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Melyanna
Königin





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Die Zähne zusammenbeißend schloss die Königin kurz ihre Augen, sie ertrug es einfach nicht diesen widerlichen Prinzen weiter anzusehen und so zu tun, als ginge sie das überhaupt nichts an. Und dieses Lächeln, welches er zeigte… Melyanna stellten sich die Nackenhaare dabei auf. Schließlich öffnete sie die Augen wieder, nickte nur als Zeichen dafür, dass sie die Information aufgenommen hatte bezüglich Marca. Der Schmerz war plötzlich weg, mit einem Schlag hatte er sich zusammengezogen zu einem grollenden Bündel. Sie konnte förmlich spüren wie sich dieses Bündel dazu bereitmachte einfach zu explodieren – es war die Ruhe vor dem Sturm. Sie wollte schon ansetzen sich zu erheben, hatte die Finger bereits aus dem Stoff gelöst, als der Prinz dann doch noch etwas sagte. Was er sagte bewegte sie dazu ihm einen eisigen Blick zuzuwerfen. „Ich glaube kaum, dass Euch das etwas angeht, Prinz. Hat es damals schon nicht, meiner Meinung nach.“ Trotz und eisige Wut durchzogen ihre Stimme, sie wandte den Blick ab und erhob sich.

„Ich danke Euch für die Informationen. Auf Wie…“ Sie stockte, kniff die Lippen zusammen und bedachte den Prinzen mit einem arroganten und bedrohlichen Blick. Nein, wieder sehen wollte sie ihn definitiv nicht. Somit beließ sie es bei einem einfachen Nicken zum Abschied und drehte sich dann um. Doch anstatt das Cafe zu verlassen eilte sie in die Toilettenräume und schmiss die Tür hinter sich zu, stürzte zum Waschbecken und stützte sich mit beiden Händen darauf ab, das Gesicht nach unten gerichtet. Sie atmete schwer, ungleichmäßig. Aber sie musste sich auf jeden Fall wieder so weit unter Kontrolle bringen, dass sie zurück ins Stadthaus konnte ohne damit alle wahnsinnig zu machen. Ihre Hände klammerten sich regelrecht an dem Porzellan fest, kurz wanderte ihr Blick zum Spiegel. Mädchen, du siehst aus wie der Tod höchstpersönlich! Bleich und das Gesicht irgendwie eingefallen, Melyanna war tatsächlich binnen weniger Minuten um Jahre gealtert – oder zumindest sah sie so aus als würde sie gleich einfach umfallen und sterben. Alles vor ihren Augen verschwamm, einer ihrer Schwächeanfälle kündigte sich an. Diese hatte sie in Klein Terreille öfter gehabt, seit sie hier in Nharkhava war waren es immer weniger geworden. Schließlich senkte sie den Kopf wieder und schloss die Augen. Sie war so mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht bemerkte, wie sich die Tür öffnete und Edmond den kleinen Raum betrat.

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28 Jun, 2011 00:50 11 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
NSC
Alles und Nichts




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Ihre Abweisende Haltung machte ihn nur noch schärfer. Sie war sicherlich noch Jungfrau. Ihm war schon beinahe so, als könne er es riechen. Ohhh, diese Frau. Er musste sie einfach haben.
Als sie aufstand und sich verabschiedete, erhob auch er sich, wie es sich gehörte. Doch ihre Verabschiedung war nicht vollständig. Sie kehrte ihm den Rücken und er ließ es sich nicht nehmen den hübschen Hintern der Königin zu mustern. Und sobald sie um die Ecke gegangen war, setzte auch er sich in Bewegung. Obwohl er seinen Kaffee nicht getrunken hatte, ließ er einen geringen Betrag auf dem Tisch liegen und folgte ihr. Sie verschwand in den Badezimmern. Wie vorhersehbar.
Sie war eben doch nichts weiter als ein williges Luder, dass es einfach mal besorgt brauchte. Und er würde für diesen Job nur zu gerne hinhalten.
Langsam näherte er sich der Tür und legte Schilde um die Umgebung. Immerhin sollte niemand von ihrem kleinen Stelldichein erfahren.

Lautlos öffnete er die Tür und musterte Melyanna angetan. Es fehlten nur noch die Tränen in ihrem schönen Gesicht. Er konnte spüren, wie sein Speer sich immer fester gegen den Stoff drückte. Und obwohl der Stoff sehr dehnfest war, zeichnete sich seine Männlichkeit mehr als deutlich ab.
Durch das Überraschungsmoment schaffte er es, sie mit opalfarbenen Fesseln umzudrehen, seine Hände unter ihren Pullover und ihren Rock zu schieben.
Behände schob er auch ihren Slip beiseite und strich über ihre Weiblichkeit. Innerlich riss er sich jedoch zusammen um nicht sofort zu kommen. Sie hatte ihn so geil gemacht, dass nicht mehr viel fehlte. Seine Hand krallte sich schmerzhaft fest in ihre Brust und seine Lippen legten sich auf ihre. Währenddessen drückte er sich an sie, ließ sie spüren, wie sehr sie ihn erregt hatte. Zeigte ihm, dass sie ihn nun zu befriedigen hatte. Und seine Finger, die sich an ihrer Weiblichkeit befanden teilten sich. Einer glitt zu ihrer Perle, während zwei sich zum Eingang schoben. Sich bereit machten, die junge Königin auszufüllen und ihr Schmerzen zu bereiten.

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28 Jun, 2011 00:50 27 NSC ist offline Beiträge von NSC suchen Nehmen Sie NSC in Ihre Freundesliste auf
Melyanna
Königin





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Die Gefühle tobten ihr wie selten zuvor. Dieses kleine Paket aus Schmerz donnerte und krachte, es blähte sich förmlich auf, doch noch wurde es im Zaum gehalten von Wut und Angst, hervorgerufen durch all die Erinnerungen. Und verstärkt durch die Neuigkeiten, die sie in den letzten Minuten erfahren hatte. Zaline, Julienna und die kleine Marca… Es traf sie schwer, eigentlich viel zu schwer, wenn man es genau nahm, doch sie kämpfte darum nicht völlig die Fassung zu verlieren. Ich muss mich beruhigen. Jetzt sofort. Ganz dringend! Und während sie da stand, so völlig durch den Wind und innerlich einen Kampf austragend packte sie etwas und riss sie herum. Melyanna hatte gar nicht die Gelegenheit irgendetwas zu tun, denn Edmond stand bereits an sie gepresst da und schob seine Hände an ihren Körper. Alles ging rasend schnell, denn nach einem kurzen Moment der Schockstarre entfesselte die junge Königin die Kraft ihres Saphirs.

Die opalenen Fesseln wurden gesprengt, es zerriss die Schilde um den Raum herum gleich mit und sie stieß die Hände nach vorn, auf den Prinzen zu. All ihre Wut, ihr ganzer Hass machte sich Luft. Er hätte sie wirklich nicht anfassen dürfen – schon gar nicht auf diese Weise. Die Hände glitten durch die Kleidung, durch Haut und durch Fleisch, bis sie auf Knochen trafen, in diesem Fall ein paar Rippen. Um sie herum wurde es kalt, eine eisige Schicht bildete sich auf den Ablagen und am Boden, der Spiegel hinter ihr riss entzwei und zersplitterte in kleine, glitzernde Scherben. Melyanna griff zu und zog ihre Hände zurück, verstärkt mit ein wenig Juwelenkraft splitterten ein paar Rippen und sie riss dem Prinzen ein Stück weit die Brust auf. Als sie ihre Hände zurückzog waren diese gänzlich rot von Blut und Edmond kippte nach hinten. Ihre unaufhaltsame Wut entlud sich noch bevor er fiel in einer großen Kugel Hexenfeuer, welche sofort die Kleidung des Mannes in Brand setzte und von der einen Wand zur anderen eine Mauer schuf, sodass jeder, der den Raum betrat, nicht in der Lage war zu den beiden zu gelangen. „Das hättet Ihr nicht tun sollen.“ Die Stimme klang wie aus weiter Ferne, sie war völlig tonlos und die junge Königin betrachtete einfach nur den vor ihr am Boden liegenden Prinzen ohne jegliche Emotion in ihrem Gesichtsausdruck. Es machte allerdings den Eindruck als würde sich das Hexenfeuer von ihrer Wut und ihrem Hass nähren, von den Gefühlen, die tief in ihr tobten; die unnatürlich wirkenden Flammen schlugen teilweise sogar bis zur Decke.

