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Caelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Caelan Noctis
Weitere Charaktere: Alvaro, Andras, Ayana, Bhaal, Damien, Diana, Elena Noctis, Kem, Maeve, Merida, Phelan, Rana, Rianne, Sasha, Sophie, Tiyaris, Vhaidra

Künstlerisches Zusammensitzen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Es war mitten in Nacht. Ein kühler Wind strich über Caelans bloße Haut, während er auf dem Balkon stand und versuchte, zur Ruhe zu kommen. Manchmal gab es solche Nächte, wenn er nicht schlafen konnte, weil Erinnerungen ihn plagten. Er seufzte und blickte in den samtschwarzen Himmel, in dem hell die Sterne leuchteten. Er warf einen Blick zurück in sein zerwühltes Bett. Nein, dorthin wollte er nicht zurück. Also zog er sich einen schwarzen Pulli über, der ihm viel zu groß war, und schlich sich barfuß aus seinen Gemächern hinauf, in ein ganz besonderes Zimmer. Er öffnete lautlos die Tür und schlüpfte wie ein Schatten hinein. Er war alleine, Nacht umgab ihn. Er erschuf eine Kugel Hexenlicht, um nach Kerzen zu suchen, und zündete diese mit Hexenfeuer an. Damit hüllte er den Raum in ein angenehmes, warmes Licht, wodurch erkennbar wurde, um was für ein Zimmer es sich handelte: Das Atelier.
Geschmeidigen Schrittes ging er zu einem großen Schrank und holte sich ein Klemmbrett aus Holz und einen Aquarellblock, dazu Farben, Wasser und Pinsel. Dann liess er sich auf den Boden sinken und malte einfach darauf los. Es half ihm häufi, mit den Pinseln in die Farbe zu gehen und irgendetwas drauf los zu malen. Manchmal wurde ein Bild daraus. Manchmal blieb es auch lediglich Farbe auf Papier. Als er Schritte auf dem Gang hörte, sah er einen kurzen Moment auf, widmete sich aber dann wieder seinem Bild. Es gab nur eine Person, die ihm mitten in der Nacht Gesellschaft leistete und ihre Nähe war ihm so willkommen, wie die seine es ihr in umgekehrter Lage wäre.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

26 Apr, 2011 00:10 16 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




Link zur Bio: Tindomerel Numen
Weitere Charaktere: Naldariel, Mara, Emerwen, Moiraine, Firuz, Kjara, Cilya, Shahrazad, Keeva

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Es war Nacht und Merel schlief unruhig, sofern sie überhaupt schlief. Immer nur eine halbe Stunde, maximal eine ganze. Einerseits lag es daran, dass ihre Vergangenheit sie einholte, ausgelöst durch den derzeitigen Stress, andererseits spürte sie nicht weit von sich entfernt Gefühle, die nicht von der guten Sorte waren. Caelan… Entweder er träumte schlecht oder war in wachem Zustand in dieser Gefühlslage. Solange es nicht schlimmer wurde, würde sie aber auch nicht nachsehen und ihn damit vielleicht kränken. Abermals sank sie in einen unruhigen Schlaf, wieder nur eine knappe Stunde lang. Geweckt wurde sie durch Schritte, die sie im Gang vernahm, ganz leise nur, aber dennoch vorhanden. Seufzend drehte sie sich um und dachte nach. Nach ein paar Minuten entschloss sie sich aber dazu aufzustehen. Die junge Königin zog die verschwitzten Klamotten aus und warf sich einen weiten Pullover über, dazu eine abgetragene Hose und schlüpfte in Pantoffeln. So sah sie aus wie eine Vogelscheuche, obwohl sie ihre Haare zumindest ein bisschen richtete, aber das kümmerte sie nicht weiter. Sie wusste, wohin der Dhemlaner gegangen war.

Auch sie machte sich auf den Weg nach oben, hin zum Atelier, wo sie gern Zeit verbrachte, wenn sie ihre Ruhe haben wollte. Caelan war der Einzige, den sie in dieser Phase dort oben ertragen konnte. Er störte sie nicht, sah ihr nicht über die Schulter, zwang sie nicht dazu zu sprechen, wenn sie nicht wollte. Umgekehrt verhielt es sich genauso, zumindest war das die Vorstellung. Bisher hatte es selten Gelegenheit gegeben es auszuprobieren. Vielleicht heute Nacht. Merel stand vor der Tür und klopfte ganz leise an, nur um anzuzeigen, dass sie hereinkommen würde. Nachdem sie dies getan hatte, schloss sie behutsam die Tür hinter sich, schenkte dem Kriegerprinzen ein kurzes Lächeln und störte sich nicht an seiner mentalen Signatur, die alles andere als glücklich war. Die Kleinterreilleanerin ging ebenfalls zu einem Schrank, zog einen kleinen Block heraus und dazu Zeichenkohle. Ohne ein Wort zu sagen oder dem Dhemlaner besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken setzte sie sich ebenfalls auf den Boden, direkt hinter ihn. Sie lehnte sich mit dem Rücken an seinen Rücken, vorsichtig nur und langsam, damit er die Gelegenheit hatte, sich zurückzuziehen, falls er das nicht wollte. Mit ein wenig Kunst sorgte Merel dafür, dass eines der Fenster aufging. „Frische Luft könnte uns gut tun.“, stellte sie lediglich fest.

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26 Apr, 2011 00:30 32 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Er behielt Recht mit seiner Vermutung und erwiderte scheu das kurze Lächeln, dass ihm Merel geschenkt hatte. Meistens war sie es, die sich in diesen Raum flüchtete, wenn es ihr nicht gut ging, die sich auf den Boden setzte und zeichnete, um wieder Klarheit in ihre Gedanken zu bekommen. Dann war er es, der klopfte, in das Zimmer huschte sich wortlos das Zeichenzeug nahm und zu ihr setzte. Dieses stumme Beisammensein war im Laufe der Wochen ein fester Bestandteil in ihrem Alltag geworden - nicht nur, wenn es einen von ihnen schlecht ging. Auch wenn einer von ihnen in Ruhe nachdenken wollte oder einfach ein wenig Zeit für seine Bilder wollte, trafen sie im Atelier immer wieder aufeinander, setzten sich Rücken an Rücken oder nebeneinander und gönnten dem anderen die Ruhe, die er brauchte.. aber gab ihm auch die Möglichkeit zu sprechen, wenn er wollte - auch wenn das eher selten vorkam, bisher.
Sie holte sich ihr Skizzenbuch und Zeichenkohle aus dem Schrank und setzte sich hinter ihn. Langsam rutschte sie näher, bis sie Rücken an Rücken saßen.. und sich so gegenseitig Halt boten - auch in emotionaler Hinsicht.
Als sie das Fenster öffnete, nickte er nur. Er trug eine weiche Stoffhose und einen dicken Pulli, beides sollte warm genug sein, hoffte er. Und wenn nicht, konnte er immer noch einen Wärmezauber auf seine Kleidung legen.

