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Phelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Phelan
Weitere Charaktere: Alvaro, Andras, Ayana, Bhaal, Caelan, Damien, Diana, Elena Noctis, Kem, Maeve, Merida, Rana, Rianne, Sasha, Sophie, Tiyaris, Vhaidra

Dein Schild und dein Schwert. Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Der Blick wanderte von einer Seite zur anderen, betrachtete die wenigen Menschen, die zu beiden Seiten liefen genau. Schmale, leicht glasige, eisblaue Augen behielten die Umgebung im Blick, während Phelan sich an der warmen, leichten Berührung an seinem rechten Arm festhielt. Die Berührung half ihm dabei, seine Fassung zu bewahren. Die Berührung und seine Ausbildung. Kurz wandte Phelan den Blick ab und schenkte der Hexe an seiner Seite ein etwas gezwungenes Grinsen. "Fühlst du dich besser?"
Phelan hatte an diesem Tag die Ehre, auf Delyth auf zu passen. Es war der dritte Tag ihrer Mondblutung, der letzte, an dem sie verletzlich war, und nach einer kurzen Auseinandersetzung, die der Kriegerprinz verloren hatte, hatte er sich dazu überreden lassen, mit ihr spazieren zu gehen. Delyth hasste Käfige und in den beinahe hundert Jahren, die sie einander jetzt schon kannten und die sie entsprechend auch befreundet waren, hatte schon recht früh gemerkt, wie sehr sie Käfige hasste. Und gelernt, wann er ihr ihren Willen liess, selbst, wenn das bedeutete, dass er gegen seine eigenen Instinkte arbeiten musste.
Also atmete der Kriegerprinz einmal tief durch. Das Mondblut konnte Männer des Blutes in den Blutrausch versetzen und Phelan war die gesamte Zeit über vielleicht eine Handbreit davon entfernt, so sehr er sich auch am Riemen riss. Dennoch... konnte er es verstehen. Und auch wenn es ihm lieber wäre, diesen Tag noch bei ihr auf dem Sofa zu sitzen, ihr vor zu lesen oder vor zu spielen, respektierte er ihren Wunsch nach ein bisschen Auslauf. Wenn auch nur unter der Bedingung, dass sie von ihm durch einen leichten opalenen Schild geschützt wurde.
Von seiner durch das Mondblut verursachten Gereiztheit abgesehen, war es eigentlich okay. Delyths Schmerzen hielten sich derzeit in Grenzen und sie scherzten ein bisschen. Die frische Luft und die Bewegung taten ihr eindeutig gut, sie wirkte wesentlich entspannter, als noch kurze Zeit zuvor in ihrer Wohnung.

Alles war ruhig, das Wetter war angenehm und ein leichter Wind wehte. Plötzlich jedoch durchbrach das Knistern von Magie die Stille. Phelan reagierte schnell. Noch in dem Moment, in dem er bemerkte, dass etwas nicht stimmte, war er im Blutrausch. Sein Arm schlang sich um Delyth und er liess sich mit ihr zu Boden fallen, wobei sein Körper ihren beinahe vollständig bedeckte. Hexenfeuer brannte heiß und setzte Phelans Kleidung in Brand, der Kriegerprinz jedoch bemerkte den Schmerz kaum. Sofort legten sich mehrere stabile Schilde um Delyth, einige, die ihren Körper eng umgaben und zusätzlich ein paar Kuppeln, die sie schützen, während er im selben Moment wieder auf die Beine sprang und seine Äxte herbei rief. Drei Männer, zwei Krieger mit Tigerauge und Aquamarin, ein Prinz mit Opal, griffen an. Phelan knöpfte sich den Mann vor, der Delyth am nächsten war und griff schnell und heftig an, wobei er die Wunden, welche ihm die Flammen zugefügt hatten, nicht bemerkte. Es brauchte nur wenige gezielte Hiebe, um die Schilde zu zerstören, bis der Mann mit gespalentenen Schädel zu Boden ging, doch in dem Moment, in dem Phelan sich umdrehte, gewahrte er bereits den nächsten Angriff. Er wich aus, dennoch traf der Machtblitz ihn hart genug, um den Schild zu zerstören und noch ehe er einen neuen errichten konnte, spürte er einen scharfen Schnitt, der einmal quer über sein Gesicht verlief.
Gerade, als er sich dem Krieger stellen wollte, bemerkte er, wie der Prinz sich daran machte, die Schilde, die Delyth schützen, zu zerbrechen. Mit einem unmenschlichen Knurren stürzte er sich auf den Mann, wobei ihn die Klinge des anderen Mannes erst an Schulter und anschließend am Arm traf. Eine Axt fiel zu Boden, da seine Sehne durchtrennt wurde und Phelan keine Kraft mehr aufbrachte, seine Waffe zu führen, dennoch gelang ihm mit der anderen Hand ein harter Schlag, kombiniert aus Waffe und Kunst, mit der er zumindest die ersten beiden Schilde des Mannes zertrümmerte und ihn zu Boden stürzten. Phelan drehte sich, um dem Gegner, dem er den Rücken zugewendet hatte, entgegen zu treten, und wich gerade schnell genug aus, damit der Treffer nicht tödlich wurde - dennoch traf die Klinge ihn schmerzhaft an der Seite. Blut spritzte zu Boden, als die Klinge seinen Körper durchbohrte, doch Phelan nutzte den Moment und warf sich trotz der Klinge nach vorne und tötete den Mann mit einem gezielten Axthieb. Mit einem Knurren zog er das blutige Metall aus seinem Körper und wandte sich dem letzten Mann zu, der erneut damit begonnen hatte, die Schilde zu attackieren. Er bemerkte Phelan, doch dieses Mal war sein Schild schneller, so dass ihn der Machtblitz nicht traf, sondern lediglich seinen frischen Schild zerstörte. Phelan warf sich auf den Mann und hieb in blinder Wut mit der Axt auf dessen Körper ein, bis die Signatur erlosch.
Dann erst wandte sich Phelan der Frau zu, die er beschützen wollte. Sie lebte. Trotz der Wunden kroch er zu ihr und liess sich neben ihr zu Boden sinken, ehe er mit letzter Kraft erneut Schilde errichtete - um sie beide. Für einen weiteren Kampf fehlte ihm die Kraft. Sein Rücken und ein Teil seines Oberkörpers waren von Hexenfeuer schwer verbrannt, ein tiefer Schnitt zog sich quer über sein Gesicht, die Schnittwunde an seinem rechten Oberarm ging bis zum Knochen und an der linken Seite, an der die schmale Klinge seinen Körper durchdrungen hatte, floss ebenfalls unaufhörlich Blut. "Del.." Sein Blick verschwamm und seine Atmung ging flach und schnell. Seufzend sackte er zu Boden und legte seinen Arm um ihren bebenden Körper. "Bist.. in.. Sicherheit." Nun, da der Blutrausch schwand, drangen die Schmerzen zu ihm durch, dennoch fühlte sich alles irgendwie gedämpft an. Blut rauschte in seinen Ohren und bunte Punkte tanzten vor seinen Augen.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

23 Aug, 2013 19:21 12 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
Schwarze Witwe/ Heilerin




Link zur Bio: Delyth Nieve
Weitere Charaktere: Naldariel, Tindomerel, Keeva, Firuz, Shahrazad, Mara, Moiraine, Kjara, Emerwen, Cilya

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Delyth genoss es unglaublich, draußen an der frischen Luft zu sein. Die Zeit um ihre Mondblutung herum verbrachte sie eigentlich immer gleich: Ein, zwei Tage, bevor sie ihre Blutung bekam, machte sie schon langsam, ging abends nicht mehr weg und wartete. Wenn es dann so weit war blieb sie die ersten zwei Tage auf jeden Fall Zuhause, schlief viel, schonte sich, nahm Tränke gegen die Schmerzen und tat sonst eigentlich nichts. Erst dann begab sie sich wieder nach draußen, da ihr die Bewegung und die frische Luft gut taten. Ein Spaziergang oder etwas essen zu gehen war wohltuend, ansonsten fiel ihr auch sehr schnell die Decke auf den Kopf. Phelan hatte das glücklicherweise akzeptiert, ansonsten würde sie ihn während ihrer Mondblutung auch nicht in ihrer Nähe dulden. Die Schwarze Witwe und Heilerin ließ sich nicht einsperren – auch nicht deswegen. Natürlich bemerkte sie die Gereiztheit des Dhemlaners, seine misstrauischen Blicke auf alles und jeden, aber sie nahm es einfach so hin und schenkte ihm ein gutmütiges Lächeln auf seine Frage hin. „Ja, alles gut.“, erwiderte sie und schlenderte mit einem seichten, zufriedenen Lächeln auf den Lippen weiter. Sie bemerkte erst ein wenig später als Phelan, was vor sich ging, allerdings war ihr erster Reflex, sich mit Kunst zu schützen. Keine gute Idee. Sengende, plötzliche, alle überrollende Schmerzen fuhren durch ihren Körper, ließen ihre Sicht verschwimmen, sie beinahe das Bewusstsein verlieren. Daher merkte sie nicht, dass der Kriegerprinzen sie zu Boden geworfen hatte, um sie zu schützen, auch dass ein Kampf ausgebrochen war entging ihr. Erst, als jemand versuchte in die Schilde zu kommen, die ihr bester Freund um sie errichtet hatte, wurde sie etwas klarer, auch wenn ihr noch immer sehr schwindelig war und sie kaum etwas sehen konnte. Nur beiläufig nahm sie auf, was um sie herum passierte, versuchte sich irgendwie zu ordnen, während sie sich schwerfällig auf einen Arm stützte, die andere Hand auf ihren Unterleib gepresst. Sie hörte das Geräusch von brechenden Knochen, Waffenklirren und sie roch Blut. Doch noch bevor sie wieder völlig klar war, sich einigermaßen in sitzende Position gebracht hatte, tauchte Phelans Gesicht vor ihr auf. Er sah furchtbar aus. Delyth riss die Augen auf, schüttelte den Kopf, um wieder klar zu sehen, plötzlich hellwach und den Nachhall an Schmerzen, den der Kunst-Versuch ausgelöst hatte, ignorierend.

