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Tindomerel
Königin




Link zur Bio: Tindomerel Numen
Weitere Charaktere: Naldariel, Mara, Emerwen, Moiraine, Firuz, Kjara, Cilya, Shahrazad, Keeva

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Caelan legte die Arme um sie und Merel lehnte sich ihm etwas entgegen. Zunächst legte sie nur den Kopf an seinen und schmiegte sich etwas an ihn, ansonsten blieb sie still sitzen und schloss die Augen. Gedanklich versuchte sie zu ordnen, was ihr ausgewählter Bruder erzählte, versuchte ein bisschen zu rekonstruieren, was eigentlich am Tag vorher los gewesen war und wie es so weit gekommen war. Immer wieder kam auch der Gedanke auf, ob sie Anteil daran hatte. Vielleicht hätte sie Delyth nicht darum bitten sollen, ihr etwas zum schlafen zu geben. Dann wäre sie nicht so lange außer Gefecht gewesen, hätte vielleicht früher etwas bemerkt und hätte etwas tun können. Irgendetwas, das verhindert hätte, dass sie den Kriegerprinzen ein paar Stunden später blutüberströmt auffand und sich nicht sicher sein konnte, ob er ihr gleich in die Bewusstlosigkeit fiel. Schnell verdrängte sie die Bilder aus ihrem Kopf, damit sich gar nicht erst wieder diese panische Angst und Besorgnis in ihre Signatur schleichen konnte, die sie in dem Moment empfunden hatte, als er ihr am Vortag völlig fertig in die Arme gefallen war. Stattdessen beschäftigte sie sich mit dem Umstand, warum Caelan nichts gesagt hatte und sich einfach allein in sein Haus zurückgezogen hatte. Bis zu einem gewissen Punkt konnte sie ihn durchaus verstehen. Aber… es war trotzdem mehr als schief gegangen. Als er zögerte gab sie ihm einen kleinen Kuss auf die die Schläfe und wartete ab. Bis er fortfuhr und erklärte, dass er zeigen hatte wollen, dass er keine Junge mehr war sondern schon ein ausgewachsener Mann. Leise seufzte Merel und legte einen Arm um ihren Bruder. Sie drückte ihn leicht an sich und strich ihm mit einer Hand über die Schulter, während sie sich mit dem anderen Arm noch immer auf dem Bett abstützte. „Manche Dinge kann man nicht alleine machen. Egal, ob man noch ganz klein oder schon uralt ist.“, meinte sie sanft und strich dem Kriegerprinzen zärtlich über den Kopf. „Du bist noch sehr jung, aber du bist kein Junge mehr. Meinst du, dass sich Delyth auf dich eingelassen hätte, wenn sie in dir nur einen kleinen Jungen sehen würde?“ Wieder küsste sie ihm über die Schläfe und verharrte in der Position, während sie ihm durch die Haare strich und mit ein paar Strähnen spielte. „Es ist ja gut, dass du nicht mehr weglaufen willst. Aber sich allem auf einmal stellen zu wollen ist dumm, Caelan.“ Ihr sanfter Tonfall war immer noch vorhanden, auch wenn sie ernst klang, bisweilen sogar nachdenklich. Außerdem wusste sie selbst, dass man manchmal dumme Dinge tat ohne dabei zu bedenken, dass das nicht die beste Lösung war. „Du hättest mir was sagen sollen. Ich wäre doch da gewesen.“ Sie klang traurig, resigniert, verletzt. Natürlich wäre sie da gewesen. Sie hätte ihn nicht allein gelassen. Wieder drückte sie ihren ausgewählten Bruder ein bisschen an sich. Ihre Hand lag an seinem Hinterkopf und ihr Gesicht an seinen Haaren. Eine beschützende Geste, bei der man den Eindruck hatte, als wolle sie die Welt gerade vor dem Kriegerprinzen fernhalten. Vielleicht stimmte das sogar. Er hatte genug mit sich selbst zu tun, mit der kleinen Welt in ihm, die sich aus schlimmen Erinnerungen zusammensetzte.

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21 Jan, 2012 14:12 13 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Caelan Noctis
Weitere Charaktere: Alvaro, Andras, Ayana, Bhaal, Damien, Diana, Elena Noctis, Kem, Maeve, Merida, Phelan, Rana, Rianne, Sasha, Sophie, Tiyaris, Vhaidra

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Merel seufzte und legte einen Arm um ihn, dann drückte sie ihn leicht an sich. Caelan schmiegte sich näher an sie. Diese tröstende Geste tat gut. Sie lachte ihn nicht aus, sie nahm ihn ernst. Sie erklärte ihm, dass man manche Dinge nicht alleine lösen konnte, ganz egal, wie alt oder jung man war. Als sie fragte, ob er glauben würde, dass sich Delyth auf ihn eingelassen hätte, wenn sie in ihm nur einen Jungen sehen würde, zuckte er die Schultern. "Ich.. weiß nicht. Vermutlich nicht. Dennoch.. möchte ich mich nicht mehr so jung und unbeholfen fühlen. Ich möchte ernst genommen werden. Nicht nur von dir und Delyth, auch.. von Allessandro, Bhaal.. den anderen eben. Ich möchte, dass sie mich nicht als einen Welpen ansehen, auf den man aufpassen muss. Ich möchte auch nicht, dass du mich als Jemanden ansiehst, auf den man ständig aufpassen muss.." Als sie ihn auf die Schläfe küsste und durch seine Haare fuhr, seufzte er zufrieden und wohlig auf. "Ich weiß jetzt auch, dass es dumm ist. Ich habe meine Lektion gelernt." Er schmiegte sich näher an sie, streichelte sie und genoss einfach diesen.. ruhigen Moment. Auch wenn sie über ein ernstes Thema sprachen, sie stritten nicht. Sie waren beide ruhig und gefasst. "Und ich weiß doch, dass du da gewesen wärst." Diese beschützende, tröstende Geste von ihr tröstete ihn und gab ihm ein Gefühl von Sicherheit. Generell stand Merel für ihn für Verständnis, Sicherheit, Schutz.. und Zuneigung. Einen Moment genoss er diese Nähe noch, dann löste er sich aus ihrer Umarmung. "Wir müssen beide etwas essen." stellte er klar. "Delyth bringt mich um, wenn ich nichts esse. Außerdem sterbe ich vor Hunger." Er lächelte sie an und nahm ihre Hand. Caelan hatte tatsächlich Hunger, und das nicht zu knapp. Sein Körper und seine Juwelen waren am Vortag stark beansprucht worden und nun brauchte er Nahrung, um seine Reserven wieder auf zu füllen. Das bisschen, das er und Merel sich am Morgen geteilt hatten, hatte dafür nicht ausgereicht. Da er sich insgesamt sehr ausgeglichen fühlte, stellte es für ihn in diesem Moment auch definitiv kein Problem dar, etwas zu essen.
Und wenn er und Merel gegessen hatten, würde er weiter sehen. Er musste sein Atelier aufräumen, ewig konnte er das Blut und die Bilder nicht dort liegen lassen. Außerdem brauchte er eine Kleinigkeit von Delyth. Auf einem mentalen Speerfaden, der direkt an die Schwarze Witwe gerichtet war, begrüßte er sie zuerst vorsichtig, teilte ihr kurz mit, dass es ihm gut ging und dass er zwei Netze brauchte, die einen Raum von mentalen Rückständen reinigten. Eines für sein Zimmer, ein weiteres für das Atelier. Nachdem sie ihm versichert hatte, sich darum zu kümmern, ging er mit Merel in die Küche und kümmerte sich um eine Mahlzeit. Ein Blick in die Speisekammer war eher ernüchternd, einiges an Gemüse, allerdings auch scharfes, das verarbeitet werden musste. Nachdenklich warf er einen Blick zu Merel. Ob ihr angegriffener Magen das Scharfe Zeug vertrug? Nun, ausprobieren. Notfalls konnte sie es ja mit Milch abmildern. Also schnitt er das Gemüse klein, dazu auch etwas Fleisch, warf alles in die Pfanne und briet es scharf an. Dazu gab es frisches Brot, Er notierte sich innerlich, dass er einkaufen gehen musste, während er zwei etwa gleich große Portionen aufteilte. In der Pfanne war zudem noch genügend für Nachschlag. "Bitteschön, es ist etwas scharf, aber es schmeckt gut." Er lächelte sie an, wobei etwas gefährliches in seinem Lächeln lag - ein leichter Hinweis darauf, dass sie lieber essen sollte, statt wie am Vortag oder beim Frühstück nur hier und da etwas zu knabbern. Sie brauchte auch mal eine vernünftige Mahlzeit.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