Schweigend malte er weiter. Immer wieder tauchte er seinen Pinsel zuerst in Wasser, dann in Farbe, mischte Farben, trug sie auf das Papier auf. Heraus kam ein sehr emotionales Bild, etwas, dass ihn auf eine gewisse Art und Weise gefangen nahm. Die Farben waren allesamt eher grau, schwarz, dunkel und trist. Die einzige kräftige Farbe war ein dunkles rot. In dem Bild waren dunkle Wolken, Blutflecken, schwarze Schatten, die zusammengekauert am Boden saßen, und große, bedrohliche Schatten, die die kleinen Schatten einkreisten, ihnen den Weg abschnitten. Im Hintergrund zwei gelbe, boshafte Augen. Er machte das Bild vorsichtig von dem Block ab und legte es beiseite, ehe er wieder wahllos den Pinsel in Farben tauchte. Doch alle Bilder wurden dunkel, trist, trübe, bedrohlich. Passend zu seiner Stimmung.
Da es mit dem drauflosmalen nicht so lief, wie erhofft, beschloss er, ein Motiv zu malen. Irgendetwas festgelegtes. Da ihm jedoch nichts einfiel, zeichnete er wieder drauf los. Tintenblauer Himmel. Sterne. Zwei Gestalten in der Mitte, sitzend, die Knie hochgezgen, Rücken an Rücken. Um sie herum Pinsel, Stifte, Aquarellkästen. Und ein heller Schein, Licht in der Finsternis. Er macht auch dieses Bild von seinem Block und legt es beiseite, doch nicht zu den anderen. Im Grunde hatte sie eine Einteilung.. es gab drei Zonen, in die die Bilder gelegt wurden. Jeder hatte eine private Zone, für die Bilder, die er vorerst für sich behalten wollte, und sie hatten eine gemeinschaftliche, ein Bereich, in den sie die Bilder immer dann legten, wenn sie dem anderen anbieten wollten, es sich anzusehen. In diesen Bereich legte er das letzte Bild, während er den Kopf auf die Knie legte, die Arme weit nach vorne.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

26 Apr, 2011 00:59 01 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Als klar war, dass es in Ordnung war, lehnte sich die Königin an Caelans Rücken und nahm die Position ein, die sie oft mit ihm zusammen einnahm. Sie stützten sich gegenseitig in den dunkelsten Stunden der Nacht, ohne sich dabei auf den Nerv zu fallen. Merel begann zu zeichnen, zunächst eine Skizze, um das beste Motiv auszuprobieren. Wünsche, Ängste und Sehnsüchte kamen auf das Papier, je nach Stimmung. Heute war es sowohl Angst wie auch Sehnsucht, denn bereits nach kurzer Zeit konnte man erahnen, was die ausgefertigte Zeichnung später einmal darstellen würde: Eine Frau auf Knien, zusammengekauert und die Arme um den Körper geschlungen, während sich die Finger ins eigene Fleisch krallten. Dahinter jedoch ein Mann, der ebenfalls kniete und die Arme um die Gestalt davor legte, schützend und wärmend. Deshalb hatte die Frau auch den Kopf erhoben, stolz und stur. Das Einzige, was Tindomerel bei dieser Skizze schon vollständig ausarbeitete waren die Augen dieser Frau, die einen entschlossenen und kampflustigen Blick versprühten. Einerseits wünsche ich mir, dass es irgendwann so ist. Andererseits habe ich so furchtbare Angst davor. Sie betrachtete die Skizze, fügte schließlich an dem Männerkörper Flügel an, sodass es auch wirklich ihr ganz persönlicher wünschenswerter Alptraum war, den sie in einer Reinzeichnung noch ausarbeiten würde.

Unterdessen bekam sie aus dem Augenwinkel mit, wie ein Blatt Papier in die Zone wanderte, die dafür da war, wenn man dem Anderen zeigen wollte, was man gerade machte. Merel griff nicht sofort danach, sondern fügte erst noch die letzten Striche an die Flügel an, damit die Skizze komplett war. Sie löste das Blatt von dem Block und griff nach dem Bild, welches angeboten worden war es sich anzusehen. Sie tauschte ihr eigenes mit diesem, sodass Caelan ebenfalls entscheiden konnte, ob er sich ihre Skizze ansehen wollte. Das machte sie nur, weil sie wusste, das solche Dinge diesen Raum niemals verlassen würden, dass niemand dem anderen ohne Erlaubnis etwas von den Bildern erzählen würde, die so viel über die jeweilige Person, die sie angefertigt hatte, verrieten. Der Anflug eines Lächelns zeigte sich auf ihren Lippen, während sie das Bild des Kriegerprinzen betrachtete. Merel verstand. „Ich gebe dir Recht.“, flüsterte sie. Wenn sie zusammen im Atelier saßen, sprachen sie nie laut miteinander. Es war eine gemeinschaftliche Stille, die keiner mit lauten Worten stören wollte. „Licht in Zeiten von Finsternis. Wir brauchen es beide. Und noch so viel mehr.“ Seufzend legte sie den Kopf in den Nacken und sah zur weiß getünchten Holzdecke hinauf. Die flackernden Kerzen zauberten Schatten in die Ecken, doch keine der bedrohlichen Art. Die Kleinterreilleanerin wirkte nachdenklich und traurig, die blaugrauen Augen waren wie von einem Schleier bedeckt, durch den man nicht so wirklich hindurchdringen konnte.

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26 Apr, 2011 01:16 19 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Er spürte wie Merel nach dem Bild griff und richtete sich ein wenig auf. Etwas verwundert hörte er Merel zu, die zu sprechen begann. Eigentlich war das Atelier meistens ein stummer Ort, Kommunikation erfolgte über Bilder, Gesten, selten tatsächlich über Worte. Und wenn, dann so wie in diesem Moment flüsternd. Wobei es häufiger Merel war, die sprach. Ihm selbst kam seine Stimme immer zu laut, zu durchdringend vor, um damit die Stille zu stören - und das, obwohl der Kriegerprinz eigentlich immer recht leise sprach und eine angenehme Sprachmelodie hatte.
Er nickte nur deutlich, um ihr zu signalisieren, dass er ihren Worten zustimmte. Licht in Zeiten von Finsternis. Dieser Ort ist ein kleiner, geschützer Rahmen für uns beide. Ein kleiner Fleck, nur für uns. Er richtete sich wieder mehr auf, allerdings vorsichtig, damit er nicht mit seinem Kopf gegen Merels stiess. Dann griff er vorsichtig nach der Skizze, die sie ihm hingelegt hatte. Verzweiflung, Mut, Angst, Hoffnung. Ganz sachte, als wäre das Bild nicht mehr als eine hauchdünne Eisplatte, die bei der kleinsten Erschütterung zerbrechen könnte, legte er das Bild wieder in die Mitte, ehe er erneut nach seinem Pinsel griff. Wieder malte er drauf los, wieder wurde das Bild dunkel. Eine hämisch grinsende Fratze starrte vom rechten Bildrand hinab, auf eine am Boden kauernde Gestalt. Um die Gestalt herum stand ein Kreis aus dunklen Schatten. Das hämische Wesen, ein Sinnbild der Grausamkeit, streckte eine Hand aus - an ihrem Finger ein glänzender Ring. Aufkommende Übelkeit unterdrückend riss Caelan das Bild achtlos vom Block und warf es zu den anderen Bildern, ohne darauf zu achten, ob Merel es sehen konnte, oder nicht. Es schien ihm, als würde es an diesen Abend nicht ausreichend, den Bildern und Gedanken Gestalt zu geben, um sie in Schach zu halten. Er fühlte sich müde, ausgelaugt, doch an Schlaf war nicht zu denken. Wenn er schlief, konnte er sich nicht mehr gegen die Bilder wehren. Wach hatte er ihnen wenisgtens ein bisschen entgegen zu setzen. Also griff er wieder nach dem Pinsel und versuchte Landschaften zu malen. Landschaften waren neutral und sie eigneten sich gut, um etwas zu tun zu haben. Also malte er einen Wald.
Der Wald war dunkelgrün, beinahe etwas bläulich, und wirkte geheimnisvoll und voller Magie. Einzelne Lichtstrahlen brachen durch das Blätterdacht, Pflanzen verschiendenster Art wuchsen, auch wenn sich Caelan nicht darum kümmerte, ob es solche Pflanzen wirklich gab, oder nicht. Und wie von selbst entstand in seinem Kopf zu diesem Bild eine Geschichte. Nachdem er das Bild fertig hatte, legte er auch dieses in die Mitte, sich insgeheim fragend, ob Merel wohl auch manchmal Geschichten zu Bildern einfielen.. und ob ihr diese Geschichten dann dabei halfen, die Erinnerungen und Gedanken in Schach zu halten. Aber fragen würde er sie nicht. Mit der Zeit hatten die beiden gelernt, mehr stumm miteinander zu kommunizieren - Blicke, Gesten. Und das gemeinsame Schweigen, Rücken an Rücken im Atelier, hatte den größten Teil zu diesem stummen Verstehen beigetragen.