Sie schluckte, legte einen Arm stützend um ihren besten Freund, eine Hand vorsichtig an sein Gesicht. Mit ein paar schnellen Blicken sah sie sich um, nahm auf, was passiert war. Ein Kampf. Blut. Verletzte. Tote. Phelan. Oh nein! Ihre goldenen Augen richteten sich schlagartig wieder auf den Kriegerprinzen, mit vorsichtigen Fingern tastete sie vom Gesicht zu den Schultern und zog sich ein bisschen zurück, um ihn anzusehen. Die Verletzung in seinen hübschen Zügen war vermutlich ein kleineres Übel, wie sie auf den ersten Blick bereits feststellte. Panisch sah sich Delyth um und wusste nicht, ob sie dankbar oder sauer sein sollte, dass sich Leute in der Straße ein fanden. „Eine Heilerin, schnell!“, schrie sie die nächstbeste Blutfrau an, die zusammenzuckte und sich ebenfalls hilfesuchend umsah. Allerdings lief bereits jemand los, was die Dhemlanerin mit einem Zähneknirschen zur Kenntnis nahm und sich dann wieder Phelan widmete. Was mach ich nur? Was mach ich nur? Ganz kurz drohte sie in Panik zu verfallen. Sie hatte ihre Mondblutung, sie konnte kaum ihre Juwelen benutzen. Nicht ohne Schmerzen und nicht, ohne sich selbst zu gefährden. Aber hier lag ihr bester Freund und sackte bereits zusammen; er verlor Unmengen Blut und Delyth war eine Heilerin, sie wusste, dass es schlimm war, ohne genauer nachzuforschen. Sie wusste es einfach. Schluckend sah sie sich erneut um, nach einer Heilerin, irgendjemanden, der ihr helfen konnte, obwohl es keine Minute her war, dass jemand los gelaufen war. „Phelan! Bleib wach, ja?“, flehte sie ihn an, stützte ihn und hielt ihn im Arm. Sie war selten so verzweifelt gewesen. Normalerweise hätte sie nicht lange gefackelt, einfach Kunst benutzt, angefangen mit einer provisorischen Heilung, damit er zumindest nicht verblutete und dergleichen. Erneut schluckte sie. Verflucht, warum dauerte das so lange, eine Heilerin aufzutreiben? Die Dhemlanerin war drauf und dran, ganz und gar zu verzweifeln. Und Phelan sackte immer mehr zusammen. Und das mit dem wach bleiben funktionierte auch nicht so gut. Scheiß drauf! Es musste sein. Es ging nicht anders. Delyth sammelte sich, kramte aus ihrer Hosentasche die Halskette mit ihrem Aufstiegsjuwel und betrachtete das Grün in ihrer blutigen Hand. Sie schloss die Augen, begann Kunst zu nutzen. Es fühlte sich an, als würde man ihr tausende glühende Nadeln durch den Unterleib stechen, immer und immer wieder. Glücklicherweise wusste sie, was Lugh an diesem Tag so vor hatte und entsprechend, wo er sich höchstwahrscheinlich aufhielt. Noch mehr Glück war es, dass er auch tatsächlich da war und die Schwarze Witwe und Heilerin nur einen Versuch brauchte, um ihren Sandkastenfreund zu erreichen. *Lugh! Komm her, beeil dich!* Er musste nicht nachfragen. So gepresst und schmerzerfüllt wie Delyth klang musste er nicht einmal eine Sekunde nachdenken. Nur kurz konnte sie ihm noch sagen, wo sie sich befand, den Rest würde er allein finden. Er würde sie aufspüren, das konnte er; schnell und gründlich und augenblicklich. Er hatte jahrhundertelange Erfahrung.

Sobald die Dhemlanerin unter Keuchen und Beben den Schmerz abgeschüttelt hatte, sah sie sich erneut um. Noch immer keine Heilerin. „Verflucht, wo bleibt die Heilerin?!?“, schrie sie hilfesuchend, als besagte Blutfrau näher kam, um zu helfen. Sie bot an, den Kriegerprinzen in Delyths Armen zumindest ein bisschen mit zu stützen, was Delyth mit einem leichten Knurren dann auch zuließ. Wieder sah sie auf ihre Juwelen, schluckte, überlegte fieberhaft. Ein erneuter Blick in die Umgebung, noch immer keine Heilerin. Und Phelan blutete und blutete und blutete. Abrupt schloss sie die Faust um die Kette mit dem grünen Juwel und sagte der helfenden Blutfrau, dass sie ihr helfen solle Phelans Oberteil auszuziehen. Der Schwarzen Witwe und Heilerin blieb das Herz stehen bei den Verletzungen, die sie sah, aber sobald der Stoff weg war, nahm sie ihn an sich. Sie legte einen Arm wieder um den Kriegerprinzen, drückte ihn an sich, und stopfte sich so viel Stoff seines blutigen Oberteils in den Mund, wie hineinpasste. Dann griff sie auf ihre Juwelen zu. Der Stoff dämpfte die Schmerzenslaute ganz gut und Delyth wusste, dass sie schnell sein musste und sich nicht so sehr von dem Schmerz beeinflussen lassen durfte, wenn es funktionieren sollte. Sie fischte nach Phelans körperlichen Regungen, dann nach seinen geistigen. Und dann begann sie kurz und knapp und so weit irgend möglich, ihre Juwelen, ihren Körper, ihre Gesundheit mit seiner zu verknüpfen. Sie hatte das erst einmal gemacht. Es war keine gängige Praxis, man wusste nicht einmal zu hundert Prozent, ob es funktionierte und wenn ja wie gut, ob es bleibende Schäden gab. Ein einziges Mal hatte sie es in ihrer Ausbildung mit ihrer Ausbilderin gemacht, beide gesund und munter und dazu in der Lage, die Verbindung auch wieder zu lösen. Aber jetzt fühlte es sich so an, als würde etwas an ihr ziehen und saugen, an ihren Juwelen und ihrem Körper und bis zu einem gewissen Grad auch an ihrem Geist. Es musste reichen. Die Verknüpfung, die sie geschaffen hatte, musste ausreichen um zu halten. Allerdings absorbierte der Kriegerprinz jetzt ungehalten, unkontrolliert von ihr, nährte von ihrer Gesundheit, ihrer Energie, die in ihren Juwelen steckte. Aber es würde ihn am Leben erhalten. So lange, bis bei Delyth nichts mehr übrig war jedenfalls.

Nun blieb nur zu hoffen, dass schnell Hilfe kam. Ein paar Minuten später – der Dhemlanerin war es wie Stunden vorgekommen – traf auch endlich eine Heilerin ein. Keine mit besonders dunklen Juwelen, nur Tigerauge, aber es hatte sich wahrscheinlich nicht schneller jemand anders auftreiben lassen. Delyth war schon froh, dass überhaupt jemand da war. Die andere Frau begann auch sofort sich um den Kriegerprinzen zu kümmern, wobei Delyth ihn nicht losließ. Sie hielt ihn weiterhin in ihren Armen, Tränen rannen über ihr hübsches Gesicht, teils aus Schmerz teils aus Verzweiflung. Wenig später traf auch Lugh ein. Er war sofort im Blutrausch, entsprechend machten die Leute ihm auch Platz. Zwar tauchte er aus selbigem wieder auf, blieb jedoch nahe der Grenze, während er sich in seinem weißen Anzug neben Delyth kniete, ungeachtet der Blutlache. „Was ist hier los?“, fragte er hart und rau nach. „Ich… weiß nicht. Ein Angriff… irgendwas. Ich hab keine Ahnung!“ Die letzten Worte schrie die Dhemlanerin, weil sie sich nicht beherrschen konnte. Reflexartig drückte sie Phelan wieder ein bisschen an sich, zwang sich dazu ihn nicht zu wiegen wie ein Kind, damit die Heilerin arbeiten konnte. „Er braucht noch mehr Hilfe, Lady. Meine Juwelen werden dafür nicht ausreichen.“, gab die Heilerin unter schnellen Handgriffen zu bedenken. „Kannst du ihn transportfähig machen?“, fragte Delyth nach. Kurzer Zweifel huschte über das Gesicht der anderen Frau, aber dann nickte sie. „Solange es schnell geht. Zwanzig Minuten vielleicht.“ Mit einem unmenschlichen Knurren gab Lugh von sich: „Das reicht, um ihn zu deiner Mutter zu bringen.“ Delyth nickte unter Tränen. „Das sollte es. Sonst überleben wir das beide nicht.“ Es war nur ein Murmeln, aber Lugh wusste, dass etwas dahintersteckte. Er wusste nicht was, das konnte er nicht, aber es blieb auch keine Zeit für Erklärungen. Ihrer Mutter würde sie es allerdings erklären müssen – weil alles, was sie mit Phelan anstellte, indirekt auch Delyth betreffen würde. Zumindest so lange, bis sie dazu in der Lage waren, die Verbindung ihrer Juwelen und Körperfunktionen zu lösen.

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23 Aug, 2013 20:09 24 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
Phelan
Kriegerprinz




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Phelan spürte die vorsichtige Berührung von Delyth in seinem Gesicht und schloss die Augen. Er war müde, schrecklich müde. Und alles tat weh. Aber Delyth hatte ihre Mondblutung. Sie war verletzlich. Sie musste in Sicherheit gebracht werden. Er würde sie beschützen. Notfalls bis zum letzten Atemzug. Delyth schrie etwas von einer Heilerin und Phelan gab ein beruhigendes Geräusch von sich. "Alles.. gut." Er sackte in sich zusammen, schmiegte sich an ihren Körper. Ihm war plötzlich kalt, eiskalt. "Bin wach... lass dich nicht.. allein." Er konnte die Augen kaum offen halten, auch wenn er es wollte. Er war müde, aber er musste sie beschützen. Unter Aufbietung all seiner Kräfte öffnete er die Augen erneut, versuchte sich an einem Lächeln, das eher in einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck endete. Dann lehnte er sich wieder an sie. "Müde..." Er seufzte, nuschelte noch etwas unverständliches und verlor das Bewusstsein.
Phelan bekam nicht mit, wie eine Heilerin eintraf, auch nicht, dass Lugh kam. Alles versank in einem dunklen Nebel aus Blut, Dunkelheit und Schmerzen. Auch von dem Transport, der kurz darauf folgte, merkte er etwas und nur wenige Zeit später wurde er in einen tiefen Heilschlaf versetzt, gerade rechtzeitig, um sein Leben zu bewahren.

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24 Aug, 2013 00:38 14 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
Schwarze Witwe/ Heilerin




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Die Heilerin hielt, was sie versprochen hatte, und machte Phelan zumindest transportfähig. Lugh regelte alles, was bedeutete, dass binnen allerkürzester Zeit eine Kutsche organisiert war, die die drei zu Delyths Elternhaus brachten. Dort kamen die Eltern der Schwarzen Witwe und Heilerin bereits aus dem Haus gestürmt, ihre Mutter nach einem Bruchteil einer Schrecksekunde ganz und gar Heilerin. Ihr Vater hingegen war sofort alarmiert, angespannt, seine Augen bekamen einen glasigen Stich. Die beiden Frauen ignorierten es geflissentlich und sorgten stattdessen dafür, dass Phelan ins Haus und in eines der Gästezimmer gebracht wurde. Delyth selbst fühlte sich… elend. Nicht nur die Anstrengung hatte ihr zugesetzt, vielmehr zehrte die Verbindung zu dem in Lebensgefahr schwebenden Kriegerprinzen sehr an ihr. Sie fühlte regelrecht, wie er immer weiter schwand, wie er mehr und mehr von ihrer Kraft absaugte, die aber fast irgendwo zu versickern schien. Es musste schnell gehandelt werden. Aber sie wollte auch nicht unbedingt damit herausrücken, was sie getan hatte, solange Lugh und ihr Vater da waren. Allerdings blieb ihr nichts anderes übrig. Denn noch während des Transports nach oben deklarierte ihre Mutter, dass sie ihn gleich aufs Bett legen und beim Ausziehen helfen sollten, auch die Juwelen abnehmen sollten. „Nein!“, mischte sich Delyth ein. Ihre Mutter warf ihr einen fragend-scharfen Blick zu. Ja ich weiß, ich bin hier nicht die behandelnde Heilerin…, dachte sie sich grummelnd, erklärte sich aber dann. „Ich… ihr müsst ihm seine Juwelen lassen. Alles, was ihn am Leben erhält, ist daran gekoppelt und…“ Unter schwankenden Schritten versuchte sie krampfhaft zu vermeiden, zu Lugh oder ihrem Vater zu sehen, letzterer allerdings stützte sie, entsprechend war das schwer. „…und seine Juwelen an mich.“ Augenblicklich spürte sie den reflexartigen festen Griff ihres Vaters, woraufhin sie ein schmerzliches Geräusch von sie gab. Er ließ locker, sah sie entsetzt an, genau wie Lugh, ihre Mutter knirschte mit den Zähnen und knurrte. Gut, alle Beteiligten waren also wenig begeistert. Schön. Konnte sie jetzt auch nicht ändern. Ihren besten Freund sterben zu lassen war keine Option gewesen. Aus Lugh brach es als erstes heraus: „Bitte WAS?!?“ Allerdings fuhr Dara ihm sogleich über den Mund. „Nicht jetzt. Sei es, wie es will. Er braucht Hilfe. Also bringt ihn ins Zimmer, helft mir beim Ausziehen und dann kümmert euch darum, dass ein Bote seine Familie benachrichtigt.“