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28 Jun, 2011 00:50 56 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
NSC
Alles und Nichts




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Sein Lächeln verschwand schnell. Und noch bevor er seine Finger in sie stecken konnte, fanden sich fremde Hände in seinem Brustkorb wieder.
Unerträgliche Schmerzen ließen seinen Mund einen stummen Schrei formen. Doch kein Laut kam über seine Lippen. Sehr deutlich, bekam er mit, wie die junge Königin in kalte Wut verfiel. Und trotz dieser, schier ausweglosen Situation erregte es ihn noch mehr.

Er fiel um, sobald ihre Hände sich zurückgezogen hatten und schlug hart auf dem Boden auf. Ein dünnes Blutrinnsal floss seine Wange hinab und er versuchte seinen Körper mit Hilfe seiner Juwelen zu retten. Doch diese leerten sich schneller, als die Blutung stoppte und der Schmerz nachließ. Und er blickte nur grimmig lächelnd zu Melyanna hoch und röchelte:
"Du wirst dich immer an mich erinnern. Der erste Mann, der dich an deiner heißen Spalte berührte, und der erste Mann, den du getötet hast."
Er wusste, wie es um ihn stand. Doch anstatt zu betteln, zu flehen und zu jammern, machte er sich lieber über diese elende Hure lustig. Sie war ebenso Opfer, wie auch er.
Auch, wenn sie das noch nicht wusste.
Der Schmerz in seiner Brust wurde mit jedem Atemzug stärker, bis er glaube es würde ihn zerreißen. Also schleuderte er ihr mit aller Macht die Bilder entgegen, die er zuvor gesehen hatte. Wie er sie demütigte. Sie vergewaltigte. Ihr Schmerzen zufügte. Vermischt mit seinen Erinnerungen an ihre Freunde. Und er hoffte sehr, dass sie all diese Gedanken aufschnappte und daran zerbrach.

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28 Jun, 2011 00:51 17 NSC ist offline Beiträge von NSC suchen Nehmen Sie NSC in Ihre Freundesliste auf
Thasos
Prinz





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Nach einer ausgiebigen Besichtigung seines Anwesens und einer hitzigen Diskussion darüber ob das Haus bereits wieder bewohnbar war, war Thasos zurück in sein Stadthaus gekommen. Er stellte recht schnell fest, dass sich Melyanna nicht im Haus aufhielt. Ker und Nim waren jedoch da. Was bedeutete, dass Melyanna von ihrem Besuch bei Jade zurück war.
Ein ungutes Gefühl beschlich Thasos, denn niemand sonst aus dem Haushalt fehlte und wie er vor wenigen Tagen herausgefunden hatte war sie gerne allein unterwegs. Ohne angemessene Begleitung. Seine Zähne knirschten als er seinen Butler fragte ob er etwas genaueres wüsste. Die Antwort verstärkte das Zähneknirschen. Sie wollte also nur ein wenig frische Luft schnappen. Sie will nur frische Luft schnappen. Kein Grund sich aufzuregen. ... ... Verdammt nochmal, warum muss sie nur so verdammt stur sein. Es ist doch vollkommen normal als Königin eine Begleitung zu haben. Und wenn es eine andere Hexe ist, die eine entsprechende Ausbildung genossen hat. Damit die Damen unter sich sein können. Er begann sich über etwas aufzuregen, dass ihn eigentlich gar nicht berühren sollte.
Sauer stapfte er davon und verkroch sich in seinem Arbeitszimmer bevor noch Ker oder Nim bemerkten in welcher Stimmung er war und dann dumme Fragen stellten.

Eine gute halbe Stunde verging in der Thasos eine Spur in seinen Teppich lief. Er machte sich doch tatsächlich schon wieder sorgen um Melyanna. oder war es immer noch? Mit einem Knurren blieb er stehen. Sie schnappt jetzt schon recht lange ein wenig frische Luft. Unfähig es zu verhindern streckte er seine Sinne nach ihr aus und traf auf etwas, dass vorhin noch nicht dagewesen war. Es war ihre Signatur, aber sie brannte in einer eisigen Intensität. Angst, Wut, Hass und noch mehr dieser dunklen Emotionen brannten sich in seinen Geist.
Eigentlich wollte er genervt seufzten und sich fragen was jetzt schon wieder passiert war, doch seine Instinkte brachen durch seine Siegel und Ketten und übernahmen die Kontrolle.
Binnen Sekunden war er aus seinem Arbeitszimmer gestürmt und rauschte durch die Eingangshalle des Stadthauses. Dabei bellte er Befehle für Ker und Nim, die ihm in gebührendem Abstand zu folgen hatten. Ihre verwirrten Gesichter wurden schnell ernst als sie die Ausdruck in seinen silbernen Augen sahen. Ker war stark genug um sich ihm zu wiedersetzen, doch tat er es nicht. Thasos war zum ersten Mal wirklich dankbar und sah nicht nur ein Mittel zum Zweck in seinen "Freunden". Nur den Speerfaden hätte sich Ker sparen könne. Ich bin gefallen? Klar. Vielleicht, aber was solls. Wie der Vater so eben der Sohn. Seine Antwort viel jedoch anders aus. *Vielleicht, aber ich werde mich wieder erheben und stärker sein als je zuvor.*

Inzwischen hatte er das Haus verlassen und war über die Straße entlang gerannt. Keine fünf Minuten später hatte er auch das Café betreten. Sein Blick verriet den Menschen genug. Eine Bedienung deutete nur in Richtung der Toiletten.
Unaufhaltbar bahnte sich Thasos einen Weg durch die Menschen und trat durch die Tür der Damentoilette. Daran stören würde sich im Augenblick wohl niemand. Die Wand sorgte jedoch dafür, dass er stehen blieb. Hinter diesem massiven Schild konnte er Melyanna sehen und etwas Brennendes. Es konnte sogar noch sprechen. Und die Worte die er hörte entfachten das Feuer, welches Thasos inne wohnte. Das Feuer, dass sein Anwesen beschädigt hatte.
Dies würde jetzt weh tun. Auf mehr als eine Art. Ein Speerfaden von Thasos brach durch den Schild. Melyanna war stark. Ebenso stark wie er, doch zum Glück hatte er paar Jährchen mehr an Erfahrung. Autsch. *Melyanna. Ich brauche dich.* Es war die einzige Warnung zu der Thasos noch in der Lage war. Die Siegel, welche die Ketten der Menschlichkeit festigten brachen als er Melyanna so sah. Er tat genau, dass was sie gestern gesagt hatte. Die Ketten fielen und das Feuer in ihm wuchs. Seine Hände brannte als er die Wand berührte und sich einen Weg bahnte. Das Tier in ihm ließ sich nicht von Melyanna fern halten. Die Vernunft und was sein Verstand sagte oder wollte spielte keine Rolle. Dieses gurgelnde brennende Ding versuchte sie zu verletzen. Es versuchte ihr Schmerzen zu verursachen.
Sein Verstand fand in diesem Chaos ruhe. Gefühle sind eine Schwäche. Das hatte Thasos gelernt, doch im Moment brachten sie Macht. Stärke. Gleichzeitig waren sie keine Waffe. Sie lieferten nur die Stärke um zu handeln. Sollte er sich wirklich geirrt haben? Machte Acheron es am Ende sogar richtig indem er sich an Jade band? Jetzt hatte er Kraft wegen und für die junge Königin.
Mit seiner entfesselten Kraft fing Thasos die Gedanken des Dings, dass ein Mann gewesen war, ab und nahm sie auf. Das musste Melyanna nicht sehen oder fühlen. Es war schlimm genug, dass sie seine Worte hatte hören müssen. Diese Worte machten ihn rasend. Zumindest in einer Sache irrte sich der Mann. Melyanna würde ihn nicht töten. Sie trug genug Narben mit sich herum. Und er war das töten gewöhnt.
Auf der anderen Seite angekommen sah er auf den brennenden Mann hinab. Thasos positionierte sich seitlich, aber doch so dass er sich zwischen ihm und ihr befand. *Du solltest dankbar sein, dass es schnell gehen muss.* Thasos brach in den Geist des Mannes ein. Es war noch ein wenig Leben in ihm und der Pfad war nun offen. Ein kalten Lächeln lag auf seinen Lippen als er dem Mann all seine Erinnerungen an Schmerzen sandte die er besaß. Schmerzen, die er erlitten hatte und Schmerzen, die er verursacht hatte. Dieser Mann hatte versucht Melyanna mit solchen Bildern zu schaden. In seinen Augen war es nur Recht, wenn der Mann erlebte was so etwas anrichten konnte. Bevor sein Körper starb würde er leiden, zerbrechen und daran zu Grunde gehen. Nicht Melyanna würde ihn töten, sondern er.