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26 Apr, 2011 01:52 44 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Während sie anhand der Geräusche und der Bewegungen, die sie teils erfühlen, teils aus dem Augenwinkel sehen konnte, feststellte, dass der Dhemlaner weiter malte, war Merels Blick in weite Ferne gerichtet. Sie dachte nach über sich, ihr Leben, das Umfeld, welches sie um sich herum hatte. Was, wenn ich das alles nicht schaffe? Die größte Angst der jungen Königin war derzeit, dass sie einfach zusammenbrach, dass sie aufgeben musste, weil entweder ihr Körper oder aber ihre Seele nicht mehr mitmachten – gegebenenfalls auch beides. Und sie hatte Angst, dass irgendjemand etwas davon mitbekam, wie es ihr wirklich ging. Das darf niemand sehen. Sie machen sich sonst Sorgen und nehmen mir Arbeit ab und kümmern sich um mich. Ein Teil von ihr schrie danach, dass sich jemand um sie kümmern sollte. Der andere Teil wehrte sich verbissen dagegen, irgendjemanden zu nah an sich heran zu lassen. Zu schnell wurde etwas als Schwäche ausgelegt, als Unfähigkeit oder eine Art Makel. Sie wollte nicht, dass jemand sie in ihren schwächsten Stunden sah, dass jemand mitbekam, dass die sonst so stabil wirkende junge Frau als zitterndes Bündel in einem zerwühlten Bett saß und sich selbst blutig kratzte in der Hoffnung, dass davon alles wieder gut werden würde. In das Atelier und zu Caelan kam sie auch nur dann, wenn das Schlimmste vorbei war und sie sich wieder vor die Tür traute. Er war einer der wenigen Menschen, die noch am ehesten mitbekamen, wie es um ihre tatsächliche Lage aussah, aber selbst ihm zeigte sie nicht alles. Er ihr im Gegenzug auch nicht – sie beide akzeptierten und respektierten das. Einer der Gründe, weshalb sie den Kriegerprinzen in diesen nächtlichen Stunden im Atelier um sich dulden konnte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie ihren Block und die Kohle wieder zur Hand und bemerkte, dass in ihrem Augenwinkel ein Blatt Papier lag. Sie griff nicht danach, weil es in einem Bereich lag, der nicht eindeutig darauf hinwies, ob Caelan es ihr hatte zeigen wollen. Sie sah es nur einen langen Moment an und wurde traurig. Der Ring… Sie konnte sich denken, was das zu bedeuten hatte und hätte am Liebsten schreien wollen. Nein… eigentlich wäre sie gern zu dem Hof gegangen, an dem der Dhemlaner vor so vielen Jahre gedient hatte, hier in Kleinterreille, an dem er so viel Schlimmes erlebt hatte, nur um diesen Hof mit all seinen Mitgliedern auseinander zu nehmen. Irgendwann wird die Rechnung beglichen. Das hatte sie sich schon geschworen, als Caelan ihr zum ersten Mal davon erzählt hatte. Die Zeit würde kommen. Bald. Der Gedanke kam und ging und hinterließ einen bitteren Nachgeschmack, den sie nicht so recht einordnen konnte. Tindomerel wusste auch nicht, warum sie dieses Gefühl hatte, dass die Rechnung bald beglichen werden konnte – es war einfach da und damit gab sie sich vorerst zufrieden. Auf ihrem eigenen Blatt begann sie unterdessen mit einer weitere Skizze, wobei das vielleicht schon übertrieben war. Es war eine etwas bessere Kritzelei, bei der man gerade so erkennen konnte, was sie ausdrücken sollte. Zwei Menschen vor einem offenen Fenster, um sie herum Papier und Stifte, ein Mann und eine Frau. Allerdings nicht Rücken an Rücken, da die Frau sich hinter ihn gekniet und die Hand ausgestreckt hatte. Die Handfläche schwebte über den dunklen Haaren des anderen Menschen, während in einer Denkblase über dem Kopf der Frau ein Fragezeichen stand. Als sie fertig war, legte sie das Papier in die Mitte um anzuzeigen, dass sie wollte, dass der Kriegerprinz es sich ansah. So stellte sie stillschweigend die Frage, ob sie kurz durch sein Haar streicheln und sich von hinten an ihn lehnen durfte. Einerseits hatte sie das Bedürfnis, ihm irgendeine Art von Sicherheit zu geben, ihm zu zeigen, dass sie da war. Manchmal brauchte sie das, um ihre eigene Art von Stärke daraus zu ziehen und sich selbst Mut zu machen. Andererseits tat es ihr auch einfach gut, sich hin und wieder an jemanden anzulehnen, sei es auch nur ganz kurz, weil sie zu lange Nähe nicht ertragen konnte. In diesem Fall auch sie beide, denn Caelan hatte das gleiche Problem.

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26 Apr, 2011 03:42 04 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Das Bild mit dem Wald sah Merel sich nicht an, stattdessen legte sie ihm eine Frage hin - denn besser konnte man dieses Bild nicht bezeichnen. Es zeigte eine Frau, die hinter einem Mann kniete, im Begriff, ihm über den Kopf zu streicheln. Sie wollte wissen, ob sie ihn berühren dürfe.
Caelan nahm einen Bleistift und kritzelte darunter, auch nur gerade so erkennbar, einen Mann, der sich an eine Frau lehnte, vorsichtig, während sie ihm durch die Haare fuhr. Ohne ihre Reaktion ab zu warten stand er auf und setzte sich neben sie. Eigentlich war er so müde und fertig, dass er sich lieber noch einfach auf dem Boden zusammengerollt hätte, aber er wollte Merel nicht zeigen, wie verletzlich er sich gerade fühlte. Sie hätte sich nur Sorgen gemacht.
Wenn es am schlimmsten war, wollte er Niemanden um sich haben, nicht einmal Merel. Er wollte in diesen Momenten nicht gesehen werden, noch weniger berührt. Er wollte nicht angesprochen werden, und auch keine traurigen Blicke ernten, und erst recht nicht darüber reden, was in ihm vorging. Manchmal betrank er sich auch, um die Bilder in Schach zu halten. Manchmal - wenn auch sehr selten - verletzte er sich sogar selbst. Das warf aber Fragen auf, die er nicht beantworten wollte oder konnte. Also trank er lieber. Das war nicht gut, aber wenigstens nichts, bei dem sofort jeder alarmiert war.
Wenn der schlimmste Sturm vorbei war, zog er sich meistens in das Atelier zurück. Natur, in die er hätte gehen können, um sein Gleichgewicht zu finden, gab es im Umkreis nicht.
Aber bei Merel war es nicht anders. Manchmal hatte er schon weitaus früher gespürt, dass mit ihr etwas nicht stimmte, und sich schon vorher in das Atelier zurück gezogen. Dann sah es aus, als würde er nur einfach malen, aber im Grunde wartete er auf sie.. weil er wusste, dass sie sich besonders dann Jemanden wünschte, an den sie sich lehnen konnte. Ein wenig Wärme, während in einem selbst alles kalt war. Ein wenig Licht in der Dunkelheit. So wie er es sich wünschte, obwohl er Angst davor hatte.
Vorsichtig lehnte er sich an ihre Schulter, nur ganz leicht. Sein Gewicht trug immer noch er selbst. Es ging ihm nicht darum, sich komplett an sie zu lehnen.. nur einfach darum, ein wenig Nähe zu haben, aber nicht zu viel. Nicht zu lange. Er fühlte sich müde. Vielleicht würde er sich doch auf dem Boden zusammenrollen und mit dem Kopf an ihre Beine lehnen. Vielleicht könnte er sogar etwas, vielleicht zehn Minuten, dösen, wenn Jemand bei ihm war.
Bei ihm und Merel war es immer wieder ein Geben und Nehmen. Mal war er er es, der sich verletzlich fühlte und eine starke Schulter zum Anlehnen brauchte, Schutz vor der Einsamkeit und den Gedanken.. und Mal war sie es. Merel legte es ihm nicht aus Schwäche aus, wofür er dankbar war. Er würde sie auch niemals als schwach empfinden, denn sie war es nicht. Jemand, der immer wieder so stolz wie sie aufstand und dem Leben die Stirn bot war alles mögliche - aber nicht schwach. Und dass er so dachte war wohl einer der Hauptgründe, warum sie ihn nicht aussperrte, während alle anderen noch immer fernbleiben musste. Weil er zwar da war, aber sie nicht umsorgte, umpflegte, lästige Fragen stellte. Das war auch nicht nötig.
Er seufzte. In seinem Kopf waren zu viele Gedanken, aber aber sich und Merel nachzudenken, beschäftigte ihn wenigstens, hielt die anderen Gedanken auf Trab. Letztendlich gewann sogar seine Erschöpfung. Er veränderte seine Position und rollte sich so zusammen, dass sein Kopf ihr Bein berührte, dankbar darum, dass sie einfach da war, dass sie im Halt gab.. und dankbar dafür, dass sie seine Nähe duldete, wenn es ihr schlecht ging. Er war dankbar darum, dass sie diese Ruhestätte mit ihm teilte und um eine emotional oder körperlich schlechte Verfassung genauso wenig Wirbel machte, wie er es bei ihr tat. Es war einfach ein stummes Verstehen.

