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Tindomerel
Königin




Link zur Bio: Tindomerel Numen
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(Lebens-)Kunst - vor drei Jahren (offen nach Absprache) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Merel hatte eine Woche Urlaub, die sie bei ihren Eltern in Fallon verbringen wollte. Vorher aber war sie zur Provinzhauptstadt Tarracos gereist, zusammen mit einem Prinzen, der auch in Baetica diente und mit dem sie sich gut verstand – sodass er als ihre Begleitung fungieren konnte. Die junge Königin war schon immer sehr kulturbegeistert gewesen und bevor sie weiter in ihre Heimatstadt reiste, wollte sie sich eine der bekanntesten dauerhaften Kunstausstellungen des Landes ansehen, zusammen mit Antón, der der Malerei ebenfalls etwas abgewinnen konnte. Das hatten sie soeben getan und während die Kleinterreilleanerin sich in einem Gasthaus einquartiert hatte, um die Nacht noch in der Provinzhauptstadt zu verbringen, reiste der Prinz weiter in seinen Urlaub. Sie empfand den Mann, der 27 und damit acht Jahre älter als sie selbst war, schon allein deshalb als angenehm, weil er sie nicht einsperrte. Er kümmerte sich zwar, fungierte als Begleiter, aber pochte nicht unter allen Umständen darauf, höchstens eine Armeslänge von ihr weg zu sein. Er nahm ihr nicht die Luft zum Atmen – etwas, das sie Königin ganz dringend brauchte. Es war ein offenes Geheimnis, zumindest bei den Leuten im Ersten Kreis des Provinzhofes von Baetica, dass Merel… nicht auf der Höhe war. Alpträume nachts, schwer depressive Phasen, die sich mit gemäßigter Melancholie abwechselten. Es war auch davon auszugehen, dass der Erste Kreis wusste, was ihr vor mehr als zwei Jahren passiert war und es waren alle so pietätvoll, sie mit dem Thema in Ruhe zu lassen. Trotzdem sah sie manchmal das Mitleid – und die Neugierde – in so manchem Augenpaar. Aber das war etwas, worüber sie jetzt nicht nachdenken wollte.

Sie verabschiedete sich von Antón, um die letzten zwei Straßen allein zu dem Gasthaus zu gehen, in dem sie sich für die Nacht einquartiert hatte. Ihr Zugeständnis war, dass sie sich in einen Opal-Schild gehüllt hatte, sodass sich der Prinz keine Sorgen machen musste. Ihr Weg führte sie auch über einen kleinen Marktplatz, wo sich die junge Königin entschloss, ein bisschen zu stöbern. Vielleicht war ja ein interessanter Stand dabei, mit Büchern zum Beispiel. Wenn sie auf Bücherläden oder –stände stieß, vergingen gut und gerne auch mal Stunden, bis Merel merkte, wie viel Zeit eigentlich verstrichen war. Sie schmökerte gern und Bücher waren ihr eine willkommene Abwechslung zu… all den weniger schönen Dingen, die das Leben so mit sich bringen konnte. Außerdem war sie von Zeit zu Zeit sehr gern unter Menschen, ohne unbedingt direkte Gesellschaft zu suchen. Sie beobachtete sie gern, saß auch gern mal in einem Café und lauschte den Gesprächen um sich herum; amüsierte sich darüber oder ließ sich Denkanstöße davon geben. Es war also eine weise Entscheidung von Antón gewesen sie darum zu bitten, einen Schild um sich zu legen, wenn sie nun über den Marktplatz schlenderte und stöberte. Als Königin zog sie sowieso unweigerlich Aufmerksamkeit auf sich, ob sie es nun wollte oder nicht. An guten Tagen wie heute war das auch eher weniger ein Problem.