Es hatte nur einen Moment gedauert, doch der Ausdruck in den nun ebenfalls brennenden Augen war interessant gewesen. Er würde noch eine Weile brennen, aber er würde Melyanna nicht weiter verletzten.
Langsam drehte sich Thasos zu Melyanna um und starrte sie schwer atmend an. Die Maske, welche die Angehörigen des Blutes zu Menschen machte war von Thasos Gesicht verschwunden. Auf seinem Gesicht spiegelte sich Sorge, Angst und ein wenig Stolz wieder. Gefühle die sich um Melyanna drehten. Er beobachtete sie. Wusste wie gefährlich Königinnen sein konnte, wenn die kalte Wut in ihnen tobte.
Er versuchte seine Stimme ruhig und sanft klingen zu lassen, aber ihr haftete etwas dämonisches an. "Er ist die Erinnerung nicht wert." Mit seinen Worten offenbarte er, dass er die letzten Worte des Mannes gehört hatte. "Denk an jene für die die Rechnung nun beglichen wurde. Trauere um sie, aber lass dich nicht von ihm vergiften." Nachdem was er gesehen hatte von dem was für Melyanna bestimmt gewesen war, war er eigentlich der Meinung, dass dieses Individuum noch viel mehr verdient hatte. Aber jetzt war Melyanna wichtig, von deren Händen noch immer Blut tropfte. Und da ihre Wand noch immer stand war nur sehr wenig nach außen gedrungen.

28 Jun, 2011 00:52 00 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
Melyanna
Königin





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Es war als hätte man die junge Frau in einen Kokon aus Watte gepackt. Rote, flauschige Watte, die Geräusche abdämpfte, ihr ein wenig die Sicht trübte und sie bewegungsunfähig machte. Ihre Augen waren so kalt, überhaupt strahlte sie eine Kälte aus, wie sie es nie zuvor getan hatte. Ob sie sich wünschen würde, dass es auch nie wieder vorkam, wenn das alles hier vorbei war? Völlig emotionslos starrte sie auf den brennenden Körper vor sich, der größte Teil an Wut und Hass hatte sich soeben entladen, sie hatte etwas mehr als die Hälfte ihrer Juwelenkraft dafür verbraucht und noch immer nährte sich das Hexenfeuer aus ihrem Saphir. Auch die Worte Edmonds drangen nur dumpf zu ihr durch, ihr Inhalt verschwand sofort in den Tiefen dieses pulsierenden Bündels an Schmerz, welches überraschenderweise noch immer nicht explodiert war. Später. Irgendwann später. Doch dann hörte sie plötzlich eine Stimme, und zwar klar und deutlich. Thasos! Es dauerte jedoch noch einen Moment bis sie wirklich realisierte, dass er hier war, einen weiteren dauerte es, bis sie begriffen hatte, was er tat. Und noch einen Moment bis ihr klar war, dass Edmond seinen Tod gefunden hatte. Schließlich, nach für sie unendlich langer Zeit, realisierte sie dann auch, was Thasos eigentlich gesagt hatte. Brauchen?

Melyanna schloss die Augen und atmete tief ein, bevor sie sie wieder öffnete. Wie in Zeitlupe drehte sich der Kopf der Frau, die blaugrauen Augen waren hart und sie kniff kurz die Brauen zusammen, als sie Thasos direkt ins Gesicht sah. Blut tropfte von ihren Händen auf ihren Rock, der bereits einiges abbekommen hatte. Silberne Punkte inmitten von Dunkelheit. Der Schleier hatte sich zumindest etwas gelichtet, doch nicht vollständig, noch immer tobte der Sturm in ihr, auch, wenn er etwas schwächer geworden war. War er das? Wie kommt er überhaupt hierher? Ihr Blick wanderte ein wenig umher während der Prinz sprach, blieb kurz an dem brennenden Körper hängen und sie zeigte wieder keinerlei Emotion. Schließlich richteten sich ihre Augen wieder auf Thasos. „Ich habe nicht vor zu trauern. Dafür habe ich keine Zeit.“, meinte sie leise doch der Ton ließ keinen Zweifel daran, dass sie entschlossen war. Im Moment war sie nicht die Frau, die dem Prinzen damals so scheu und neugierig in der Bibliothek begegnet war. Sie war die, die sie eigentlich nie wieder hatte sein wollen, die Melyanna, die an einem Bezirkshof in Klein Terreille gelebt hatte mit solchen Gestalten wie Prinz Edmond Alimar. „Aber ich habe vor zu baden.“ Demonstrativ hob sie ihre über und über mit Blut besudelten Hände. Und weiterhin verschob sie dieses wuchernde Etwas in ihr nach hinten, das sich einen Weg nach außen bahnen wollte. Hätte sie es zugelassen wäre sie wahrscheinlich längst weinend zusammengebrochen. Als ihr Blick dieses Mal zu dem glitt, was einmal Edmond gewesen war, flackerte erneut Hass in ihr auf. So kannte sie sich gar nicht, so unheimlich kalt und erbarmungslos. Doch im Moment war nicht einmal Platz in ihrem Herzen dafür, sich deshalb Sorgen zu machen.

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28 Jun, 2011 00:52 31 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
Thasos
Prinz





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Die Wand, die Melyanna errichtet hatte schirmte sie noch immer vom Rest des Cafés ab. Langsam schien sie wieder zu sich zu kommen, das galt jedoch nicht für Thasos. Er stand noch immer schwer atmend an der Seite. Sein Blick wanderte wachsam umher. Blieb immer wieder auf dem verbannten Klumpen Fleisch hängen. So als wollte er sicher gehen, dass der Kerl auch wirklich tot war. Danach sah er wieder zu Melyanna. Seine Augen bargen etwas undefinierbares sobald er sie ansah. Seine Atmung erzeugte zudem noch ein leichtes grollen.
Er konnte sprechen das wusste er, doch sein Verstand war nicht in der Lage wirklich zu bestimmen was er sagte und die Stimme klang nicht wie seine eigene. Zumindest nicht in seinen Ohren.
Das Raubtier in ihm beherrschte Thasos vollkommen. Und ohne Melyanna war er sich nicht sicher ob er es wieder anketten konnte. Wenn man bedachte wie vielen Menschen er begegnet war, die so waren wie dieser Mann eben, grenzte es an ein Wunder dass er nicht so war wie dieser.

Auch ihr Blick war kurz zu dem gewandert was einmal ein Mann gewesen war. Thasos konnte den Hass in ihren Augen erkennen. Es bereitete ihm so etwas wie Befriedigung. Es ließ sie in einem anderen Licht erscheinen. Nicht so verschieden von ihm selbst. Sein Verstand hätte ihn vermutlich korrigiert, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre.
Langsam machte er einen Schritt vorwärts und sah Melyanna weiter an. Er konnte ihr nicht zustimmen, dass sie nicht trauern würde. In dieser Hinsicht war sie nicht wie er. Die Bilder hatten gezeigt, wie sie sich anfangs gewehrt hatten, doch dann waren sie schwach geworden.
Thasos machte einen weiteren Schritt auf sie zu. Seine Augen hatten animalische und wilde Charakteristika. Es war nicht mehr viel menschliches übrig. "Baden? Wasser? Hier gibt es Wasser." Sein Kopf neigte sich zur Seite. Sie ist eine Königin. Sie braucht bestimmt eine Verbindung zum Land. "Oder brauchst du einen See?" Seine Instinkte und das bisschen Verstand was ihn zusammenhielt und dafür sorgte, dass er sie nicht direkt ansprang, verschwendete keine Sekunde damit an eine Badewanne zu denken. Der Thasos den sie kannte befand sich im Augenblick nicht in der Nähe.