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26 Apr, 2011 10:06 49 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Er nahm das Blatt und sie hörte einen Stift über Papier kratzen. Kurz darauf befand sich unter ihrer eigenen eine Kritzelei von Caelan, bei der Merels Mundwinkel ganz kurz nach oben zuckten im Anflug eines Lächelns. Der Kriegerprinz setzte sich neben sie, lehnte sich leicht an sie und die Kleinterreilleanerin hob die Hand, um ihm kurz durch die dunklen Haare zu fahren. Nur ein bisschen, gerade so, dass die Fingerspitzen darin versanken. Wird schon alles wieder gut werden, kleiner Bruder. Obwohl er Jahrhunderte älter war als sie, sah sie ihn meistens trotzdem als einen kleinen Bruder an. Oder einen Zwilling oder so etwas in der Art. Er war so erschöpft und so müde, das konnte sie spüren, genau wie sie selbst. Zumindest war sie heute körperlich in besserer Verfassung als der Dhemlaner, weil sie zumindest immer mal wieder ein bisschen geschlafen hatte – bei ihm bezweifelte sie das, obwohl sie ihn auch jetzt nie direkt ansah. Das vermied sie immer, einerseits, damit er nicht in ihren Augen all die Gefühle sehen konnte, die sie in solchen Momenten nicht so gut wegschließen und verbergen konnte und andererseits, damit das umgekehrt nicht passierte. Sie beide kommunizierten in ihren Nächten im Atelier auf andere Art und Weise und keiner wollte den anderen in die Verlegenheit bringen, mehr gezeigt zu haben, als man eigentlich wollte. Da die Augen die Fenster zur Seele waren…

Während sie so nachdachte bewegte sich Caelan irgendwann wieder. Er entfernte sich, aber nicht für lange. Er rollte sich neben ihr regelrecht zusammen und legte seinen Kopf auf ihren ausgestreckten Oberschenkel. Merel lächelte, sah kurz zu ihm und legte eine Hand auf sein Haar, über das sie in gleichmäßigen Bewegungen strich. „Schlaf, Prinz. Nur ein kleines bisschen.“, flüsterte sie ganz leise und wandte den Kopf ab, um aus dem Fenster zu sehen. Die Sterne funkelten am dunklen Himmel, man konnte sie jedoch nur sehen, wenn man ganz genau hinsah. Die Lichter der Hauptstadt waren sonst einfach zu hell und überdeckten das natürliche Licht des Himmelszeltes. Solange Caelan schlief oder auch nur döste, würde sie hier sitzen und auf ihn aufpassen. Sollte er wieder schlecht träumen, würde sie ihn vielleicht auch vorzeitig wecken, bevor es zu schlimm wurde. Ansonsten würde sie noch genauso hier sitzen, wenn er aufwachte – beruhigende, leichte Berührungen ausführend und still, sollte er nicht reden wollen. In diesen Momenten lag immer ein Lächeln auf ihren Lippen, denn sie wusste dann, dass sie Stärke besaß. Sie war in der Lage dazu, für jemanden da zu sein, daraus zog sie ihre ganz eigene Befriedigung und baute sich selbst etwas damit auf.

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26 Apr, 2011 13:34 15 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Nachdem Caelan halbwegs bequem lag, legte Merel wieder ihre Hand in seine Haare und streichelte ihn sanft und vorsichtig. Er seufzte leise auf und schmiegte sich noch etwas mehr an sie, während sie ihn dazu einlud, etwas zu schlafen - und ihm wortlos zu verstehen gab, dass sie auf ihn aufpassen würde. "Danke." murmelte er eben so leise und schloss die Augen, während er Merels Nähe auf sich wirken liess. Da sie eine Königin war, half ihre Signatur ihm dabei, wieder in sein Gleichgewicht zu kommen, sich zu beruhigen. Er schämte sich auch nicht dafür, sich von ihr beschützen zu lassen, immerhin war es genau das, was das Band zwischen Männern und Frauen, Königinnen und Kriegerprinzen ausmachte; dass Männer die Frauen mit ihrer Stärke, Wildheit und Aggressivität beschützten, wenn es zu Kämpfen kam, sich um sie sorgten, wenn sie verletzlich waren und dafür sorgten, dass ihnen nichts geschen konnte - und dass Frauen die Wildheit der Männer bändigten, ihnen Schutz und Sicherheit boten, wenn sie einen ruhigen Hafen brauchten. Jedes Geschlecht hatte für sich eigene Stärken, um das andere zu beschützen. Es gab Gründe, warum Männer dienten und Frauen herrschten - und dies war einer davon. Aber das würde er Merel niemals sagen. Zu sehr brachte es sie immer aus dem Gleichgewicht, wenn sie feststellte, wie viel Macht sie über die Männer hatte, die sich ihr angeschlossen hatten. Und Bisher konnte sie es nie akzeptieren, dass diese Männer ihr freiwillig so viel Platz in ihren Leben einräumten.
Langsam dämmerte er weg, fühlte sich sicher und beschützt und liess den Schlaf, den er so dringend brauchte, zu, statt sich wieder gegen ihn zu wehren. Seine Träume waren wirr und voller Bilder, und er schlief etwas unruhig, aber im Gegensatz zu seinem Schlaf vorher, schlug er weder um sich, noch schrie oder sprach er. Verwirrt wachte er nach etwa einer Stunde auf und sah sich um. Es war dämmrig in dem Raum, und etwas frisch. Er fror und schmiegte sich etwas enger an seine warme Unterlage, ehe sein Kopf registrierte, dass es sich dabei um eine Person handelte. Schlaftrunken richtete er sich auf und blickte Merel verwirrt an. "Habe ich lange geschlafen?" murmelte er, während er versuchte, wieder in der Realität an zu kommen. Aber es wollte ihm nicht ganz gelingen, noch schlief er mehr, als er wachte, und seine blauen Augen sahen sie müde an.

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26 Apr, 2011 14:05 45 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Die Königin saß einfach nur still da und hörte auf ihre eigene Atmung und auf die des Dhemlaners. Ganz automatisch strich sie ihm immer wieder über den Kopf oder über die Schulter den Arm hinab. Eine schwesterliche Geste, die beruhigen und aufmuntern sollte – sowohl sich wie auch ihn, sei es auch nur unterbewusst. Denn lange dauerte es nicht, bis er eingeschlafen war und Merel mehr oder weniger allein in dem Raum war. Es bot ihr die Gelegenheit selbst noch etwas ruhiger zu werden und nachzudenken. Es gibt so viele Träume und Ängste in diesem Raum, dass ich nicht weiß, was davon überwiegt. Kunst war dazu in der Lage, so vieles auszudrücken. Dinge, die niemand aussprechen wollte, die aber im Herzen eines Menschen verankert waren und es entweder schwer werden oder schweben ließen. Kunst war weder gut noch böse, nicht irgendeiner Gruppe von Leuten vorbehalten oder kompliziert. Sie war einfach da. Um etwas zu zeigen, etwas auszudrücken, zu helfen – dem Künstler selbst und manchmal auch jenen, die die Bilder sahen. Caelan wusste das, deshalb liebte sie ihn und teilte das Atelier regelmäßig mit ihm. Selten so nah wie heute, oft saßen sie einfach nur schweigend da und malten und zeichneten, bis einer wieder ging.