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11 Dec, 2014 14:34 22 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Terian atmete tief ein und schloss die Augen. Geräuschvoll ließ sie die Luft wieder entweichen und starrte auf den Eingang des Gasthauses der die nächsten 2 Nächte auch ihr Schlafplatz sein würde. Die letzten Tage waren zu viel gewesen, die Königin war schlecht gelaunt und die Männer am Hofe unerträglich - und sie stand mitten drin. Durchschnittlich 2 mal im Jahr konnte auch sie keine Männer im Bett mehr ertragen und weigerte sich die Beine für den unausgeglichenen ersten Kreis breit zu machen. Es war fast wie eine Routine. Sie wurde bestraft, durfte 3 Tage außerhalb des Hofes umher wandern und danach ging der alltagstrott wieder los.
Ein Schultertuch verbarg den Kontrollring an ihrem Hals. Hals, Nacken und ihre Rückenmuskulatur schmerzten von der Betsrafung, aber das schlimmste war das sie diese nachklingenden Schmerzen flugunfähig machten. Äußerlich war nichts sichtbar.
Wie eigentlich immer hatte sie unverschämt wenig an. Ein sehr kurzer Rock verbarg kaum das schwarze Höschen und über ihre Brüste war ein Stück Stoff gespannt das mit einem Knoten an ihrem Rücken befestigt war. Normalerweise trug sie dazu Stiefel, aber auch die gefielen ihr heute nicht. Sie wollte nicht mehr am Körper tragen als nötig, also stand sie gerade barfüßig vor dem Eingang des Gasthauses. Eine für sie lästige mentale Signatur ließ sie zusammenzucken und sich blitzschnell umdrehen. Königin, schoss es ihr durch den Kopf als sie die braunhaarige Frau fast schon ansah als wäre sie ein Geist. Sicher noch so ein Luder wie die Dhemlanerin die sich ihre Königin nannte. Sie musterte die Frau und ihr Blick wurde feindselig, jedoch rührte Terian sich nicht von der Stelle und versperrte somit gerade den Eingang zum Gasthaus.

11 Dec, 2014 15:18 48
Tindomerel
Königin




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Die Kleinterreilleanerin merkte nur dadurch, dass sie wohl schon mindestens eine halbe Stunde bis Stunde an einem der Bücherstände stand, weil ihr die Füße weh taten. Sie war nun schon den ganzen Tag auf den Beinen und bis auf das Mittagessen in einem Restaurant hatte sie keinen Stuhl mehr unter ihrem Hintern gehabt. Merel war zwar nicht dick, aber eben auch nicht sportlich, sodass sie es durchaus merkte, wenn sie länger unterwegs gewesen war. Weil sie nicht widerstehen konnte, kaufte sie eines der Bücher und machte sich dann flugs auf, um zu dem netten Gasthaus zu kommen, wo sie schon ihr Gepäck untergebracht hatte. Allerdings sollte sich herausstellen, dass sie dort nicht hinein kam – weil eine Frau den Weg versperrte. Und man konnte nicht sagen, dass diese Frau Merel nicht hatte kommen sehen, da sie sich nämlich zu ihr umgedreht hatte. Nur beiläufig nahm die Königin die Feindseligkeit wahr, die von der Dame ausging, was auch nicht unbedingt klug war. Aber die Kleinterreilleanerin war zu eingenommen von einer Erinnerung, die sie plagte. Flügel… Das Bild eines Menschen, der ebenfalls Flügel gehabt hatte, tauchte vor ihrem inneren Auge auf, brannte sich wie immer in ihren Gedanken fest und verursachte ihr in gewisser Weise Schmerzen. Wo die Königin vor zwei Jahren aber definitiv noch nicht in der Lage dazu gewesen wäre, Tränen zu unterdrücken, hatte sie sich inzwischen mehr im Griff. Erinnerungen plagten sie zwar noch immer und wie man sah konnten sie sehr leicht ausgelöst werden, aber zumindest war Merel inzwischen wieder stabil genug, um durch alltägliche Situationen einigermaßen hindurchkommen zu können. Auch in ihrer Signatur flackerte nur ganz kurz, dafür aber heftig, eine gewisse Unsicherheit und Angst auf, aber auch das hatte sie ganz instinktiv sehr schnell wieder unter Kontrolle. Zu oft hatte ihr das Schwierigkeiten eingehandelt.

Was sie nicht verhindern konnte war, dass sie die Frau, die vor dem Eingang stand, fast eine geschlagene Minute einfach nur ansah, ohne sie wirklich zu sehen. Vielmehr schien die Königin durch sie hindurch zu sehen, ihren Gedanken nachzuhängen. So lange, bis sie es geschafft hatte, die Bilder wieder zu verdrängen, wegzuschließen, in irgendeine dunkle Ecke in ihrem Kopf zu schieben, wo sie Merel nicht mehr direkt beeinträchtigen konnten. Ihr Blick klärte sich und sie nahm nun endlich wieder wahr, dass da eine fremde Frau vor ihr stand – die ihr gegenüber scheinbar nicht sehr freundlich gesinnt war. „Ähm… kann ich vielleicht vorbei?“, fragte sie junge Königin vorsichtig nach. Sie versuchte sich sogar an einem netten Lächeln, das aber noch einen Hauch von Traurigkeit besaß und diese gewisse Unsicherheit widerspiegelte, die sie empfand. Hatte sie irgendetwas gemacht, was die Dame verärgert hatte, ohne dass es ihr aufgefallen war? Allerdings stand sie gut zwei Schritte von ihr weg, angerempelt konnte sie sie also nicht haben.