28 Jun, 2011 00:52 50 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
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Königin





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So langsam begann sie wieder wahrzunehmen, was um sie herum tatsächlich passierte. Obwohl es war eigentlich so, dass sie es die ganze Zeit wahrnahm aber schlichtweg ignorierte; es war ihr egal gewesen, ob sie den ganzen Raum abfackelte, sich selbst eingeschlossen, wenn nur Edmond aufhörte zu existieren. Diese Einstellung hatte sich gegeben seit Thasos da war und seit dadurch auch das Problem mit Prinz Alimar aus der Welt geschafft worden war. Was die Neuigkeiten, die sie erfahren hatte und all die Erinnerungen, die nach oben dringen wollten, noch für Probleme mit sich ziehen würden war Melyanna zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Und wenn es ihr klar gewesen wäre hätte sie vielleicht doch noch darauf bestanden sich selbst und ihre Umgebung einfach in die Luft zu jagen, Thasos ausgenommen. Er war der einzige Grund, warum der Sturm in ihrem Inneren langsam abflaute bis er nur noch ein Wind war, der etwas an ihr zog und riss, aber eben nicht mehr. Ihre blaugrauen Augen richteten sich weg von dem brennenden Körper hin zu dem Prinzen, welcher schwer atmend vor ihr stand. Ihr Kopf legte sich in die Schräge, sie blinzelte ein paar Mal, und ihr Blick wurde etwas weicher, wenn er auch noch immer nicht ansatzweise die Milde und Unschuld von sonst verriet.

Was sie jedoch in den silbernen Augen sehen konnte war gleichzeitig verwirrend wie auch völlig normal. Es war das, was jeder Angehörige des Blutes in sich trug, purer Instinkt; Kraft und Urgewalt in Reinform. Als Thasos einen Schritt auf sie zukam atmete die Königin tief durch und überwand den wenigen Abstand zwischen den beiden, ihre Hände verschränkte sie hinter dem Rücken, denn sie konnte zumindest wieder so klar denken, dass sie sich einbildete die Kleidung des Prinzen nicht schmutzig machen zu müssen. Schon gar nicht mit dem Blut von jemandem wie Edmond. Paradox war, dass noch immer ein solches Chaos um sie herum tobte, das Hexenfeuer brannte noch, der Körper Edmonds ebenfalls, der Spiegel lag in Trümmern und die Eisschicht um den kleinen Bereich herum, wo Melyanna gestanden hatte, begann auch nur ganz langsam zu schmelzen. Doch die junge Königin lehnte sich einfach leicht an Thasos, legte ihren Kopf an seine Brust und schloss die Augen, als wäre alles in bester Ordnung. Das war es für sie im Moment auch, denn obwohl sie durch seine Signatur mitbekam, wie es ihm ging, hatte sie keinerlei Angst. Obwohl alle Masken gefallen waren und der Prinz im Moment wahrscheinlich wenig zurechnungsfähig war – wenn man es genau nahm, war sie selbst das ja ebenfalls nicht – verspürte sie keinerlei Furcht, nur den Drang zu ihm zu gehen, ihn zu beruhigen und damit auch sich selbst wieder auf ein normales Level zu bringen. Und tatsächlich war es so, dass die Wand aus Hexenfeuer verschwand, sobald sie die Augen zugemacht hatte. Nur ihre Signatur verriet einen Hauch von dem, was noch vor so kurzer Zeit geschehen war, doch sie war bereits dabei sämtliche Emotionen wegzusperren.

Die Vorstellung sich in freier Natur zu befinden, völlig abgeschieden von jeglicher Zivilisation war überaus verlockend, doch sie wusste, dass sie sich nicht allzu sehr entspannen durfte. Ansonsten würde vielleicht alles aus ihr hervorbrechen und das wollte sie unter allen Umständen vermeiden. Offensichtlich war es ihr nicht vergönnt anders sein zu dürfen als die letzten Jahre über, also war sie eben so wie in Klein Terreille. Sie schwor sich es nicht einmal mehr zu versuchen so entspannt und fröhlich zu sein, wie sie es war seit sie in Nharkhava war. Scheinbar konnte sie sich das nicht erlauben, somit war es also wieder an der Zeit aufzuhören zu leben und damit weiterzumachen schlichtweg zu existieren. *Eine Dusche oder Badewanne tut es vollkommen.*, sandte sie über einen privaten Faden an Thasos und rieb ihr Gesicht an seiner Kleidung. *Wir gehen jetzt nach Hause, Prinz.* Aber dass es für Melyanna wirklich eine Art Gefühl war Zuhause zu sein, wenn sie sich oft in der Nähe des Prinzen befand, darauf kam sie nicht als sie diese Worte benutzt hatte.

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28 Jun, 2011 00:53 49 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
Thasos
Prinz





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Während Melyanna scheinbar aus ihrer eiskalten Wut zurückkehrte blieb Thasos in seinem Zustand gefangen. Seine Arme hingen herab und seine Hände hielt er angespannt. Fast so als wären es Klauen.
Sein Blick wanderte über Melyanna. Das Blut auf ihrer Kleidung glänzte. Scheinbar hatte sich eine dünne Eisschicht darauf gebildet. Komischerweise spürte er die Kälte nicht. Es war seltsam. Thasos war wütend und wurde von seinen Instinkten beherrscht, aber er war nicht in eiskalte Wut verfallen. Obwohl es um Melyanna ging. Nur das Feuer in ihm, dass neben seinen Instinkten existierte war gewachsen und bestimmte ihn wie seine Instinkte. Es sollte ihm vielleicht Angst machen, da es sein Haus zerstört hatte, doch hier... er konnte es fühlen und formen.
Der Raum war das reinste Chaos, aber das war ohne Bedeutung. Ihr ging es gut. Wenige Sekunden später spürte er ihren Kopf auf seiner Brust und die Nähe ihrer Berührung und damit kehrte ein kleiner Teil seines Verstands zurück. Er war wieder in der Lage zu denken und die Informationen zu verarbeiten. Seine Hände entspannten sich während er versuchte wieder die Kontrolle zu gewinnen und dabei versagte. Das Verlangen war übermächtig. Der Krieg zwischen Verstand und Instinkten begann erneut. Wenn das so weiter geht führe ich bald Selbstgespräche und streite mich wirklich mit mir selbst. Ein Arm schlang sich um Melyannas Taille. Es war ihm egal ob er etwas von dem Blut abbekam.

Kurz flog sein Blick durch den Raum und nahm den Schaden auf. Das würde ein bisschen was kosten, damit der Besitzer nicht gleich zur Königin rannte. Wenigstens war Geld kein Problem. Doch der Blick auf das brennende Fleisch brachte eine Klarheit die schmerzhaft war. Ich bin genau wie dieser Bastard. So viele Jahre gehen eben nicht ohne Spuren an einem vorbei. Ich weiß was sie von Männern hält und trotzdem bin ich wie dieses Arschloch und will sie. Seine Augen schlossen sich während er versuchte diese Gedanken zu löschen. Er wollte nicht so denken, weil er wusste dass es die Wahrheit war. Und weil er wusste wie sie über Männer dachte. Er verfluchte Jade. Verbannung wäre leichter gewesen als diese Folter.
Ihr Speerfaden in dem sie verlauten ließ, dass ihr eine Dusche oder eine Badewanne reichen würde holte ihn zurück. Nur leider löste es nicht sein Problem. Im Augenblick war er gefährlich für jeden Menschen, der ihm begegnete. Es war ihm gelungen eines der Siegel wieder anzubringen, aber das bedeutete nur dass er nicht meuchelnd durch die Straßen laufen würde. Besonders, da Melyanna jetzt nach Hause gehen wollte.
Seine Instinkte hatten eindeutig noch die Oberhand, entsprechend verrückt war seine Antwort. *Könnte ein wenig eng werden in der Dusche.* Es war schneller gesagt als gedacht. Nicht, dass er überhaupt darüber nachgedacht hätte. Sobald ihm jedoch bewusst wurde was er ihr gesendet hatte zuckte er deutlich zusammen. Vermutlich sollte er sich dafür entschuldigen, aber dann würde er Melyanna anlügen. Es war eine Sache sich selbst zu belügen bis man glaubte es sei die Wahrheit. Aber sie?