Der Kriegerprinz schlief zwar unruhig, doch nicht beunruhigend schlecht, sodass sie ihn getrost schlafen lassen konnte ohne sich überlegen zu müssen, ob sie ihn wecken sollte. Sie hätte sich gewünscht, dass er ein paar Stunden schlafen würde, auch, wenn das bedeutet hätte, dass sie stundenlang in ihrer derzeitigen Position hätte ausharren müssen. Allmählich dämmerte es draußen. Zuerst war am Horizont ein schwacher heller Streifen zu sehen, der sich immer weiter über das Firmament ausbreitete, bis der Morgen in einem schwachen Grau durch das Fenster in das Atelier kroch. Dies war auch die Zeit, zu der Caelan wieder aufwachte. Zunächst regte er sich nur etwas, kuschelte sich ein wenig an sie und sie sah zu ihm, lächelte, ohne dass er es mitbekam, nur für sich selbst. Als er sich aufrichtete zog Merel ihre Hand zurück, legte den Kopf schief und sah den verschlafenen Kriegerprinzen in all seiner Niedlichkeit an. Ihm gegenüber würde sie natürlich nie das Wort ‚niedlich’ verwenden, sie war ja nicht dumm. „Etwas mehr als eine Stunde. Es dürfte etwa halb sieben sein.“, erwiderte sie leise auf seine Frage hin. Das bedeutete, dass noch etwa zwei Stunden Zeit waren, bis der Tag tatsächlich losging. „Du kannst also ruhig noch etwas schlafen. Vielleicht sollten wir das beide tun?“ Sie hatte das Gefühl, dass auch sie jetzt in der Lage dazu war, zumindest zwei Stunden noch einigermaßen ruhig und erholsam zu schlafen. Notfalls hier im Atelier oder auch in ihrem Bett, bei Caelan oder sie suchten sich ein völlig neutrales Bett, in dem keinerlei schlechte Signaturreste zu finden waren. Sollte sich irgendjemand daran stören, dass sie mit dem Kriegerprinzen in einem Bett lag, würde sie demjenigen liebend gern klar machen, dass sie mit ihrem geistigen Adoptivbruder herumlag wo sie wollte und wann sie das wollte.

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26 Apr, 2011 15:24 24 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Kriegerprinz




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"Mhm.. halb sieben.." Er gähnte. "Also.. schlafen.. weiß nicht.. Eigentlich müsste ich mit meine Training anfangen.." Er fuhr sich fahrig mit der Hand durch seine etwas zerzausten langen schwarzen Haare. Er wollte sich nicht alleine schlafen legen, generell wollte er eigentlich gerade nicht alleine bleiben.
Er wollte nur in ihrer Nähe sein, bei ihr, damit er nicht so alleine war, er brauchte nicht einmal Körperkontakt, wobei er sich gerade ein wenig danach sehnte, nach dem Trost, der manchmal in Nähe lag. Calean wusste außerdem, dass es zu Missverständnissen kommen konnte, wenn er kuscheln mit Merel in einem Bett lag, allerdings war ihm das egal. Er wusste, wie er zu Merel stand - und was er nie tun würde. Er hoffte, dass sie es auch wusste. Merel war ihm in den letzten Wochen zu einer Schwester geworden, eine Vertraute. Jemand, mit dem er auch dunkle Momente teilen konnte, ohne darüber reden zu können.. aber auch Jemand, mit dem er Unsinn machen konnten. Auch solche Momente gab es, wenn sie beide mit Zeichenblöcken bewaffnet im Garten saßen und herumalberte, während sie zeichneten und malten, wenn sie gemeinsam Bilder malten - einer fing an, der nächste fügte etwas hinzu, so ging es immer weiter, bis sie beide das Bild als fertig empfanden.
Merel war für ihn ein sicherer Hafen, ein Ruhepol, Sie war Verständnis, Trost, Stütze, allerdings auch lachen, Unsinn und Zänkereien. Und vermutlich würden sie sich am Mittag schonwieder die Palmen hochtreiben.. und am Nachmittag gemeinsam irgendetwas unternehmen. Insgesamt fühlte sie sich einfach wie eine Schwester an. Und er genoss es, dass sie ihn wohl auch als Bruder akzeptiert hatte.
Er lehnte seinen Kopf an ihre Schulter. "Darf ich bei dir bleiben? Ich möchte gerade nicht alleine sein.." Er seufzte und schmiegte sich an sie. "Ich hab dich gern, kleine Schwester."

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27 Apr, 2011 10:18 49 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Merel musste es sich verkneifen etwas zu erwidern bezüglich darauf, dass der Kriegerprinz meinte, dass er mit dem Training anfangen müsse. Nicht heute und nicht jetzt. Er brauchte Ruhe und Schlaf aber ganz sicher keine anstrengende körperliche Betätigung. Zumal ihr bereits aufgefallen war, dass er es damit oft ganz schön übertrieb. Er versuchte all die bösen Geister in sich damit zu vertreiben, bis zur völligen körperlichen Erschöpfung. Da, wo die junge Königin sich zurückzog, einsperrte und niemanden sehen wollte, ging Caelan nach draußen und trainierte. Stundenlang. Sie lächelte leicht, als der Kriegerprinz sich wieder an ihre Schulter lehnte, und fuhr mit den Fingern durch sein Haar, bevor sie ihm einen Kuss auf die Stirn gab. „Ich hab dich auch gern.“, meinte sie leise. Sie hatte sich zwar nie einen Bruder gewünscht, aber jetzt, da sie sozusagen einen hatte, wollte sie ihn auch nicht mehr hergeben. „Und ich will auch nicht alleine sein.“ Kurz überlegte sie, bis ihr einfiel, wohin sich die beiden verziehen konnten. Es stand noch ein kleines Zimmer leer, in dem außer einem Bett und einem Schrank nichts stand. Sie bedeutete Caelan ihr zu folgen, bevor sie sich von ihm löste und aufstand. Das Fenster wurde geschlossen, Merel ließ ihre Zeichnungen verschwinden und nachdem alles gemacht war, verließen die beiden das Atelier.

Nach einer kurzen Orientierung schlich die Kleinterreilleanerin durch das Haus und öffnete dann leise die Tür, hinter der das kleine Zimmer lag. Es roch ein klein wenig staubig, doch die Bediensteten des Hauses machten auch hier regelmäßig sauber und überzogen das Bett, sodass die junge Frau guten Gewissens hinter Caelan die Tür schließen konnte. Zielstrebig ging sie zu dem Bett und schüttelte Kissen und Decke auf. Die blaugrauen Augen richteten sich auf den Kriegerprinzen, drückten Ruhe und Zuneigung aus. „Na komm schon. Schlafenszeit, für uns beide.“, meinte sie lächelnd und ließ sich auf die weiche Unterlage fallen. Sie klopfte neben sich auf die Matratze und legte sich dann auf den Rücken. Vielleicht würden sie beide noch ein wenig Schlaf und Erholung finden. Wenn irgendetwas war, würde man sie sowieso suchen und wecken kommen, darum brauchte sich also keiner Gedanken machen.