21 Jan, 2012 14:54 50 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Es war nicht so, dass sie ihren Bruder nicht verstehen konnte. „Tja, weißt du... vielleicht solltest du lieber froh darum sein, dass es Leute gibt, die dich so sehr mögen, dass sie auf dich aufpassen wollen. So macht man das in einer Gruppe, die irgendwie zusammengehört.“, murmelte sie leise vor sich hin und ihr Blick glitt in die Ferne, während sie Caelan beiläufig weiterstreichelte. Nachdenklich starrte sie die nächste Wand an, als könne sie irgendetwas darauf erkennen. Ist so manchen anderen Dingen gar nicht unähnlich. Vielleicht sollte sie den Faden aufgreifen und dem Kriegerprinzen noch ein paar Dinge dazu sagen. Allerdings kam sie nicht so weit, weil sie dadurch abgelenkt wurde, dass er sich aus ihrer Umarmung löste und deklarierte, dass sie etwas essen mussten. Ein kurzes Lächeln zuckte durch Merels Mundwinkel, als sie meinte: „Sie würde dich berechtigterweise umbringen.“ Der jungen Königin war auch bewusst, dass sie selbst etwas essen sollte. Eine wirkliche Mahlzeit hatte sie seit dem Mittag am Vortag nicht mehr zu sich genommen und sie hatte tatsächlich Hunger. Also nickte sie und schälte sich aus dem Bett. Ein skeptischer Blick glitt an ihrem Körper nach unten. „Nach dem essen gehe ich duschen.“, stellte sie ein bisschen mürrisch fest und verzog das Gesicht. Wahrscheinlich hatte sie noch irgendwelche Ersatzkleidung in ihrem Juwelengepäck, wenn nicht würde sie kurz nach Hause gehen und welche holen oder irgendwie so etwas. Oder… ihr Blick glitt kurz zu Caelan und ihre blaugrauen Augen blitzten auf. Er hatte Pullover. Große Pullover. Die nach ihm rochen. Bevor sie eine Erklärung zu diesem Blick abgeben musste, der nur so danach schrie, dass ihr gerade etwas Grandioses eingefallen war, huschte sie lieber in Richtung Küche.

Dort angekommen machte sie sich daran, kurz mit einem Lappen über den Tisch zu wischen und selbigen dann zu decken, während der Kriegerprinz sich um das Essen kümmerte. Er brachte definitiv besseres Zeug zustande als sie und sie weigerte sich auch nach wie vor, besonders gut kochen zu lernen. Merel hasste das. In der Küche stehen und in irgendwelchen Töpfen und Pfannen herumrühren. Sie war zwar dazu in der Lage zu kochen und sich selbst zu versorgen, aber wenn sie die Wahl hatte… überließ sie das jemand anderem. Je mehr sich die Küche mit dem Geruch von Essen füllte, desto mehr Hunger bekam sie. Ihre Augen begannen zu leuchten, als Caelan ihr einen Teller hinstellte, daher ignorierte sie auch ganz sorgfältig dieses Lächeln in seinem Gesicht, das besagte, dass sie besser essen sollte. Hätte sie sowieso getan. Und nachdem sie den ersten Bissen genommen hatte hellten sich ihre Züge noch mehr auf. „Ich mag scharfes Essen.“, stellte sie fest und aß weiter. Es war wirklich scharf, aber diesbezüglich hatte sie eine hohe Schmerzgrenze. Außerdem schmeckte es fantastisch. „Kann ich dich als mein persönlicher Koch einstellen?“, murmelte sie zufrieden, während sie sich voll auf das Essen konzentrierte und sichtlich begeistert bei der Sache war.

Nachdem der größte Hunger gestillt war, verlagerte sich ihre Konzentration etwas mehr wieder auf die allgemeine Situation. Und sie dachte über das nach, was ihr Bruder vorhin noch gesagt hatte. „Hmm…“, kam es urplötzlich und leise, während sich Merel nachdenklich einen Bissen in den Mund schob. „Ich glaube schon, dass sie dich ernst nehmen, wenn es darauf ankommt.“ Ein weiterer Bissen folgte, den sie ebenfalls schluckte und einen Blick über den Tisch zu Caelan warf. „Freunde dich einfach mit dem Gedanken an, dass immer jemand auf dich aufpassen und dafür sorgen will, dass es dir gut geht. Müssen Königinnen auch.“ Der letzte Satz klang ein bisschen resigniert. „Versuch damit zu leben, dich öfter mal eingeengt und bevormundet zu fühlen. Oder du musst all dem den Rücken kehren, was du gern hast.“ Es war nicht so ganz klar, ob sie nun mit dem Kriegerprinzen sprach oder eher mit sich selbst. Ihre Stimme war leise und nachdenklich und die blaugrauen Augen wirkten entrückt, nicht wirklich anwesend. Manchmal saß sie in einem goldenen Käfig. Alle wussten angeblich, was gut für sie war. Sie wurde oft genauestens beobachtet, daran erinnert zu essen, zu schlafen. Wie bei einem kleinen Kind. Und sie wurde oft genug nicht für voll genommen. Manchmal fühlte sie sich wirklich eingesperrt und verzweifelt deshalb, aber es war eben so. Sie respektierte die Instinkte und Bedürfnisse speziell der Männer, die um sie herum waren und trug sich mit dem Gedanken, dass das irgendwann im Gegenzug auch häufiger so sein würde. Auf den Tag wartete sie zwar noch, besonders was so manche Kriegerprinzen in ihrer Umgebung anging, aber man konnte ja hoffen.

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21 Jan, 2012 15:25 21 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Caelan Noctis
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Merel nahm den Teller entgegen und begann gleich zu essen. Sie strahlte ihn an und meinte, dass sie scharfes Essen mochte. Das war gut. "Ich mag scharfes Essen auch." meinte er grinsend und aß selbst den ersten Bissen. Es schmeckte wirklich gut. Als sie sogar fragte, ob sie ihn als Koch einstellen könne, musste Caelan lachen. "Ich glaube, Alessandro kocht besser als ich. Aber wenn es dich glücklich macht, koche ich auch gerne mal für dich mit." meinte er amüsiert. Es stellte ihn äußerst zufrieden, dass Merel sein Essen mochte. Und während er aß sinnierte er über die Dinge, die Merel zuvor gesagt hatte. natürlich war er froh Menschen zu haben, die sich um ihn kümmern wollten.. aber manchmal fühlte er sich deswegen ein bisschen bevormundet. Oft war es okay.. manchmal jedoch kratzte es an seinem Stolz. Außerdem fragte er sich, welchen Gedanken seine kleine Schwester hatte, als ihre Augen so aufgeblitzt waren. Vermutlich irgendetwas.. interessantes. Bei Merel wusste man nie, was in ihrem Kopf vorging, wenn sie diesen Gesichtsausdruck, dieses Blitzen in den Augen hatte. Als er es das erste Mal bei ihr gesehen hatte - da kannten sie sich noch keinen Tag - hatte sie ihm ein Gänseblümchen ins Haar gesteckt. Seitdem war er quasi auf alles vorbereitet.

Eine Weile aßen sie schweigend, wobei Caelan sich noch eine zweite, ebenso große Portion nachholte. Irgendwann gab Merel ein nachdenkliches Geräusch von sich und fragend hob Caelan den Kopf. "Hm?" Merel führte einige Gedanken aus und irgendwann war Caelan nicht mehr klar, ob sie von ihm sprach.. oder von sich selbst. "Ich.. habe nichts dagegen, dass Jemand auf mich aufpassen möchte. Und.." Er dachte kurz nach, wägte ab, wie er es formulieren sollte. "Ich fühle mich nicht eingeengt oder bevormundet, wenn zum Beispiel du und Delyth mich daran erinnert, dass ich essen soll, dass ich schlafen soll, dass ich auf mich achten soll. Ihr meint es nur gut und es ist euch beiden ein Bedürfnis, auf mich zu achten, wie es das umgekehrt ja auch ist. Allerdings ist es manchmal etwas schwierig für mich, ein zu sehen, was ich nachgeben kann oder sollte.. ohne dabei mein Gesicht zu verlieren. Ich möchte auch eigene Entscheidungen treffen können und auch.. wenn ihr auf mich aufpasst immer das Gefühl haben, dass ich mich euren Wünschen freiwillig beuge. Dass es noch immer mein eigener Entschluss ist, den ich treffe, weil ich euch liebe. Und weil ich euch eben nicht den Rücken zukehren möchte. Mit anderen Menschen zusammen zu leben, bedeutet eben immer, Kompromisse zu schließen und Eingeständnisse machen zu müssen" Nachdenklich fuhr er sich durch die Haare und schloss die Augen, während er tief seufzte. "Ich habe nur das Gefühl, in den letzten zwei Jahrhunderten jegliche soziale Kompetenz außerhalb des förmlichen Protokolls verloren zu haben."