Da sich alle verboten zu widersprechen, wurden die Anweisungen schließlich auch befolgt. Delyth blieb natürlich mit im Zimmer, auch wenn sie nicht helfen konnte, nicht wirklich. Bis auf ein bisschen säubern und Sachen an ihre Mutter reichen blieb nichts anderes zu tun, als ihren besten Freund zu streicheln und zu versuchen, nicht zu heulen wie ein Schlosshund. Es wäre ihr lieber gewesen die behandelnde Heilerin zu sein, dann wäre es ihr nicht schwer gefallen, eine gewisse Stärke aufrecht zu erhalten. Aber so… so wollte sie einfach nur noch weinen. Das tat sie auch. Stundenlang. Eigentlich tagelang. Sie wich nicht von dem Bett, aß in dem Zimmer, schlief in dem Zimmer. Nur um ins Bad zu gehen, zu duschen, war sie kurz weg. Ihre Mutter hatte den Kriegerprinzen in einen Heilschlaf versetzt, schon allein weil das für Delyth ebenfalls sicherer war, trotzdem merkte die Schwarze Witwe und Heilerin den sog an Kraft, der von ihr zu dem Dhemlaner floss, kontinuierlich und unaufhörlich. Und wenn er aufwachte und sich nicht im Griff hatte, überreagierte und seine Juwelen zu heftig oder zu schnell nutzte… dann würde das gegebenenfalls auch schlecht für sie selbst ausgehen. Oder wenn sich sein Zustand verschlechterte. Delyth sah bereits jetzt nicht gesund aus. Sie war blass, abgehärmt, hatte regelrecht eingefallene, matte Augen. Aber tagsüber saß sie meist in einem sesselartigen Stuhl neben dem Bett, streichelte Phelans Hand, sein Gesicht, tupfte ihn ab, deckte ihn zu, weinte. Mit ein bisschen Glück versuchte sie mal was zu lesen, aber auch das ließ sie meist sehr schnell wieder sein. Ihr Vater hatte sie zur Rede stellen wollen, sobald klar gewesen war, was sie getan hatte. Aber er hatte schnell gemerkt, dass sie dafür nicht zugänglich war. Sie hatte ihm nicht einmal richtig zugehört, sondern unentwegt auf Phelan gestarrt und seine Hand gestreichelt. Nur, als die Mutter des Kriegerprinzen angerauscht war, hatte Delyth demütig Platz gemacht. Ansonsten galt es zu warten, dass der Dhemlaner nach dem Heilschlaf, der beendet worden war, sobald er nicht mehr in akuter Lebensgefahr geschwebt hatte, wieder aufwachte.

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24 Aug, 2013 01:05 43 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
Phelan
Kriegerprinz




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Tage vergingen und durch den tiefen Heilschlaf bekam der Kriegerprinz nichts von dem mit, was um ihn herum geschah. Er bemerkte nicht, dass seine Mutter ihn jeden Tag aufsuchte, an seinem Bett saß und mit ihm sprach, bemerkte nicht, dass seine Brüder ihn besuchten und auch nicht, dass Delyth unablässig an seiner Seite war.
Als er nach einigen Tagen endlich aus dem Heilschlaf geholt wurde, begann er, unterbewusst Dinge zu registrieren. Stellenweise hörte er Stimmen und Wortfetzen, mal näher, mal weiter weg. Allerdings dauerte es noch einmal einige Tage, bis er das erste Mal wach genug war, um wirklich wieder seine Sinne einsetzen zu können. Und das erste, das er spürte, waren Schmerzen. Allerdings versank er bald erneut in seinem Dämmerzustand.
Die Momente, in denen r kurz das Bewusstsein wieder erlangte, kamen immer häufiger. Anfangs war es zu kurz und unauffällig, um es von Außen zu bemerken, doch irgendwann schaffte er es tatsächlich, die Augen zu öffnen. Licht blendete ihn und er schloss die Augen wieder, aber es war ein Anfang. Nur wenige Stunden später wachte er erneut auf und hörte eine Stimme. Er kannte diese Stimme und irgendetwas in ihm sagte ihn, dass die Stimme wichtig war.
Dieses Mal kämpfte er sich mit aller Macht aus dem Dämmerschlaf und öffnete die Augen. Erneut spürte er Schmerzen, aber er gab nur ein winziges Zischen von sich, ehe er blinzelte und versuchte sich zu orientieren.
Bett. Bettdecke. Kissen. Zimmerdecke. Er drehte den Kopf und sah eine Hexe an seiner Seite. Blass, kränklich und mit verweinten Augen. Dennoch war sie wunderschön. "D...el..." Seine Stimme war nur ein heiseres Raunen und er schloss die Augen kurz vor Erschöpfung, öffnete sie jedoch direkt wieder und versuchte zu lächeln. Noch war er ein bisschen verwirrt, noch nicht ganz wieder in der Welt angekommen und ohne Erinnerungen a den Vorfall. Aber das war egal, Delyth war bei ihm und das bedeutete für ihn Momentan alles. Er versuchte die Hand zu heben, um sie zu berühren, doch seine Arme und Hände waren zu schwer, er schaffte es gerade, die Finger zu bewegen.

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24 Aug, 2013 01:39 52 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
Schwarze Witwe/ Heilerin




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Delyth bemerkte so gut wie alles, was mit dem Kriegerprinzen vor sich ging, zumindest auf jeden Fall körperlich. Sie bemerkte es, wenn es bergauf ging, wenn es stagnierte und auch, wenn es wieder ein bisschen schlechter wurde, weil dann der Sog an ihr stärker wurde. Ob ihr bester Freund nach dem Heilschlaf aber irgendetwas mitbekam, wusste auch sie nicht zu sagen. Ihre Mutter kümmerte sich unablässig um seine Verletzungen, sodass die Verbrennungen nur noch halb so schlimm waren. Gut, es waren sehr empfindliche Stellen, aber nach einer Woche waren sie zumindest so weit behandelt, dass er problemlos darauf liegen konnte. Die Verletzung in seinem Gesicht sah ziemlich hässlich aus, aber war verschlossen und am Abheilen. Kleinere Schnittwunden waren nahezu verschwunden, nur dort, wo ihn die Waffe durchbohrt hatte, würde es noch eine ganze Weile dauern, bis wirklich alles wieder völlig in Ordnung war. Aber wenigstens verschlechterte sich sein Zustand nicht mehr. Jeden Tag saß die Schwarze Witwe und Heilerin bei ihm, nur dann nicht, wenn Familienmitglieder von ihm da waren und sie die respektvolle Privatsphäre einräumte. Aber wenigstens war sie da, als er das erste Mal die Augen aufschlug. Sie war sofort bei ihm gewesen, hatte ihn gestreichelt – und gemerkt, dass er sofort wieder abgedriftet war. Seither war die Dhemlanerin noch wachsamer gewesen, hatte dauernd zu ihm gesehen, gespannt auf jede noch so kleine Veränderung geachtet, die sie über die Koppelung ihrer beider Körper mitbekam. Und dann – endlich! – schien er das erste Mal wirklich richtig wach zu sein. Delyths müde, gerötete Augen wurden groß. Sie saß sowieso bereits bei ihm auf dem Bett, streichelte mit dem Daumen über seinen Arm und sah ihn an. Er schlug die Augen auf; ihr Herz klopfte und sie wartete gespannt, streichelte weiter über seine Haut und erwiderte seinen Blick. Sie rang sich sogar ein müdes, aber sehr, sehr erleichtertes Lächeln ab. Sie nickte und erneut kullerten Tränen über ihre blassen Wangen, zum ersten Mal seit Tagen jedoch vor Erleichterung.

Die Schwarze Witwe und Heilerin griff nach der Hand des Dhemlaners, ganz vorsichtig nahm sie die Finger in ihre, streichelte darüber. Mit der anderen Hand strich sie ihrem besten Freund unendlich sanft über die gesunde Gesichtshälfte, dann beugte sie sich vorsichtig nach vor. Ihre Lippen legten sich auf die Haut an seiner Wange. Am Liebsten hätte sie ihn an sich gedrückt, bis er nicht mehr atmen konnte. In Anbetracht dessen, dass sie in den letzten Tagen jedoch hatte fürchten müssen, dass er gar nicht mehr atmete, unterließ sie das dann doch lieber. „Schon gut…“, murmelte sie aufmunternd, tröstend. „Schlaf noch ein bisschen.“ Ihre Stimme klang beruhigend, wenn auch rau, ein bisschen erstickt. Sanft strich sie ihm über den Kopf und löste sich wieder, damit sie ihn ansehen und anlächeln konnte. „Wird dir gut tun.“

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24 Aug, 2013 02:00 50 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
Phelan
Kriegerprinz




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Phelan sah in Delyths Gesicht, das nicht wie sonst ruhig und gefasst war, sondern müde. Dunkle Ringe waren unter ihren geröteten Augen und sie sah einfach fertig aus. Und sie weinte. Phelan wollte seine Hand heben, doch sie war zu schwer und einen Moment später lag sie sowieso in Delyths Hand eingeschlossen, so dass er wenigstens leicht tröstend zudrücken konnte. Von seiner sonstigen Kraft war in diesem Moment nichts übrig.
Seinen anderen Arm konnte er nicht bewegen, außerdem schmerzte er fürchterlich, allerdings fehlte dem Dhemlaner die Kraft, um nach zu sehen, weshalb das so war. Noch war er auch noch nicht wach genug, um wirklich wieder denken zu können. Als sie sich vorbeugte und er ihren Geruch einatmete, ihre Lippen auf der Haut spürte, schloss Phelan die Augen. Dieser Moment tat so gut. Erneut schlossen sich seine Finger um die ihren, verschränkten sie miteinander. "Nicht weinen.." murmelte er und schmuste seine Wange leicht gegen ihre. Sie allerdings hob den Kopf, streichelte ihm lächelnd über das Gesicht und erklärte, dass er schlafen solle. Schlafen. Phelan war unendlich müde. Er nickte kraftlos, selbst diese kleinsten Bewegungen ermüdeten ihn rasch. Nur der Griff um ihre Hand blieb stur bestehen. "Bleib..." Dann seufzte er, schloss die Augen und verfiel erneut in einen tiefen Schlaf.

