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Caelan
Kriegerprinz




Link zur Bio: Caelan Noctis
Weitere Charaktere: Alvaro, Andras, Ayana, Bhaal, Damien, Diana, Elena Noctis, Kem, Maeve, Merida, Phelan, Rana, Rianne, Sasha, Sophie, Tiyaris, Vhaidra

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Als Merel ihn umarmte blieb er einfach stehen, hörte ihr zu. Nur gegen Ende schüttelte er den Kopf, löste sich aus ihrer Umarmung und tigerte wieder auf und ab. "Du begreifst es wirklich nicht, oder?" Er wirkte wieder wütend, doch die Tränen waren nicht ganz getrocknet, noch immer waren seine Augen feucht. Er schüttelte wiederholt den Kopf, gab ein entnervtes Geräusch von sich. "Es ist mir keine 'Last', auf dich auf zu passen. Ich bin gerne bei dir, ich passe gerne auf dich auf und ich werde gerne jeden armen Irren, der glaubt, dass du schwach bist, schon einmal sein Testament aufsetzen, während du ihn dir vorknöpfst - ich denke, das kannst du nämlich sehr gut, Leute davon überzeugen, dass du keine arme kleine Hexe bist, die Schutz braucht. Du kratzt und beisst oft genug, wenn man als Mann versucht, den eigenen Instinkten gerecht zu werden."
Wieder schüttelte er den Kopf, diesmal wieder langsamer, blieb stehen. "Außerdem bist du eine willkommene Marionette, wenn du nur versuchst, es allen Recht zu machen. Es tut mir Leid, Merel, ich möchte jetzt raus gehen und Sport machen. Ich.. kann gerade nicht mehr. Ich möchte nicht weiter wütend auf dich sein und mit dir streiten. Mach, was du für richtig hältst, du bist alt genug. Und letztendlich kann ich dich doch nicht aufhalten."
Er ging zu ihr und gab ihr einen flüchtigen brüderlichen Kuss auf die Wange. "Was immer du tust, ich bin bei dir. Egal, wie sehr es mir gegen den Strich geht. Dafür sind ältere Brüder immerhin da" Er strich ihr ein paar wirre Haarsträhnen aus dem Gesicht, dann drehte er sich um, um den Raum zu verlassen, war dabei aber langsam genug, dass sie ihn aufhalten könnte, wenn sie noch etwas zu sagen hatte.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

30 Apr, 2011 17:45 20 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




Link zur Bio: Tindomerel Numen
Weitere Charaktere: Naldariel, Mara, Emerwen, Moiraine, Firuz, Kjara, Cilya, Shahrazad, Keeva

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Erschöpft und ratlos sah sie Caelan an, als dieser wieder anfing durch das kleine Zimmer zu laufen. Für einen Moment hatte sie Angst, dass er sie notfalls einfach über den Haufen rennen würde. Er verhielt sich wie ein unruhiges, eingesperrtes Tier. So wurde er öfter, besonders dann, wenn er sich unter emotionalem Stress befand und meinte, unbedingt sein Training abhalten zu müssen. Zumindest war das immer Merels Einschätzung gewesen. Sie war auch gänzlich überfordert, als er zu ihr kam und ihr einen brüderlichen Kuss auf die Wange gab. Einen langen Moment starrte sie ihn einfach nur an, begriff dann aber schnell, dass er gehen wollte. „Bleib!“, rief sie, lauter als geplant und es klang irgendwie panisch. Sie war sogar einen Schritt nach vorn gegangen und hatte die Hand ausgestreckt, was sie erst danach bemerkte. Deshalb nahm sie den Arm auch wieder herunter und fuhr sich stattdessen mit den Fingern durch die Haare. Die verschiedensten Gefühle brachen sich einen Weg an die Oberfläche und ihre Signatur flackerte davon regelrecht, ohne dass sie es aktiv bemerkte oder auf die Idee kam, etwas dagegen zu unternehmen.

Tränen rannen über ihre Wangen und sie spannte sich an. Die Hände waren zu Fäusten geballt und die Fingernägel krallten sich in ihr Fleisch, bis langsam Blut daraus hervorsickerte und auf den Boden tropfte. Es war unverkennbar, welches Gefühl sich da gerade die Vorherrschaft erkämpfte: Wut. „Du kannst jetzt nicht einfach gehen!“, schluchzte sie, unterlegt mit Zorn. „Du kannst mir nicht Dinge sagen, die mich völlig aus der Fassung bringen und dann einfach verschwinden! Ich… ich…“ Abermals schluchzte sie, doch ihre Wut sickerte über ihre Signatur bereits durch den ganzen Raum und unterstützte die Tränen, die vorher noch Tränen der Trauer und des Schmerzes gewesen waren. „Ich wollte doch immer nur… ich hab doch nur…“ Merel bebte, wortwörtlich. Einerseits die Wut, die aufkam, weil sie sich so hilflos fühlte angesichts der Situation und weil sie nicht wusste, wie sie mit Caelan gerade umgehen sollte. Andererseits die Verzweiflung, die sie empfand, weil der Kriegerprinz ganz offensichtlich enttäuscht von ihr war, obwohl sie es nur gut gemeint hatte. „Du wirfst mir vor, dass ich nichts begreifen würde. Dabei begreifst du genauso wenig. Ich habe Angst, Caelan! Angst, dass ich dich nicht mehr halten kann, wenn du fällst, weil ich nicht einmal dazu in der Lage bin mich selbst aufrecht zu erhalten! Ich habe Angst, dass sich dein Bruder daran aufreibt sich um mich zu kümmern, wenn ich mich dazu durchringe zu ihm zu gehen und mir Schutz zu suchen. Ich habe Angst um all die anderen, die sonst vielleicht gleich mit nach unten gezogen werden, wenn ich einbreche!“, schrie sie ihn an. Ihr Gesicht war verzerrt vor Wut und Trauer und die Tränen schossen nur so aus den blaugrauen Augen, die den Dhemlaner anfunkelten und gleichzeitig bettelten.