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

22 Jan, 2012 17:00 30 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Bei Caelans Antwort zuckte sie zusammen und realisierte jetzt erst, dass sie gerade nicht so wirklich anwesend gewesen war. Sie räusperte sich und aß die letzten Bissen von ihrem Teller, schien aber trotzdem noch nicht so ganz wieder da zu sein. Merel lehnte sich zurück, schlug ein Bein über das andere und wirkte noch immer sehr nachdenklich. War das, was sie momentan führte, wirklich das Leben, was sie immer hatte haben wollen? Sie war sich nicht sicher. Wenn sie an die Phasen dachte, in denen sie sich wirklich regelrecht eingesperrt fühlte, dann war es nicht das Leben, das sie leben wollte. Andererseits wollte sie auch keinen der Menschen missen müssen, die sie in letzter Zeit kennengelernt hatte. Eigentlich wusste sie nicht einmal so ganz genau, als was sie das alles bezeichnen sollte. Ob diese Konstellation ihres Umfeldes daran lag, weil sie eine Königin war oder ob es einfach eine Art normaler Lauf der Dinge war. Sie wollte keinen Hof. All die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die damit einhergehen würden… nein, sie wollte keinen Hof. Aber so langsam kam sie auf den Trichter, dass es derzeit eigentlich keinen Unterschied machte. Sie hatte auch so Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die sie insgeheim stressten und belasteten, was sie wohlweißlich aber niemandem verriet. Während ihrer Dienstzeit an einem der Provinzhöfe hatte ihr eine gute Bekannte, fast so etwas wie eine zweite Mutter, erklärt, dass man als regierende Königin eine Bürde zu tragen hatte, die mit dem Amt einherging. Und, dass man diese Bürde oft auch dann zu tragen hatte, wenn man nicht regierte. Weil Blut nun einmal Blut war und es außerdem in sozialen Belangen oft nicht danach ging, was man gerne hätte. Aber Merel musste sich fragen, ob sie damit fertig wurde. Im Moment sah es nicht so aus, wenn sie ehrlich zu sich selbst war.

Ein schwaches Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen, das ein bisschen brüchig aussah und das sie sich nur deshalb abrang, weil sie ihre nachdenkliche Stimmung nicht ganz so offensichtlich machen wollte. „Ich glaube nicht, dass du deine Sozialkompetenz verloren hast.“, meinte sie milde und glättete ihre Gesichtszüge, schüttelte leicht den Kopf, um die trüben Gedanken zu vertreiben und sich wieder auf Caelan konzentrieren zu können. „Wenn du dich nicht eingeengt fühlst, ist das gut.“ Die junge Königin zuckte nur mit den Schultern und man merkte ihr an, dass sie in den letzten Minuten wieder sehr viel verschlossener geworden war. Etwas beschäftigte sie und schien sie zu erdrücken, aber es war nicht ersichtlich was. Mehr kam nicht von ihr, stattdessen hatte sich ihr Blick wieder woanders hin gerichtet. Merel starrte mehr oder weniger die Tischkante an, blinzelte nur hin und wieder und hatte einen verspannten Gesichtsausdruck. Überhaupt wirkte ihre Haltung angespannt und nicht sehr weltoffen. Ihre Arme waren vor der Brust verschränkt und ihre Kiefer mahlten leicht aufeinander, wenn man genauer hinsah. Nur hintergründig nahm sie die Gegenwart des Kriegerprinzen wahr. Eigentlich wartete sie mehr oder weniger darauf, dass er fertig gegessen hatte, weil es die Höflichkeit ihr so gebot, um dann duschen gehen zu können. Vielleicht ließen sich die Gedanken im übertragenden Sinne wegwaschen. Gedanken daran, was sie mit ihrer Situation anfangen sollte und wie lange es dauern würde, bis sie so weit abgestumpft war und sich daran gewöhnt hatte, dass es sie nicht mehr so sehr störte die ganze Zeit wachsam dafür sorgen zu müssen, dass nicht irgendjemand in ihrer Privatsphäre herumtrampelte, sie bevormunden wollte oder sowieso immer am besten wusste, was sie brauchte oder auch nicht.

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22 Jan, 2012 17:21 22 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Caelan seufzte. Er spürte, dass Merels Stimmung umgeschlagen war, aber wirklich etwas tun.. das konnte er nicht. Sie wirkte nachdenklicher und verschlossener als vorher. Dabei.. war die Situation vorher eigentlich sehr schön und entspannt gewesen, wenn auch.. traurig, auf eine gewisse Art und Weise. Merels Lächeln war brüchig und nicht besonders glaubhaft, allerdings liess Caelan das so durchgehen. Auch wenn sie seiner Meinung nach nicht lächeln musste, wenn ihr nicht danach war. Was sie sagte, brachte ihn dazu, ein wenig zu lächeln, allerdings konnte er dazu nicht wirklich etwas sagen. Stattdessen aß er fertig und streckte sich etwas. "Ich räume ein bisschen auf und du gehst duschen?" fragte er nach. "Brauchst du irgendwas? Seife? Handtücher? Kleidung?" Merel erwiderte, dass sie einen Pulli benötigte und kurz wirkte er irritiert, dann lächelte er. "Okay." Er rief eine Tasche aus seinem Juwelengepäck und kramte darin herum, bis er fand, was er suchte - ein gemütlicher, dicker schwarzer Pullover. Caelan hatte ein paar Pullis, aber die meisten waren selbst ihm viel zu groß. Dieser zwar auch, aber er war nicht so groß wie die anderen, daher würde Merel darin nicht ganz so verloren aussehen. Und vor allen Dingen - er war warm. Da Merel schnell fror, genau das richtige für ihn. Etwas unsicher kratzte Caelan sich am Hinterkopf. "Ich habe ihn erst getragen, ganz frisch ist er also nicht, aber schmutzig ist er auch nicht." Was bedeutete, dass Caelans Signatur und auch sein Geruch daran hafteten, er allerdings noch immer frisch und sauber war. Merel schien mit dem Pulli soweit zufrieden und er begleitete sie hoch in das Badezimmer, wo er ein paar Handtücher raus legte. Dann zog er sich zurück.

Kurz grübelte er nach - Küche oder Atelier, wo sollte er zuerst aufräumen? Letztendlich entschied er sich für das Atelier. Also besorgter er Eimer mit Putzwasser und ein paar Schwämme und öffnete die Tür. Im Atelier roch es unangenehm,e s war stickig und der Gestank nach Blut nahm ihm fast den Atem. Das erste, was er tat, war also die Fenster auf zu reissen. Dann sammelte er die Bilder zusammen. Da er sie sortiert hatte, benötigte er nicht viel Zeit dafür. Dann nahm er den Lappen und begann damit, das Blut auf zu wischen. Den Großteil bekam er recht schnell zusammen, allerdings war es zum Teil eingetrocknet. Noch während er dabei war, an einer Stelle den Boden zu schrubben, betrat Merel das Zimmer. Er hatte die Tür bewusst offen gelassen, damit sie sofort wusste, wo er war. Er richtete sich auf und schenkte ihr ein Lächeln. "Ich habe schon aufgeräumt, das Putzen wird vermutlich etwas länger dauern." Vielleicht würde er sogar einen neuen Boden brauchen. Vielleicht während fliesen doch besser gewesen, als Holzboden. Ich finde nur Stein so furchtbar ungemütlich, im Gegensatz zu Holz.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

22 Jan, 2012 22:08 48 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
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Nachdem Caelan fertig war mit essen schlug er ihr vor, dass sie duschen gehen könnte und er aufräumen. Etwas zögerlich nickte sie und streckte sich ein bisschen, versuchte sich wieder etwas mehr auf die allgemeinen Umstände zu konzentrieren statt auf die schweren Gedanken, die sich in den letzten Minuten in ihr breit gemacht hatten. Auf seine Frage, ob sie etwas brauchte, grinste sie kurz. „Einen Pulli.“, war die knappte Antwort. Sie trug ja öfter die Pullover von einem ihrer Männer. Besonders oft von Mehrunes, weil sie mit ihm nicht im selben Haushalt lebte und ihn auch nicht ganz so oft sah wie Caelan. Dankend nahm sie das Stoffstück entgegen, nachdem es der Dhemlaner aus der herbeigerufenen Tasche gefischt hatte, und vergrub kurz ihr Gesicht darin. Währenddessen kam es gedämpft durch den Stoff: „Wenn du ihn nicht schon getragen hättest, hättest du es sowieso jetzt machen müssen, bis ich mit duschen fertig bin.“ Sie legte sich den schwarzen Pullover über die Schulter, stand auf und kam noch kurz zu ihrem ausgewählten Bruder, um ihm ein Küsschen auf die Wange zu geben. Dann verschwand sie im Bad. Meistens brauchte sie nicht lange um zu duschen, auch dieses Mal waren es nur knapp fünfzehn Minuten. Merel trocknete sich mithilfe von Kunst, allerdings blieben ihre Haare etwas feucht und sie kämmte sie nur kurz durch, damit sie nicht ganz so verwuschelt aussah. Letztlich stapfte sie wieder in langer Hose und eingemummelt in den Pullover, an dem sie hin und wieder schnupperte, solange er noch nicht viel ihres eigenen Geruchs angenommen hatte, wieder heraus und begab sich auf die Suche nach Caelan.