Das nächste Mal wurde er wach, als er leise Stimmen hörte. ".... sogar wach gewesen." Phelan öffnete die Augen und gab ein unwilliges Geräusch von sich. Kurz darauf fühlte er einen vorsichtigen Händedruck. "Phelan?" Die Stimme klang brüchiger, als er sie in Erinnerung hatte, dennoch drehte er ihr den Kopf zu und lächelte schwach. "Hi... Mum." Seine Mutter sah ihn einen Moment lang an, ehe sie weinend ihre Arme um ihn schlang, so vorsichtig, als hätte sie Angst, ihn zu zerbrechen. Phelan fühlte sich überfördert damit, seine Mutter weinen zu sehen, schmiegte sich aber so gut es ging an sie.
Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis sie sich wieder fasste und brüchig lächelnd seine Haare aus dem Gesicht strich. "Du bist endlich wieder wach, oh Phelan..." Sie sah vollkommen fertig aus und dieses Mal war er wach genug, um wieder mehr denken zu können. Die Wunden... und dann kurze Situationen. Phelan schüttelte den Kopf, verzog dann aber vor Schmerz das Gesicht. "Was ist passiert?" Er wollte sich aufrechten, doch ihm fehlte die Kraft und er sackte einfach zurück in die Kissen, viel zu platt, um sich zu rühren.
"Ihr wurdet angegriffen... und du wurdest verletzt. Aber ich habe mich dem angenommen." Ein Hauch von Eis lag in ihrer Stimme und Phelan atmete erleichtert auf. Es war also vorbei. "Delyth...?" Er wusste nicht, ob er ihre Nähe nur geträumt hatte.
"Sie ist ein Zimmer weiter. Wenn du willst, hole ich sie." Phelan nickte. Ja, er wollte sie bei sich haben. In diesem Moment wollte er Niemanden so sehr bei sich haben, wie sie. "Ist sie verletzt?" Seine Mutter schüttelte den Kopf. "Nein... nein, verletzt wurde sie nicht. Du hast sie gut beschützt." Phelan wusste nicht, warum die Stimme seiner Mutter bei diesem Satz brach, aber ihre Antwort reichte aus, damit er sich entspannte. Delyth war unverletzt. Das war alles, was zählte. Seine Mutter beugte sich über ihn und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, vorsichtig und leicht. "Schlaf, mein Junge. Ich werde Delyth holen, aber du brauchst den Schlaf."
Phelan nickte kaum merklich, schloss die Augen und döste weg. Allerdings wurde er wach, als er erneut eine Berührung spürte.. und schenkte Delyth ein schwaches Lächeln. §Du bist da." Er versuchte erneut, sich auf zu richten, aber sein Körper versagte ihm den Dienst. Stattdessen wurden die Schmerzen schlimmer und Phelan biss die Zähne zusammen, um nicht vor Pein zu schreien. Einen Moment lang achtete er nur darauf, u atmen, bis es wieder erträglich würde, dann atmete er angestrengt aus. "Okay, das war nich' so gut..." Er seufzte, zu erschöpft, um die Augen nochmal zu öffnen und schlief augenblicklich wieder ein.

Sie verliefen die nächsten Tage. Immer wieder wachte Phelan für wenige Minuten auf, sein Bewusstsein klarte sich zunehmend und die Zeit, die er wach war, wurde immer länger. Nach und nach kamen die Erinnerungen zurück - verschwommen und blutig rot durch den Blutrausch, aber es reichte. Er wurde sich auch seiner Verletzungen zunehmend bewusster, um die man sich noch immer ständig kümmern musste, damit es sich nicht wieder entzündete. Selbst Phelan war klar, dass er eine Infektion wohl nicht überleben würde.. egal, wie stark er war.
Als er das nächste Mal aufwachte, lag Delyth halb auf seinem Bett. Dieses Mal richtete Phelan sich leicht auf. Er wollte und konnte einfach nicht mehr liegen! Mit der gesunden Hand strich er der Schwarzen Witwe und Heilerin zärtlich durch das lange, schwarze Haar. Sie hatte abgenommen und Kummer stand ihr nicht. Es tat ihm Leid, dass sie seinetwegen so litt, aber er würde eher sterben, als zulassen, dass man ihr ein Leid zufügte. Und ihm war es mit dieser Aussage todernst, schon immer gewesen. Doch nie vorher hatte er es unter Beweis stellen müssen.
Da er zu erschöpft war, liess er sich wieder in die Kissen sinken, konzentrierte sich. Sein verletzter Arm schmerzte und war dick bandagiert und geschient, aber die Haut war genäht und geheilt worden. Sehnen und Muskeln waren betroffen gewesen, allerdings keine Nerven - zum Glück. Mit viel Training würde er es also wieder schaffen, den Arm einsetzen zu können, er war nicht gelähmt. Er würde nur stark geschwächt sein. Er konzentrierte sich und unter viel Anstrengung hob er den Arm, bewegte die Finger, fühlte sich danach aber wie erschlagen.
Außerdem wachte Delyth auf - und sie war wichtiger, als alles andere. Er schenkte ihr ein Lächeln, das fast so hätte aussehen können, wie immer, wäre sein Gesicht nicht so blass und eingefallen durch die Krankheit. "Morgen, Süße." Er hob den gesunden Arm und strich ihr zärtlich über das Gesicht. "Meinst du, wenn ich ein bisschen bettle, kann man uns beiden was vernünftiges zu Essen besorgen? Ich sterbe vor Hunger." Dass er Hunger bekam war ein gutes Zeichen und selbst, wenn er nicht mehr als einen Joghurt oder ein Schälchen Suppe schaffte, je früher er wieder damit begann, wieder etwas selbstständiger zu werden, desto schneller würde er genesen.
Außerdem hatte er einen starken Willen - und eine gute Heilerin. Delyths Mutter war großartig und nun, da er sie professionell erlebte, wuchs sein Respekt vor ihr enorm. Normalerweise hatte er sie als etwas anstrengend empfunden, wegen dem Adelsgetue. Aber als Heilerin war sie eine unglaublich starke Person und Phelan konnte es nachvollziehen, dass sich Delyths Vater in sie verliebt hatte.
"Wir könnten zusammen etwas essen, du Hast abgenommen und brauchst auch was vernünftiges." Ihm war nicht entgangen, dass Delyth deutlich an Gewicht verloren hatte, auch ohne, dass er ihren Körper berührte. Er seufzte und streckte sich etwas. "Und nach dem Essen schlaf ich noch ein bisschen.." Er schielte zu Delyth. "Ich kann dich wohl nicht dazu überreden, dich zu mir zu legen?" Sein Blick wurde sanfter, genauso wie seine Stimme. "Ich würde dich gern ein bisschen im Arm halten. Nur ein bisschen." Und er konnte die Sehnsucht nach ihr weder aus seinem Blick noch aus seiner Stimme verbannen.

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24 Aug, 2013 09:30 36 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
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Der Kriegerprinz schlief tatsächlich kurz darauf wieder ein, jedoch nicht ohne sie darum zu bitten zu bleiben. Hatte nichts anderes vor… Delyth war schließlich die ganzen letzten Tage nicht länger als zehn Minuten von diesem Bett weg zu bekommen gewesen, außer wenn Phelans Familie ihn besucht hatte. Dann hatte sie sich respektvoll zurückgezogen, auch wenn es da Stunden gegeben hatte, in denen ihr das wirklich etwas ausgemacht hatte. Dann hatte sie sich dazu ermahnen müssen, nicht unruhig zu werden und die Fassung zu wahren, damit man ihr ihren Widerwillen nicht anmerkte. Manchmal allerdings hatte sie sich auch schon aus dem Zimmer verzogen, wenn es an der Tür geklingelt hatte, vornehmlich dann, wenn ihr die Tränen über die Wangen gelaufen waren und sie sich nicht die Blöße hatte geben wollen, sich nicht rechtzeitig beruhigen zu können. Daher war sie auch etwas zwiegespalten, als Phelans Mutter an einem der darauffolgenden Tage, nachdem der Kriegerprinz öfter wach wurde, plötzlich bei der Schwarzen Witwe und Heilerin stand und sie holte. Natürlich widersprach sie nicht, das wäre inakzeptabel gewesen. Außerdem hätte Delyth gar nicht die nötigen Kapazitäten dafür gehabt. Außerdem wollte sie zurück zu Phelan. Sie ließ sich an seinem Bett nieder, ganz vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, und streichelte zärtlich, fürsorglich leicht über seinen Kopf, lächelte schwach, schloss kurz seufzend die Augen. Dennoch wachte er kurz auf und sie sah ihn aus matt-goldenen Augen an. „Ja, ich bin da.“, murmelte sie leise und unter Tränen, streichelte ihn weiter. Und das hab ich dir zu verdanken. Sie schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter und konzentrierte sich lieber auf ihre Finger, die kaum merklich durch das dunkle Haar des Kriegerprinzen strichen. Die nächsten Tage verliefen ähnlich, wobei sie immer ganz genau darauf achtete, wann er wach wurde. Noch immer war die Dhemlanerin kaum von dem Bett weg zu bekommen, manchmal schlief sie gar im Sitzen, manchmal halb auf dem Bett, manchmal ganz – dann aber am äußersten Rand, um den Schlaf ihres besten Freundes nicht zu stören.

Es war einer der Tage, an dem Delyth vor Erschöpfung einfach halb aus ihrem Stuhl gefallen und mit dem Oberkörper auf das Bett gesunken war. Sie schlief, trotz der unbequemen Lage, wurde aber wach, sobald sich der Dhemlaner zu viel bewegte. Es fiel ihr schwer, die Augen zu öffnen, aber unter halb geöffneten Lidern sah sie sich um und brauchte einen Moment, um sich zu orientieren. Sie rappelte sich auf, während seine Worte zu ihr durchdrangen und sie grinste ein bisschen, noch müde und verschlafen, ansonsten aber fast wie immer. „Mhm, meine Mutter würde es begrüßen, wenn ihr Patient was isst.“ Sie sah zu ihm, das Grinsen wurde zu einem dünnen, aber warmen Lächeln. „Und ich auch.“ Sie beugte sich nach vorn, gab ihm einen vorsichtigen Kuss auf die Wange und löste sich wieder. Als er jedoch erwähnte, dass sie abgenommen hatte, huschte ein dunkler Schatten über ihr hübsches Gesicht. Oh, sie hatte gegessen. Sie hatte sich dazu gezwungen große Mengen zu essen, damit sie stabil blieb und sich Phelan über die Verbindung zu ihr nähren konnte. So gesehen hatte sie für sie beide essen müssen, wenn der Schlaf schon sehr gelitten hatte. Sobald der Kriegerprinz wieder fit genug war, würde sie ihm auch sagen müssen, was sie gemacht hatte, weil sie vermutlich seine Mithilfe brauchen würde, um das Ganze wieder aufzulösen. Sicher, wenn sie bei vollen Kräften war konnte sie das auch allein, aber mit einem höheren Risiko und in ihrem derzeitigen Zustand war es schwer sich vorzustellen, dass sie bald wieder fit genug sein würde. Aber erst einmal sagte sie ihrer Mutter bescheid, die meinte, dass sie ihnen gleich was nach oben bringen würde. Bei Phelans Frage stiegen Delyth sofort Tränen in die Augen, ohne dass sie es irgendwie hätte verhindern können. Es war ein Gefühlsausbruch, der ganz plötzlich kam und sich kaum bremsen ließ. Ein Teil der Anspannung der letzten Tage fiel einfach von ihr ab und machte Platz für Gefühle, die sie nur gedämpft wahrgenommen hatte aufgrund der unklaren, heiklen Situation. „Doch.“, antwortete sie erstickt und einem tränenverschleierten Lächeln. „Genau genommen war ich öfter mal bei dir gelegen die letzten Tage. Du hast es nur nicht gemerkt.“, versuchte sie ihn ein wenig aufzuziehen, während sie sich unglaublich vorsichtig auf das Bett schob. Sie hatte Angst, ihm weh zu tun. Noch vorsichtiger kuschelte sie sich an ihn, schloss einen Moment die Augen. Sie drohte sogar einzudösen, allerdings kam kurz darauf ihre Mutter mit einer Suppe für Phelan und Quark und Früchten. Und Delyth würde es sich nicht nehmen lassen, ihrem besten Freund beim Essen zu helfen, ob er wollte oder nicht.