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27 Apr, 2011 17:13 13 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Unbewusst schmiegte er den Kopf an Merels Hand, als diese ihm durch das Haar fuhr. Irgendwann einmal hatte er ihr gegenüber erwähnt, dass er das mochte, auch wenn er sich nicht mehr genau daran erinnern konnte, wann das gewesen war, sie hatte es sich allerdings gemerkt und seitdem fuhr sie ihm häufiger durch das Haar, wenn sie merkte, dass er etwas Zuwendung benötigte. Caelan mochte es - vor allen Dingen, weil es ihm schwer fiel, danach zu fragen. Selbst bei Merel, bei der dies wohl noch am ehsten möglich gewesen. Nicht nur, weil sie ihm dabei nicht das Gefühl gab, schwach zu sein - sondern auch, weil er ihr so das Gefühl gab, wichtig zu sein und gebraucht zu werden. Und er wusste inzwischen, dass es Merel genauso half, sich um Jemanden zu kümmern, wie Kriegerprinzen es auch Kriegerprinzen half, sich um ihre Hexen zu kümmern.
Merel gab ihm einen Kuss auf die Stirn und erwiderte seine Zuneigung ebenso vorsichtig, dann ging sie auf die andere Aussage ein. Sie stand auf und begann aufzuräumen. Auch Caelan räumte seine Farben und BIlder weg, dann folgte er Merel in ein kleines, noch leerstehendes Zimmer. Sie ging auf das Bett zu und schnickte das Bettzeug zurecht, dann forderte sie Caelan auf, zu ihr zu kommen. Er lächelte sie vorsichtig an, auch wenn es ihm noch nicht so ganz gelingen wollte, während er langsam auf sie zuuging, als wäre er sich noch nicht sicher, was er davon halten sollte. Merel legte sich auf den Rücken, aber das Bett war groß und für ihn war noch mehr als genug Platz. Vorsichtig legte er sich neben Merel, unsicher, wie er sich hinlegen sollte. Da er sich noch nicht so sicher war, wie viel Nähe er er ertrug und wie viel Nähe Merel zulassen würde, verkroch er sich zuerst unter eine dicke Bettdecke, ehe er sich etwas an sie heran rollte und sich ebenfalls auf den Rücken legte, eine Lücke zwischen sich und ihr lassen. Den Arm legte er zur Seite, knapp über Merels Kopf. Eine stumme Einladung, dass sie sich an ihn kuscheln konnte, wenn sie wollte.
Währendessen hing er seinen Gedanken nach. Er war noch immer müde, gleichzeitig fühlte er sich aber auch aufgekratzt, und ein wenig nervös. Die Nervosität würde aber weggehen, sobald er sein alltägliches Training absolviert hatte. Er fühlte sich schlecht, wenn er sein Training ausfallen liess. Allerdings befürchtete Caelan, dass Merel ungehalten reagieren würde, wenn sie ihn an diesem Tag beim Training erwischen würde. Also blieb er brav und wollte versuchen zu schlafen - und wenn er nicht schlafen konnte, so würde er über Merels Schlaf wachen, so wie sie über den seinen gewacht hatte.

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28 Apr, 2011 01:08 42 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sie spürte seine Unsicherheit und seine Vorsicht, dazu brauchte sie ihn gar nicht offensichtlich ansehen. Seine Bewegungen und das, was sie stellenweise aus dem Augenwinkel sah, reichten ihr völlig aus. Zudem mischte sich diese Unsicherheit stellenweise auch in seine Signatur. Die junge Königin hatte bisher eines gelernt: Caelan war für einen Kriegerprinzen oft sehr beherrscht und wusste gut zu verbergen, was in ihm vorging, auch, was seine mentale Signatur anging. In diesen dunklen Stunden war es nicht so und das zeigte deutlich, dass es ihm alles andere als gut ging. Deshalb ließ sie ihm auch den Freiraum und verhielt sich bedeckt, sodass sie ihm nur stille Angebote machte, die angenommen oder abgelehnt werden konnten. Genauso machte er Merel solche Angebote, so auch jetzt, indem er einen Arm knapp über ihrem Kopf ablegte. Nun lag es an ihr zu entscheiden, ob sie die Nähe wollte und aushalten konnte, sich ein wenig näher zu ihm zu begeben oder ob sie es bleiben ließ. Einen Moment zögerte sie, unter anderem auch, weil sie nicht wusste, ob Caelan es überhaupt ertrug. Letztlich rutschte sie aber ein Stück zu ihm hin und auch ein Stück nach oben, sodass ihr Kopf auf seinem Arm zum Liegen kam und der Rest der beiden Körper nur wenige Zentimeter voneinander entfernt war.

Nach ein paar Minuten schloss Tindomerel vorsichtig die Augen und rollte sich ein wenig zusammen, so weit es ging, ohne Caelan zu nahe zu kommen. Es war schon eine Geste des Vertrauens, dass sie beide überhaupt so daliegen konnten. Eine Geste von beiden Seiten, da sowohl sie wie auch der Dhemlaner Schwierigkeiten mit zu viel Nähe hatten, besonders, wenn es ihnen schlecht ging. Das war das Paradoxe bei der Sache: Eigentlich wünschte man sich Nähe und eine Zuflucht, ertrug auf der anderen Seite jedoch eben diese Dinge nicht, wenn man nicht alles richtig machte und vorsichtig war. Merel wusste nicht, ob sie vorsichtig genug bei dem Kriegerprinzen gewesen war. Er war es gewesen, seine Nähe ertrug sie gerade recht gut. Eigentlich war sie sogar Balsam für ihre Seele, die so oft trauerte und schrie, ohne dass jemand etwas davon mitbekam. „Wenn sich irgendjemand wegen dieser Aktion hier aufregt, schlag ich ihm seine verfluchten Zähne ein.“, brummelte sie im Halbschlaf vor sich hin. Ein Zeichen, dass es ihr zumindest bereits ein wenig besser ging. Sie konnte schon wieder brummeln und vor sich hin schimpfen. Das nützte jedoch nichts, denn ihr Körper fühlte sich immer schwerer an und kurz danach nickte sie auch schon ein. Es war ein verhältnismäßig ruhiger Schlaf, dennoch wurde sie von ein paar Dingen heimgesucht. Sie murmelte unzusammenhängende Dinge vor sich hin wie ‚hör auf damit…’ und ‚lass es schnell vorbei sein’. Außerdem weinte sie im Schlaf, aber sie lag relativ still. Kein Herumwälzen und keine Phasen, in denen sie um sich schlug, nur ab und zu ein leises Schluchzen.

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28 Apr, 2011 06:26 11 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Die kleine Königin folgte seinem Angebot und lehnnte sich mit dem Kopf an seinen Arm. Einen Moment später rollte sie sich zusammen und Caelan deckte sie vorsichtig mit einer zweiten Decke richtig zu. Nicht nur, falls sie fror, sondern auch, weil Decken einfach ein Gefühl von Gebrogenheit vermitteln konnten. Immerhin kannte man sich so sehr darunter vergraben, dass nichts mehr zu sehen war. Außerdem hatte jeder eine eigene Decke, so dass der Stoff zwischen ihren Körpern lag. Selbst, wenn sie sehr nah beieinander liegen sollten, wäre immer noch etwas zwischen ihnen. Das würde ihm zumindest die Nähe etwas erleichtern - und er hoffte, dass es Merel genauso gehen würde.
Er merkte, wie Merel sich entspannte und wohl langsam wegdämmerte, allerdings murmelte sie äußerst schläfrig noch eine Drohung. Ein wenig belutigt streichelte er ihr einfach vorsichtig über den Kopf. "Okay, ich gebe dir Rückendeckung." erwiederte er sanft und leise, um sie nicht aufzuwecken, falls sie schon schlief. Dann schloss auch er die Augen, um sich etwas zu entspannen, aber schlafen konnte er nicht mehr wirklich.
Irgendwann hörte er sie leise schluchzen und murmeln. Er öffnete die Augen und sah sich um, allerdings waren sie noch immer alleine, also waren es nur wieder die Alpträume. Seine Kriegerprinzeninstinkte konnten also ruhig wieder etwas entspannen, es war kein Feind in Reichweite, gegen den er hätte etwas ausrichten können. Stattdessen lehnte er sich etwas näher an sie, allerdings nicht so nah, dass sie es eventuell als Bedrohung oder aufdringlich empfinden würde, und öffnete seine Barrieren so weit, dass sie seine Gefühle spüren würde - Sicherheit, Ruhe, Zuneigung. Vielleicht würden ihr die Gefühle dabei helfen, sich wieder zu beruhigen und besser zu schlafen. Es ist okay, kleine Schwester, Ich bin hier, ich passe auf dich auf. Solange ich bei dir bin, wird dir Niemand etwas tun. Er würde das ihr gegenüber nicht so aussprechen, vermutlich würde es sie nur wütend machen, allerdings wusste sie es sowieso - dass er sie beschützte. Dass er ihr in solchen Momenten wenigtens ein wenig das Gefühl von Sicherheit geben konnte.
So wie sie ihm. Ironischerweise - waren es doch Königinnen gewesen, die ihn schlecht behandelt hatten, und waren es doch Männer gewesen, die es bei Merel getan hatten. Im Grunde war es schon seltsam, dass sie beide sich ausgerechnet eine Person ausgesucht hatten, die im Normalfall aufgrund von Kaste und Geschlecht ein potentieller Auslöser für unangenehme Gefühle wäre.