Sie fand ihn im Atelier und der Geruch von Blut, der noch immer vorhanden war, wenn auch lange nicht mehr so stark, ließ sie die Nase für einen Moment kraus ziehen. Unschlüssig blieb sie im Türrahmen stehen und besah sich den Boden. Sie musste schlucken und rührte sich erst einmal nicht, nur der betroffene Gesichtsausdruck und die Tatsache, dass sie ein bisschen bleich geworden war, weil die Bilder vom Vortag in ihrem Kopf wieder hoch kamen, verrieten, dass ihr das alles hier nicht gleichgültig war. „Soll ich dir helfen?“, fragte sie mit leicht belegter Stimme nach. Falls nicht, würde sie sich wohl ein bisschen um die Küche kümmern, dabei aber immer mal wieder nach oben sehen und wachsam bleiben. Zugegebenermaßen traute sie Caelan derzeit nicht so recht über den Weg und war lieber übervorsichtig, statt nachlässig.

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22 Jan, 2012 22:38 35 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Merel zog die Nase für einen Moment kraus - vermutlich wegen dem unangenehmen Blutgeruch. Außerdem sah er die Schatten in ihren Augen. Das nächste Mal, wenn du es allein versuchst und halb verblutest, sitze ich wieder hier und wische dir behelfsmäßig das Blut vom Körper. Er konnte sich noch gut an die Worte erinnern. Und an den Schmerz in ihren Augen, ihre Wut.. und ihre Verzweiflung. In diesem Raum zu sein, während noch alles nach Blut stank und die Signaturen in dem Raum waren.. das war nicht gut. Es fiel ihr schwer, selbst wenn sie versuchte, es nicht zu zeigen. Als sie mit belegter Stimme ragte, ob sie ihm helfen solle, schenkte er ihr ein warmes Lächeln. "Wenn du dich um die Küche kümmern könntest, wäre das fantastisch." Er hoffte, dass sie sich um die Küche kümmern würde.. das Atelier war vermutlich durchaus zu heftig für sie. Für Caelan ging es. Natürlich, es war eine schlechte Situation gewesen... aber er hatte sich selbst nicht gesehen. Und selbst wenn, er war sich selbst auch zu egal, als dass es ihn kümmern würde.
Wenn er das ganze gedanklich allerdings umdrehte, wie es gewesen wäre, Merel blutüberströmt und vollkommen fertig vor zu finden.. Dann war Merels Reaktion einfach nur noch verständlich. Und er musste es ja nicht noch schlimmer machen, indem er sie sein Blut aufwischen liess - das konnte er selbst tun. Und ihn nahm es definitiv weniger mit.

Merel war mit seinem Vorschlag einverstanden und kurz darauf war der Kriegerprinz wieder allein. Seufzend stand er auf und leerte die Putzeimer aus. Der Inhalt des Einen war beinahe schwarz vor Blut, das Wasser der anderen war rötlich. Allesamt jedenfalls nicht mehr sauber genug zum Arbeiten. Mit frischem Wasser machte er weiter, wischte und schrubbte den Boden - allerdings mit mäßigem Erfolg. Ein dunkler Rand blieb. Seufzend beendete er seine Arbeit. Es könnte schlimmer sein. Hätte ich keine Schilde gemacht, würden die Flecken gar nicht mehr raus gehen. Der blasse Rand ist verhältnismäßig unauffällig. Wenn man nicht gerade so dicht daneben saß, sondern ein oder zwei Meter Abstand hatte, sah man es gar nicht mehr. Also liess Caelan es dabei bewenden. Nun hatte er ein anderes Problem. Sollte er sich die Bilder ansehen, oder nicht? "Nicht ohne Merel Bescheid zu sagen." Entschied er für sich.

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22 Jan, 2012 23:09 04 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sie versuchte das Lächeln zu erwidern, das er ihr schenkte, allerdings wollten sich ihre Mundwinkel nicht so wirklich nach oben bewegen lassen. Merel nickte nur bei der Erwiderung ihres ausgewählten Bruders und war dann schneller, als es normal gewesen wäre, von der Türschwelle verschwunden und hastete die Treppen hinunter. Auf der Flucht. Wahrscheinlich würde sie Caelans Atelier nie mehr betreten können ohne sich an das zu erinnern, was am Vortag vorgefallen war. Eigentlich konnte die junge Königin nur hoffen, dass sich die Bilder und die damit verbundenen Emotionen nicht in ihrem Hirn fest brannten, sondern mit der Zeit verblassen würden. In der Küche angekommen machte sie sich sogleich daran aufzuräumen. Keine Pause, kein kurzes Innehalten – sie brauchte einfach nur Ablenkung, irgendetwas zu tun. Also spülte sie das Geschirr, trocknete es ab, räumte es auf. Sie wischte Tisch und Arbeitsflächen und fegte sogar den Boden. Und nachdem sie damit fertig war, waren die Bilder in ihrem Kopf nicht mehr so präsent und es ging ihr wieder verhältnismäßig gut. Zeit, weiterzumachen. Also ging sie wieder nach oben und noch bevor sie ganz in der Tür des Ateliers angekommen war, hörte sie Caelans Murmeln. Eine Augenbraue nach oben ziehend klopfte sie provisorisch an den Türrahmen, um sich bemerkbar zu machen, und positionierte sich für einen Moment wieder dort. „Wegen was bescheid sagen?“, fragte sie recht neutral nach. Einen Augenblick zögerte sie noch. Zum ersten Mal, seit sie den Kriegerprinzen kannte und seit sie Stunde um Stunde mit ihm in einem Atelier verbracht hatte, scheute sie sich davor, ein eben solches zu betreten. Es war allerdings nichts mehr von dem ganzen Blut zu sehen und die Bilder lagen auch nicht mehr herum. Deshalb gab sich die Königin einen Ruck und betrat den Raum, lächelte leicht und sah den Dhemlaner fragend an. Nachdem er ihr gesagt hatte, weshalb er ihr bescheid hatte sagen wollen, nickte sie ernst. „Wenn du sie dir ansehen willst, solltest du das tun. Wenn du…“ Wieder zögerte sie kurz, dieses Mal allerdings, weil sie sich nicht sicher war, ob er sie überhaupt weiter hier haben wollte oder nicht. „Wenn du willst, kann ich auch hier bleiben. Ich setze mich in irgendeine Ecke und bin still.“ Der letzte Satz klang eher wie von einem Kind, das nicht weggeschickt werden wollte. Das sich brav und leise verhalten würde, um nicht zu stören, das aber keinesfalls weggeschickt werden wollte. Merel würde es verstehen können, wenn er nicht wollte, dass sie die Bilder sah. Aber… sie wollte Caelan einfach nicht allein lassen.

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22 Jan, 2012 23:37 30 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Kriegerprinz




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Er zuckte zusammen, als er ein Klopfen am Türrahmen hörte und drehte sich um, wobei er Merel zaghaft anlächelte. Ob sie mich gehört hat? fragte er sich - und bekam sogleich eine Antwort. "Mhm. Ich habe mir überlegt.. mir die Bilder noch einmal an zu sehen. Allerdings.. nicht ohne dir Bescheid zu sagen." Merel nickte ernst, dann wurde sie plötzlich so.. unsicher. Caelan stand auf und nahm Merel in den Arm, wobei er ihr einen zärtlichen, brüderlichen Kuss an die Schläfe drückte. "Ich wäre froh, wenn du in meiner Nähe bleibst. Dann kannst du eingreifen, sollte ich.." Wieder wahnsinniger weise versuchen, mich um zu bringen.. ".. wieder abdriften." Er hoffte, dass es dieses Mal nicht mehr passieren würde, zumindest nicht so heftig. Allerdings.. wirklich sicher war er sich nicht. Aber so oder so - er würde Merel nicht aussperren, nicht noch einmal. Oft genug hatte ihre bloße Anwesenheit ausgereicht, ihn vor schlimmeren zu bewahren. Wie oft hatte er sich so gefühlt, wie am Vortag - verzweifelt, am Ende und mit dem dringenden Bedürfnis, sich selbst Schaden zuzufügen? Und dennoch hatte er sich über einen sehr langen Zeitraum kaum selbst verletzt.. dank Merel.
Er setzte sich auf den Boden, weit von der Stelle entfernt, an der er am Vortag gesessen hatte, und rief Block und Stifte herbei. Er hoffte, dass Merel es als Einladung sehen würde, sich mit ihren Rücken an ihn zu lehnen.. so, wie sie so oft schon dasaßen.
Ohne ab zu warten, ob Merel sich zu ihm setzte oder tatsächlich in eine stille, ruhige Ecke, atmete Caelan tief durch und rief die Bilder herbei. Nachdenklich betrachtete er das erste, dann die folgenden. Zeichnerisch betrachtet waren einige Meisterwerke darunter - und er konnte außerdem eigene Fortschritte erkennen. Die Technik änderte sich, die Zeichenmaterialien änderten sich.. aber eines hatten alle Bilder gemeinsam: Die Intensität der Gefühle, die diese teilweise stillen, teilweise verstörenden Werke wieder spiegelten. Manche waren bunt, grell und wirkten auf eine gewisse Art und Weise laut, andere waren bedrücken still und kalt. Bei manchen Bildern berührte Caelan die Farbe. Auf manchen war die dicke Farbe so aufgetragen, dass man die Linien beinahe fühlen konnte. Irgendwann legte er die Bilder beiseite, schloss die Augen und seufzte, während er den Kopf in den Nacken legte. Bei manchen Bildern hatte er sich an die Situationen erinnert, allerdings hatte er sich bemüht, nicht zu sehr auf die Gefühle dahinter ein zu lassen. Dennoch fühlte er sich bedrückt, unruhig und angespannt. Er öffnete die Augen wieder und betrachtete den Stapel - es waren nicht einmal alle Bilder von der Zeit am Hofe gewesen - von den restlichen Mappen, die danach entstanden waren, ganz zu schweigen. Alle zu sichten würde lange dauern. Aber vielleicht brauchte er diese Zeit auch. "Schluss für heute." beschloss er. Er wollte duschen gehen und dann wollte er zu Delyth. Immerhin.. hatte sie noch keine Möglichkeit gehabt, mit ihm über das alles zu sprechen. Er wusste nicht, ob sie Redebedarf hatte, allerdings wollte er verhindern, dass sie sich zu sehr sorgte.