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24 Aug, 2013 13:31 36 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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Man würde es also begrüßen, wenn er etwas aß. Gut, er auch. Und Delyth würde auch essen, sie sah so fertig aus. Als ihr bei seiner Frage, ob sie sich zu ihm legen würde, jedoch die Tränen in die Augen stiegen, legte er den Kopf schief. Er wollte nicht, dass sie weinte. Verdammt, er ertrug es nicht! Als sie erstickt erklärte, dass sie die letzten Tage oft bei ihm gewesen war, er es nur nicht gemerkt hatte. Phelan streckte ihr die Zunge heraus, allerdings herrschte in seinem Kopf kurz nur ein Gedanke vor. Tage? Verdammt, wie lange war ich bewusstlos? Aber Delyth legte sich zu ihm, unendlich vorsichtig, aber sie kam zu ihm und er schob den Gedanken erst einmal beiseite.
Stattdessen drückte er sich an sie, legte den Arm um sie und sog ihren Duft tief ein. Sie roch gut, beruhigend und etwas in ihm kam zur Ruhe. Er drückte seinen Körper näher an ihren und strich mit seinem gesunden Arm über ihren Körper, streichelte ihre Seite entlang und genoss die Nähe unglaublich.
Einen Moment lang schmiegte er sich einfach an sie und döste sogar beinahe ein, dann allerdings wurde er wach. Irritiert hob er den Kopf, schenkte Delyths Mutter dann aber ein strahlendes Lächeln. "Morg'n." Er stupste Delyth an und küsste sie sanft auf die Wange. "He Süße, aufwachen. Das Essen ist da." Mit der Hilfe von Delyth und ihrer Mutter wurde er in eine sitzende Position gebracht. Da er nur den einen Arm benutzen konnte und auch das nur eingeschränkt, weil er zu erschöpft war. Delyth half ihm beim Essen und ein bisschen schimpfte er scherzhaft darüber, dass er doch kein kleines Kind war, allerdings genoss er gleichzeitig die Zuwendung - und achtete sehr genau darauf, dass Delyth auch genug aß.
Nach dem Essen bestand Phelan erneut darauf, dass sich Delyth zu ihm legte und dieses Mal drehte er sich trotz der Verletzungen ein bisschen auf die Seite, um sie besser in die Arme schließen zu können. Er seufzte zufrieden und vergrub erschöpft sein Gesicht in ihren Haaren. "Ich bin so froh, dass dir nix passiert is'." Er drückte ihr einen erneuten Kuss auf und hielt sie enger in seinen Armen. Niemals könnte er es sich verzeihen, wenn er sie nicht gut genug beschützt hätte. Trotz seiner Verletzungen war alles nur halb so schlimm.. weil sie mehr oder weniger glimpflich davon gekommen war. Dass er weniger Glück gehabt hatte, war ihm klar. Und vielleicht.. vielleicht würde er Delyths Mutter bei der nächsten Gelegenheit fragen, wie schlimm es wirklich gewesen war.

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24 Aug, 2013 18:58 47 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
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Dass sich Phelan ein bisschen beschwerte, weil sie ihm beim Essen half, war in Ordnung. Sollte er ruhig ein bisschen meckern – die Schwarze Witwe und Heilerin würde sich weder davon abhalten lassen, noch würde sie patzig werden. Außerdem würde er spätestens dann, wenn er es versuchte, merken, dass er noch nicht allein gut essen konnte. Wenigstens konnte sie sich damit mal wieder nützlich machen. Es war furchtbar gewesen, eigentlich nichts tun zu dürfen. Erst, weil sie selbst zu erschöpft gewesen war und ihre Mondblutung gehabt hatte, dann, weil sich ihr Zustand logischerweise nicht gebessert hatte. Wirklich erholen konnte sie sich erst, wenn die Verbindung getrennt war, aber das würde vermutlich noch ein paar Tage dauern. Delyth war also nichts anderes übrig geblieben, als ihrer Mutter das Feld zu überlassen und… nur eine völlig aufgelöste, vor Sorge kranke beste Freundin zu sein statt eine informierte, gute Heilerin. Das passte ihr nicht, aber es war eben so. Und nun befand sich der Kriegerprinz auf dem Weg der Besserung. Alles würde wieder gut werden, daran glaubte sie. Er war über den Berg und damit, dass er eben noch ein bisschen eingeschränkt war, konnte die Schwarze Witwe und Heilerin wunderbar leben. Ebenso mit der Tatsache, dass er sie bei sich haben wollte – sie wollte immerhin auch bei ihm bleiben. Daher legte sie sich nach dem Essen auch wieder mit einem zufriedenen Seufzen zu ihm, jedoch beobachtete sie ihn skeptisch, als er sich ein wenig drehte. Aus zu Schlitzen verengten Augen sah sie ihn an, gab ein Zischen von sich, das wenig begeistert klang, verkniff sich aber jeglichen Kommentar. Er sollte sich nicht bewegen und auch nicht so sehr drehen, verflucht! Aber sie würde aufpassen. Und wenn sie den Eindruck hatte, dass es nicht gut war, würde sie etwas unternehmen. Zumindest dazu war sie mittlerweile wohl wieder in der Lage.

Delyth legte eine Hand an die Brust des Dhemlaners und schloss die Augen – bis er zu sprechen begann. Ihre Finger, die ihn gestreichelt hatten, stockten, ihre Augen öffneten sich und abwesend sah sie auf seine bandagierte Brust. Ihr Hals schnürte sich zu und sie schluckte. Schmerzhaft wurde ihr in diesem Moment sehr deutlich bewusst, warum ihr bester Freund eigentlich hier lag und schwer verletzt war: Wegen ihr. Weil er sie beschützt hatte. Weil sie unbedingt raus gewollt hatte. Hätte sie ihre Juwelen voll nutzen können… all das wäre nicht passiert. Phelan wäre nicht verletzt worden, zumindest nicht so schwer. Erneut schluckte sie, zwang sich dann dazu, ihre Streichelbewegungen wieder aufzunehmen. „Mhm.“ Es klang nichtssagend. Ja, sie machte sich Vorwürfe. Sie wusste, dass das dumm war und nichts änderte, trotzdem machte sie sich Vorwürfe und hatte ein schlechtes Gewissen. Delyth hob den Kopf, sah den Kriegerprinzen an, lehnte ihre Stirn an seine und schloss die Augen. Insgeheim schwor sie sich, dass sie es nie wieder riskieren würde, dass er verletzt wurde. Wenn das bedeutete, dass sie sich eingesperrt vorkam oder eben dafür sorgte, dass Lugh während der ersten Tage ihrer Mondblutung bei ihr war, dann war das so. Aber sie würde Phelan nicht mehr in Gefahr bringen, obwohl sie nicht genau wusste, was genau vorgefallen war. Auch das würde sie jedoch herausfinden – und sich gegebenenfalls darum kümmern. Sie drückte ihrem besten Freund einen liebevollen Kuss auf die Stirn, lehnte dann ihre Wange an seine gesunde Gesichtshälfte und seufzte.

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24 Aug, 2013 19:17 54 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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Das Brummen, welches die Schwarze Witwe und Heilerin von sich gab, war bestenfalls als nichtssagend zu bezeichnen, allerdings war Phelan zu müde, um darüber nach zu denken. Sich hin zu setzen und zu essen hatte ihn unglaublich erschöpft. Er registrierte, dass Delyth ihre Stirn an seine lehnte, spürte den Kuss und schmiegte sein Gesicht an ihres, als sie ihre Wange an seine drückte. Er drehte den Kopf auch etwas, um federleicht mit den Lippen über ihre Haut zu streichen.
"Ich bin müde..." Er seufzte und vergrub sich in den Laken, froh um die angenehme Körperwärme, die sie ihm spendete. Phelan war Niemand, der leicht fror - eigentlich fror er nie - aber durch seine Verletzung war sein gesamter Allgemeinzustand deutlich beeinträchtigt und momentan fror er schnell. Er fühlte sich wohl in Delyths Nähe, das hatte er schon von dem Tag an, an dem sie sich kennen gelernt hatten. Und im Moment beruhigte ihre Nähe ihn, die Schmerzen waren erträglich und bald schon verfiel er erneut in einen tiefen Schlaf - immerhin war er an diesem Tag so lange am Stück wach geblieben, wie noch nie seit er verletzt worden war.
Entsprechend lange und tief schlief er allerdings hinterher dafür, irgendwoher musste sein Körper ja die Kraft bekommen. Erst weit über zwölf Stunden später wachte er erneut auf, fühlte sich allerdings erneut besser, klarer. Andererseits waren die Schmerzen in diesem Moment beinahe unerträglich, und auch der Grund, aus dem er überhaupt wach geworden war. Phelan biss die Zähne zusammen und atmete. Atmete ein und aus, tief und gleichmäßig, bis er den Schmerz weit genug nieder gekämpft hatte, um damit umgehen zu können.
Mit einem Stöhnen richtete er sich auf und brummte. Er war alleine im Zimmer. Er war durstig. Und er musste auf Toilette. Dummerweise wusste er weder so wirklich, wo die Toilette war... noch, ob seine Beine ihn überhaupt tragen würden. Alleine vom Sitzen fühlte er sich schon geschwächt.. andererseits wollte er nicht länger herum liegen. Immerhin war er wieder wach, also konnte er auch wieder damit anfangen, selbstständiger zu werden. Wenn er weiter still liegen und schlafen sollte, hätte man ihn ja auch in einem Heilschlaf lassen können. Also rutschte er vorsichtig herum, so, dass seine Beine letztendlich über das Bett ragten und er an der Bettkante saß.
Dort blieb er allerdings erst einmal sitzen, um wieder zu Kräften zu kommen, als er hörte, wie die Tür aufging. Er hob den Kopf und blickte in Richtung Tür, mit dem unguten Gefühl, dass er wahrscheinlich Ärger dafür bekommen würde, sich aufgerichtet zu haben - und dem Wissen, dass er definitiv ein Problem hatte, wenn er es dann auch noch wagte, sein wunderbar schlüssiges Argument mit dem Heilschlaf vor zu bringen, statt demütig weder ins Bett zu kriechen.

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24 Aug, 2013 21:53 20 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
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Mit einem leisen Lachen machte es sich die Dhemlanerin wieder bequem, versuchte nicht zu viel nachzudenken, auch wenn es schwer fiel. Bereits kurz darauf registrierte sie, dass Phelan wieder eingeschlafen war. Sie selbst fühlte sich zwar auch erschöpft, aber in ihrem Kopf ging zu viel vor, als dass sie einfach die Augen schließen und schlafen hätte können. Daher lag sie noch eine Weile wach, machte sich schließlich doch Gedanken. Darüber, was eigentlich passiert war – sie hatte ja recht wenig wirklich mitbekommen – und warum und ob sie es hätte verhindern können. Zumindest wusste sie, dass es nie so weit gekommen wäre, wenn sie nicht das Haus hätte verlassen wollen. Andererseits hielt sie es nicht aus, eingesperrt zu sein und ihrer Erfahrung nach ging es ihr wesentlich besser, wenn sie nach zwei, spätestens drei Tagen ihrer Mondzeit mal raus ging. Es musste gar nicht lange sein, nur ein bisschen Bewegung und frische Luft. Seufzend schloss Delyth die Augen, als würde sie gegen die Gedanken protestieren, die sie marterten. Ich kann es nicht mehr ändern. Aber sie wusste, dass sie es sofort tun würde, hätte sie die Möglichkeit gehabt. Das schlechte Gewissen nagte an ihr, aber sie würde das irgendwie verpackt bekommen. Nur der Gedanke, ihren besten Freund zu verlieren… er war unerträglich. Also würde sie in Zukunft dafür sorgen, dass sie ihn nicht mehr in Gefahr brachte, fertig. Mit diesem beruhigenden, felsenfesten Entschluss schlief sie dann schließlich ein. Zumindest ein paar Stunden schlief sie auch durch, dann wachte sie immer mal wieder auf. Phelan hingegen schlummerte ganz friedlich, was die Schwarze Witwe und Heilerin sehr zufrieden zur Kenntnis nahm.