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30 Apr, 2011 18:17 41 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Als sie ihnen bat, zu bleiben, blieb er stehen. Als sie zu sprechen anfing, blickte er sie über seine Schulter hinweg an - noch immer im Begriff zu gehen. Sein Drang danach, zu laufen, wurde immer stärker. Aber für Merel blieb er, auch wenn sie sich wahrscheinlich nur weiter streiten würden. Als sie zu schreien begann, zuckte er unmerklich zusammen, da Caelan ein Problem mit lauten Stimmen hatte, aber er liess sich anschreien, hörte ihr zu. "Bist du fertig?" fragte er leise nach, als die Pause zwischen ihren Worten andauerte. Er fühlte sich elend und eingeschüchtert, er wollte nicht weiter streiten, er wollte sie nicht weinen sehen, er wollte nicht angeschrien werden.
"Ich möchte nicht, dass du dich dazu verpflichtet fühlst mich zu halten. Die einzige Bitte, die ich an dich habe ist, dass du dich nicht selbst verrätst. Dass du dich nicht aufgibst, verlierst.. und zulässt, dass ich dich verliere." Er sprach noch leiser als sonst, seine Stimme war sachlich, nüchtern, tonlos, stumpf. Er wollte nicht mehr denken, nicht mehr reden. Er wollte - und das war ihm bewusst - vor der Situation fliehen. "Ich sagte doch.. ich kann dich nicht aufhalten, und egal, was du tust, werde ich für dich da sein. Ich akzeptiere es, wenn du diesen Weg gehen willst.."
Er gab sich geschlagen, kapitulierte Für mehr hatte er einfach nicht die Kraft. "Vielleicht brauche ich auch einfach Zeit um darüber nachzudenken. Es tut mir Leid, dass ich dich außer Fassung gebracht habe.." Er zuckte deutlich zusammen. "Früher wurde uns von Mehrunes Benehmen beigebracht, wenn wir Frauen außer Fassung gebracht habe.. er wird bestimmt schimpfen."
Und obwohl Caelan schon einige Jahrhunderte alt war, fühlte er sich wie ein Junge, wenn er von Mehrunes geschimpft wurde - einfach, weil er noch immer denselben Tonfall anschlug, denselben Blick hatte, wie zu den Zeiten, als Caelan noch tatsächlich ein Junge war und gerade seinen Ausbildung bei Hofe machte.

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30 Apr, 2011 23:31 36 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Ihr entging nicht, dass Caelan stellenweise zusammengezuckt war. Augenblicklich tat es ihr Leid, gleichzeitig aber machte es sie noch wütender – auf sich selbst. Ich bin nichts weiter als ein dummes Gör! Ein dummes, kleines Gör das überhaupt keine Ahnung hat aber so tut, als hätte es welche! Nun begann sie in dem Zimmer herum zu laufen. Dabei entspannten sich ihre zu Fäusten geballten Hände etwas und erst jetzt bemerkte sie den Schmerz, den sie sich selbst zugefügt hatte. Ein kurzer, flüchtiger, beiläufiger Blick bestätigte ihr, dass sie blutete, aber das kümmerte sie nicht. Ich muss… ach… ist doch alles nur Blödsinn. Ich habs mal wieder verbockt! Eine gefühlte Ewigkeit verbrachte Merel damit umher zu laufen und sich schwerste Vorwürfe zu machen. „Mehrunes wird nicht schimpfen. Dafür sorge ich schon.“, brummte sie aufgebracht vor sich hin. Gerade war sie in einer Laune, in der sie unberechenbar war, auch für den älteren Dhemlaner. Er war zwar der ältere Bruder Caelans, doch wenn er gerade hier stünde und seinen kleinen Bruder ‚schimpfte’ oder etwas machte, das man als Angriff bezeichnen konnte, würde die junge Königin die Nerven verlieren. Sie wusste das. Nur wussten das bisher weder Mehrunes noch Caelan – niemand. Bisher war sie nur ein einziges Mal in ihrem Leben in kalte Wut verfallen, sie gedachte nicht diesen Zustand zu wiederholen.

„Ich wollte doch nur…“, setzte sie an, brach ab und tigerte weiter. „Das war alles so…“ Sie klang gequält und ihr Gesichtsausdruck wechselte ab zwischen Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Enttäuschung und Schmerz. „Ich wollte das nicht, Caelan.“, meinte sie verzweifelt, wagte es allerdings nicht ihn anzusehen. Reichte schon, wenn sie sich diese Angewohnheit abschaute, durch den Raum zu laufen. Die Kleinterreilleanerin steigerte sich gerade hinein, das wusste sie selbst, dachte aber nicht daran, etwas dagegen zu unternehmen. Sie hatte es verdient, ihrer Meinung nach. „Ich weiß nur nicht, was ich tun soll. Du bist… du bist doch so was wie mein Bruder und ich…“ Unterbrochen wurde sie von einem aufgeregten Schluchzen und einem Naseschniefen. „…dir soll es doch nur gut gehen. Irgendwie. Und ich hab noch keinen Weg gefunden und… und… und…“ Wieder begann sie zu weinen, weil sie sonst nicht wusste wohin mit all dem, was sich da in ihr anstaute. Sie war heillos überfordert mit der Situation. Wieder schluchzte sie. „Ich fühle mich so hilflos und so unnütz, weil ich nichts tun kann. N-nicht f-f-für dich und… und… für niemanden sonst.“ Das war ihr alles zu viel. Sie sank auf die Knie und bohrte sich die eigenen Fingernägel wieder in die Haut ihrer Hände. Alles, was Ablenkung darstellte, war ihr gerade nur recht. Ansonsten hätte sie vielleicht nachgegeben und wäre einfach zu Caelan gelaufen, um ihn zu umarmen, zu halten, irgendetwas, das ihr das Gefühl gegeben hätte, dass er nicht ging und dass sie irgendetwas tun konnte.

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30 Apr, 2011 23:56 42 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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"Und wenn er doch schimpft, habe ich es verdient" gab er zurück, inzwischen wieder gefstigter. "Immerhin.. bist du.. meinetwegen außer Fassung geraten." Besorgt betrachteter ihre blutenden Hände. Er war überfordert, wusste nicht, was er tun sollte.. also tat er das einzige, was er gerade noch tun konne, er liess einfach seine Instinkte alles regeln. Wenn er endlich nachgab und sich um Merel kümmerte, würde er sich wenigstens besser fühlen.

Seufzend ging er zu ihr, legte ihr die Hand auf die Schulter und sah ihr tief in die Augen, ein unnachgiebiger Blick. "Genug." Es brachte Nichts, stellte er nüchtern fest. Reden, flehen betteln, es half nichts. Das ganze Gespräcjh erreichte nur, dass sie sich gegenseitig weh taten. Un diesen Kreislauf versuchte er nun zu unterbrechen. Er sah ihr tief und fest in die Augen, unnachgiebig. "Hör mir gut zu Merel. Du wirst jetzt duschen gehen und die Wunden vernünftig behandeln, sonst schleife ich dich zu einer Heilerin. Du wirst dir Gedanken darum machen, was du willst und sie aufschreiben. Alle Ziele, die du erreichen willst, und welche Steine dir dabei im Weg liegen. Wenn du damit fertig bist, werden wir gemeinsam schauen, wie wir die Steine aus deinem Weg bekommen, ohne, dass du dich dafür aufgeben musst. Es wird mit Sicherheit einen besseren Weg geben, als dich komlett abzuschotten und dich auf eine reine Funktion zu beschränken. Außerdem wirst du eine Tasche packen, wir werden nämlich einige Tage verreisen. Weg von hier, weg von Kleintereille. Vielleicht hilft es dir ja, ein anderes Territorium zu sehen und ein paar Tage nur du zu sein - Merel, die gerne zeichnet, erschöpft ist und Urlaub braucht und deswegen von ihrem Bruder begleitet wird. Womöglich helfen dir diese Tage, heraus zu finden, was du wirklich möchtest."

