiten festlegen, die nur dir gehören. In diesen Zeiten hat der Hof Pause. Ich bin mir sicher, dass es nichts gibt, was der erste Kreis nicht erst einmal ein, zwei Stunden lang regeln kann, auch ohne dich. Zeit, in der du gehen kannst, wo auch immer du hin willst." Er sah kurz sogar fast etwas grimmig aus. "Du trägst Rot, es gibt nur wenige in Kleintereille, die dir gefährlich werden können. Ich weiß, wie schnell du einen Schild errichten kannst. Du kannst auf dich selbst aufpassen. Und im Zweifelsfall kann ich dir Zauber beibringen, mit denen du so ziemlichen jeden im Zweifelsfall umbringen kannst, der dir zu nahe kommt. Also kannst du für dich selbst sorgen. Und ich werde notfalls jeden verprügeln, der etwas anderes sagt." Man sah ihm an, dass er es ernst meinte. Dann zuckte ein kurzes Lächeln um seine Mundwinkel. "Große Brüder machen das glaube ich so. Leute verprügeln, die ihre kleinen Schwestern ärgern. Und wenn du willst, dann können wir zusammen irgendwohin gehen, wo du nach Herzenlust Zeug zerstören kannst. Holz hacken zum Beispiel. Mein Angebot von vor zwei Tagen steht noch. Es ist sehr befreiend mit einer Axt auf etwas ein zu schlagen." Wenn er Glück hatte, dann ging es ihr jetzt besser. Wenn er Pech hatte und wieder irgendetwas falsches gesagt hatte, würde sie vermutlich wieder schreien, brüllen und vielleicht den nächsten Busch in Brand stecken. Nun, er würde sehen.

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14 Sep, 2013 13:02 37 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Caelan sich bewegte und auf sie zukam. Die Königin spannte sich an, als wäre sie zum Sprung bereit – andererseits aber auch aus dem bestialisch-starken Drang heraus, zu ihrem Bruder zu gehen. Für sie fühlte es sich gerade an, als wäre er der einzige Anker, der sie auf dem Boden hielt. Der sie davon abhielt, blind um sich zu schlagen, das Gelände zu zerstören und nichts als Schutt und Asche zu hinterlassen. Sie wusste, dass sie es bereuen würde. Vermutlich würde sie das noch, während sie es tat, aber sie würde sich nicht aufhalten können. Ihr entglitt die Kontrolle über sich selbst und ihr ausgewählter Bruder war für sie im Moment der Einzige, der dafür sorgte, dass sie einen letzten Rest Selbstbeherrschung wahren konnte. Die Kleinterreilleanerin entspannte sich auch ein wenig, als er die Hand an ihre Wange legte; es war ein befreiendes Gefühl. Für ein paar Augenblicke legte sich eine unglaubliche Ruhe über sie und sie schloss die Augen, atmete tief ein und wieder aus und sah den Kriegerprinzen dann an. Noch immer stand Unruhe in ihren blaugrauen Augen, ein Sturm, der nur für den Moment zum Stillstand gekommen war, bis die nächste Böe losbrach. Erneut schloss sie die Augen, als er ihr einen Kuss auf die Stirn gab und schließlich fiel jegliche Anspannung zunächst von ihr ab. Sie sackte regelrecht in sich zusammen, als sich Caelans Arme um sie schlossen und sie lehnte die Stirn an seine Schulter, schluckte und seufzte. Sie musste sich nicht unter Kontrolle haben, nicht für ihn. Ich weiß. Deshalb war ER hier und niemand anderes. Dennoch war es eine Sache, etwas zu wissen und eine andere, es zu hören. Die junge Königin blieb auch bei dem Dhemlaner, als er etwas lockerer ließ, bereit, sie vollständig frei zu geben. Ihre Stirn ruhte weiter an seiner Schulter, die Augen waren geschlossen und die Arme hingen kraftlos nach unten. Sie nahm auf, was er sagte, war aber auch darauf konzentriert, wie sie sich fühlte. Ihre Glieder fühlten sich an wie Blei, so unendlich schwer und unbeweglich. Ihr tat alles weh von der Anspannung, die zeitweise so groß gewesen war, dass ganze Muskelpartien dauerhaft schmerzten, nun, da sie locker ließ.