Irgendwann am nächsten Tag ging sie morgens auch nach unten zum Frühstücken. Sie beeilte sich und als sie zurück kam, schlief der Kriegerprinz noch immer. Sie legte sich noch einmal zwei Stunden zu ihm, döste vor sich hin, weil es für sie ebenfalls besser war, sich sehr zu schonen, viel zu schlafen und zu essen. Dann jedoch stahl sie sich aus dem Bett, um eine schnelle Dusche zu nehmen. Sie nahm sich lange nicht so viel Zeit dafür, wie sie das sonst meist tat, aber sie hetzte sich auch nicht mehr so stark wie die Tage zuvor. Ihr bester Freund war wieder wach gewesen, aß, schlief gut. Grund zur Beeilung hatte sie noch immer, weil sie sich getrieben fühlte, aber sie hetzte sich eben nicht mehr ganz so sehr. Was sie besser hätte tun sollen. Denn als Delyth zurück kam, in einen weichen Bademantel gekleidet, mit nassen Haaren, die sie im Laufen noch mit einem frischen Handtuch etwas nachtrocknete, sah sie Phelan auf dem Bett sitzen. Abrupt blieb sie im Türrahmen stehen und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. „Was wird das, wenn es fertig ist?“, fragte sie gefährlich ruhig. In ihren müden Augen blitzte etwas Gefährliches auf, aber es verschwand ganz plötzlich. Noch bevor der Dhemlaner etwas erwidern konnte, schloss sie die Augen und seufzte. „Du solltest nicht aufstehen.“ Ihre Stimme war sanft, mit einem Hauch Sorge darin. Sie trat auf ihn zu, legte das Handtuch einfach auf das Bett und ging vor ihm in die Hocke, ihre goldenen Augen waren auf seine gerichtet. „Und schon gar nicht allein.“ Delyth schüttelte sachte mit dem Kopf, die Sorge und diese bodenlose Angst der letzten Tage standen unverhohlen in ihrem Blick. „Aber wenn du willst, helfe ich dir. Oder meine Mutter, wenn ich ein gutes Wort für dich einlege.“ Mal ganz davon abgesehen, dass sie hier nicht ganz uneigennützig handelte. Wenn sich Phelan zu sehr anstrengte würde das bedeuten, dass sich seine Juwelen und körperlichen Defizite wieder sehr viel mehr dadurch ausgleichen würden, dass Kraft und Energie von ihr abgeschöpft wurde. Dagegen konnte im Moment keiner von ihnen beiden etwas unternehmen. Phelan wusste es ja nicht einmal. Und eigentlich hatte sie nach wie vor nicht vor, ihm das so schnell auf die Nase zu binden.

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24 Aug, 2013 22:12 22 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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Oh, das klang definitiv sauer. Oder eher gefährlich ruhig, aber das war bei Delyth eben mit 'sauer' gleich zu setzen. Phelan versuchte ein unschuldiges Lächeln, das ihm aber nicht so ganz gelang. Allerdings verrauchte Delyths Zorn schnell. Zu Schnell. Ungewöhnlich schnell. Stattdessen seufzte sie und fuhr wesentlicher milder zu sprechen fort, dass er nicht aufstehen sollte. Nicht alleine. Sie ging auf ihn zu - und dann vor ihm in die Knie. Phelan brummte. Er wollte nicht, dass Delyth vor ihm kniete.. aber wenn er jetzt zu ihr nach unten rutschte, er war sich sicher, kam er so schnell nicht mehr hoch
Aber vor allen Dingen war sie zu.. zu... sanft. Das machte ihn misstrauisch. Dennoch strich er ihr sanft durch die Haare. "Ich muss nur pinkeln. Und ich hab' Durst." Er schenkte ihr ein schiefes Grinsen. "Wenn's nur ein paar Schritte bis zum Bad sind, schaffen wir zwei das auch." Tatsächlich klappte das Aufstehen und laufen sogar erstaunlich gut. Phelan fühlte sich zwar erschlagen, schlapp und absolut tot, sobald er wieder im Bett lag, aber immerhin war er auf seinen eigenen Beinen zur Toilette gegangen. Immerhin ein Anfang. "Wenn deine Mum das raus findet, sind wie beide voll am Arsch.." Er kicherte und zog sie zu sich. Er konnte durch den nur mehr oder minder geschlossenen Bademantel einen Blick auf ihren Körper erhaschen. Er seufzte und schob seine Hand unter den Stoff, wollte ihre weiche Haut spüren. Interesse an Sex hatte er nun wirklich nicht, aber... es war einfach zu verführerisch. Wie nicht anders zu erwarten allerdings verpasste sie ihm einen leichten Klaps auf die Finger und sah ihn warnend an. Phelan hingegen machte ein Gesicht wie ein Schuldjunge, den man bei einem Streich ertappt hatte. "Wie, ich muss die ganze Zeit im Bett bleib'n und darf nich' mal fummeln? So 'ne Sauerei. Bekomm' ich wenigstens 'nen Kuss? Bitte?" Er sah sie bettelnd an, wobei der Schalk durchaus in seinen Augen zu sehen war. Mit ihr herum zu scherzen lenkte ihn von seinen Schmerzen ab, die wirklich fies und unangenehm waren. Um zusätzlcihe Schmerzmittel wollte er aber nicht bitten. Meistens machten sie einen müde und das letzte, was Phelan wollte, war noch einmal ganze Tage vor sich hin zu dämmern.

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24 Aug, 2013 22:39 34 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
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Na wenigstens machte der Kriegerprinz keine Zicken. Stattdessen half sie ihm dabei in jenes Bad zu kommen, das gleich schräg gegenüber im Flur lag. Sie stützte ihn fachmännisch, sodass es für Delyth vielleicht nicht ganz so anstrengend war wie für jemanden, der keine Übung darin hatte, Kranke und Verletzte herumzuschleppen, aber in ihrem Zustand war es anstrengend genug. Geduldig wartete sie und brachte ihren besten Freund dann wieder zurück in das Gästezimmer, in dem sie zwischenzeitlich kurz die Fenster geöffnet hatte. „Stimmt. Also besser sie erfährt es nicht.“, murmelte die Schwarze Witwe und Heilerin grinsend auf seine Aussage hin bezüglich ihrer Mutter. Nachdem Phelan wieder bequem lag schloss die Dhemlanerin die Fenster und gesellte sich dann wieder zu ihm, reichte ihm ein Glas Wasser, stellte es wieder weg und sah ihn forschend-besorgt an. Zu viel sollte er sich nicht bewegen, keinesfalls. Dieser kleine ‚Ausflug‘ eben war wirklich das allerhöchste der Gefühle, das er sich im Moment leisten konnte. Was sie sich im Moment beide leisten konnten. Delyth konnte aufstehen, herumlaufen, lesen, im Garten sein, wenn sie wollte. Und das sollte auch so bleiben – entsprechend musste sie ebenfalls dafür sorgen, dass es dem Kriegerprinzen besser statt schlechter ging. Also: Nicht zu viel Anstrengung. Zunächst aber war das sowieso kein Thema, denn er lag ja wieder brav in seinem Bett – und fuhr mit den Fingern unter ihren Bademantel. Die Dhemlanerin schnaubte und haute ihm leicht auf die Finger. Kopfschüttelnd und mit einem warnenden Blick in den Augen, aber auch einem frechen Grinsen auf den Lippen, sah sie ihn an. Bei seiner Frage lachte sie schließlich leise. „Du bist unmöglich.“, zog sie ihn gutmütig auf, legte dann eine Hand an seine Wange und strich mit dem Daumen darüber. Zu einem Kuss ließ sie sich erweichen, gerade so. Man merkte sofort, dass es kein Kuss war, der nach Sex schmeckte. Er war sehr, sehr sanft, liebevoll, langsam. Sehr vorsichtig, als würden ihre Lippen an etwas Zerbrechlichem liegen. Aber unterschwellig schmeckte man ihre Sorge und auch ihre Zuneigung.

Noch während sie ihren besten Freund küsste, hörte die Schwarze Witwe und Heilerin Geräusche im Flur. Nur einen winzigen Moment hielt sie inne, spürte bereits die sich nähernde Signatur und entschied, dass es kein Grund war, den Kuss zu unterbrechen. Ihre Mutter schob unterdessen die Tür auf und blieb kurz im Rahmen stehen, ähnlich wie ihre Tochter vor etwa zehn Minuten. Dara schnaubte, grinste amüsiert. „Ich glaube meinen Patienten geht es schon ein bisschen zu gut.“, nuschelte sie belustigt und stellte ein Tablett am Nachttisch ab. Da erbarmte sich Delyth dann auch, den Kuss zu lösen und schenkte ihre Mutter ein beinahe schuldbewusstes Lächeln. Wäre da nicht dieses freche Funkeln in ihren Augen gewesen, das lediglich von der Müdigkeit in ihrem Blick getrübt wurde. Den Versprecher ihrer Mutter hatte sie nicht wahrgenommen, dementsprechend ging sie auch nicht darauf ein sondern besah sich das Tablett. Essen, frisches Trinken, zwei Tränke für Phelan. Ein Stärkungstrank, ein Heiltrank mit schmerzlindernden Substanzen, wie Delyth schätzte. „Mhm, aber er sollte essen. Sonst bleibt das nicht so mit dem ‚besser gehen‘.“ Mit einem rechthaberischen Blick schielte sie zu dem Kriegerprinzen. „Und seine Tränke nehmen, nicht?“ Sie hob eine Augenbraue und ihr amüsierter Blick besagte: Du bist nicht in der Position zu widersprechen.

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24 Aug, 2013 22:52 51 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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Er lachte, als sie erklärte, dass er unmöglich sei. "Ich weiß." Gab er arrogant zurück, schloss dann aber genießend die Augen, als Delyths Hand sich an seine Wange legte und sie ihn küsste. Er genoss das Gefühl, ihrer Lippen auf den seinen, und auch wenn der Kuss vorsichtig und sanft war.. war er doch großartig. Phelan erwiderte ihn, mit ebensolcher Zärtlichkeit, während seine gesunde Hand über Delyths Wange strich, zu ihren Schultern, auf ihren Rücken.
Phelan hörte genau wie Delyth die Geräusche im Flur, einen Moment hielten sie beide inne, ehe sie den Kuss fort setzten. Erst die belustigte Stimme von Delyths Mutter veranlasste den Dhemlaner dazu, sich äußerst widerwillig zu lösen und an Delyth vorbei zu der Heilerin zu gucken. Sein Verstand registrierte dabei die Mehrzahl - Patienten.
Also war Delyth auch Patient. Davon war er irgendwo ausgegangen - sie sah so blass, so erschöpft und irgendwie krank aus, hatte an Gewicht verloren und vor allen Dingen kümmerte sie sich nicht selbst um ihn. Er kannte sie gut genug um zu wissen, dass sie Leute, die ihr wichtig waren, selbst behandelte, außer, sie konnte es nicht.. weil sie selbst krank oder verletzt war. Diese Tatsache behielt er im Hinterkopf, während er Delyths Mutter ein schalkhaftes Grinsen schenkte.
!Ich werde ganz brav essen. Und auch die Tränke nehmen. Auch wenn sie vermutlich nicht einmal halb so gut schmecken, wie Delyths Küsse..." Er lachte. Oh, er wusste, dass er unmöglich war, aber.. so war er eben. Und seines Erachtens konnte sich nichts mit Delyths Küssen messen. Manchmal nicht einmal der Sex mit ihr, der auch außerhalb jeglicher Maßstäbe lag. Wohl einer der Hauptgründe warum seine beste Freundin der einzige Mensch war, mit dem er über einen längeren - geschweige denn so langen - Zeitrahmen regelmäßig geschlafen hatte und auch schlief. Zudem war sie seine beste Freundin und der Mensch, der ihm neben seinem Zwillingsbruder, am meisten bedeutete. Genug, um im Zweifelsfall sogar für sie zu sterben. "Is' das alles nur für mich oder bekommt Del auch noch was zu essen?" Er verkniff sich seinen Spruch, dass Del ihm zwar das fummeln verboten hatte, er aber trotzdem genug sah und spürte, um zu wissen, dass sie abgenommen hatte. Aber ersteres könnte Mutter, Tochter oder sogar beiden peinlich sein... und letztes war offensichtlich. Wenn sogar er bemerkte, dass Delyth abgenommen hatte, merkte ihre Mutter es bestimmt erst recht.