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01 May, 2011 00:13 04 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
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Wie Caelan sie ansah, machte sie nervös. Es fraß sie regelrecht von Innen heraus auf, weil sie nicht wusste, wie sie reagieren sollte. Er war so schnell umgeschwenkt von… durch den Wind hin zu… so gefasst und fast schon befehlend. „Ich…“, stammelte sie, bevor sie heftig schluckte. Nein! Eigentlich wollte sie ihn anschreien und bockig sein wie ein kleines Kind. Sie wollte weg, raus… weil sie sich fühlte wie ein eingesperrtes Tier, das einen Fuß in der Falle hatte. Aber sie würde ihn nicht noch einmal anschreien, nicht binnen so kurzer Zeit. Sie hatte einmal die Fassung verloren, dass würde ihr heute kein zweites Mal passieren. Deshalb riss sie sich auch zusammen und streckte den Rücken durch, um den Eindruck zu erwecken, als hätte sie sich wieder gefangen. „Ich gehe Sachen packen.“, erwiderte sie schließlich tonlos. Sie versuchte sich an einem Lächeln, aber es sah kläglich aus. Merel musste dringend ihre Masken wieder an den rechten Platz rücken. Vor allem, so lange sie nicht herausgefunden hatte, wie sie den Kriegerprinzen davon überzeugen konnte, dass einigermaßen alles in Ordnung war. Irgendwie musste sie es hinbekommen, so gut wie jedem vorzugaukeln, dass sie noch immer die Alte war und bleiben würde – dabei aber aufhörte, zu viel zu fühlen, was ihre Vergangenheit und ihre eigenen Schatten betraf.

Sie riss sich von dem Dhemlaner los, bevor sie blitzschnell zur Tür eilte. Weder drehte sie sich um, noch sagte sie irgendein weiteres Wort. Im Moment konnte sie Caelans Drang zu laufen verstehen – sie hatte ihn selbst. Weg, weit weg von allem. Am Liebsten hätte sie nichts mehr hören, nichts mehr sehen und nichts mehr sagen wollen. In ihrem Zimmer angekommen schmiss sie die Tür lautstark hinter sich zu und sackte mit dem Rücken gegen die Tür. Sie atmete schwer, als wäre sie tatsächlich meilenweit gelaufen, dabei war es einfach nur dieses furchtbare, beklemmende Gefühl, das diese Atemnot verursachte. Ich muss packen. Schnell. Raus hier. Weg hier. Vielleicht würde sie es in den nächsten Tagen schon schaffen, Caelan davon zu überzeugen, dass es gut so war, wie es war. Dass er sie nicht verlieren würde und sie ihn im Gegenzug niemals fallen lassen würde. Irgendeine Lösung würde ihr einfallen, das nahm sie sich fest vor. Was auch immer es kosten mochte. Also begann sie zu packen.

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01 May, 2011 00:46 39 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Als sie erwiderte, dasss ei packen gehen würde, nickte er stumm. Sie riss sich los und flüchtete vor ihm. Er gönnte sich einen Moment, in dem er einfach in sich zusammensackte, ehe er aufstand und sich in dem Zimmer umsah. Viele heftige Gefühle. Er rief ein kleines Netz herbei - ein Geschenk von einer befreundeten Schwarzen Witwe - und aktivierte es. Es würde alle negativen Gedanken und Gefühle aus dem Raum saugen, ihn wieder neutralisieren, so dass nichts mehr von den herrschenden Emotionen übrig sein würde. Nebenbei dachte er darüber nach, dass er dieser Schwarzen Witwe und Heilerin auch wieder einen Besuch abstatten könnte. Vermutlich würde sie ihn dafür schlagen, dass er schon länger wieder in Kleintereille war, ohne sich zu melden.. aber sie würde sich freuen. Und vielleicht könnte er sie bitten, anch seinem Kelch zu sehen. Caelan bekam mehr und mehr das Gefühl, dass sein Kelch angeschlagener war, als er dachte. Er hatte Angst, dass er noch nachträglich zerbrechen könnte. Also würde er vorher eine Schwaze Witwe aufsuchen, eine, der er vertraute. Die Frau, die ihn damals schon versorgt hatte, ihm Asyl geboten und auf ihn aufgepasst hat.
Während das Netz seine ARbeit tat, ging er ins ein Zimmer zurück. Er duschte sich ausgiebig, dann zog er sich an. Er entschied sich für eine Hose aus festem, schwarzen Stoff, ein weißes Hemd und eine schwarze Weste. Seine langen Haare fasste er in einem losen Zopf zusammen, dann begann er, seinen Koffer zu packen. Er packte nur wenig feine KLeidung ein, der größte Teil bestand aus Lederhosen, Stoffhosen, Tuniken und anderer Kleidung, in der man gut viel laufen konnte und auch kämpfen, wenn es sein musste.
Nachdem er dies eingepackt hatte, organisierte er Decken, Schlafsäcke und viele Kleinigkeiten, die man für eine längere Zeit in der Natur benötigte, wie Kühlboxen für Fleisch, Reservebeutel für Wasser, Teekessel und ähnliches. Nachdem er sich auch darum gekümmert hatte, schrieb er eine Proviantliste, suchte seine Zeichensachen zusammen und übrprüfte letztendlich nochmal seine Waffen. Nachdem er alles fertig hatte und es nur noch galt, den Proviant zu holen, liess er alles verschwinden und schrieb seinem Bruder eine kurze Notiz.
Gegen Ende klopfte er an Merels Tür. Er hatte zum Packen immerhin einiges an Zeit benötigt, vielleicht war Merel ja auch schon fertig oder benötigte Hilfe. Zudem hatte er eines der Netze dabei, die Zimmer von mentalen Signaturen reinigten. r würde es Merel anbieten.. vielleicht wäre ihr wohler, wenn sie in ein sauberes Zimmer zurückkehren würde.