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11 Dec, 2014 15:35 42 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Die Reaktion der anderen Frau - oder mehr das kurze Aufflackern von angst ind er SIgnatur - brachte auch Terian aus dem Gleichgewicht. Sie war auf einen verbalen Kampf ausgewesen, wollte ihren Frust an einer Königin ablassen die ihr Wiederstand bot, stattdessen bekam sie das Gefühl ein häufchen Elend vor sich zu haben.
Terian entging nicht das die Frau durch sie hindurch sah, anscheinend in Gedanken vertieft. Der feindselige Blick wich aus ihren blauen Augen. Diese Frau sah nicht aus wie die Königinnen mit denen die halb-Eyrierin verkehrte, sondern eher wie eine dieser Marionetten, die sich leicht beeinflussen ließen. Vielleicht war dem ja auch so, vielleicht stand hier eine Köingin vor ihr die nicht genug Willenskraft hatte um einen Hof zu haben. Sie nutzte die Zeit sich slebst zusammenzunehmen und die feindseligkeit ganz aus ihrem Unterbewusstsein zu vertreiben. Sie brauchte zwar bald irgendjemanden an dem sie den Knoten in ihrem Brustkorb abladen konnte, allerdings hatte das ja noch Zeit, evtl fand sich ja ein Kriegerprinz mit dem sie sich verbal messen konnte... .
Als sie Königin dann unsicher zu sprechen anfing, rang sich Terian ein freundliches Lächeln ab. Anscheinend versuchte die junge Königin dasselbe, aber es schien als würde ihr das nicht ganz gelingen. Woher kam dieser betrübte traurige Blick? Sie war verantwortlich für den Schlammassel, die Frau sah aus als hätte sie auch ohne die Eyrierin genug Probleme. Ob sie ihr irgendwie helfen konnte? Marian trat beiseite um Platz zu machen und stieß dabei einen Krieger hinter ihr um der anscheinend Beobachter spielte. "Pass doch auf", fauchte sie ihn und beobachtete mit Bedauern wie er eine Entschuldigung murmelte und sich schnell verzog. Wieder nichts. Mit freundlichem Lächeln und aufrichtigem Blick begann sie hinzuzufügen "Verzeiht mir meinen anfänglichen Fehler Lady, ich hab euch verwechselt". Nicht mit einer Person sondern mit den Miststücken an Weibern die sie sonst kannte. Und man traf schließlich nicht jeden Tag auf eine Königin die ind er STadt spazieren ging.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Terian am 11 Dec, 2014 16:31 01.

11 Dec, 2014 16:27 28
Tindomerel
Königin




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Die junge Königin zog kurz die Augenbrauen zusammen, weil die andere Frau plötzlich ganz… nett schien. Hatte sie sie vor einer Minute nicht noch angesehen, als würde sie sie auffressen wollen? Meistens war es kein gutes Zeichen, wenn Menschen so schnell von einer Laune in die andere wechseln konnten. Es deutete darauf hin, dass es Masken waren, die sie trugen. Aber wer war Merel schon, um genau darüber zu urteilen? Vor einer Minute war sie selbst noch völlig abwesend gewesen und versuchte es jetzt mit einem netten Lächeln. Man konnte eben nie so genau wissen, was dahintersteckte und sie würde den Teufel tun und darüber urteilen. Das Lächeln der jungen Königin wurde sogar tatsächlich äußerst amüsiert, als die Fremde mit einem Krieger zusammenstieß und den armen Mann daraufhin anfunkelte. Hätte er sich noch einmal umgedreht, hätte Merel bestimmt ein entschuldigendes und mildes Lächeln für ihn übrig gehabt, weil er ihr Leid tat, so aber amüsierte sie sich über die kurze Auflockerung der Situation. „Verwechselt, huh?“, gab sie zurück und lächelte noch etwas mehr verstohlen in sich hinein. Kurz sah sie zu Boden, um das Lächeln zu verstecken, nur um dann mit gemäßigterem Gesichtsausdruck wieder aufzublicken, hin zu der nun freien Tür. Auch der Anhänger mit ihrem Geburtsjuwel, der in dem runden Ausschnitt des blauen, knöchellangen Kleides ruhte, schien nun ruhiger und ein klein wenig entspannter zu funkeln, angepasst an den Herzschlag der Kleinterreilleanerin.