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24 Aug, 2013 23:14 32 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
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Zum Glück konnte Dara so einiges ab, weswegen sie auch nur erneut schnaubte bei der Erwiderung des Kriegerprinzen. Allerdings verfärbte sich die nicht ganz helle Haut ihrer Wangen dabei etwas rötlich – immerhin lag hier der Sohn der Territoriumskönigin und redete von den Küssen, die er von Delyth bekam. Zu viele Details wollte die ältere Heilerin gar nicht wissen. „Tammero bringt gleich noch ein zweites Tablett mit Nachschub, also haut rein.“, deklarierte sie mit einem gutmütigen Lächeln und dem Bewusstsein, dass sich ihre Tochter schon darum kümmern würde, dass beide genug aßen und der Dhemlaner die Tränke nahm. Sie merkte, dass sie hier Fehl am Platz war und ging daher auch recht schnell wieder, es reichte schon, wenn sie regelmäßig die Verbände wechseln und die Heilung vorantreiben musste, da wollte sie nicht auch sonst noch stören. Das sagte sie den beiden natürlich nicht und ging stattdessen wieder, wobei sie bereits in der Tür auf ihren Mann stieß. Die beiden tauschten ein knappes Lächeln aus, dann trug der grüne Kriegerprinz ein zweites Tablett herein. Er sah nicht ganz fröhlich aus, aber war auch nicht angespannt. Er betrachtete den jungen Kastenbruder mit einem Blick, der schwer zu deuten war – aber Dankbarkeit flackerte in den goldenen Augen definitiv kurz auf. Nachdem er das Tablett abgestellt hatte, ging er um das Bett herum, um sich zu Delyth zu beugen. Die Dhemlanerin richtete sich ganz automatisch auf, schmiegte sich ihrem Vater entgegen und ließ sich einen Kuss auf die Wange geben, verharrte einen Moment so und schloss die Augen. Der Mann tat es ihr gleich und man sah ihm regelrecht an, dass er erleichtert war. Seiner Tochter ging es besser. Solange man um Phelans Leben hatte fürchten müssen hatte das auch für ihr Leben gegolten, aber nun wurde sie nicht nur gesünder, sondern allmählich auch wieder fröhlicher. Sie war nicht mehr so am Boden zerstört wie die ersten Tage, weder körperlich noch emotional. Grund zum Aufatmen also. „Besser ihr leert die Tabletts. Die Bediensteten sind dazu angehalten, ständig dafür zu sorgen, dass immer Nachschub da ist.“ Er grinste, richtete sich mit einem erneuten knappen Blick zu Phelan auf und verzog sich dann ebenfalls wieder. Delyth begann sich kurz danach mit dem Essen zu beschäftigen.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich, wobei man sich recht schnell darauf einigte, dass Phelan zumindest aufstehen durfte um auf die Toilette zu gehen. Außerdem konnte er auch mal baden, auch wenn sich danach eingehend um die übrig gebliebenen Verletzungen gekümmert wurde. Alles in allem war er aber immer unter Beobachtung, wenn er sich außerhalb des Bettes aufhielt, sei es auch noch so kurz. Man brachte ihn ins Bad, wartete, brachte ihn zurück, um ihn zu stützen. Erst zwei, drei Tage später traute man ihm zu, zumindest allein aufs Klo gehen zu können, ohne dass er auf dem Weg dorthin ohne Unterstützung umkippte. Delyth war gerade dabei, das Bett frisch zu beziehen, während Phelan unter Aufsicht ihrer Mutter ein Bad nahm, in das man eine Kräutertinktur gegossen hatte, die die Wundheilung unterstützen sollte, als Tammero zu ihr kam. „Meinst du nicht, dass es langsam mal an der Zeit wäre diesen…Bund oder was auch immer du da gemacht hast, aufzulösen?“ Die Schwarze Witwe und Heilerin hielt kurz in ihrer Bewegung, die Bettdecke aufzuschütteln, inne, presste die Lippen unbegeistert aufeinander, machte dann weiter. „Ich weiß nicht…“, murmelte sie. Ja, vielleicht war es an der Zeit. Gut, sie war noch immer angeschlagen, Phelan sowieso, aber rein körperlich waren sie beide vielleicht annähernd so weit, dass sie die Verbindung ohne allzu große Risiken trennen konnten. Zumindest am nächsten oder übernächsten Tag, wenn sich ihr bester Freund weiter so konstant erholte. „Du solltest es ihm zumindest sagen.“ Die Stimme des grünen Kriegerprinzen war zwar sanft, aber eine gewisse Entschlossenheit lag darin. Ein schwacher Hauch, aber Delyth hörte ihn. Sie zuckte innerlich zusammen. Und bekam gar nicht mit, dass im Flur die Badezimmertür aufging und ihre Mutter Phelan zurückbrachte, frisch gebadet und in bequeme Klamotten gesteckt. „Nein, er wird ausrasten.“, knurrte sie leise, unzufrieden, während sie das frisch bezogene Kissen aufschüttelte und damit fertig war, das Bett zu beziehen. „Zu Recht.“ Oh, dieser rechthaberische Ton in der Stimme ihres Vaters allein machte sie sauer! Sie fuhr herum, funkelte ihn an. „Ich kenne deine Meinung dazu bereits, du musst sie mir nicht noch einmal sagen!“ Delyth war etwas lauter geworden, dann jedoch erblickte sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung im Türrahmen, wo ihre Mutter gerade mit dem Verletzten im Schlepptau ankam. Kurz entgleisten der Schwarzen Witwe und Heilerin sämtliche Gesichtszüge, aber sie fing sich schnell wieder. Auch Tammero wurde sich Phelans Anwesenheit bewusst, seine Mundwinkel verzogen sich zu einem bitter-schadenfrohen Grinsen und er ging einfach, nachdem Dara das Zimmer betreten hatte.

Delyth räusperte sich kurz, schenkte ihrem besten Freund ein knappes, unschuldiges Lächeln und beschloss dann einfach so zu tun, als wäre nichts. „Wie geht es voran? Geht’s dir besser?“ Die erste Frage war eher an ihre Mutter gerichtet bezüglich dessen, wie der Heilprozess voranschritt, die zweite an Phelan. Um keinen von beiden direkt anzusehen ging sie zum Fenster und schloss es, es war immerhin genug gelüftet worden, während der Kriegerprinz in der Wanne gelegen hatte.

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25 Aug, 2013 02:16 51 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
Phelan
Kriegerprinz




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"Noch mehr Essen klingt gut. Vielen Dank." Er schenkte Dara ein entwaffnendes Lächeln. Dann wandte er sich den Tabletts zu, allerdings bemerkte er direkt die nächste Signatur und blieb sitzen. Dem Mann, der anschließend den Raum betrat, liess Phelan ein Kopfnicken zur Begrüßung zukommen. Tammero stand über ihm, allerdings war schon vor längerem darauf bestanden worden, dass man es ja mit dem Protokoll nicht zu sehr übertreiben musste. Immerhin waren Delyth und Phelan sehr gut befreundet und da kam es eben vor, dass er mit ihren Eltern zu tun bekam. Wobei der Umgang mit ihrem Vater eindeutig einfacher war, als der, mit ihrer Mutter.
Phelan sah dabei zu, wie Tammero um das Bett herum ging und Delyth sich an ihren Vater schmiegte. Dann wandte er das Gesicht ab, um den beiden etwas Privatsphäre zu gönnen. Delyth liebte ihren Vater abgöttisch und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Und wenn Delyth etwas passiert wäre, dann hätte Phelan sich mit Sicherheit vor diesem Mann dafür rechtfertigen müssen - um so froher war er darum, dass es Delyth anscheinend nicht so schwer getroffen hatte. Am liebsten würde er mal einen Moment alleine mit ihm sprechen, allerdings war er sich bewusst, dass das wohl ein bisschen schwer werden würde.
Bei dem Hinweis bezüglich der Tabletts und dem Befehl der Bediensteten musste Phelan lachen. "Oh je, die ärmsten. Sobald's mir ein bisschen besser geht, werden sie am Ende noch die ganze Zeit rennen. Essen is' nämlich eine von meinen drei Lieblingsbeschäftigungen!" Welche drei das waren, das wusste zumindest Delyth, sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass Essen, Schlafen und Sex gaaaanz ganz weit oben standen. Danach kamen Sport und Gitarre spielen.

Die nächsten Tage wurde es jeden Tag ein bisschen besser. Man erlaubte ihm auf zu stehen, und er beklagte sich nicht darüber, dass zumindest anfangs immer Jemand bei ihm war. Als er sich dann wieder sicherer auf den Beinen fühlte, wurde ihm ganz automatisch erlaubt, dass er zumindest alleine auf Toilette durfte und sogar baden - auch wenn das Badewasser mit heilenden Kräutern durchsetzt war, die dafür sorgen sollten, dass die Wunden besser heilten. Man sagte es ihm nicht, aber Phelan war nicht dumm und er ahnte, dass das womöglich einer der Gründe sein konnte, warum Delyths Mutter ihm beim Baden beaufsichtigte. Er war sich sehr sicher, dass sie zumindest etwas Kunst verwendete.
Nach dem Baden wurden die Verletzungen immer begutachtet. Bisher hatte Phelan sich noch nicht getraut, nach zu fragen. Seinen verletzten Arm bewegte er zwar inzwischen wieder, aber die Bewegungen waren schwergängig und unkoordiniert, außerdem verspannten sich die Muskeln schnell. Auf der anderen Seite musste der Arm bewegt werden, damit er nicht steif wurde. Die Durchspießung mit dem Schwert hatte glücklicherweise keine Organe verletzt, das hatte er mit bekommen - ansonsten wäre die Infektion mit Sicherheit verheerend gewesen - aber trotzdem nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Er hatte einfach Glück gehabt. Due Wunde in seinem Gesicht heilte. Sie war tief gewesen, doch weder Auge, noch Nase noch Mund waren beteiligt. Er hatte sich nicht getraut zu fragen, ob eine Narbe bleiben würde. Irgendwo war ihm bewusst, dass man vermutlich zu viel damit zu tun gehabt hatte, ihn überhaupt über den Berg zu bringen, um die Verletzung so zu versorgen, dass es keine Narben geben würde.
Und letztendlich war es egal. Egal, wie schlimm sein Rücken aussah, egal, ob sein Arm immer verkrüppelt bleiben und sein Gesicht verunstaltet war... Delyth lebte. Der Rest war eine Kleinigkeit. Und wenn er nicht mehr Gitarre spielen konnte.. würde er etwas anderes finden. Und im Zweifelsfall musste er eben auf eine andere Waffe umsteigen, weg vom beidhändigen Kampf und hin zum einhändigen. Er hatte auch genug Selbstbewusstsein, um die Narben, wenn er sich erst einmal damit arrangiert hatte, mit derselben Arroganz zu tragen, wie sein zuvor attraktives Gesicht. Als Kind war er immerhin stolz auf jeden Kratzer gewesen, der Zeichen seines Mutes gewesen war. Wie oft hatte er mit Schrammen angegeben, die er sich beim Raufen geholt hatte, oder wenn er auf einen Baum geklettert war?
Und so verbrachte er die Zeit, die er mit Dara im Badezimmer war meistens damit, dass er sich ein bisschen mit ihr über irgendwelches lockeres Zeug unterhielt, scherzte. Unverfängliche Themen - Musik, Bücher. Und vermied es dabei, zu fragen, wie schlimm seine Verletzungen waren. Und, wie schlimm es bei Delyth gewesen war. Er war nicht dumm, er merkte, dass sie sich ebenfalls nur sehr langsam erholte, auch wenn er nicht wusste, warum. Er hatte keine Verletzungen fest stellen können, nicht einmal in den wenigen Momenten, in denen er einen Blick auf ihren nackten Körper hatte erhaschen können. Dennoch stand es für ihn außer Frage, dass sie ebenfalls verwundet oder verletzt gewesen sein musste.