28 Jun, 2011 00:54 05 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
Melyanna
Königin





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Es war schon seltsam. Dieser ganze Ausbruch hier hatte nur deshalb stattgefunden, weil sie jemand berührt hatte – wenn auch auf ziemlich übergriffige Art und Weise. Und nun beruhigte sie sich dadurch, dass sie wieder jemand berührte. Ob es an ihm liegt? Der Gedanke schoss ihr einfach in den Kopf ohne dass sie es hätte verhindern können, noch dazu hatte Melyanna einige Mühe ihn dort wieder heraus zu bekommen. Denn trotz der Tatsache, dass sie alle Gefühle, welche in ihr so gewütet hatten, versuchte in den hintersten, dunklen Winkel zu verschieben, überhaupt alle Emotionen völlig zu ignorieren, drangen Dinge, die mit Thasos zu tun hatten, trotzdem zu ihr. Genau wie er selbst zu ihr durchgedrungen war, trotz des Hexenfeuers und der eisigen Kälte, die von der jungen Königin ausgegangen war. Und nun, da er einen Arm um sie gelegt hatte, verstärkte das nicht ihre Angst und trieb sie schlichtweg in einen Panikzustand sondern sorgte für genau das Gegenteil. Melyanna kam immer mehr zu sich, sie war wieder vollständig dazu in der Lage zu denken. Allerdings hatte das einen entscheidenden Nachteil: Urplötzlich musste sie sich damit auseinandersetzen, wie es jetzt weitergehen sollte. Sie hatte einen ganzen Raum demoliert, womöglich die halbe Straße in Alarmbereitschaft versetzt und zu guter letzt eine Leiche hinterlassen – auch wenn von dieser nicht mehr viel übrig bleiben würde.

Von diesen bedrückenden Gedanken wurde sie erlöst als der mentale Faden des Prinzen sie erreichte. Die Folge war, dass sie nun doch gegen aufkommende Angst ankämpfen musste. Paradox war jedoch, dass sie sich enger an Thasos drückte. Möglicherweise lag es daran, dass sie spüren konnte wie dünn die Schicht der Beherrschung bei ihm war oder auch daran, dass er wohl seit geraumer Zeit der einzige war von dem sie glaubte sie schützen und halten zu können. Selbstverständlich gestand sie sich Letzteres nicht ein. Vielleicht lag es daran, dass der Prinz zusammenzuckte und Melyanna dies so deutete, dass er das eigentlich gar nicht hatte sagen wollen. Oder es lag daran, dass sie den Gedanken mit der Dusche bei ihm nicht halb so abschreckend fand wie bei jedem anderen Mann. Das wiederum war eine erschreckende Idee, somit wurde sie auch sofort zu all dem anderen geschoben, das sie gar nicht erst sonderlich rühren durfte. *Dann nimmst du eben die Dusche und ich die Badewanne.*, schlug sie in völlig sachlichem Tonfall vor. Wenn sie schon Gefühle verdrängte dann waren es auch so gut wie alle. Zuzulassen, dass ihre relativ gelöste Art zurückkam, die sie hatte, wenn sie bei Thasos war, hätte bedeutet, dass sie wieder weicher wurde. Und damit hatte sie abgeschlossen, sie wollte es nicht mehr. Die junge Königin wollte einfach nicht, dass all die anderen Gefühle mit hoch kamen, denn es hätte bedeutet, dass sie den Schmerz, die Verzweiflung und die Wut hätte fühlen müssen. Und was diese Gefühle anrichten konnten war deutlich in dem kleinen Raum zu erkennen, in dem sie mit dem Prinzen stand.

Schließlich löste sie ihren Kopf von seiner Brust und lehnte sich ein kleines Stück zurück, um ihn ansehen zu können. Ihr Gesicht war so ausdruckslos, ohne jegliche Regung, und selbst der Ausdruck in den blaugrauen Augen war nicht definierbar. Melyanna legte nur den Kopf leicht schräg und sah Thasos in die Augen. Silberne Punkte inmitten von Dunkelheit… Wäre sie lebend aus der Sache herausgekommen, wenn er nicht aufgetaucht wäre? Oder hätte sie es so übertrieben, dass ihr Körper der Anstrengung nicht mehr standgehalten hätte? Sie wusste es nicht, aber im Grunde wollte sie es auch gar nicht wissen.

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28 Jun, 2011 00:54 20 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
Thasos
Prinz





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Selbst jetzt wo sein Verstand sich immer schneller erholte und seine Gedanken beschleunigte war Thasos ein Gefangener in sich selbst. Es würde wohl noch ein wenig Zeit benötigen bis er sich wieder unter Kontrolle bringen konnte. Der Ausbruch war zu schnell und zu brutal gewesen. Alle Siegel waren mit einem einzigen Schlag gefallen. Und während ihn seine animalische Seite beherrschte war er brutal. Brutal ehrlich. Ein Tier log nicht. Sah keinen Sinn darin und kümmerte sich nicht um diese Art von Gewinn. "Du weißt, dass würde den Sinn dahinter zerstören." Ein sachlicher Ton war von Thasos nicht zu erwarten. Er klang nicht wirklich begeistert von ihrem Vorschlag.
Auch die Menschlichkeit fehlte seinen Augen noch immer, aber neben der Wachsamkeit hatte sich noch etwas anderes in seinen Blick geschlichen. Etwas, dass einer Naturgewalt gleich kam und was Thasos Verstand niemals zugelassen hätte, wenn er im Moment etwas zu melden hätte. Dieses Mal wurden seine Augen nicht glasig.
Er war dem brennenden Häufchen Fleisch so ähnlich und gleichzeitig so fremd. Sein Verlangen nach Melyanna war heftig, aber so stark die Instinkte waren hinderte ihn etwas daran so zu sein wie dieser Mann und sie mit Gewalt zu sich zu holen.

Sein Verstand meldete sich zum ersten Mal richtig zu Wort als er sah wie Melyanna den Raum betrachtet hatte. Dies war eine Sache, die seine animalische Seite nicht lösen konnte, aber sie wollte nicht die Sorgen auf ihrem Gesicht sehen. Es war auch der einzige Hinweis darauf, dass der Thasos den sie in der Bibliothek kennengelernt hatte noch in ihm steckte. "Mach dir keine Sorgen um das hier. Man wird sich darum kümmern. Und bereits Morgen wird nichts mehr erkennen lassen, dass etwas passiert ist." Es gäb noch eine andere Art es zu lösen. Das Feuer in ihm bot diese Lösung an und sie war verlockend. Der Ort war eine schlechte Erinnerung für Melyanna. Warum ihn dann also nicht verschwinden lassen? Nur war dieser Ort eben mitten in der Stadt und würden Leute auf den Plan rufen, die er jetzt nicht sehen wollte. Also hielt er sich zurück. Im Augenblick gab es genug um das es sich zu kümmern galt.

Am Ende hatten sie wohl Beide eine Sache wirklich gemeinsam. In ihnen tobte ein Chaos von dem sie nichts wissen wollten. Das sie nicht haben wollten, aber am Ende würden sie sich doch damit auseinandersetzen müssen. Denn es würde ganz sicher nicht einfach weggehen.

28 Jun, 2011 00:54 40 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
Melyanna
Königin





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Eigentlich hätte sie Angst verspüren sollen bei dem, was sie in Thasos Augen sehen konnte. Stattdessen war sie einfach nur mal wieder völlig fasziniert von ihnen, sie hatte tatsächlich das Gefühl als wäre alles um sie herum und in ihr drin dunkel und es gäbe nur diese zwei silbernen Flecken, die sie bei Verstand hielten. Melyanna schluckte trotzdem hörbar. Bei Männern wie Edmond hatte sie immer gewusst, wie sie auf einen solchen Ausdruck in den Augen reagieren sollte, wie sie damit umzugehen hatte und wie sie ihn nicht mehr hatte ertragen müssen. Und nun sah Thasos sie so an und trotz der völligen Emotionslosigkeit, die sie eigentlich hatte haben wollen, schlich sich ein wenig Sorge und Unsicherheit aus den Tiefen ihrer Seele nach oben. Die junge Königin fühlte sich zwar zurückversetzt in ihre Vergangenheit, doch war es dadurch noch schlimmer für sie, dass sich Unsicherheit ankündigte. Unsicherheit konnte sie sich nicht leisten, es bedeutete Gefahr für sie und für diejenigen, die ihr wichtig waren. Das pulsierende Knäuel Schmerz meldete sich wieder zu Wort, das unheilvolle Grollen, das es von sich gab, wurde wieder lauter und Melyanna musste sich dazu zwingen es zu ignorieren. Ich kann es mir nicht erlauben!