In einer fließenden Bewegung strich sie sich mit der linken Hand nach vorn gefallene braune Haarsträhnen ihres offenen Haares zurück, wobei das Silberarmband mit den Anhängern (einige davon beinhalteten Teile ihres Opals) leise klimperte. „Mit wem? Jemanden, mit dem man sich anlegen kann?“ Es klang neugierig-belustigt, aber auch eine gewisse Neugierde schwang in der Frage mit. Von der Unsicherheit, der gedankenverlorenen Melancholie war fast nichts mehr zu merken.

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11 Dec, 2014 16:43 39 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
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Terian beobachtete fasziniert wie sich die eingeschüchterte Frau - das Häufchen Elend - wie sie es eben noch empfunden hatte in eine lockere, neugierige, belustigte Frau verwandelte. Der nächste Versuch zu lächeln gelang ihr ziemlich gut und auch Terian ließ sich von der nun etwas lockeren Stimmung anstecken. Der Knoten in ihrem Brustkorb löste sich ein wenig. Sie beobachtete wie die Königin sich eine Haarsträhne zurück schob und unweigerlich fiel ihr AUgenmerk auf das Silberarmband. Ähnliches hatte sie sich auch kürzlich erst machen lassen, mit teilen ihres Geburtsjuweles daran baumelnd - trug es aber momentan nicht. Eigentlich sollte sie ihr Juwel gar nicht tragen aber das war ihr momentan ziemlich egal, also hing ihr eigenes Aufstiegsjuwel in einer einfachen Silberkette um ihren Hals. Würde sie es nicht tragen würden nur dumme Fragen kommen auf die sie keine Lust hatte. Und benutzen sollte sie es nicht, das würde ihre Königin nur ... verstimmen. Untertrieben. Sie würde sich über einen Grund freuen sie mit Gewalt an den Hof zurück zu holen, bevor ihre 3 Tage um waren.
Nein, sie würde jetzt nicht an diese Frau denken und sich dadurch den Tag vermiesen, also richtete Terian ihre Gedanken wieder auf die Frau die vor ihr stand um deren einfache Frage bedächtig zu beantworten. "Sagen wir mit jemandem, mit dem man sich anlegen kann, aber es nicht sollte.", antwortete sie also und ihr freundliches Lächeln wich Belustigung. Viel mehr sollte sie allerdings nicht sagen, das würde nur auf ein Thema führen über das sie nicht bereit war zu reden.

11 Dec, 2014 17:04 28
Tindomerel
Königin




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Die Antwort, die Merel bekam, war zweideutig, zumindest interpretierte sie es so. „Mhm.“, erwiderte sie nur in einem Tonfall, der schwer deutbar war. Einerseits ein bisschen skeptisch, andererseits noch immer durchdrungen von Belustigung. Sie deutete auf die Tür, die in das gutbürgerliche Gasthaus führte, wobei der kleine Schwertanhänger an ihrem Armband, dessen Klinge aus einem Splitter ihres Geburtsjuwels bestand, hin und her baumelte. „Wolltest du auch da rein?“ Zumindest hatte es so ausgesehen, bis die andere Frau sich von der Anwesenheit der Königin von ihrem Plan hatte abbringen lassen. Trotz aller Erlebnisse, aller schlechten Phasen: Merel hatte ihre Neugierde nie verloren. Auch nicht das Gefühl dafür, wenn irgendetwas vielleicht nicht stimmte oder… irgendetwas vor lag, das zu wissen eventuell nötig war. Irgendetwas Verstecktes, Verborgenes, das sie zwar nicht direkt etwas anging, das aber beizeiten an ihren Instinkten kitzelte. Manchmal hatte die Kleinterreilleanerin keine Kapazitäten dafür, weil in ihrem Kopf einfach genug los war. Aber an Tagen wie heute nahm sie das unterbewusste Gefühl durchaus wahr, das sie dazu brachte, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen. Aus einer inneren Notwendigkeit heraus. „Ich wollte vielleicht eine Kleinigkeit essen.“ Es war nur eine Bemerkung, hinterlegt mit dem Angebot, mit rein zu kommen, selbst wenn die andere Frau das eigentlich nicht vor gehabt hatte. „Du kannst ja mitkommen und nachsehen, ob sich da drin jemand auftreiben lässt, der deinen Ansprüchen genügt.“ Etwas blitzte in ihren graublauen Augen auf, das nicht nur von Belustigung sprach. Eine kleine Herausforderung vielleicht? Ein versteckter Hinweis, es womöglich bei ihr zu versuchen und gleichzeitig der Funken an Gefahr, von Bedrohung, die von allen Blutleuten ausging. Von ihrer Königinnenkaste mal ganz zu schweigen.