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23 Jan, 2012 09:21 34 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Noch immer ein bisschen unsicher erwiderte sie die Umarmung und hoffte einfach, dass sie hier bleiben konnte. Oder zumindest irgendwo in der Nähe. Es würde sie wahnsinnig machen, wenn sie jetzt möglicherweise das Haus verließ und wusste, was Caelan tat – mit all den möglichen Konsequenzen, die das haben mochte. Die wenigsten davon angenehmer Natur, so wie am Vortag. Aber ihr Bruder schickte sie nicht weg, was ein erleichtertes Lächeln zur Folge hatte. Merel nickte und lehnte die Tür hinter sich an. Sie beobachtete den Kriegerprinzen, wie er sich hinsetzte und eine ihr sehr bekannte Pose einnahm und musste noch ehrlicher Lächeln. Wie oft hatten sie Rücken an Rücken im Atelier gesessen? Jeder für sich, aber trotzdem nicht alleine, wenn man nicht alleine sein wollte? Also nahm sie genau diese Position auch wieder ein, lehnte sich an ihn und vor ihr erschienen ebenfalls Stifte, Kohlestückchen und ein Block. Allerdings schien sie eine Weile lang zu überlegen. Nachdenklich sah sie auf die Utensilien. Zeichnen? Dazu fühlte sie sich gerade nicht wirklich bemüßigt. Allerdings hatte sie schon länger nichts mehr geschrieben. Hin und wieder verfasste sie auch mal kleinere Texte, um sich den Frust wegzuschreiben, oder auch mal kurze Gedichte, manchmal schrieb sie aber auch einfach nur ein paar Gedanken auf. Das erschien ihr im Moment vielleicht ganz angebracht. So fiel es ihr vielleicht auch leichter, eine gewisse Ordnung und einen Überblick zu behalten. Also begann sie zu schreiben.

Nach nur wenigen Minuten fiel ihr ein, dass sie Delyth noch eine Erklärung schuldig war. Mist! Das… hatte sie vergessen. Und jetzt wusste sie nicht, wann sie wieder Gelegenheit haben würde, sich mit der Schwarzen Witwe und Heilerin zu unterhalten. Merel starrte auf den Block, riss die eben beschriebene Seite weg und begann wieder zu schreiben. Nur für den Fall, dass sie nicht bald eine passende Gelegenheit fand, bekam die Dhemlanerin eben so was wie einen schriftlichen Umriss dessen, was eigentlich los war. Eine Gebrauchsanweisung für Caelan war es zwar nicht – das war so gut wie unmöglich, schon allein, weil er ein Kriegerprinz war und man bei denen oft nie so genau wissen konnte – aber wohl immerhin eine kurze Erklärung dessen, was dieser Vorfall am Tag zuvor zu bedeuten hatte. Dabei hatte sie stellenweise ein bisschen Mühe und musste kurz überlegen, wie sie etwas formulierte, ohne Caelan dabei zu verraten, aber letztlich war sie ganz zufrieden damit. Sie faltete das Blatt und ließ es in ihrem Juwelengepäck verschwinden, nur wenige Minuten, bevor ihr ausgewählter Bruder deklarierte, dass es wohl genug für heute war. „Okay.“, meinte Merel nur und blieb sitzen. Vorsichtig tastete sie neben sich, ein Stück hinter sich, bis sie eine Hand des Kriegerprinzen fand und die Finger mit seinen verschränkte. Eine Geste, die ausdrückte, dass sie da war, falls nötig, ansonsten aber einfach schweigen würde. Kurz nur drückte sie die feingliedrige Männerhand, bevor sie wieder los ließ.

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23 Jan, 2012 14:30 33 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Als er meinte, dass es genug war, gab Merel nur ein schlichtes 'Okay' von sich. Caelan lehnte sich an sie, dankbar darum, dass sie bei ihm war.. und froh darüber, dass sie genauso saßen, wie so oft. Es hatte etwas ungemein tröstliches an sich. Er bemerkte, wie Merel ihren Arm bewegte und als sich ihre Finger um seine schlossen, musste er leicht lächeln. Er verschränkte seine Finger mit ihren und erwiderte den kurzen Druck. Merel bei sich zu haben.. war gut. Er drehte den Kopf etwas und schmiegte seine Wange an ihrem Ärmel, dem Ärmel seines Pullis. "Vielleicht zeige ich dir irgendwann ein paar der Bilder, Sie sind zum Teil wirklich.. großartig.." murmelte er leise. Caelan hatte Schmerz schon immer in Kunst umgesetzt. Er konnte sich nicht mehr genau daran erinnern.. aber er besaß noch Bilder aus der Zeit, als sein Vater gestorben war. Schon damals hatte er Schmerz und Kummer mit Papier und Farbe ausgedrückt und sich so mit dem Verlust beschäftigt. Phelan wurde im Gegensatz zu ihm unruhiger, rebellischer. Daran, dass Phelan sich viel häufiger geprügelt und oft die Unterrichtsstunden geschwänzt hatte konnte er sich sogar noch erinnern.

Eine Weile saß er bei ihr, Rücken an Rücken, schwieg und genoss die Nähe, dann seufzte er. "Ich möchte duschen. Und dann.. muss ich zu Delyth." In Caelans Stimme schwang Unsicherheit mit - Unsicherheit, wie er Delyth gegenüber treten sollte, wie er ihre Fragen beantworten sollte.. und Angst, dass die Situation am Vortag etwas zerstört haben könnte. Er stand auf und streckte sich etwas, dehnte seine Beine und seine Arme, dann drehte er sich zu Merel um. "Wartest du.. vielleicht vorm Badezimmer, während ich dusche? Und klopfst, wenn ich zu lange brauche?" Wenn er sich mit seiner Vergangenheit auseinander gesetzt hatte, fühlte er sich oft... schmutzig. Er wollte nicht Gefahr laufen, Stunden unter der Dusche damit zu zu bringen, sich das schmutzige Gefühl vom Körper zu waschen. Und noch weniger wollte er Gefahr laufen, sich unter der Dusche selbst zu verletzen. Wenn er wusste, dass Merel wartete.. würde das vielleicht die Gefahr verringern. Immerhin wollte Caelan jetzt vernünftig sein... und irgendwie Merels Vertrauen zurück gewinnen. Immerhin brauchte er sie.. dringender, als er es sich überhaupt eingestehen wollte.