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Geburtsjuwel | Aufstiegsjuwel

01 May, 2011 10:22 00 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Die junge Frau packte nur das Nötigste zusammen: Ein paar Klamotten und Zeichenzeug. Außerdem war ihr die Idee gekommen, dass sie irgendwann in den nächsten Tagen – wenn sie denn eh schon unterwegs war – mal wieder bei ihren Eltern vorbeisehen konnte. Vielleicht kurz bevor sie nach Goth zurückkehrte und Caelan musste auch nicht mit, wenn er nicht wollte. Eine etwas größere Handtasche würde sie sich umhängen, den Rest ihres Gepäcks ließ sie einfach verschwinden. Dann zog sie sich um, schlüpfte in einen roten Pullover und eine weite, braune Stoffhose, bevor sie sich eine dünne Jacke überwarf und sich im Spiegel betrachtete. Ein paar Minuten stand sie da und übte zu Lächeln. Als es ihr einigermaßen gelang musste sie aufpassen, dass sie das Lächeln nicht einfach wieder fallen ließ. Zum Glück klopfte es gerade an der Tür, ansonsten hätte sie die einigermaßen fröhliche Maske vielleicht nicht aufrecht erhalten können. Mithilfe der Kunst öffnete sie die Tür und drehte sich um, damit sie den Kriegerprinzen anlächeln konnte. „Na, fertig mit Packen?“ Wer sie nicht kannte mochte meinen, dass der Vormittag nie stattgefunden hatte, dass sie nicht vor zwei Stunden noch ein zitterndes Bündel gewesen war. Zufrieden nickend bestätigte sie, dass sie ebenfalls fertig war, ihre Sachen zusammen zu packen.

Bevor sie das Zimmer verließen, bot Caelan ihr allerdings ein kleines Netz an, weil er anmerkte, dass sie vielleicht in einem ‚sauberen’ Zimmer schlafen wolle, wenn sie zurückkam. Einen langen Moment starrte sie auf das Netz, lächelte weiter, aber in ihren blaugrauen Augen blitzten die Nachwirkungen des Vormittags auf. Nur für ein paar Sekunden, bevor sie sich wieder unter Kontrolle hatte. Bei dem Dhemlaner fiel es ihr meistens schwer, die Fassung zu bewahren, vor allem, weil er oft mehr sah als der Rest. Was hatte er gleich bei ihrem ersten Treffen gesagt? Gleiches erkennt Gleiches. Dem war wohl tatsächlich so. „Danke.“, meinte sie leise und nahm das Netz an. Nachdem es aktiviert worden war, beobachtete Merel genau, was damit passierte. Wie die Fäden langsam schwarz wurden, weil sie die schlechten Signaturreste in sich aufsaugten. Die Reste dessen, was sie geträumt, gefühlt, gefürchtet hatte. Als alles bereit war und das Netz seinen Dienst getan hatte, hatte sie es furchtbar eilig. „Gehen wir?!“ Schnell und am besten sofort! Der Drang, von hier weg zu kommen, wurde immer stärker.

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01 May, 2011 11:24 50 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Die Tür wurde mithilfe der Kunst geöffnet und Merel schenkte ihm ein Lächeln, dass ein wenig zittrig wirkte und ihre Augen nicht ganz erreichte, er erwiderte das Lächeln müde. "Ja ich bin soweit fertig und wollte nachsehen, wie weit du bist. Du bist aber auch schon fertig, oder?" Merel nickte, und er nickte ebenfalls. Merel packte ihre Sachen zusammen und wollte das Zimmer verlassen, aber er hielt sie auf und zeigte ihr das Netz. "Es wird alle mentalen Signaturen entfernen. Ich dachte.. du möchtest vielleicht in einem sauberen Zimmer schlafen, wenn du wieder kommst." Er beobachtete Merel, die weiterlächelte, als wäre alles in Ordnung, doch in ihren Augen war ein Hauch von dem Gefühlssturm zu sehen, den sie noch immer nicht ganz überwunden hatte. Nach einigen Sekunden dankte sie ihm und aktivierte das Netz, wie er es ihr zeigte. Schweigend beobachteten sie, wie das Netz seine Arbeit tat. Nachdem der Raum gereinigt war, nahm er das Netz an sich.
"Ja, wir gehen." Antwortete er ruhig. Das andere Netz hatte er bereits geholt und er war fertig, sie konnten gehen.

Er machte sich mit Merel zusammen auf den Weg, nahm zuerst einen Wind, der sie von Kleintereille fort brachte. ER entscheid sich für Nharkhava. Das Territorium hatte ein angenehmes, warmes Klima, es gab viele Bademöglichkeit, malerische Weinberge, Orangenplantagen... Ein schönes Territorium. Er liess sich mit Merel von den Winden fallen, nahe einer Unterkunft, die er während seiner Zeit als Geächteter häufig benutzt hatte. Es war nur eine Höhle, doch sie war trocken und geräumig.
Unter ihnen erstreckte sich das Land, blühend, gesund, voller Weinberge, Bäume, Plantagen, auf der anderen Seite konnte man das Meer glitzern sehen. Er wartete und liess Merel die Zeit, den atemberaubenden Anblick auf sich wirken zu lassen.

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01 May, 2011 11:57 02 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Merel war unheimlich froh, als sie mit dem Dhemlaner zusammen das Haus verließ und kurze Zeit später bereits aus Goth heraus war. Sie ließ Caelan bestimmen, wo genau es hinging, da sie sich eigentlich nur in Kleinterreille auskannte und es ihr schlichtweg egal war – Hauptsache weit, weit weg aus der stickigen Hauptstadt. Letztlich war das Ziel Nharkhava und die junge Königin stand kurz darauf mit ihm zusammen auf einer Anhöhe. Frische Luft wehte ihr um die Nase, die nach dem Meer roch, das sich nicht weit von ihnen entfernt bis zum Horizont erstreckte. Obstplantagen waren überall, Weinberge, gesundes, frisches Land, das sich im Spätfrühling der Sonne entgegen streckte. Die Kleinterreilleanerin schloss die Augen und atmete tief ein. Es kam ihr so vor, als hätte sie das seit Wochen nicht mehr getan: Durchgeatmet. Das Lächeln, das die ganze Zeit über wie in Stein gemeißelt auf ihrem Gesicht zu sehen gewesen war, verwandelte sich in ein ehrliches und aufrichtiges Lächeln. Bevor sie sich wieder in Bewegung setzten und Caelan ihr zeigen wollte, wo sie quasi die Nacht – oder die Nächte, je nach dem – verbringen würden, verschränkte sie die Arme locker hinter dem Rücken und wippte leicht vor und zurück. „Caelan…“, meinte sie leise und ein bisschen scheu. „Mhh…“ Die junge Frau sah zu Boden und überlegte, wie sie sich am Besten ausdrücken konnte. Ihr fiel nichts ein. Deshalb warf sie ihm nur einen Blick zu, ging langsam auf ihn zu und umarmte ihn vorsichtig. „Danke, Bruder.“ Sie klang erleichtert und freier als noch vor wenigen Stunden. Unterdessen ließ sie ihre Schuhe einfach verschwinden, um das Land direkt unter ihren Füßen zu haben, seinen Herzschlag zu fühlen und sich zumindest eine Weile damit zu verbinden.