Nur beiläufig nahm sie zur Kenntnis, dass der Prinz meinte man würde sich um das ruinierte Bad kümmern, kaum merklich nickte sie. Zu Jade werde ich trotzdem gehen müssen. „Es muss nicht immer alles einen Sinn haben, glaube ich.“, meinte sie leise, ihre Stimme klang belegt. Langsam löste sich ein Arm von ihrem Rücken, die Hand krallte sich etwas in ihren Rock und sie wischte grob das Blut daran ab, welches bereits zu trocknen begonnen hatte. „Aber darüber können wir uns auch nochmal unterhalten sobald wir Zuhause sind.“ Immerhin war seine Schicht der Beherrschung dünn genug, sie wollte nicht irgendeine Reaktion provozieren indem sie etwas sagte, was er vielleicht in den falschen Hals bekommen konnte. Die Finger lösten sich aus ihrem Rock und Melyanna legte die Hand sanft, aber bestimmt an Thasos freien Arm. Blut hatte sich unter den Fingernägeln gesammelt und auch so fühlte sich die Haut klebrig an, aber zumindest würde sie keine blutigen Abdrücke mehr hinterlassen. Die Königin versuchte sich an einem Lächeln, welches aber ziemlich gebrochen und künstlich aussah und senkte kurz danach wieder den Kopf an die Brust des Prinzen. „Ich will hier einfach nur nicht länger bleiben. Das ist nicht gut für mich.“, murmelte sie leise und lauschte Thasos Herzschlag an ihrem Ohr. Des Weiteren war sie der Meinung, dass es für die geistige Verfassung von ihnen beiden nicht sehr förderlich war sich länger als notwendig in diesem Raum zu befinden.

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28 Jun, 2011 00:54 55 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
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Mühsam erschuf Thasos ein weiteres Siegel um ein Quäntchen an Menschlichkeit zum Vorschein zu bringen. Irgendwie musste er mit Melyanna nach Hause kommen ohne das ihn jeder Mensch zur Weißglut brauchte. Während der ganzen Zeit beleidigte ihn sein Instinkt und verfluchte ihn als Schwächling.
Ein leises Schnauben war zu hören als Melyanna meinte, dass nicht alles einen Sinn haben musste. "Wär aber besser", knurrte er als Antwort. All das Zeug ohne Sinn treibt mich nämlich langsam in den Wahnsinn.
Das Raubtier, Thasos, sah an sich herab und betrachtete die Hand Melyannas, wie sie auf seinem Arm lag. Ihre Nähe sorgte dafür, dass er nicht Amok lief. Sieht so aus als hätte ich meine persönliche Hölle gefunden. Man könnte sagen sein Verstand rollte mit den Augen. Sie bringt mich also wirklich zu Fall. Hätte ich eigentlich wissen müssen. Frauen schaffen es immer wieder, dass Männer sich wie Idioten benehmen. Bilde dabei wohl keine Ausnahme. Großartig. Wirklich großartig. 1500 Jahre und ich benehme mich wie ein geiler Teenager. Für seinen Verstand wurde sein Zustand langsam wirklich frustrierend. Besonders, da er bemerkte wie sich die Instinkte in seinen Verstand einschlichen und Wurzeln schlugen. Über kurz oder lang würde er wirklich noch dafür sorgen, dass sie bei ihm blieb. Es wurden wirklich Zeit dass sie nach Hause gingen. Er musste sich auf seinen Verstand konzentrieren und seine nächsten Schritte sorgfältig planen damit er nicht zu tief fiel.
"Lass uns von hier verschwinden. Hier stinkt es irgendwie. Außerdem gibt es hier keine Badewanne." Brennendes Fleisch gehörte nicht wirklich zu seinen bevorzugten Düften. Scheint so als müsste ich Jade schneller wieder heimsuchen als geplant. Das Leben war manchmal einfach Scheiße.

28 Jun, 2011 00:55 10 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
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Ein Seufzen unterdrückend löste sich die junge Königin von ihm, nickte und ließ es sich nicht nehmen, noch einmal kurz das Chaos zu überblicken. Es machte ihr im Moment nicht einmal halb so viel Sorge wie Thasos, denn was seine Signatur ausgedrückt hatte und wie er sich verhielt, damit wusste sie im Moment nicht so recht umzugehen. Ein weiteres Problem war, dass sie sich eigentlich gar nicht von ihm lösen wollte, aber warum das so war konnte sie sich nicht erklären – oder sie wollte es nicht, so ganz klar war das nicht. Um einen Kompromiss mit sich selbst einzugehen, und im nicht weiter darüber nachdenken zu müssen, hakte sie sich einfach bei dem Prinzen unter, als sie sich auf den Weg zurück machten. Melyanna fühlte sich ein wenig wackelig auf den Beinen, was für sie im Moment das beste Gefühl überhaupt war, denn so konnte sie es besser vor sich selbst rechtfertigen, dass sie sich mehr oder weniger an Thasos Arm klammerte. Die Leute im Café sahen teilweise entgeistert, teilweise wachsam aus, doch sie selbst bekam recht wenig davon mit. Sie war voll und ganz damit beschäftigt die Erinnerungen und Gefühle in Schach zu halten, die offensichtlich so gern nach oben dringen wollten.

Seit sich die beiden sozusagen wieder in die Zivilisation begeben hatten änderte sich der Gesichtsausdruck der jungen Frau nicht mehr. Ihre Züge waren völlig eingefroren, der Blick in den blaugrauen Augen abweisend und distanziert. Sie hatte sehr damit zu kämpfen alle Emotionen beiseite zu lassen, die Gleichgültigkeit aufrecht zu erhalten und somit zu verhindern, als weinendes, kleines Bündel in einer Ecke zu liegen. Es war ihr völlig egal wer sie wie ansah oder auch nicht, sie setzte einfach nur einen Fuß vor den anderen und blendete alles andere aus außer die Information, dass sie nach Hause gehen würden. Eigentlich hätte sie froh sein sollen, irgendwie erleichtert, als sie das Stadthaus schließlich erreichten. Aber Melyanna war… gar nichts. Einfach nur völlig ausdruckslos. Ihre Kleidung war blutverschmiert genau wie ihre Hände, aber sie stand einfach nur kurz da, bevor sie sich in Richtung Treppe in Bewegung setzte. Nach wenigen Schritten drehte sie sich ein Stück weit um, sah Thasos aus dem Augenwinkel. „Krieg ich jetzt die Badewanne?“, fragte sie tonlos. Eigentlich hatte sie überhaupt keine Lust sich tatsächlich noch mit ihm deswegen zu streiten. Sie hatte zu gar nichts mehr Lust, wenn man es genau nahm.

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28 Jun, 2011 00:55 30 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
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Gemeinsam verließen sie den kleinen Raum und das Café. Er konnte die Blicke der Menschen spüren. Entsetzt. Entgeistert. Und teilweise auch verängstigt. Ihre Gefühle nährten einen Teil in ihm, denn er vermisst hatte und von dem er geglaubt hatte, dass Melyanna ihn verschwinden hatte lassen. Aber jetzt war er wieder da und es fühlte sich gut an. Sein Blick ging von Person zu Person. In seinen Augen lag eine Warnung, die er durch ein leises Grollen verstärkte. Melyanna führte ihn jedoch von den Menschen weg. Die Signaturen der Gäste verblasten und verschwanden schließlich ganz.

Wenig später waren sie wieder in seinem Stadthaus. Bald würde es ihr Stadthaus sein. Es war ein Gedanke, der ihn beruhigen sollte. Im Augenblick gefiel ihm diese Idee jedoch nicht wirklich.
Sein Blick glitt wieder über Melyanna. Das Blut an ihrer Kleidung war getrocknet. Was ihn jedoch aufmerksam werden ließ war die Abwesenheit jeglicher Emotionen.
Bevor er etwas sagen konnte stellte sie jedoch eine Frage. Thasos blinzelte kurz. Drei Siegel waren inzwischen vorhanden. Langsam kam er in einen Bereich in dem er auch ohne ihre Hilfe die Kontrolle zurückgewinnen konnte. Trotzdem sah er für einen Augenblick ein wenig zerknirscht aus. "Warum solltest du sie nicht bekommen?" Sie klang so als gäbe es im ganzen Haus nur eine Badewanne und er würde sie für sich beanspruchen. Die Badewanne war ihm doch vollkommen egal. Was ihn nervte war, dass er nicht mit in die Wanne durfte oder konnte. Und es nervte ihn, dass ihn dieser Umstand nervte. Jap. Ich bin wieder 17 und von einer Frau besessen. Vielleicht sollte ich die Verbannung auf mich nehmen und verschwinden, bevor mir noch die Decke auf den Kopf fällt oder ich einen Koller bekomm.