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11 Dec, 2014 17:18 16 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
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Terian verkniff sich ein lachen. Die Erwiederung der Königin klang nicht so ganz überzeugt, aber einen wirklichen Tonfall zu deuten war verdammt schwer. Erleichtert war sie ja, da die Königin ihre Belustigung nicht verloren hatte. Was ihr gegenüber wohl denken mochte? Sicher nichts gutes. Vielleicht das sie sich jeden Tag mit Königinnen anlegte? Bei dem Gedanken biss sie sich auf die Lippe. Auf die erste Frage nickte sie nur, bei der nächsten Aussagen fügte sie hinzu "Essen klingt wunderbar". Tatsächlich hatte sie einen ziemlichen hunger. Nun lachte sie doch leise los, als die Königin von jemandem sprach der ihren Ansprüchen genügen würde. Sie wollte auch Antworten, allerdings blieb ihr die ANtwort im Hals stecken, als Terian das Aufblitzen in den Augen der Königin wahr nahm. Das Lachen wurde zu einem neugierigen Lächeln. Als würde sie die Frau zum ersten mal sehen musterte sie sie von oben bis unten, abschätzend, vorsichtiger, aber immer noch lächelnd. Hatte sie sich doch so getäuscht ind er Frau? Es fühlte sich gerade so an als würde unter der harmlosen Oberfläche eine Löwin schlummern die sich gerade genüsslich amüsierte während sie sich ihre Krallen wetzte. "Wenn wir hier draußen stehen bleiben werden wir es nicht herausfinden, nicht wahr?", damit trat sie noch ein Stückchen weiter zur Seite und bedeutete der Königin mit einer Geste ihrer Hände richtung Tür vor ihr einzutreten, während sie sehr leicht den Oberkörper und den Kopf neigte, der Ansatz einer Verbeigung.

11 Dec, 2014 17:39 23
Tindomerel
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Zustimmend nickte die Königin und ging zu der Tür, um in das Gasthaus hinein zu gehen. Hätte sie nicht ohnehin einen Opalschild um sich herum, hätte sie spätestens jetzt ohnehin einen errichtet. Einer fremden, die am Anfang Feindseligkeit geäußert hatte, den Rücken zuzukehren und dazu noch einen Raum zu betreten, von dem man nicht wusste, wer sich darin befand… ja, ein Schild wäre angebracht gewesen, weil sie ohne Begleitung unterwegs war. Und sowieso seit geraumer Zeit wesentlich misstrauischer und skeptischer geworden war.
Es war noch früh am Abend, entsprechend waren nur vereinzelt ein paar Leute in der Gaststube, die sich hinter dem Empfangszimmer befand, anzutreffen. Da Merel aber ohnehin immer sehr lange wach war, war das jetzt nur ein kleines Abendessen und sie würde später wahrscheinlich noch eines hinterherschieben. „Willkommen, Lady.“, wurde sie von einem Kellner begrüßt, der anschließend auch die andere Frau willkommen hieß. Die Königin nickte ihm dankend zu und ging dann zu einem Tisch im hinteren Teil des Raumes, wo sie sich hinsetzte und verdünnten Rotwein zu trinken bestellte. Während der Kellner davonwackelte, um die bestellten Getränke zu holen, schob die Kleinterreilleanerin die auf dem Tisch liegende Speisekarte zu ihrem Gegenüber; sie selbst fischte sich die Karte vom Nachbartisch, um sich etwas zu essen heraus zu suchen, da blickte sie aber noch einmal auf. „Ich bin übrigens Merel.“ Wenn sie nun schon über den Punkt hinaus waren, sich draußen vor der Tür vermeintlich anzufeinden, konnte man sich ja auch gegenseitig vorstellen.
„Wohnst du hier in der Gegend?“