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01 May, 2011 12:28 08 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Caelan fühlte sich gleich besser, raus aus Kleintereille, und Merel schien es ähnlich zu gehen. Er erwiderte die Umarmung, hielt sie fest und drückte ihr einen Kuss auf die Haarschopf. "Nichts zu danken, kleine Schwester." Als er sie wieder los liess, hatte sie ihre Schuhe ausgezogen. Grinsend zog er auch seine Schuhe und Strümpfe aus - und auch seine Weste und sein Hemd. Er trug nur noch seine Hose und einen Blutopal. Er schenkte ihr ein verwegenes Grinsen und reichte ihr seine Hand. "Komm mit. Ich zeige dir die Umgebung ein wenig. Danach werde ich jagen gehen, hier gibt es gutes Wild. In der Nähe ist ein kleiner See, im Wald. Dort können wir Wasser holen und uns waschen.. oder Wasserschalchten liefern. Und wenn du mich zu sehr ärgerst, werfe ich dich einfach hinein. Du kannst ja etwas Feuerholz sammeln oder unseren Schlafplatz aufschlagen."
Er ging mit ihr über einige lebendige, grüne Wiesen, voller wilder Blumen, bis zu einem Waldrand. Dort folgte er erst einem kleinen Pfad und dann Makierungen an den Bäumen, die nur zu erkennen waren, wenn man wusste, worauf man achten musste. Bald kamen sie an einer großen Felswand an. Er grinste Merel an. "Ein Illusionszauber" Er zeigte ihr, wie man den Höhleneingang fand, den Zauber entsicherte oder, wenn man die Höhle verließ, wieder aktivierte. In der Höhle liess er einige der Dinge erscheinen, die er mitgenommen hatte - Decken, Schlafsäcke und grobe Teppiche, die er als Unterlage zum Schlafen gedachte. Außerdem rief er einen Bogen und ein Messer herbei. "Ich bin jagen, aber vermutlich bald wieder zurück. Im Wald musst du nur den getarnten Makierungen folgen, die ich dir gezeigt habe. Du kannst dich hier nicht verirren. Außerdem kannst du mich jederzeit mental erreichen. Irgendeinen bestimmen Wunsch, was das Fleisch betrifft?"

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01 May, 2011 12:47 04 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Sie versuchte, einen nicht allzu skeptischen Blick zu Caelan zu werfen, als dieser sich neben den Schuhen auch noch die Weste und das Hemd auszog. Das mit dem Füttern klappt bisher nicht so toll… Merel wusste ja, woran das lag. Bei dem Kriegerprinzen schlug sich seine geistige Verfassung auf sein Essverhalten nieder und das dauerhaft. Da er auch noch recht dunkle Juwelen trug, wirkte sich das noch drastischer aus. Er war schlichtweg zu mager, viel zu dünn. Aber die Kleinterreilleanerin zwang ihn zu nichts, weil sie wusste, dass sie damit gar nichts erreicht hätte – außer, dass sie niemals eine solche Beziehung zu ihm hätte aufbauen können, wie sie bisher war. Anschließend prägte sie sich alles ganz genau ein, was er ihr sagte und zeigte, obwohl es ihr natürlich nicht unbedingt passte, dass sie sich überhaupt etwas zeigen und sich belehren lassen musste. Ein wenig mürrisch blickte sie drein, dennoch hielt sie den Mund und sog die Informationen in sich auf. Nachdem sie die Höhle erreicht hatten, war Tindomerels Gesichtsausdruck sehr nachdenklich. Du hast dich hier versteckt, nicht wahr? Die blaugrauen Augen sahen Caelan eindringlich an, doch die jung Frau sagte nichts, sie beließ es einfach dabei.

„Nein, keinen besonderen Wunsch.“, meinte sie kopfschüttelnd und leicht lächelnd. „Kannst alles mitbringen, außer niedliche, kleine Häschen.“ Die würde sie nämlich nicht häuten und ausnehmen, nur über ihre Leiche! Alles andere… schon. „Naja, die eigentlich auch, aber nur lebend. Zum Kuscheln.“ Sie grinste den Kriegerprinzen an und scheuchte ihn dann nach draußen – je früher er weg war, desto früher war er auch wieder da. Während er weg war, machte sich Merel daran, ihnen einen kuscheliges Schlaflager zusammen zu richten. Sie musste zugeben, dass Caelan tatsächlich an alles gedacht hatte. Anschließend umgab sie sich mit einem Schild – das hatte ihr Mehrunes eingetrichtert – und suchte Feuerholz. Dabei ging sie fast zurück bis an die Stelle, an der sie gelandet waren. Längere Zeit sah sie einfach nur aufs Meer hinaus, genoss die dazugehörigen Geräusche und die malerische Ruhe, die sie in den letzten Wochen so sehr vermisst hatte. Mit einem Bündel Zweige unter dem einen Arm und ein paar geeigneten Ästen im Juwelengepäck machte sie sich irgendwann wieder auf den Rückweg. Natürlich nicht ohne sich zu überlegen, ob sie tatsächlich mal versuchen sollte, einen Hasen aufzuspüren und einzufangen.