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23 Jan, 2012 22:05 43 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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„Ist gut.“, erwiderte sie auf seine Aussage hin. Ihre Stimme klang weich und der Unterton zeugte davon, dass sie ihn nie drängen würde ihr auch nur eins der Bilder zu zeigen. Sie war neugierig, natürlich war sie das. Aber Merel konnte warten. Und wenn er ihr irgendwann etwas davon zeigen wollte, dann würde er das tun. Außerdem wusste sie, dass es vielleicht gar nicht so gut war, wenn sie die Bilder sah. Im Moment zumindest. Es war so schon genug, sie sollte eigentlich dankbar sein um jedes Quäntchen mehr, das obendrauf zu kommen drohte, das ihr erspart blieb. Ansonsten stieg das Risiko weiter an, dass es irgendwann einfach ZU viel wurde. Das würde es sowieso irgendwann und sie war um jeden Tag froh, den es sich hinausschieben ließ. Daher lächelte sie, allerdings auch deshalb, weil Caelan den kurzen Druck ihrer Hand erwiderte. Die junge Königin blieb einfach sitzen, sah nachdenklich aus einem der Fenster und wartete ab. Als ihr Bruder meinte, dass er duschen und dann zu Delyth wollte, nickte sie knapp, sagte sonst aber nichts dazu. Bei seiner Frage verschwand das Lächeln von ihrem Gesicht und sie war froh, dass er es nicht sehen konnte. Dass sie sich gerade nicht zwangsläufig Mühe geben musste, etwas aufrecht zu erhalten, was eigentlich in Trümmern lag. Wenn er sich eine Weile mit Delyth beschäftigt, kann ich mich ein bisschen ausruhen. Die ganze Nacht, die sie nicht geschlafen hatte, steckte ihr noch immer in den Gliedern. Sie wusste jedoch auch, dass sie aufpassen musste, sobald sie zur Ruhe kam. Allzu viel durfte sie sich davon nicht gönnen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollte, dass die Ereignisse des Vortags, die aus Dhemlan, aus Nharkhava und noch so vieles aus einer Zeit, in der sie Caelan noch gar nicht gekannt hatte, sie bestürmten und erdrückten. „Wenn du länger als zwanzig Minuten brauchst schleife ich dich an Haaren wieder raus.“, deklarierte sie völlig Ernst. Er kannte sie mittlerweile gut genug um zu wissen, dass sie das gegebenenfalls wirklich tun würde. Der Kriegerprinz war mittlerweile aufgestanden und sie schenkte ihm ein boshaftes Grinsen, das ihre Worte unterstrich. Ein bisschen sadistisch war sie ja hin und wieder – und der Gedanke, ihm eins auszuwischen dafür, dass er es am Vortag so gründlich verbockt hatte, hellte sichtlich ihre Stimmung auf. Auf perfide Art und Weise, zugegeben, aber dennoch. Merel stand ebenfalls auf und streckte sich ein bisschen, deutete zur Tür als Zeichen dafür, dass sich Caelan ruhig schon mal im Badezimmer verkrümeln gehen konnte.

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23 Jan, 2012 22:29 27 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Merels Antwort dazu, dass er ihr vielleicht irgendwann die Bilder zeigen würde, war sanft. Sie würde ihn nicht dazu drängen, das wusste er. Aber es würde auch so noch einige Zeit dauern. Zuerst wollte er alle Bilder sichten und dann entscheiden, welche er Merel zeigte, und welche nicht. Außerdem waren die Bilder.. hart. Merel ging es nicht gut, auch wenn sie versuchte, so zu tun, als sei alles okay. Caelan wusste, dass dem nicht so wahr. Ihr jetzt die Bilder zu zeigen, die allesamt von Gewalt oder Blut handelten.. das wäre nicht gut. Sie trugen beide Narben auf der Seele.. und süße Dunkelheit, er war an ein paar dieser Narben sogar Schuld. Der Vortag würde Spuren auf Merels Seele hinterlassen.. und die Geschehnisse in Nharkava, an die er sich kaum mehr erinnern konnte, hatten das bereits getan.
Auf seine Bitte hin erwiderte sie, dass sie ihn an den Haaren hinaus schleifen würde, wenn er länger als zwanzig Minuten brauchte. Und Caelan war sich sicher, dass sie das auch tun würde - so gut kannte er Merel schon. Dennoch schenkte er ihr ein Lächeln. "Okay, dann werde ich mich beeilen, ich mag meine Haare nämlich." Und dummerweise waren sie so lang, dass Merel sie bequem erreichen und festhalten konnte. Merel stand auch auf und deutete zu der Tür. Sie wollte, dass er vorging.. vermutlich brauchte sie einen Moment für sich, in dem sie nicht lächeln musste, einen Moment, in dem sie nicht so tun musste, als wäre alles gut.
Ach Merel.. bei mir brauchst du das nicht. Aber du glaubst, dass du stark sein musst, um mich zu halten, nicht wahr? Deswegen kannst du nicht einmal mehr bei mir nachgeben. Der Gedanke stimmte ihn traurig, allerdings war es erst einmal nicht zu ändern. Alles, was er tun konnte, war stabil zu werden - und das dauerhaft. Keine Aussetzer mehr, keine Affekthandlungen mehr, kein Selbstverletzen mehr, weniger Sport und im Namen der Dunkelheit bloß zunehmen und nicht mehr kotzen. Das war alles viel, sehr viel - aber irgendwie würde er das schon schaffen. Seufzend entkleidete er sich und stieg unter die Dusche, wo er sich gründlich wusch. Das schmutzige Gefühl blieb, aber es wurde erträglicher. Und nachdem er sich halbwegs sauber fühlte, trocknete er sich ab und zog sich an. Ein Blick ging in Richtung der Uhr - die zwanzig Minuten waren fast um. Also ging er noch mit nassen Haaren zur Tür und öffnete sie. "Ich muss nur noch meine Haare trocknen, aber ansonsten bin ich fertig."

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24 Jan, 2012 09:22 39 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Das Lächeln, das sie ihm zuwarf, hatte nur eine einzige Aussage: Wenn du deine Haare so sehr magst, solltest du dich jetzt wirklich besser beeilen. Und Caelan ging auch wirklich aus dem Atelier, in dem die junge Königin ein paar Momente allein zurückblieb. Jegliches Lächeln, jegliches Strahlen verschwand schlagartig aus ihrem Gesicht, sobald sie sich sicher sein konnte, dass ihr ausgewählter Bruder weg und im Bad war. Nachdenklich ging sie zu einem der Fenster und sah hinaus. Wie lange noch? Wie lange geht es noch gut? Merel konnte nur hoffen, dass sie sich in den nächsten Stunden behelfsmäßig ein bisschen entlasten konnte. Irgendetwas würde ihr einfallen, damit der Speicher wieder ein bisschen leerer war und Platz war für Dinge, die in nächster Zeit noch dazukommen mochten. Das war zwar keine dauerhafte Lösung, das wusste sie sehr wohl, wenn sie ehrlich war, aber die einzige Lösung, die zur Zeit die richtige war. Nachdem sich die Königin sicher sein konnte, in der Welt auf der anderen Seite des Fensters keine Antwort zu finden, wandte sie sich seufzend ab und verließ nun ihrerseits das Atelier. Die Hälfte der Zeit dürfte in etwas bereits um gewesen sein, als sie vor dem Badezimmer ankam und sich einfach wartend an der gegenüberliegenden Wand positionierte. Von ihrer Nachdenklichkeit war kaum noch etwas zu merken und als Caelan die Tür öffnete, war sogar wieder dieses lauernde, leicht boshafte Grinsen zurückgekehrt. Alles andere war wieder sicher verschlossen und damit dort, wo es hingehörte. „Gut, sonst muss ich mir notfalls noch die Hände nass machen.“, war der einzige Kommentar, den sie todernst von sich gab. Ansonsten rührte sie sich nicht und wartete einfach weiter, bis der Kriegerprinz wieder aus dem Badezimmer hervorkam. Mit schief gelegtem Kopf sah sie ihn an. „Und? Willst du Delyth hierher zitieren oder willst du sie abholen?“, fragte sie nach. Merel war sich auf jeden Fall sicher, dass man sich um die Schwarze Witwe und Heilerin gekümmert hatte, sollte das irgendwie notwendig gewesen sein. In ihrem Kopf rasten unterdessen die Gedanken, was sie tun sollte, sobald sie Zuhause war und vielleicht Gelegenheit hatte, sich ein bisschen zurückzuziehen. Eigentlich… wollte sie nicht in dem Anwesen bleiben. Sie wusste nicht so genau, wir ihre nächsten Stunden aussehen würden und sie wollte eigentlich darauf verzichten, besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Fallon? Vielleicht war das eine Möglichkeit. In ihr Elternhaus zu gehen erschien ihr allerdings auch keine so gute Idee zu sein. Dann fiel ihr noch etwas anderes ein. Ja, das lässt sich vielleicht machen. Das kam darauf an, wie sich das alles hier weiter entwickelte. Aber das würde sie dann sehen und entscheiden.