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28 Apr, 2011 09:06 36 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Während sie träumte, hatte sie irgendwann das Gefühl, als würde sich etwas… einmischen. Etwas Wärmeres, Besseres, das wie eine unaufdringliche Woge in ihre Träume schwappte und etwas davon versprach, dass man auf sie aufpassen würde. Es beruhigte Merel ein wenig, sodass sie nur noch leise weinte, dafür aber still dalag. In ihren Träumen tauchten immer wieder schemenhafte Gestalten auf, die sie berührten, obwohl sie es nicht wollte. Sie hatte das Gefühl, tatsächlich blaue Flecken und Kratzer davon zu bekommen, obwohl immer alles ziemlich schnell ging. Und immer fand sie sich irgendwo festgebunden oder festgedrückt vor. Irgendwann wurde alles deutlicher. Zunächst das Gesicht des hayllischen Prinzen von vor fünf Jahren, wie er in der Gasse über ihre gelegen hatte. Dann veränderte sich ihre Umgebung zuerst, wurde zu einem Zimmer und unter ihrem Rücken spürte sie eine weiche Matratze. Auch der Mann, der auf ihr lag, veränderte sich. Bhaals Gesicht erschien, womit sich auch ihre Gefühle veränderten. Sie hatte noch immer Angst und wollte das alles nicht, doch mischte sich etwas anderes darunter. Das Gefühl, dass dieser Mann zu ihr gehörte, dass er gerade nicht wusste, was er da tat. Es war paradox: Einerseits die Angst und die Panik, andererseits das Gefühl, dass er sie auch mit seinem Leben beschützen würde. Nur nicht vor ihm selbst und nur nicht jetzt.

Irgendwann wachte sie auf. Sie schreckte nicht hoch oder dergleichen, Merel öffnete einfach nur die tränennassen Augen und blickte auf… einen Pullover? Orientierungslos hob sie den Kopf und blickte in Caelans Gesicht. Sie blinzelte ein paar Mal, die blaugrauen Augen suchten den Raum ab, bis sie verstand, wo sie war und was passiert war. Ihre Augen weiteten sich erschrocken, schnell wischte sie sich die salzige Flüssigkeit aus dem Gesicht und krabbelte über das Bett, auf dessen einer Seite sie heraussprang. Ich muss schnell lernen, mich so gut zu beherrschen wie Caelan. Es hatte sich schnell herausgestellt, dass sie ihre Gefühle nicht so gut verbergen konnte wie er. Sie hatte zwar viel Zeit mit ihm im Atelier verbracht und sie wussten auch, was mit dem anderen los war, aber sie hatte nie, niemals, vor ihm geweint. Die Königin hasste es, wenn sie vor anderen Leuten weinte oder wenn sie in Momenten wie eben diesem gerade erwischt wurde. „Ich… tut mir leid…“, stammelte sie vor sich hin, richtete sich ihre Kleidung und sah zur Tür, auf dem Sprung, fluchtartig das Zimmer zu verlassen und sich verkriechen zu gehen. Hab ich im Schlaf geredet? Sie hoffte nicht. Bisher hatte der junge Dhemlaner immer nur gewusst, dass etwas vorgefallen war. Auch das mit der Brunftzeit von Bhaal wusste er inzwischen. Aber nicht mehr. Nicht all die Zusammenhänge, die sich zu einem Bild verflochten, das sich auch immer wieder in ihre Träume schlich. Dabei hatte sie vor gehabt, für Caelan da zu sein und nicht, dass sie diejenige war, die vor ihm einen relativ heftigen Einbruch hatte.

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28 Apr, 2011 18:40 40 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Er merkte, dass Merel sich rührte, und nahm etwas Abstand, damit sie keine Panik bekam. Aus eigener Erfahrung wusste er, dass es oft einige Momente dauerte, bis man wieder wusste, wo man sich befand.. oder wann. Bis man sich wieder daran erinnerte, dass es schon lange vorbei war, nur ein Traum, und nicht gerade erst geschehen.
Sie öffnete die Augen und sah ihn an, erst verwirrt, dann erschrocken. Einen Moment fürchtete er, dass sie Panik bekommen würde, doch die Geschwindigkeit, in der sie sich die Tränen wegwischte, liessen einen anderen Grund vermuten, aus dem sie so schnell aufstand. Merel wollte nicht schwach wirken, genauso wenig wie er. Und er konnte es gut nachvollziehen.
Als sie sich entschuldigte, hatte er sich gerade erst aufgesetzt und fuhr sich müde durch das lange, schwarze Haar, während er sich streckte. "Was tut dir Leid?" fragte er vorsichtig und leise nach und schlug die Decke zurück. Sollte sie flüchten wollen, würde er schneller sein als sie. So würde er sie nicht aus dem Zimmer gehen lassen. Inzwischenw ar das Haus wach, und da sie so durcheinander war, würde sie mit Sicherheit Mehrunes über den Weg laufen - dabei hatte er sich sogar die Mühe gemacht, einen mentalen Schild um den Raum zu legen. Dieser hätte zwar nicht unbedingt etwas gebracht, wenn Mehrunes direkt an dem Zimmer vorbei gelaufen wäre.. sollte aber alle Emotionen ausreichend abgeschirmt haben, wenn er sich etwas weiter entfernt aufhielt.
Er wusste, dass sie Angst bekommen würde oder sich bedroht und eingeengt fühlen würde, wenn er sie jetzt beschützerisch behandeln würde. Merel wollte nicht beschützt werden, das würde ihr erst Recht das Gefühl geben, schwach zu wirken, und das galt es zu vermeiden. Also tat er etwas, von demr er hoffte, dass es ziehen würde.. egal, wie viel Stolz er dabei hinunterschlucken musste.

Er sah auf seine Hände, die die Bettdecke noch immer umklammert hielten, während er leise weitersprach, ehe sie auch nur dazu kommen konnte, auf seine erste Frage zu antworten. "Musst du... schon gehen?" Er klang etwas unsicher, zurückhaltend, scheu, leise - verletzlich. "Ich.. dachte du bleibst noch etwas. Ich möchte eigentlich noch nicht alleine.." Er seufzte, schüttelte den Kopf und fuhr sich durch die Haare. "Ach egal." Er sah auf und schenkte Merel ein Lächeln, das tapfer aussehen sollte, aber nicht so wirkte, während seine Augen einen eher verzweifelten Ausdruck hatten.
Es stimmte. Er wollte wirklich noch nicht alleine sein. Doch unter normalen Umständen hätte er das niemals so zugegeben. Und weil es eigentlich stimmt, weil er nicht alleine sein wollte, nicht wollte, dass sie ging, erforderte es auch nicht wirklich schauspielerisches Talent, um verzweifelt auszusehen, verletzlich zu klingen. Eigentlich war er noch immer verletzlich. Dass dies tatsächlich noch so war, wollte er sich aber eigentlich selbst nicht so ganz eingestehen. Gedanklich hielt er an dem Gedanken fest, dass er ja nur Merel bei sich behalten wollte und nur so tat. Tief im Innern wusste er dennoch, dass dem nicht so war. In irgendeiner stillen Ecke, die er gerne möglichst weit von sich fernhielt.

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28 Apr, 2011 19:18 42 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sie musste sich stark zusammenreißen, um nicht schwer zu atmen und wie ein Tier in der Falle einfach zur Tür zu stürzen. Langsam und ruhig. Sie hörte seine Frage, antwortete jedoch nicht, sondern tat bereits den ersten Schritt. Als der Kriegerprinz jedoch weitersprach blieb Merel abrupt stehen und hielt in ihren Bewegungen inne. Ihr Kopf drehte sich zu Caelan und die verweinten Augen sahen ihn misstrauisch an. Er wirkte scheu und zurückhaltend und das Lächeln, das er ihr kurz darauf schenkte, sah alles andere als glücklich aus. Er wirkte… verletzlich. Was zum…? Die Königin drehte sich ganz um, sodass sie nun vor dem Bett stand. Der Kopf war schief gelegt und die blaugrauen Augen musterten den jungen Dhemlaner, der sich sonst so gut unter Kontrolle hatte. Wie viel Stolz musste er gerade herunterschlucken, dass er sich so vor ihr zeigte? Die Kleinterreilleanerin schluckte heftig und ihre Augen waren leicht geweitet, weil sie für einen Moment überhaupt nicht wusste, was sie tun sollte. Eigentlich wollte sie gehen, flüchten, damit niemand sie so sah. Sie wollte sich in ihrem Zimmer verkriechen, alles mit Schilden abdecken und erst wieder herauskommen, wenn sie sich nicht mehr so furchtbar… angreifbar fühlte. Aber da saß Caelan und wirkte so, als ob er Hilfe bräuchte. Er zeigte ihr Dinge, die er sonst nicht zeigte – da konnte sie nicht einfach gehen.