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01 May, 2011 18:35 26 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Er nickte. "Okay, keine Häschen, verstanden." Er schenkte ihr ein letztes schiefes GRinsen, dann liess er sich nach Draußen scheuchen. Er belegte sich mit einem Schild und einem Sichtschutz, ehe er sich durch das Unterholz schlich. Nach einiger Zeit kam er an eine Lichtung, auf der einige Rehe grasten. Er wählte sich eines ohne Nachwuchs aus und schoss - es war sofort tot. Er liess das Tier verschwinden, dann amchte er sich auf den Weg zurück zu seiner Höhle. Merel war noch nicht zurück - zum Glück. Er brachte das Wild zu der Stelle, an der er auch früher die Tiere geschlachtet und ausgenommen hatte und amchte sich daran, es zu häuten. Alles für sie essbares verarbeitete er sorgfältig. Er verstaute es sofort in der Kühlbox, ehe er sich auf den Weg machte, ein paar alte Freunde zu begrüßen - diesmal ohne den Sichtschutz.
Es dauerte nicht lange, bis sie ihn bemerkt hatten und steingraue Augen seinen Bewegungen folgten. Letzendlich erreichte er den Ort, an dem er sie auch früher immer besucht hatte, und liess die Reste des Tieres erscheinen. Er wartete einen Moment, doch es traute sich keiner zu ihm - aber auch damit konnte er leben. Erst als er bereits wieder fast bei der Höhle war, erreichte ihn ein Speerfade. *Du hast Fremde hergebracht* Caelan blieb stehen und nickte. *Ja. Meine Schwester, sie gehört zu meinem Rudel. Sie gehört zu mir* Er spürte abwägendes Schweigen. *Gehört sie auch zu uns?* Caelan lächelte, da es ein Schritt in die von ihm erhoffte Richtung war *Du kannst sie beschnuppern und dann entscheiden, ob du sie magst* Er spürte nur Zustimmung, dann zog er sich zurück. Caelan atmete erleichtert auf. "Hoffentlich mögen sie Merel." murmelte er. Allerdings konnte er sich nicht vorstellen, dass sie und Merel nichts miteinander anfangen konnten - dafür war Merel zu aufgeschlossen, zu tolerant.
Als er das Lager wieder erreichte, war er noch immer alleine. Also machte er Feuer und fing an, das Fleisch zu braten. Vorräte hatte er unterwegs gekauft, als sie eine kurze Rast gemacht hatten, an Beilagen würde es ihnen also vermutlich auch nicht mangeln. Leise sang er vor sich hin, während er sich um das Essen kümmerte. Caelan hatte eine sehr angenehme, klare, sehr weiche Singstimme. Erv sang gerne und er kannte auch viele Lieder, aus allen möglichen Territorien, doch ähnlich wie das Malen oder das Flötenspiel, war er es gewohnt, diese Dinge für sich zu behalten - wenn man nicht von seinen Leidenschaften wusste, konnte man sie ihm auch nicht wegnehmen.

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01 May, 2011 19:23 53 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Schon kurz bevor Merel die Unterkunft erreichte, hörte sie jemanden singen. Es war zwar leise, aber die Stimme klang sehr klar und melodisch. Caelan? Leise ging sie zum Eingang und spähte hinein, sah, wie der Kriegerprinz sich gerade an die Vorbereitungen für das Essen machte – und dabei vor sich hin sang. Unwillkürlich legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen und sie stand eine Weile einfach nur da und hörte zu. Irgendwann trat sie näher, legte den Kopf schief und schenkte ihrem ausgesuchten Bruder ein mildes Lächeln. „Du singst wunderbar.“, meinte sie leise und man sah ihr ihre ehrliche Begeisterung an. Die blaugrauen Augen funkelten nur so. Damit keinem von beiden die Situation peinlich wurde, wandte sie sich ab und deponierte das mitgebrachte Feuerholz in einer Ecke, um den Vorrat aufzustocken, damit ihnen auch nur nicht kalt werden konnte. Dann drehte sie sich zurück zu dem Dhemlaner und sah auf seine Beute. Sie stemmte die Hände in die Hüften, verzog die Lippen und sah irgendwie schmollend aus. „Du hättest ruhig auf mich warten können mit dem Ausnehmen. Ich hab schon lang nicht mehr in Gedärmen herumgewühlt.“ Es war zwar halb im Scherz gesagt, doch blitzte etwas in ihren Augen auf, das besagte, dass sich auch irgendetwas Wahres darin fand. Dass sie nicht nur die unerfahrene, junge Königin war, die oft nicht so recht wusste, was sie tun sollte und überfordert war mit ihrer Situation. Tindomerel hatte auch eine andere Seite, eine, die bisher nur die wenigsten Menschen gesehen hatten. Der Eindruck verschwand aber schnell wieder und wurde überdeckt von der jungen Frau, die auch Caelan mittlerweile gut kannte. „Ich hab Hunger.“, murrte sie.

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01 May, 2011 20:33 18 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
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Als Merel ihn ansprach, erschrak er kurz, schenkte ihr aber ein scheues Lächeln. "Danke.." Er hoffte, dass Merel nicht erzählen würde, dass er singen konnte. Außer seinen Geschwistern und seiner Mutter, hatte ihn nie Jemand singen gehört - und selbst das lag zwei Jahrhunderte zurück.
Er nahm von dem Feuerholz, das Merel gesammelt hatte - dankbar, dass es so viel war, denn sein eigener Vorrat, der noch von seinem letzten Besuch übrig gewesen war, hatte er mit dem kleinen Feuer verbraucht. "Das nächste Mal darfst du mir helfen" versprach er ihr. "Dieses Mal wollte ich das erledigen, weil..." Ich ein paar Freunde besuchen wollte und die Reste brauchte. "..du nicht da warst und ich nicht wusste, ob du dich eventuell ekelst. Und Essen wird es bald geben." Er nickte nach neben, zu einer Erdkuhle, in der Kartoffeln bunkerte. "Wir könnten sie entweder später in die Glut legen, damit sie gar werden, oder sie an Spießen in das Feuer halten. Was meinst du?"
Er wusste nicht, welche Zubereitung ihr lieber war - zumal sie die nächsten Tage einige Male Kartoffeln essen würden. Kartoffeln liessen sich gut zubereiten, waren haltbar und, wie Caelan fand, das perfekte Nahrungsmittel, um eine Weile in der Natur zurecht zu kommen. "Möchtest du eigentlich später mit schwimmen kommen? Das Wasser ist sehr angenehm und.. ich hätte eigentlich durchaus Lust darauf." Zumal Schwimmen ein Kompromiss zu seinem noch immer vorhandenen Sportdrang war. Er hätte Spaß daran, könnte mit Merel herumalbern und würde sich dennoch bewegen, wenn auch nicht so exzessiv, wie er es beim Laufen tat. Aber selbst wenn er im Wald bis zum Zusammenbruch laufen würde, würde er versorgt werden. Er war sich sehr sicher, dass seine pelzigen Freunde spätestens dann zu Merel gehen würden, wenn er bewusstlos im Staub lag und sie nicht mehr wussten, wie sie ihm helfen sollten. Wölfe waren manchmal solche Petzen.
Er schüttelte den Kopf und gähnte. "Und wir könnten ja versuchen etwas früher zu schlafen, als sonst.. ich bin irgendwie müde.."