28 Jun, 2011 00:55 44 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
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Die junge Königin starrte einfach nur an die nächstgelegene Wand, machte kurzzeitig den Eindruck, als würde sie nachdenken. Dann zuckte sie in einer Geste der Egalität mit den Schultern. „Ist jetzt eigentlich auch egal.“ Melyanna wandte den Kopf wieder ab und ging weiter auf die Treppe zu. Ihre Haltung war aufrecht und wären die Blutflecke nicht gewesen hätte man meinen können als wäre überhaupt nichts passiert, so ausdruckslos verhielt sie sich. „Nachher steht noch ein Termin mit einem der Verwalter an, wenn ich mich recht erinnere. Ich werde mich auch beeilen mit baden, ist aber gut möglich, dass er ein paar Minuten warten muss.“, meinte sie beiläufig. Während sie sprach hielt sie keine Sekunde lang inne in ihren Bewegungen sondern ging bereits langsam die Treppe nach oben. Das wuchernde Bündel in ihr grollte und pulsierte, aber sie ließ es nicht zu sich davon vereinnahmen zu lassen. Selbst wenn es anstrengend war es immer wieder nach hinten zu verdrängen. So anstrengend, dass sie sich voll und ganz darauf konzentrieren musste und so gar nichts anderes mehr mitbekam auf ihrem Weg nach oben. Sollte Thasos also noch irgendetwas gesagt haben war es an ihr vorübergegangen, allzu wichtig würde es schon nicht gewesen sein.

Kurz sah sie noch in ihrem Zimmer vorbei um sich frische Kleidung zu holen, woraufhin sie sich in einem der großen Badezimmer begab. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss, kurz darauf bildete sich ein saphirnes Schloss daran. Die Königin bemerkte nicht einmal, dass sie ein solches Erschaffen hatte, sie tat es sozusagen aus Gewohnheit. So hatte sie es in Klein Terreille immer gehandhabt, ganz automatisch, egal in welchem Raum sie sich allein befunden hatte. Auch so wirkten ihre Bewegungen völlig unbeteiligt und einstudiert. Das Bündel Kleidung wurde in eine Ecke geworfen, der Wasserhahn der Badewanne aufgedreht, wobei sie zunächst ihre Arme unter das fließende Wasser hielt, damit das Gröbste abgewaschen wurde. Sie hatte nämlich absolut keine Lust in einer Wanne voller Blut zu sitzen. Schließlich verschloss sie den Abfluss und ließ das Wasser einlaufen. Jeder andere hätte es für zu heiß befunden, für sie war es im Moment nur recht, wenn es eigentlich zu heiß war. Ein bisschen Schmerz konnte nicht schaden. Sie haben alle viel mehr Schmerzen erlitten als ich. Ihr Gesicht verzog sich etwas, diesen Gedanken hätte sie gar nicht haben dürfen, er rief Gefühle auf den Plan, deshalb schloss sie die Augen und kämpfte alles nieder, was mit diesem Thema zu tun hatte. Schließlich zog sie sich aus und glitt in das Wasser, bereits nach kurzer Zeit färbte sich ihre Haut rot von der Hitze und das Blut löste sich von ihrer Haut. Melyanna zog die Knie an, schlang die Arme darum und legte den Kopf oben drauf, während sie ins Leere starrte.

Hätte sie es zugelassen überhaupt etwas zu empfinden wäre Genugtuung dabei gewesen. Er hat es verdient zu sterben. Ein Übel weniger. Aber Gefühle waren zu gefährlich, weil sie sich nicht voneinander trennen ließen. Sie konnte nicht die Genugtuung über Edmonds Tod fühlen ohne dabei den Schmerz zuzulassen, der sich in diesem verfluchten Bündel sammelte. Sie schloss die Augen und atmete tief durch, suchte mental nach Thasos und benutzte einen privaten Faden: *Danke.* Dass sich ein Lächeln auf ihre Lippen stahl, als sie seine Anwesenheit zumindest irgendwo im Haus spüren konnte, bemerkte sie dabei nicht.

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28 Jun, 2011 00:55 58 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
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Sein Blick folgte ihr als sie die Stufen hinauf stieg. Bedachte man was im Café geschehen war, dann war die Reaktion von Melyanna vielleicht normal. Es änderte jedoch nichts daran, dass es kein Anblick war an den sich Thasos gewöhnen wollte. Je mehr sein Verstand die Kontrolle zurückbekam umso deutlicher wurde es für ihn, dass Melyanna eigentlich bei Jade am besten aufgehoben war. Egal was seine Instinkte wollte, er war nicht in der Lage gewesen sie vor dieser Erfahrung zu bewahren. Er konnte einfach nicht für sie da sein, wie es eigentlich sein sollte. Und sie vertraute ihm nicht. Was vermutlich der wichtigste Punkt war. Sie bewies es mit einem Saphirschloss an der Badezimmertür.
Thasos wandte sich ab und ging weiter den Gang hinab zu einem Salon. Dort angekommen holte er ein Glas aus dem Schrank und griff nach einer Flasche, die Alkohol enthielt der stark genug war um schnell Wirkung zu zeigen bei einen Angehörigen des Blutes. Mit seinem gut gefüllten Glas stellte sich Thasos nun an eines der Fenster und starrte hinaus in den Himmel.
Nach einiger Zeit nahm er einen kräftigen Schluck des Gebräus. Sein Gesicht verzog sich als der bissige Geschmack seinen Mund füllte. Bald würde er seine Sinne benebeln und dann war würde das Zeug richtig gut schmecken. Warum konntest du nicht bei Jade bleiben? Es wäre dir erspart geblieben, was heute passiert ist. Vor allem wären ihm diese komischen "Schuldgefühle" erspart geblieben, die er hatte, weil er nicht dagewesen war um es zu verhindern.
Nach zwei weiteren Schwüngen aus seinem Glas veränderten sich diese Gefühle jedoch in etwas anderes. Eigentlich ist sie doch selbst schuld. Ich habe sie schon einmal gewarnt, dass es nicht gut für eine Königin ist ohne Begleiter oder Wache unterwegs zu sein. Allein ist es nicht immer sicher für eine Königin. Irgendwie ein wenig sauer kippte er den letzten Rest in sich hinein und ging zurück zum Schrank um sein Glas erneut zu füllen.
Gerade als er die Flasche ansetzte und die klare Flüssigkeit in das Glas leerte, erreichte ihn ein Speerfaden von Melyanna. Es war ein simples Danke. Wofür auch immer. Seine Sinne bereits ein wenig benebelt, hätte er beinahe einen offenen Speerfaden benutzt, denn alle im Haus hätten hören können. Hmmm. So stark hab ich das Zeug gar nicht in Erinnerung. Sein Speerfaden war ein wenig vernebelt, verzerrt und Thasos klang ein frustriert. *Wofür? Das ich nicht da war um dich vor dem Scheiß zu bewahren? Oder dafür, dass ich so dumm war dich aus den Augen zu lassen? Nein, warte ich weiß es. Du bist dankbar, weil ich so doof bin nichts zu sagen obwohl ich weis, dass du mir nicht vertraust.* Der Speerfaden schien zu schwanken. Wurde mal lauter und mal leiser. Der Alkohol zeigte deutlich seine Wirkung auf seine Fähigkeiten mit seinen Juwelen umzugehen. Darum war es auch nicht verwunderlich als sich ein Gedanke in ihm löste und zu einen Speerfaden für Melyanna wurde. Er war ungewöhnlich ernst, wenn man seinen werdenden Zustand betrachtete. *Ich wünschte mir nur, dass ich schnell gewesen wäre. Und ich wünschte ich könnte jetzt da drin bei dir sein und dir zeigen, dass nicht alle Männer so egoistisch sind, wenn es darum geht....* Es waren seine Instinkte und verwirrten Gefühle die nun sprachen. Es war vielleicht wirklich keine gute Idee zu trinken so lange nicht alle Siegel und Ketten wieder an Ort und Stelle waren, aber dafür war es nun zu spät.

28 Jun, 2011 00:56 31 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
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Sie war sich nicht sicher ob sie eine Reaktion erwartet hatte. Diejenige, die dann letztlich kam, hatte sie jedenfalls sicher nicht vorhergesehen. Noch immer hatte sie die Arme um die Knie geschlungen und die Augen geschlossen, was sich jedoch änderte, als die Worte des Prinzen sie erreichten. Sie löste ihre Haltung und streckte sich aus, ließ sich ins Wasser sinken und tauchte unter. Thasos klang irgendwie ‚benebelt’, nicht so ganz klar. Warum dem so war ahnte sie allerdings noch nicht. Das heiße Wasser hüllte sie völlig ein, sie fuhr sich mit den Fingern durchs Haar, während sie unter der Oberfläche dem mentalen Faden lauschte. Das, was er sagte, traf sie, obwohl sie sich eigentlich einreden wollte, dass das nicht sein durfte. Warum redet er so einen Blödsinn? Melyanna hatte sich schon überlegt gar nicht erst zu antworten und einfach dazu überzugehen, die Gefühle die bei seinen Worten aufkamen zu verdrängen. Doch als nach einer kurzen Pause zu ihr drang, was wohl eher so klang als hatte er nicht beabsichtigt es zu senden, vergaß sie völlig, dass sie gerade unter Wasser war und wollte entgeistert nach Luft schnappen. Die Folge war, dass sie Wasser schluckte und hustend hoch schoss.