Ihre Lippen wurden zu schmalen, fast weißen Strichen, als sie die Zähne zusammenbiss und zurück auf das Bett kroch. Sie kniete sich neben den Dhemlaner und hatte den Blick gesenkt, während sie sich auf der Unterlippe herumkaute. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie er sich mit den Händen in die Bettdecke krallte, was sie dazu bewog, dass sie den Arm ausstreckte und eine Hand auf seine legte. Sie hakte leicht ihre Finger in die seinen und versuchte ihn anzulächeln, doch das Lächeln sah eher traurig aus. „Dann bleibe ich noch ein bisschen.“, meinte sie mit brüchiger Stimme. Merel kämpfte stark mit sich. Eigentlich wollte sie weinen oder schreien oder beides. Aber nun saß sie hier bei Caelan, hatte damit Gesellschaft und konnte sich das nicht erlauben. Also kniete sie nur angespannt auf dem Bett und versuchte den Eindruck zu vermitteln, als sei alles nicht so schlimm und als würde es schon wieder gehen.

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28 Apr, 2011 20:45 43 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Caelan bemerkte, wie sie schluckte, abwägte, ob sie bleiben oder gehen wollte. Letztendlich entschied sie sich für bleiben und ging zu ihm zurück, kniete sich sogar neben ihm auf das Bett - und berührte seine Hand. Er hatte nicht erwartet, dass sie so viel Nähe zulassen würde und war dankbar um die Berührung. Sie war tröstend. Vorsichtig legte er seine andere Hand über ihre - so dass die ihre zwischen seinen Händen lag. "Danke.." Er meinte es ehrlich. Er war dankbar darum, dass sie ihn nicht alleine liess.. und dankbar darum, dass er bei ihr bleiben durfte, obwohl sie fliehen wollte. Er atmete tief ein und aus und schloss die Augen. "Ich wäre gerne auf einer Wiese, irgendwo im Freien. Ich würde gerne einfach laufen, um mich herum nichts anderes als Wald und Wiese, unter meinen Füßen nur Gras und gesunde Erde. Ich wäre gerade gerne weit weg von jeglicher Zivilisation, dort, wo ich das Land spüren kann.. und einfach Zeit habe, für mich zu sein, mich wieder zu fangen. Diese Stadt, dieses.. Territorium ist so.. eng. Ich kann den Wind nicht auf meiner Haut fühlen, und das Land nicht unter meinen Füßen." Er seufzte und zog seine Hand wieder zurück, während er die Augen öffnete und die Bettdecke anstarrte.
"Manchmal fühle ich mich immer noch so.. fremd und falsch hier.." Während er sprach, wurde Caelan immer leiser – auch wenn er so schon eine sehr leise Stimme hatte. Er schüttelte wieder den Kopf. "Ich.. ich denke, eigentlich sollte ich.. bald mein Training machen. Eigentlich sollte ich längst trainieren.." er seufzte tief. "Andererseits möchte ich gerade nicht alleine sein. Vor allen Dingen möchte ich noch nicht hinaus. Ich habe zu große Angst, dass Jemand anderes merken könnte, dass ich.. dass.. hm.."Er schwieg und zuckte hilflos die Schultern. "Ich möchte hier bleiben, einfach einen Moment, bis ich mich wieder soweit gefangen habe, dass es Niemandem auffällt.." Er warf einen kurzen Blick zu Merel. In seinen Augen stand noch immer ein Hauch Verzweiflung. "Bleibst du bei mir, bis ich mich wieder gefangen habe? Bitte? Ich möchte nicht, dass Mehru sich.. wegen irgendetwas Sorgen macht, von dem er eigentlich gar nichts zu wissen braucht.."
Er sprach von sich, sprach einige Gedanken und Gefühle aus, die er auf sich bezog.. allerdings hoffte er, dass Merel, während sie bei ihm blieb und ihm dabei half, seine Fassung wieder zu gewinnen, selbst wieder etwas Fassung gewann. Er hoffte, dass Merel es genauso sehen würde wie er.. und sich seine Gedanken, die ihn betrafen, auch für sich selbst zu Herzen nehmen würde. Er kannte seinen Bruder gut genug um zu wissen, dass dieser vermutlich viel Wirbel um Merel machen würde, sie ummuttern und auf sie aufpassen, allerdings glaubte Caelan, dass sie das gerade nicht wollte, dass sie nicht wollte, dass irgendjemand sich um sie kümmerte, weil sie sich dann womöglich noch verletzlicher fühlte.

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28 Apr, 2011 22:56 01 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Caelan riss die junge Königin ein wenig mit, während er erzählte, was ihm hier in Kleinterreille fehlte und was vielleicht ganz gut für ihn wäre. Sie konnte das verstehen. Dieses Territorium war dicht bebaut und besonders in der Hauptstadt gab es kaum Grünflächen. Und wenn, dann waren die alles andere als geeignet um zu entspannen oder dergleichen. Deshalb zog es auch Merel regelmäßig raus aus Goth, sie ging dann nach Fallon zu ihren Eltern, streifte durch das Umland, wo es noch Waldstücke gab, die gesund waren und oft auch nahezu unberührt von Menschenhand. Sie versuchte ihn aufmunternd anzulächeln. „Wir bleiben hier. Niemand wird irgendetwas mitbekommen.“ Das war ja immerhin auch in ihrem Sinne. Es passte ihr schon nicht, dass der Kriegerprinz mitbekam, wie es um sie bestellt war. Dass er sie weinen gesehen hatte. Sie biss die Zähne zusammen, bis ihr der Kiefer schmerzte. „Wir könnten auch…“, begann sie, brach dann aber zunächst ab. Gehetzt sah sie sich in dem Raum um, überlegte, ob sie den Vorschlag wirklich machen sollte. Eigentlich wollte auch sie gerade nicht vor die Tür, weil die Gefahr zu groß war, dass Mehrunes sie in dem Zustand sah. Und dass er auch seinen kleinen Bruder so sah. Das konnte nicht gut gehen, weil er sich dann Sorgen um sie beide machen würde. Wie sollte sie ihm das erklären? Zumal er einer derjenigen war, die ihre ganze Geschichte kannten. Im Grunde war es zum Verzweifeln. „Ich weiß nicht.“ Hilflos ließ sie sich zur Seite sinken und rollte sich zusammen. Die Knie hatte sie angezogen und die Arme darum gelegt, während die blaugrauen Augen einfach nur ins Leere starrten. Die Bilder aus dem Traum spukten ihr im Kopf herum, wollten nicht weggehen und vermischten sich mit tatsächlichen Erinnerungen an das, was vor fünf Jahren geschehen war. Und an das, was erst vor wenigen Wochen passiert war. Man hatte ihr schon öfter gesagt, dass sie Hilfe brauchte – aber sie hatte nie wirklich welche angenommen. Nun presste sie die Lippen aufeinander, damit auch bloß nichts nach außen dringen konnte und schloss die Augen, damit man nicht sehen konnte, was in ihr vorging. Sie wollte für Caelan da sein, sei es auch nur für ein paar Minuten. Verkriechen konnte sie sich auch später an diesem Tag noch. „Dein Training könntest du heute lassen. Ich weiß, wirst du wahrscheinlich sowieso nicht tun, aber ich meine ja nur…“, flüsterte sie ganz leise. Sie wusste, dass der Dhemlaner trotzdem trainieren würde, weil er sich sonst irgendwie schlecht fühlte.

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29 Apr, 2011 00:14 12 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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