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01 May, 2011 20:47 48 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
Königin




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Merel grinste nur in sich hinein. Sicher. Ich ekle mich vor Spinnen, aber nicht DAVOR. Das würde der Kriegerprinz dann schon merken. Besser im Zuge dessen, dass es galt ein Tier zu verarbeiten, als bei irgendetwas anderem… weniger Adäquatem. Insgeheim hoffte sie ja, dass er diese Seite an ihr niemals miterleben musste, wenn es um andere Menschen ging. Nicht nur bei Caelan hoffte sie das, auch bei all den anderen, die nun zu ihrem Leben gehörten. Auf manche konnte es vielleicht…verstörend wirken. Bezüglich der Kartoffeln meinte sie lediglich trocken: „Ich bin fürs Aufspießen.“ Hier draußen, ein ganzes Stück weg von tatsächlicher Zivilisation und mit der Erde unter ihren Füßen, kam auch eine rauere, wildere Seite in ihr hervor, die sie sicher im Zaum zielt, solange sie in der Hauptstadt war und sich in der Gesellschaft bewegte. Sie half mit, das Essen zuzubereiten, sprach aber zunächst nicht weiter, weil sie erst genauer darüber nachdenken musste, wie sich das mit dem Schwimmen verhielt.

Längere Zeit wirkte sie einfach nur nachdenklich und ein wenig zurückgezogen, doch während sie aßen, antwortete sie schließlich doch: „Schwimmen klingt gut.“ Man hörte ihr das leichte Misstrauen und die Zweifel an. Sie war schon ewig nicht mehr schwimmen gewesen, da sie es seit diesem… Vorfall… vor fünf Jahren immer vermieden hatte, sich auch nur stellenweise unbekleidet zu zeigen. Bei Leuten in ihrem direkten Umfeld machte es ihr nichts aus, wenn man sie in Unterwäsche oder dergleichen sah, bei Fremden verhielt sich das anders. Allerdings war hier draußen eher nicht davon auszugehen, dass irgendjemand sonst außer Caelan und sie selbst hier waren. „Ich war mindestens fünf Jahre nicht mehr schwimmen…“ Merel klang leise und zurückhaltend, ihr Blick war gesenkt und sie stocherte mit einem Stock, auf dem sie vorher noch eine Kartoffel essbar gemacht hatte, in der Glut herum. „Also schwimm mir nicht weg, ja?“, versuchte sie sich selbst ein bisschen abzulenken und sich ein Lächeln abzuringen. Außerdem wusste sie ja, wie sportlich der Dhemlaner war. Sie selbst hingegen… nun, ihr reichte es, wenn sie ein paar Mal am Tag Treppen steigen musste.

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02 May, 2011 10:11 22 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Caelan
Kriegerprinz




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Caelan griff nach einigen Stöcken und spießte die Kartofeln auf, dann wendete er das Fleisch. Es roch gut, fand er, außerdem fühlte er sich in der Natur.. freier. Merels Grinsen erinnerte ihn ein wenig ans ein eigenes, verwegenes, beinahe wölfisches Grinsen. Genau wie sein Zwillingsbruder waren auch seine Eckzähne spitzer, länger und erinnerten mehr an Reißzähne, was seinem Grinsen etwas raubtierhaftes verlieh. "Unter der Haut sind wir alle Drachen.." meinte er leise.
Dann war das Essen so weit fertig und sie begannen zu essen. Er riss das Fleisch einfach mit den Zähnen ab, ohne auf irgendwelche Etikette zu achten. Sie waren in der Wildniss, Besteck empfand er als genauso überflüssig wie feine Kleidung. So penibel, beinahe pendantisch Caelan ind er Zivilisation war, in der Wildniss war er ein Kämpfer, ein Krieger, ein Raubtier. Hier gab es nicht die Verpflichtung zu unterdrücken oder zu verstecken, was in ihm war - keine entsetzten, ängstlichen Gesichter, wenn seine Raubtierseite zum Vorschein kam. Irgendwann später begann Merel wieder zu sprechen. Caelan war gerade bei seinem zweiten Stück Fleisch und schluckte den Bissen hinunter, um ihr zu antworten. "Wenn du so lange nicht schwimmen warst, wird es langsam mal wieder Zeit" meinte er grinsend "Und ich werde dir nicht wegschwimmen, versprochen." Er aß sein Fleisch fertig auf, dann streckte er sich. Die Höhle war groß. Im Eingangsbereich musste Caelan sich ducken, damit er sich nicht den Kopf anstieß, im hinteren Teil allerdings konnte er sogar die Arme nach oben strecken, und es war trotzdem noch Platz.
Er räumte die Reste zusammen und verstaute alles, dann schlug er einfach ein, zwei Mal ein Rad, um seinen Bewegungsdrang ein wenig zu stillen. Er wartete, bis auch Merel komplett fertig war - diesmal war er sogar schneller gewesen und hatte zudem mehr gegessen als sie - dann machte er sich mit ihr auf den Weg zu dem See. Er nahm den Wasserschlauch mit, damit sie für später direkt Vorräte hatten, und summte vor sich hin. Caelans Laune hatte sich schlagartig gebessert, als er raus aus Kleintereille war, wieder saubere Luft atmen konnte und lebendige Erde unter seinen Füßen spürte.
Nur wenige Minuten später erreichten sie den See. Er lag inmitten von Bäumen, sehr geschützt, und hatte tiefes, blaues Wasser. Am Rande des Sees waren stellenweise große Blumen, die einen angenehm süßlichen Duft verströmten. Caelan liess den Wasserbehälter ins Gras fallen, und grinste Merel verwegen an,. "Wenn du dich umziehen möchtest, hinter dir ist ein großer Stein."meinte er, nahm Anlauf und sprang mitsamt seiner Hose saltoschlagend ins Wasser. Er tauchte tief unter, kurz darauf prustend wieder auf. Das nasse Haar schnickte er sich mit einer Kopfbewegung aus dem Gesicht. Schwimmend wartete er in etwa der Mitte vom See auf Merel. Da er mit Hose ins Wasser gesprunen war, würde Merel sich nicht verpflichtet fühlen, sich zu entkleiden - und das würde es ihr, so hoffte Caelan, einfacher machen. Er selbst empfahl Damen meistens, ein einfaches, eng anliegendes dünnes Oberteil und eine kurze Hose anzuziehen. Diese Kleidung behinderte beim Schwimmen nicht und zeigte nicht zu viel Haut. Allerdings würde er sich hüten, Merel unaufgefordert solchen Rat zu geben. Er legte eigentlich großen Wert auf seinen Kopf.