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24 Jan, 2012 14:38 58 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Caelan schüttelte den Kopf. "Nein, musst du nicht. Ich bin ausnahmsweise pünktlich fertig mit duschen." Eigentlich war Caelan immer pünktlich fertig - nur normalerweise plante er für vorher immer wesentlich mehr Zeit ein. Was das betraf, war Caelan stellenweise noch schlimmer als so manche Hexe - er brauchte Ewigkeiten im Badezimmer. Er benutzte Kunst, um seine Haare etwas zu trocknen und kämmte sie ordentlich, ehe er sie zu einem losen Zopf zusammen fasste. "Ich weiß es nicht.. aber ich denke, ich werde sie abholen und dann sehen, ob sie mit hier her möchte oder irgendwo anders hin.." meinte er nachdenklich.
Er wusste nicht wirklich, ob Delyth das Haus überhaupt betreten wollte. Dass Merel es vermutlich so schnell gar nicht mehr betreten wollte, vermutete Caelan allerdings. Besonders das Atelier. Alles, was ich berühre, zerbricht. Verdammnis, komm zu mir.. denn wo heute Feuer lodert, morgen schon wird Asche sein. Caelan lächelte sanft und still, darum bemüht, sich seinen Stimmungswechsel nicht anmerken zu lassen, seine Gefühle hielt er fest verschlossen und signalisierte Ruhe und Gelassenheit, wie er es zuvor auch getan hatte. Sobald er alleine war, musste Caelan über einiges nachdenken. Die Situation mit Merel war.. schwierig. Auch wenn es beinahe wieder so wie früher war.. er konnte die Distanz noch immer spüren. Er hatte das Gefühl, dass Merel stellenweise richtig froh war, nicht bei ihm sein zu müssen. Allerdings wollte er keine Last sein. Er wollte nicht, dass sie nur bei ihm war, weil sie glaubte, zu müssen. Das war falsch. Es war nicht das.. was er für Merel empfand.
Wenn er sich nur ein wenig mehr an die Dinge in Nharkhava erinnern könnte... wäre es einfacher, es irgendwie wieder zu kitte. Aber er konnte sich nicht erinnern. Und die Situation am Vortag war schlimm gewesen.. allerdings hatte er das Gefühl, dass es lediglich eine Spitze gewesen war.. nicht jedoch der Berg.
Mit Merel gemeinsam ging er hinunter und zu der Tür. "Erst einmal Delyth abholen, dann sehen wir weiter." meinte er und bei dem Gedanken, zu Delyth zu können, bekamen seine Augen einen weichen Glanz. Aber so sehr er sich nach ihr sehnte, genauso viel Angst hatte er davor, ihr in die Augen zu sehen. Was sie jetzt wohl von mir denkt? Auch wenn fest verschlossen, hatte er Angst, Delyth vielleicht genauso vor den Kopf zu stoßen oder zu verletzen, wie Merel. Angst, dass er damit fort fuhr, die Menschen, die ihm etwas bedeuteten, von sich zu stoßen. Aber er wusste einfach nicht, wie er das verhindern sollte - wie sollte er verhindern, die Menschen, die er liebte, immer wieder so zu verletzen? Den Weg zu Merels Anwesen verbrachten sie schweigend, beide ihren Gedanken nachhängend, erst als das Anwesen in Sichtweite kam, wurde Caelan etwas unruhig. Vor der Tür angekommen zögerte er, ehe er klopfte und eintrat. Sein erster Weg führte ihn in die Küche - dort waren meistens die Bewohner des Hauses versammelt, während sie etwas tranken und sich unterhielten - und wie erwartet fand er Delyth dort vor, in Gesellschaft von Bhaal. Mit einem knappen Nicken begrüßte er den anderen Kriegerprinzen, ehe er Delyth sanft am Arm streichelte. "Hi.. wie hast du den Tag verbracht?" Er beugte sich zu ihr und gab ihr einen kurzen Kuss auf den Mund, zur Begrüßung, und wartete ihre Antwort ab.

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25 Jan, 2012 09:25 47 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Merel nickte und folgte dem Kriegerprinzen nach unten. Dann also zurück…zum Anwesen. Vielleicht war Alessandro Zuhause, dann würde sie sich wohl zumindest für eine halbe Stunde oder Stunde in seine Gesellschaft begeben. Er war ein Ruhepol, was ihr im Moment vielleicht half, ebenfalls die Fassung zu bewahren. Während sie schweigend die kurze Strecke zurücklegte, kam ihr auch kurz der Gedanke, vielleicht bei Mehrunes vorbeizusehen. Aber in Anbetracht des… Themas… um das es ging, war das wohl keine so gute Idee. Also würde sie wohl oder übel darauf verzichten müssen sich in die schützenden Mauern des Stadthauses zu begeben. So gesehen war das eine Altlast – übrig geblieben aus der kurzen Zeit, in der sie mehr oder minder bei dem Dhemlaner gewohnt hatte. Er war nur kurz nach der Sache mit Bhaal da gewesen und während man sich um dessen Heilung gekümmert hatte, war sie bei Mehrunes geblieben. Und das gerne. Plan B? Möglicherweise ein bisschen Zuhause bleiben, die Situation beobachten und abschätzen und dann entsprechend handeln. Wie sehr sie es hasste, dass nicht absehbar war, wie sich die nächsten Tage gestalten mochten. Ihr Drang, aus der Hauptstadt herauszukommen, weg von alledem, war so übermächtig, dass sie es nicht ertrug nicht zu wissen, wann sie tatsächlich die Gelegenheit dazu hatte. Merel musste weg, allein sein, einfach ein paar Tage irgendwohin. Abwarten.
Sie kamen an und trafen Bhaal und Delyth in der Küche an. Die junge Königin lächelte, hielt sich dann aber im Hintergrund. Sie ging an die Küchenzeile und setzte Wasser auf, damit sie sich bald mit einer Tasse Tee nach oben verkrümeln konnte.



Nachdem sie am Vortag von Surin abgeholt worden war, hatte Delyth immer mal wieder an das gedacht, was vorgefallen war. Sie wusste nach wie vor nicht, was sie damit anfangen sollte und wäre wirklich dankbar um eine Erklärung gewesen. Aber die kleine Königin war weiterhin bei Caelan und Delyth wusste, dass es falsch gewesen wäre irgendeinen offensichtlich notwendigen Prozess zu stören. Merel hatte ja scheinbar gewusst, was zu tun war, ganz im Gegensatz zu ihr selbst. Die Schwarze Witwe und Heilerin überließ Dinge, von denen andere mehr Ahnung hatten als sie, lieber eben diesen anderen. Das war klüger, gesünder und besser für alle Beteiligten in den meisten Fällen. Trotzdem war sie froh, als die beiden zurückkamen. Die Dhemlanerin lächelte Caelan an und nur ein kleiner Hauch von Besorgnis war in ihren goldenen Augen zu sehen. Ansonsten war sie eigentlich wie immer, was vornehmlich daran lag, dass man sich hier recht gut um sie gekümmert hatte. Sie hatte sich beschäftigt, mit den Bewohnern des Hauses hin und wieder Zeit verbracht und alles in allem ging es ihr gut. Nur diese Ratlosigkeit blieb. Liebevoll erwiderte sie den kurzen Kuss, den der Kriegerprinz ihr gab, und erwiderte: „Ganz gut. Lange geschlafen. Und in der Sonne gelegen hab ich auch schon, der Garten ist ja groß genug.“ Sie grinste ein bisschen vor sich hin und warf kurz einen Blick zu der anderen Frau, die sich damit beschäftigte Wasser zu erhitzen und in Schränken herumzukramen. Wann kriege ich endlich mal Antworten?! Dieses Unwissen nervte sie schon ein bisschen, auch, wenn man davon nichts merkte. „Wie geht es dir?“, fragte sie bei Caelan nach und man sah ihr an, dass es nicht einfach die durchschnittliche Höflichkeitsfrage war. Was nach dem vorherigen Tag aber auch denkbar unmöglich gewesen wäre. Nur wenige Sekunden später tapste Merel mit einer großen Tasse in der Hand auf den Tisch zu und schob Caelan ein bisschen beiseite, völlig selbstverständlich, wie es den Anschein hatte. Mit einem entschuldigenden Lächeln rief die Königin einen gefalteten Zettel herbei und gab ihn Delyth in die Hand. Und selbst wenn sie noch nicht wusste, was darin stand, lächelte sie ebenso und ließ das Papier verschwinden. „Ich verziehe mich nach oben.“, deklarierte Merel unterdessen und wollte bereits gehen, wurde aber von Delyth aufgehalten, indem sie sie am Ärmel des übergroßen Pullovers festhielt, den die andere Frau trug. Unauffällig hatte sie ebenfalls etwas aus ihrem Juwelengepäck herbeigerufen, was nun in eben dieser Handfläche lag. Die Hand rutschte nach unten bis zu der der Königin und sie drückte leicht zu, sodass das winzige Säckchen – kaum größer als eine Fingerkuppe – in Merels Besitz übergehen konnte. „Danke.“ Für alle anderen würde es wohl so aussehen, als würde sie sich für den Zettel bedanken, aber eigentlich bedankte sie sich für sehr viel mehr. *Das komplette Pulver in ausreichend Flüssigkeit aufgelöst beruhigt die Nerven und hilft beim Einschlafen.*, gab sie der Königin mit auf den Weg, die ihr knapp zunickte und sich dann anschickte aus der Küche zu verschwinden. Damit wandte die Schwarze Witwe und Heilerin ihre gesamte Aufmerksamkeit wieder Caelan zu.