Gemeinsam mit Dara machte er sich auf den Rückweg zu dem Zimmer, in dem er momentan lag. Allerdings blieb er an der Tür stehen und runzelte die Stirn, da er Delyths Stimme hörte. Was nein? Wer würde ausrasten? Er hatte eine dumme Ahnung, dass es um ihn ging, konnte sich aber nicht wirklich erklären, weshalb. Es war schwer, ihn wirklich zum Ausrasten zu bringen. Eigentlich war er sogar sehr ausgeglichen - für einen Kriegerprinzen zumindest. Und Delyth wusste das. Und Tammeros Worte.. oho, also hatte, was immer sie getan hatte, zumindest gereicht, damit Tammero ausgerastet war. Seine Augen wurden schmal, während er sich lautlos bewegte, um mehr zu verstehen - was nicht nötig war, da Delyth dieses Mal sogar lauter wurde. Und der Inhalt liess darauf deuten, dass sie sich bereits mit ihrem Vater darüber gestritten hatte.
Dummerweise bemerkte sie ihn in genau dem Moment. Kurz entgleisten Delyth sämtliche Gesichtszüge, ehe sie es mit einem unschuldigen Lächeln versuchte. Phelan überwandte die kurze Strecke, bis zum Bett, liess sich darauf gleiten und betrachtete Delyths Rücken. "Och, mir geht's wunderbar, mein Schatz. Warum werde ich ausrasten?" Sein Tonfall war ein freundlicher Plaudertonfall, allerdings lag etwas gefährliches darin. Er würde sich nicht für dumm verkaufen lassen - und er wollte eine Antwort. Ansonsten würde er sehr ungemütlich werden. Wenn es etwas gab, dass ihn irgendwie betraf, etwas, dass auch Tammero zum Ausrasten gebracht hatte - und von dem ihr Vater auch noch dachte, dass Phelan davon wissen sollte.. tja, dann wollte er es wissen. Das war immerhin hoch interessant. Besonders, da sie sich nicht einmal traute ihm in die Augen zu sehen.

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25 Aug, 2013 10:32 14 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
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Ganz kurz knirschte Delyth mit den Zähnen, während sie mit dem Gesicht zum Fenster gewandt stehen blieb. Phelan hatte nachgefragt. Natürlich hatte er nachgefragt. Warum hatte sie überhaupt gehofft, dass er es einfach übergehen würde? Und sie kannte den Tonfall, den er an den Tag legte. Noch einmal knirschte sie mit den Zähnen, dann stützte sie sich mit den Händen am Fensterbrett auf und sah nach draußen, sichtlich unzufrieden. Kurz hatte sie den Reflex gehabt, irgendetwas Beschwichtigendes zu sagen, es dann aber unterlassen und stattdessen nachgedacht. Sie würde ihren besten Freund nicht anlügen, das wäre nicht richtig. Fragte sich nur, wie sie es ihm so sagen sollte, dass er vielleicht nicht ausflippte. Zu sehr sollte er sich nämlich nicht aufregen, außerdem hatte sie eigentlich keine Lust, schon wieder über dieses Thema zu diskutieren. Und er würde darüber diskutieren, so zumindest ihre Vermutung. Hilft nichts. Die Schwarze Witwe und Heilerin seufzte, lehnte ihre Stirn einen Moment an die Scheibe und schloss die Augen, bevor sie die Lider wieder öffnete und sich umdrehte. Ohne Hast ging sie auf Phelan zu, beugte sich zu ihm und gab ihm einen kurzen Kuss. „Besser du rastest nicht aus. Wäre nicht gut für dich.“ Und für mich. Sie löste sich, ließ sich neben ihm auf dem frisch bezogenen Bett nieder, sah ihn von der Seite an und griff nach seiner Hand. „Versuch es wenigstens, ja?“ Ihre Lippen zuckten kurz in einem Lächeln, bevor sie wieder ernster wurde. „Also… genau genommen ist meine Gesundheit derzeit sehr eng an deine gekoppelt, umgekehrt genauso.“ Sie zuckte leicht mit den Schultern, streckte die Beine aus und stützte sich mit den Händen nach hinten auf der Matratze ab. „Als du verletzt wurdest konnte ich nicht wirklich viel machen. Ich hätte dich sofort an Ort und Stelle zusammengeflickt, aber… nunja, ging eben nicht. Aber irgendetwas musste ich tun. Also hab ich meine Juwelen an deine Körperfunktionen und deine Juwelen gebunden, damit du nicht wegstirbst und erst einmal von Grün zehren kannst, bis es dir besser geht.“ Sie sagte das ebenfalls fast im Plaudertonfall, schielte aufmerksam zu dem Dhemlaner dabei, ohne Reue, ohne Bedauern. „Hat funktioniert, wie man sieht.“ Womit sie ja aber eigentlich ausdrückte, dass nicht sicher war, ob es funktionieren würde. Und was die Konsequenzen waren, wenn es schief gegangen wäre, musste man wohl nur bedingt erklären.

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25 Aug, 2013 11:54 49 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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Phelan wartete. Er sah, wie zerknirscht Delyth war, verdammt, er kannte sie seit etwa hundert Jahren, er wusste sogar, wie ihr Gesicht vermutlich gerade aussah, obwohl sie dem Fenster zugewandt dastand. Sie ging ganz langsam auf ihn zu und gab ihm einen kurzen Kuss, ehe sie sich neben ihn setzte. Phelan beobachtete sie aufmerksam. Er sah eine Frau vor sich, die sich dafür wappnete, eine Schlacht zu schlagen. Eine Frau, die keinen Millimeter von ihrem Standpunkt abweichen würde.
"Mal sehn." murmelte er nur und zuckte die Schultern auf ihre Bitte hin, nicht so sehr aus zu rasten - wegen seiner Gesundheit. Sie griff nach seiner Hand und bat ihn nochmal, er seufzte und schloss die Augen. Okay, es war also so schlimm, dass sie glaubte, dass er absolut an die Decke gehen würde. Großartig. Spuck's schon aus. Sie verlor keine Zeit und redete einfach weiter. Dass ihre Gesundheit an seine gekoppelt war. Bei dem Satz breitete sich ein eiskaltes Gefühl in ihm aus und ihn überfiel eine unendliche Ruhe. Er hörte ihr zu, während sein Verstand arbeitete. Sie hatte ihn an sich gekoppelt. Damit er nicht stirbt. Und damit ihr Leben riskiert.
"Okay." Seine Stimme war ruhig und gefasst. Wie sie es sagte liess davon ausgehen, dass er ohne diese Bindung gestorben wäre. Allerdings bedeutet das auch, dass sie sich selbst in Lebensgefahr gebracht hatte. Wenn sie es nicht getan hätte wäre er also gestorben. Aber er hätte trotz der Bindung sterben können. Und dann wäre sie ebenfalls gestorben. "Wann kannst du es auflösen?" Ihm war bewusst, dass er ihr schaden würde, wenn er jetzt die Beherrschung verlor. Aber er war ganz ruhig. Zu ruhig. Der Sturm ging tiefer, war zu weit unter der Oberfläche. Wenn irgendetwas schief gegangen wäre, wäre er gestorben. Dann wären all seine Bemühungen umsonst gewesen. Sie lebte. Und er lebte. Deswegen war es irgendwie okay. Aber nicht okay genug. Es machte ihn auf eine Art und Weise wütend, die zu tief ging, um sie dadurch zu lösen, dass er tobte und sie anschrie. Aber das war etwas, mit dem er sich später befassen würde. Wenn sein Zustand nicht mehr an ihrem hing - und es Delyth schlechter ging, weil er vielleicht leichtsinnig war.

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25 Aug, 2013 12:11 23 Phelan ist offline Beiträge von Phelan suchen Nehmen Sie Phelan in Ihre Freundesliste auf
Delyth
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Sie bemerkte, dass eine sehr unnatürliche Ruhe einkehrte. Natürlich bemerkte sie es. Es war greifbar, so als würde die Luft knistern und prickeln. Als Schwarze Witwe nahm sie Stimmung sowieso noch sehr viel schneller und detaillierter auf, außerdem sagte ihr ihre Intuition, dass das, was hier gerade passierte, nicht unbedingt gut war. Aber wenigstens flippte Phelan nicht aus. Delyth blieb einfach ruhig, nur kurz zuckte eine Augenbraue nach oben bei seinem ‚okay‘ und sie sah ihn einen Moment skeptisch an. Dann ließ sie es auf sich beruhen. Sie fand es ja schließlich auch okay und sie würde es jederzeit wieder so machen. Trotzdem… irgendetwas stimmte nicht. Aber damit würde sie sich dann befassen, sobald sie genauer sagen konnte, was es war. Bei der Frage des Kriegerprinzen gab sie eine Mischung aus Seufzen und Schnauben von sich. „Wenn du dich weiter so gut erholst vielleicht in zwei Tagen, würde ich schätzen. Unter deiner Mithilfe.“ Sie zuckte leicht mit den Schultern, richtete sich wieder auf und schlug ein Bein über das andere. „Bei voller Gesundheit könnte ich es möglicherweise allein, aber auch nicht ohne Risiko. Ich weiß nicht.“ Was ein Eingeständnis dahingehend war, dass sie eigentlich keine Ahnung von dieser ‚Praxis‘ hatte oder eben nur bedingt. „Momentan… nur mit deiner Hilfe, sobald wir beide fit genug dafür sind.“ Die Dhemlanerin verschränkte ihre Finger vor dem obenliegenden Knie, sah abwechselnd nachdenklich zu Boden und wachsam zu ihrem besten Freund. Sie war für alles gewappnet. Sie war auch ganz ruhig, so als könnte sie nichts umhauen, egal, wie Phelan weiterhin reagierte. Letztlich wartete sie einfach ab und blieb aufmerksam, man würde ja sehen.

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25 Aug, 2013 12:22 58 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
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