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02 May, 2011 10:38 56 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
Tindomerel
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Je länger die beiden mit Essen beschäftigt waren, desto größer wurden Merels Augen. Was… der isst ja… also…! Seit sie Caelan kannte hatte sie ihn noch nie so viel essen sehen. Sonst musste sie um jeden Bissen besorgt sein und war ständig damit beschäftigt, ihm was zu essen unterzuschieben, damit er überhaupt etwas aß. Und nun saß er da und haute rein, wie sich das eigentlich gehörte. Das war auch der Moment, in dem sich die Königin schwor, dass sie regelmäßig mit ihm in die Wildnis gehen würde für ein paar Tage, wenn er dann nur etwas aß. Wenn das die Bedingung dafür war, dass er etwas hinunter bekam, würde sie solche Ausflüge so oft wie nur möglich mit ihm machen. Nachdem sie fertig waren, half Merel beim Zusammenräumen und schüttelte gutmütig grinsend den Kopf, während der Dhemlaner seinem Bewegungsdrang zumindest ein wenig nachgab. Sie wusste ja, woher dieser starke Drang meistens kam – nachempfinden konnte sie es trotzdem nicht. Dafür war sie einfach viel zu faul und vor allem viel zu GERNE faul. Mit recht eiligen Schritten machten sich die beiden schließlich auf den Weg zu dem See. Auf dem Weg dorthin dachte die Kleiterreilleanerin angestrengt nach.

Er ist so was wie mein Bruder. Gibt also eigentlich keinen Grund, mich irgendwie anzustellen. Das stimmte: Caelan war wie ein Bruder für sie, als solchen sah sie ihn auch. Nur sehr selten als Mann in dem Sinne, der ihr Angst machte. Das war alles Nebensache. Trotzdem war sie leicht besorgt. Ihre Bedenken schwanden allerdings, als sie sah, wie sehr der Kriegerprinz aufblühte – und wie er mitsamt Hose einfach in den See stürzte. Bei dem Anblick konnte sich Tindomerel ein leises Lachen nicht verkneifen. Das Angebot mit dem Stein nahm sie aber trotzdem an. Die Kleidung, die sie mitgenommen hatte, hatte sie ja ohnehin im Juwelengepäck verstaut gehabt, deshalb rief sie sie herbei und wühlte darin herum. Letztlich kam sie wieder hervor mit einer dünnen, hellen Leinenhose, die sie manchmal auch zum Schlafen trug, wenn es draußen wärmer war, und einem einfachen Oberteil. Damit konnte sie gut leben. Schwimmen also… Letztlich war Merel ein Mädchen – naja, das war zumindest körperlich betrachtet auch immer unübersehbar. In diesem Fall benahm sie sich allerdings auch wie eines, weil sie grundsätzlich total verfroren war. Die Königin trat ans Ufer und tippte zunächst mit den Zehen des rechten Fußes ins Wasser. Was zur Folge hatte, dass sie ihn quietschend wieder zurückzog. „Du hättest mir ja ruhig sagen können, dass das Wasser kalt ist!“, schmollte sie Caelan an. Wirklich kalt war das Wasser zwar nicht, zumindest für die meisten, für sie war es kalt genug. Das würde dauern, bis sie ganz in dem See war.

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02 May, 2011 12:28 49 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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Calean beobachtete, wie sie sich hinter den Stein verzog, und tauchte einige Bahnen. als er wieder auftauchte, kam sie gerade wieder nach vorne. Vorsichtig tippte sie mit einer Fußzehe ins Wasser und sprang schreiend zurück, Caelan alchte herzhaft "Komm schon Merel.. so kalt ist es nicht" Er schwamm an den Rand und stemmte sich aus dem Wasser, dann ging er langsam und breit grinsend auf Merel zu, seine Augen leuchteten gefährlich. Er schnitt ihr so den Weg ab, dass sie entweder ins Wasser springen konnte.. oder aber ihm in die Arme lief. "Ich bin dir gerne behilflich, dich ins Wasser zu befördern.."
Es war klar, dass er Merel hochheben und in das Wasser werfen wollte. Sein Grisnen sprach Bände.
Insgeheim freute er sich schon darauf, ein bisschen mit Merel zu raufen, mit ihr zusammen eine Wasserschlacht zu veranstalten und später müde und nass, aber glücklich zu der Höhle zurück zu gehen.
Die Sonne schien hell und es wurde immer wärmer. Caelan war jetzt schon zu warm und er war dankbar um die Abkühlung, die der See bot, und ebenso dankbar um den Schatten, den der Wald spendete. Die Natur wirkte sich positiv auf ihn aus, die Schatten und Ängste der Nacht, der Streit mit Merel, es lag alles schon in weiter Ferne, außerdem arbeiteten Caelans Verdrängungsmechanismen gründlich - in wenigen Stunden würde er sich vermutlich nicht mehr daran erinnern können, außer, amn sprach ihn darauf an.. und in wenigen Tagen würde die gesamte Situation komplett aus seinem Bewusstsein verschwunden sein. Das Verdrängen funktionierte bei ihm immer gut, wenn er aus der Situation und der Umgebung heraus kam. Die Unsicherheit, die Angst, die Trauer, das Dumpfe, Melancholische waren für diesen Moment benahe komplett aus seiner mentalen Signatur verschwunden.

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02 May, 2011 12:43 39 Caelan ist offline Beiträge von Caelan suchen Nehmen Sie Caelan in Ihre Freundesliste auf
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Ihr Blick wurde noch finsterer und verwandelte sich in den typisch schmollenden Kleine-Schwester-Blick, als Caelan zu lachen anfing. Toll. Macht sich der Idiot auch noch lustig über mich! Ein Knurren stieg in ihrer Kehle auf, doch noch unterdrückte sie es. Sie sah ihn einfach nur böse an – vor allem, als er ihr den Weg abschnitt und sie so boshaft angrinste. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen und sie sah einige Sekunden zwischen dem Wasser und dem Dhemlaner hin und her. Da kam dann auch ihr üblicher Trotz durch und ihre Sturheit war deutlich zu erkennen, als sie zielsicher nach vorn trat, weg vom Wasser und hin zu Caelan. „Du wirst mir bei gar nichts behilflich sein.“, brummte sie. Das sah er allerdings ein wenig anders, wie sie schnell feststellen musste. Er schnappte sie sich, dass sie gar nicht erst reagieren und ausweichen konnte und machte sich daran, sie wieder hin zum See zu schieben. Das ließ sich Merel natürlich nicht einfach so gefallen, weshalb schnell ein Gerangel entstand. Nicht ohne Gequietsche und Gezeter und einer strampelnden jungen Frau, die eigentlich wusste, dass Caelan ihr über kurz oder lang überlegen war. Nichtsdestotrotz wehrte sie sich mit Händen und Füßen und letztlich kam der Kriegerprinz zu nahe mit dem Arm an ihr Gesicht. Wie das bei Merel immer war, biss sie zu. Nicht allzu fest, doch trotzdem so, dass es zumindest ein bisschen weh tat. Während sich ihre Zähne leicht in die Haut gruben, nuschelte sie schmollend und trotzig: „Hast du jetz davon!“

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02 May, 2011 12:56 46 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
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