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25 Jan, 2012 16:59 49 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Delyth erklärte, dass sie lange geschlafen und in der Sonne gelegen hatte. Caelans Blick huschte zum Fenster - ihm war gar nicht wirklich bewusst, dass die Sonne schien. Er selbst fror eigentlich eher. Und da Merel auch einen dickeren Pullover trug, war es ihm nicht wirklich aufgefallen, wie warm es draußen eigentlich war. Auf ihre Frage hin zuckte er die Schultern leicht. "Es geht. Ich würde gerne etwas Zeit mir dir alleine verbringen.." Seine Hand strich über ihren Arm, so hauchzart, dass die Berührung kaum zu spüren sein würde. Er musste mit Delyth reden, aber nicht, wenn Bhaal dabei war. Caelan hoffte, dass Delyth verstehen würde, wenn er lieber nicht in der Gegenwart anderer darüber sprach, wie es ihm wirklich ging. Dabei wusste er selbst nicht so genau.. wie ging es ihm eigentlich? Wie ging es ihm wirklich? Wenn er für sich selbst keine Antwort hatte... würde er wohl auch für Delyth keine haben.
Noch während Caelan den Gedanken nachhing, schubste Merel ihn etwas beiseite. Caelan machte ihr etwas Platz und sah zu, wie Merel ihr einen Zettel gab. Er wollte nicht wissen, was darauf stand.. vermutete aber, dass es wohl Merels Erklärung von dem gestrigen Tag war.. für den Fall, dass Caelan nicht darüber sprechen wollte oder konnte.. oder sich nicht erinnerte. Allerdings war das nur eine Vermutung. Merel wollte schon gehen, aber Delyth hielt sie auf und drückte ihre Hand kurz, während sie sich bedankte. Seltsam. Er hatte Delyth nicht so eingeschätzt, als würde sie sich so bedanken. Aber vielleicht interpretierte er einfach zu viel in die Situation. Er selbst gab Merel einen kurzen Kuss auf die Wange, ehe er sie gehen liess. Als Merel aus dem Zimmer verschwand, lächelte Caelan Delyth etwas unsicher an. "Wollen wir.. zu mir? *Ich brauche deine Hilfe.. wegen zwei der Zimmer.*

Delyth stimmte zu, so dass Caelan sich mit einem Nicken von Bhaal verabschiedete und zusammen mit der Dhemlanerin das Haus verließ. Während er mit Delyth den Weg zum Anwesen zurück lief, trug Caelan seine Hände in die Hosentaschen gesteckt. Grüblerisch hing er seinen Gedanken nach, formulierte Erklärungen. Wie sollte er nur in Worte fassen, was in ihm vorging? Wie sollte er es Delyth nur erklären? Am liebsten hätte er nach Delyths Hand gegriffen, er sehnte sich nach ihrer Nähe, allerdings traute er sich nicht. Delyth allerdings griff einfach nach seinem Arm, hängte sich an ihn, ehe sie mit der Hand einfach in seine Hosentasche fuhr und so nach seiner Hand griff. Caelan lachte leise und schüttelte den Kopf, während ein warmes Lächeln seinen Mund umspielte und er ihre Hand leicht drückte. Delyth war so.. wunderbar. Bei seinem Haus angekommen zog er ihre Hand zu seinem Mund und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken, ehe er sie losliess und den Schlüssel heraus zog. Er sperrte die Tür auf und trat beiseite, um Delyth hinein zu lassen, dann schloss er hinter sich die Tür. "Ich habe etwas aufgeräumt." meinte er leise, während sein Blick in Richtung Küche wanderte. "Und wir müssen später einkaufen, es ist kaum noch etwas im Haus.. aber ich wollte zuerst die Zimmer reinigen. Ich weiß nicht.. wie lange der Zauber dafür braucht.." Während er sprach wich er Delyths Blick aus. Er wollte ihr nicht in die Augen sehen, konnte es nicht - stattdessen lag sein Blick irgendwo bei ihrem rechten Ohr.

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25 Jan, 2012 21:31 29 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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„Sicher.“, meinte sie mit einem Schulter zucken auf seine Frage hin, ob sie zurück zu Caelans Haus gehen wollten. Gemächlich stand sie auf. Sie trug heute ein langes Kleid, das aber wie gewohnt ihren Rücken freiließ. Es griff im Grunde die Thematik von Ozean und Strand auf, so, wie es farblich und vom Muster her gestaltet war. Es war aus feinem, weichem Stoff, der beim Gehen um den Körper der Schwarzen Witwe und Heilerin strich. Delyth verabschiedete sich von Bhaal und machte sich zusammen mit dem Dhemlaner auf den Weg. Er sprach nicht, während sie unterwegs waren und auch sie selbst sagte vorerst nichts. Allerdings griff sie nach seinem Arm und zwängte eine Hand mit leuchtend blau lackierten Fingernägeln in seine Hosentasche, in die Caelan seine Hände vergraben hatte. Dazu schenkte sie ihm ein kurzes Lächeln und ging dann einfach schweigend weiter. Wenn er nicht reden wollte, war das in Ordnung, fürs Erste zumindest. Wenn sie angekommen waren und er nach einer halben Stunde noch immer nichts gesagt hatte, würde sie wohl oder übel den Anfang machen müssen, vielleicht auch früher, wenn sich die Gelegenheit dazu bot. Allerdings wirkte der Kriegerprinz so… unsicher. Auch als er die Tür des Hauses hinter sich geschlossen hatte, sah er sie nicht an. Innerlich seufzte sie. Delyth ging einen Schritt nach vorn und legte die Arme um seine Hüften, legte ihren Kopf an seine Brust und strich beiläufig mit den Händen ein bisschen über seinen Rücken. Wann würde er anfangen zu reden? Oder glaubte er, das Thema einfach sein lassen zu können? Falls ja, würde sie ihn eines besseren belehren müssen. Sie ließ sich nicht holen, stapfte in ein blutbesudeltes Badezimmer, flickte Caelan wieder zusammen und beließ es dann dabei. Er war ja immerhin nicht irgendein Patient, den sie danach nie wieder sah. Am Tag zuvor war eigentlich alles noch so… in Ordnung gewesen. Wenn sie geahnt hätte, was passieren würde, sobald er sich auf zu seinem Atelier gemacht hatte, hätte sie ihn nicht gehen lassen. Oder hätte das mit ihm ausdiskutiert. Oder wäre Merel holen gegangen. Irgendwas hätte sie jedenfalls getan. Aber so? So hatte sie nur hinterher alles wieder zusammengeflickt und bisher nicht einmal eine wirkliche Erklärung erhalten. „Wir können die Netze aufstellen und dann einkaufen gehen.“, schlug sie leise vor.

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25 Jan, 2012 21:43 39 Delyth ist offline Beiträge von Delyth suchen Nehmen Sie Delyth in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Delyth machte einige Schritte auf ihn zu, dann legte sie ihre Arme um ihn, während sie den Kopf an seine Brust schmiegte und beiläufig seinen Rücken streichelte. Caelan schmiegte seine Wange an ihre Haare, legte die Arme um sie und atmete ihren beruhigenden Geruch ein. Einen kurzen Moment schloss er die Augen, blendete alles aus und genoss diesen kurzen Ruhemoment. Dann sprach Delyth, leiser, als er es von ihr gewohnt war. "Okay." Er küsste sie auf den Haarschopf und griff nach ihrer Hand. Du musst mit ihr reden. Du kannst es nicht einfach tot schweigen. Sag etwas. Sag irgendetwas. Schweigen bringt nichts. Du weißt das. "Delyth.." setzte er an, dann schüttelte er jedoch den Kopf. Er wusste nicht, wie er anfangen sollte. was sollte es ihr sagen?
Kurz vor dem Atelier blieb Caelan stehen, starrte die Tür an. "Ich glaube, ich werde alleine nicht damit fertig. Ohne Hilfe.. wird so etwas immer wieder vorkommen." Der Kriegerprinz schloss die Augen und seufzte. "Manchmal habe ich Angst vor mir selbst. Die Emotionen in dem Raum sind.. stark. Trotz der Schilde, mit denen ich den Raum sauber halten wollte. Ich habe den Raum.. physisch gereinigt. Aber.." Er warf ihr einen besorgten Blick zu. "Aber du bist eine Schwarze Witwe." schloss er zögernd. Wenn sie wollte, könnte sie den Raum wieder geben lassen, was geschehen war. Allerdings glaubte er nicht, dass sie das tun würde. Dennoch würde sie der Raum.. vermutlich quasi anspringen, wegen der vielen Emotionen.. Er öffnete die Tür und stieß sie auf. Sonne schien durch die großen Fenster in den Raum, er wirkte ein wenig chaotisch, aber hell, freundlich, bunt.. einladend, wären da nicht die ganzen negativen Emotionen. "Das andere Zimmer ist im Übrigen mein Schlafzimmer. Das hat eine Reinigung schon länger nötig.." murmelte er leise. "Wenn ich nicht bei dir oder Merel bin schlafe ich schlecht. oder wahlweise lieber gar nicht." gab er zu.
Er wollte Delyth, er brauchte sie.. irgendwann würde er damit anfangen müssen, ehrlich zu sein. Wenn er sie nicht verlieren wollte.. war das einer der Momente, in denen er besser damit anfing. Auch wenn das alles ihr noch immer keine Antwort gab, was am Vortag vorgefallen war. Ich glaube, ich kann das nicht. Wenn sie ihm Fragen stellen würde.. dann wäre es vielleicht einfacher. Aber selbst das wusste er nicht. Er wartete einfach ab.. vielleicht hatte sie sogar Fragen. Und vielleicht.. vielleicht hatte er sogar eine Antwort.

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25 Jan, 2012 22:06 52 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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