Ein leises Schnauben erklang, sobald Caelan von einem ‚Beruf‘ redete. Merel musste schmunzeln: Auch ohne hinzusehen tauchte gedanklich das Bild auf, wie ihr ausgewählter Bruder den Mund verkniff, sichtlich unbegeistert. Schließlich seufzte sie und hob einen bleischweren Arm, um ihn träge um den dünnen Dhemlaner zu legen. Bestimmt ein, zwei Minuten stand sie einfach so da, nach wie vor mit geschlossenen Augen und der Stirn an der Schulter des Kriegerprinzen, ohne ein Wort zu sagen. „Ich kenne Zauber, die zum Töten da sind.“, murmelte sie leise. Es klang müde und resigniert, aber auch mit einem Hauch Erleichterung darin. „Theoretisch kannte ich schon welche, bevor ich 16 war. Danach noch mehr.“ Sie schluckte kurz, löste sich gerade so weit von ihrem Bruder, um sich mit der freien Hand über das Gesicht zu fahren und ein paar Haarsträhnen beiseite zu schieben. „Wie mache ich es meinem Ersten Kreis klar, dass sie sich ihre Rechte innerhalb mancher Zeiten oder Situationen sonstwohin stecken können, ohne damit eine Katastrophe auszulösen?“ Ihr Tonfall machte nicht ganz deutlich, ob es eine rhetorische Frage war oder nicht. Allerdings sprach sie sowieso gleich weiter, ohne dass man ihr antworten konnte, während sie erneut zu einem der Geländer hinüberging und sich mit den Händen darauf stützte, der Blick auf irgendeinen unbestimmten Punkt in der Ferne gerichtet. „Auf lange Sicht wäre der Unmut nicht gut. Auch, wenn ich im Moment große Lust dazu verspüre, tiefe, klaffende Wunden zu reißen und Salz rein zu streuen.“ Ein grimmiger Ausdruck huschte über ihr Gesicht. Sie wusste um ihre bösartigen, bisweilen sadistischen Seiten – aber die wollte sie sich lieber für jene aufheben, die es wirklich verdient hatten. Die Männer ihres Ersten Kreises gehörten nicht dazu. Mit einem Seufzen senkte sie den Kopf und schloss die Lider. „Ich bin so müde…“, murmelte sie in die Nachtluft.

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02 Oct, 2013 23:57 34 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Sie blieb bei ihm. Und sie hörte ihm zu. Der Dunkelheit sei Dank. Als sie erklärte, dass sie Zauber kannte, nickte er. Er hatte mit nichts anderem gerechnet. Hexen waren schon immer besser darin gewesen, mit Macht zu kämpfen statt mit Waffen. Seine Mutter konnte auch nicht mit Waffen kämpfen, aber das hatte sie nicht nötig. Und Niemand in Dhemlan glaubte ernsthaft, dass sie sich im Zweifelsfall nicht selbst verteidigen konnte. Es war einfach der Punkt, dass die meisten Männer - er selbst mit ein geschlossen - es als eine Ehre empfanden, für die Hexen zu sorgen, die ihnen wichtig waren. Als ein Bedürfnis. Das hatte bei ihm aber nichts damit zu tun, dass er Merel nicht zutraute, auf sich selbst auf zu passen.
Bei ihrer Frage seufzte er und drückte sie kurz. Wie sollte sie es klar machen, ohne, dass es eine Katastrophe gab? Und dass sie ihnen weh tun wollte, verstand er. Aber sie beide wussten wohl, dass Merel es hinterher bereuen würde. Als sie sich von ihm löste, und sich zum Geländer umdrehte, trat er hinter sie und lehnte sich kaum merklich an sie, schmiegte seine Wange kurz an ihre. "Wenn du müde bist, lass uns schlafen gehen. Wir können in den neuen Raum den du hast einrichten lassen. Und ich weiß, dass du niemals meine Gemächer betreten willst und so aber.. ich würde dich sogar bei mir im Bett schlafen lassen, wenn du dich dort sicher fühlen würdest." Er küsste sie auf den Haarschopf und richtete sich wieder auf, streichelte ihr zärtlich über den Rücken. "Nur damit du das auch weist. Du darfst jederzeit in meine Räume kommen." Und nur du.
"Und bezüglich der Männer.. sag es ihnen. Sperr sie notfalls in Schilde und amch ihnen so klar, dass du gut auf dich aufpassen kannst. Oder sag ihnen, dass du das gerade brauchst. Und wenn sie anfangen mit aber du bist eine Königin, dann sag ihnen dass du ein Mensch bist. Wie sie auch. Und Bedürfnisse hast - wie sie auch. Frag sie, wie sie sich fühlen würden, wenn sie jeden Schritt erklären müssten. So, wie du es mir erklärt hast. Ich zumindest habe es verstanden. Und da dein Hof nicht aus Idioten versteht, wird es sogar ein Mehrunes verstehen. Und notfalls prügel ich mich mit ihm, damit du flüchten kannst. Ich geb dir Rückendeckung. Und jetzt versuchen wir ein bisschen zu schlafen, okay?" Er wollte Merel nicht alleine lassen. natürlich würde er gehen, wenn sie ihn nicht bei sich haben wollte... aber für den Moment wäre es ihm lieber, bei ihr zu bleiben. Und rein zu gehen war für ihn eine gute Idee. Es war kalt und er wollte nicht, dass Merel krank wurde. Verflucht, er trug keine Schuhe und er fror so sehr, dass seine Finger schon ganz blau wurden - er wollte nicht krank werden!

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03 Oct, 2013 09:22 37 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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