Sie strich sich die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht und brauchte kurz, um sich wieder zu fangen. Er hat’s nicht so gemeint. Er ist nur ein bisschen durcheinander. Die junge Königin brauchte lange, um Thasos eine Reaktion zu schicken, sie rang Minuten mit sich selbst. Schwer atmend kämpfte sie darum, die Gefühle, die allein diese – wahrscheinlich unbedachten – Worte in ihr auslösten, ruhig zu stellen. Vor allem hätte man meinen sollen, dass es sich hauptsächlich um Angst handelte, die sich da nach oben schlich, doch dem war nicht so. Außerdem war es nicht diese absolut panische Angst von sonst, sondern eine… normale. Schlichtweg Beunruhigung, die sich in Angst wandelte bei dem Gedanken daran, was der Prinz gemeint hatte. Und es mischte sich etwas anderes dazu, etwas, das bereits am Tag zuvor aufgekommen war und sie so völlig aus der Fassung gebracht hatte. Denk einfach nicht darüber nach. Es hat doch offensichtlich nicht funktioniert leben zu wollen. Nein, ihre Vergangenheit holte sie scheinbar ein. Nach der Sache heute stand für sie einfach fest, dass sie so weiterleben musste, wie sie es in Klein Terreille die letzten Jahre über getan hatte. Sie durfte es nicht zulassen sich von ihren Gefühlen vereinnahmen zu lassen und sie konnte es sich nicht erlauben sich in Schmerz und Trauer zu verkriechen. Wenn das bedeutete, dass sie alle anderen Empfindungen auch aussperren musste, dann würde sie das akzeptieren. So zumindest die Theorie für den Moment.

Nach scheinbar unendlich langer Zeit antwortete Melyanna schließlich mit für diese Situation ungewöhnlich ruhigem Ton: *Ich weiß, dass du nicht so bist, Thasos.* Und das wusste sie tatsächlich. Sie wusste, dass er nicht so war wie Edmond, dass er ihr keine Gewalt antun würde, selbst wenn er sie gewollt hätte. Da dem nicht so ist brauche ich mir eigentlich auch keine Sorgen machen. Woher wusste sie nicht, aber sie wusste es einfach. Deshalb traf es sie eigentlich auch so sehr, dass er meinte, sie würde ihm nicht vertrauen. Noch schlimmer war es aber, dass er so frustriert klang. Weil sie sich ein wenig ablenken wollte begann sie damit, sich die Haare zu waschen und sie bemühte sich ruhig zu klingen, was ihr nicht so ganz gelang, da der Hauch von Verletzung mitschwang. *Niemand hätte mich vor dem bewahren können, was heute passiert ist. Und das ist gut so.* Innerlich seufzte sie resigniert und wusch sich den Schaum aus den Haaren. *Obwohl ich dir ohne zu zögern mein Leben anvertrauen würde. Wie kommst du also auf die Idee ich würde dir nicht trauen?* Der Ton klang wieder so sachlich, dennoch meinte sie es ernst.

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28 Jun, 2011 00:56 59 Melyanna ist offline Beiträge von Melyanna suchen Nehmen Sie Melyanna in Ihre Freundesliste auf
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Alles und Nichts




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Ker Vakarian - Prinz (Opal/Saphir), 1932

Es waren etwas 20 Minuten vergangen seit die junge Königin und Thasos das Café verlassen hatten. Inzwischen war so weit alles geklärt und Ker überließ seinem Partner die restlichen Dinge, die es zu klären gab. Er selbst begab sich zurück zum Stadthaus.
Wie erwartet befand sich der Prinz nicht mehr in Gesellschaft der Königin. Es machte die Sache einfacher. Zielstrebig begab er sich in den Salon aus dem die Signatur des Prinzen strömte. Kaum hatte er die Tür geöffnet schlug ihm auch schon ein ihm vertrauter Geruch in die Nase und er sah Thasos, der mehr in einem Sessel hing als sass.
Ohne auf Erlaubnis zu warten betrat Ker das Zimmer und nährte sich dem Tisch auf dem sich eine halbvolle Flasche befand. "Verdammt, kannst du nicht warten? Oder wenigstens etwas übrig lassen?" Ker ließ sich auf das Sofa fallen und rief ein Glas herbei, dass er schnell füllte. Fast so als hätte er Angst Thasos würde alles alleine trinken. "Wie groß ist dein Vorsprung?" Ernst musterte er Thasos und kam zu dem Schluss dass dieser bereits zwei volle Gläser geleert haben musste. "Junge, du fängst an dich in ihr zu verlieren."

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Das Passwort für den NSC-Account kann bei den Admins erfragt werden.

28 Jun, 2011 00:57 35 NSC ist offline Beiträge von NSC suchen Nehmen Sie NSC in Ihre Freundesliste auf
Thasos
Prinz





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Mit einem frisch gefüllten Glas ließ sich Thasos in den Sessel sinken. Die Flasche mit dem Spezialgebräu stand inzwischen auf dem Tisch und Thasos genoss jeden Schluck der ihn für den Moment die Problem bei Seite schob. Er war kurz davor seinen Verstand zu verlieren, wenn es so weiter ging. Vor allem wenn es weiter in diesem Tempo voran ging.
In seinem Kopf hörte er die Stimme von Melyanna. Es war ein Speerfaden. An so viel konnte sich Thasos noch erinnern und irgendwie schaffte er es auch darauf zu antworten. Aber wie? So bemerkte er auch nicht wie sich die Tür öffnete und Ker das Zimmer betrat. Er lauschte noch immer Melyanna. Und mit ihrer Stimme erzeugte sein Verstand Bilder. Bilder, die ihn ganz sicher den Verstand gekostet hätten wäre er jetzt richtig nüchtern. *Manche Erinnerungen brauchen wir. Besonders, wenn sie dazu gedacht sind jemandem aus niederen Beweggründen Schmerzen zuzufügen.* Seine Antwort war ein wenig holprig und seiner Stimme hing ein leichter Singsang an.

Seine Augen fixierten Ker während er weiter Melyanna lauschte und versuchte ihre Frage zu verstehen. Es war nicht leicht, denn auch Ker sprach zu ihm. Toll, ich höre Stimmen in meinem Kopf die nicht mir gehören. Er sah Ker giftig an und schnaubte. "Halt die Klappe und setzt dich. Wir haben mehr als genug von diesem Stoff im Haus und das weißt du auch. Hilf mir lieber dabei mich zu betrinken." Um seine Worte zu bekräftigen leerte er sein Glas und füllte es auch sofort wieder nach. "Ich brauch keinen Vorsprung. Dich schlag ich jeder Zeit." Worin eigentlich? Wozu ein Vorsprung?
Seine Gedanken schwankten zwischen Melyanna und Ker hin und her. Und blieben dann bei Melyanna und ihrer Frage hängen. *Wie ich darauf komme? Dasch ist ganz einfach. ... ... ... – Wo war ich gleich? Ach ja. - ... Ich kann es in deiner Haltung erkennen. Und in deinem Verhalten. Vor allem aber an deiner Vorsicht während du unter meinem Dach bist.*
Wie auf ein Stichwort sah er Ker sein geleertes Glas abstellen und hörte die Worte, die er nicht zum ersten Mal in dieser Woche hörte. Thasos zuckte gelangweilt mit den Schultern und nippte an seinem Drink. "Na und? Was verloren geht kann auch wieder gefunden werden. Außerdem will ich von dir gar nichts hören. Du warst auch mal verloren. Wenn ich mich recht erinnere haben wir uns sogar so zum ersten Mal getroffen." Erinnerungen verdrängten die Bilder, die Thasos von Melyanna im Kopf hatte. Es war eine willkommene Unterbrechung der Folter, denn auch wenn er etwas getrunken hatte wusste er noch immer was er sich da einbildete.

28 Jun, 2011 00:58 03 Thasos ist offline Beiträge von Thasos suchen Nehmen Sie Thasos in Ihre Freundesliste auf
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