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11 Dec, 2014 17:53 41 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Nachdme die Königin eingetreten war legte Terian die Flügel soweit es ging an und folgte ihr in einem Abstand der hoffentlich nicht gleich den Eindruck erweckte sie würde ihrer Vorgängerin einen Dolch in den Rücken rammen. Der Opalschild war beweis genug das die Königin ihr nicht traute. Aber wem konnte man schon trauen? Sie wäre eine Närrin gewesen ohne Schild vor einer fremden Frau zu laufen die ihr noch vor wenigen AUgenblicken einen Blick zugeworfen hätte als würde sie sie am liebsten erwürgen. Terian grüßte den Kellner, den auch sie kannte und setzte sich an den zugewiesenen Tisch gegenüber der Königin und hatte den Entschluss gefasst das dies ihr Abendessen sein würde. Sie slebst hatte sich Wasser bestellt.
Bevor die Situation unangenehm werden konnte schob ihr die Königin eine Speisekarte zu und schnappte sich die Karte des Nachbartisches. Dankend nahm Terian die Karte entgegen, kam allerdings nicht dazu sich darauf zu konzentrieren, da die Königin das Gespräch begann. Merel. Sie überlegte kurz ob sie den Namen schon einmal gehört hatte, aber ihr fiel nichts ein was sie mit dem Namen verband. "Schöner Name, ich heiße Terian", sprach die halb-Eyrierin. Sie kam sich etwas komisch vor als würde hier nicht 2 Frauen sitzen sondern 2 Kinder die sich die Hände reichten und sich vorstellten. Hätte sie jetzt schon getrunken hätte sie sich sicher bei der nächsten Frage verschluckt. So aber unterdrückte Terian ein zucken, konnte aber nicht verhindern das ihre Augen etwas an Glanz verloren, während ihr freundliches Lächeln bestehen blieb. "Kann man so sagen, ich diene an einem Hof hier in Kleintereille und wohne dort auch. Und du?", lenkte sie das Thema von sich weg. Ehrliche Neugierde trat auf ihre Züge. Vielleicht würde sie jetzt herausfinden was es mit der Königin - Merel - auf sich hatte sie verschiedene Facetten trug.

11 Dec, 2014 18:15 50
Tindomerel
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Irgendwie hatte Merel den Eindruck, dass ihre Frage vielleicht nicht die günstigste gewesen war, daher fragte sie sich auch, warum. Es war eigentlich eine ganz normale Frage gewesen, oder nicht? Auch fiel ihr jetzt erst auf, dass die andere Frau – die sich als Terian vorgestellt hatte – keine goldenen Augen besaß und damit keine reine Eyrierin war. Allerdings war das eine Information, die die Kleinterreilleanerin nur so nebenbei für sich abspeicherte, ohne ihr größere Bedeutung zuzumessen. Ein Drittel der Bevölkerung des Territoriums war inzwischen langlebig in irgendeiner Weise und dies beinhaltete auch manchmal die kuriosesten Vermischungen, wie es in dieser Häufung nirgendwo sonst in Kaeleer vorkam. Ob man das nun gut oder schlecht fand war seit Ewigkeiten ein Streit-Thema, ganz besonders unter Langlebigen, wie die junge Frau so mitbekommen hatte.
Letztlich entschied sich die Königin für Nudeln mit Speck und Sahnesauce, was sie bei dem zurückkommenden Kellner bestellte und dann abwartete, bis er wieder weg war, bevor sie auf die Frage der Hexe antwortete. „Das Gleiche.“ Ein Schmunzeln umspielte kurzzeitig ihre Lippen, während sie die Speisekarte zurück auf den Nachbartisch legte, um sich dann wieder ihrem Gegenüber zu widmen. „Allerdings nicht hier, sondern oben am Provinzhof in Baetica. Und du?“ Ohne es zu merken wurde Merel etwas wachsamer. Irgendetwas fachte ihre Neugierde an und sagte ihr, dass die Reaktion Terians vor wenigen Minuten nicht von ungefähr gekommen war. Vielleicht war sie einer der Menschen, die nicht gern viel über sich preisgaben – was ja auch nicht unbedingt unvernünftig Wildfremden gegenüber war.

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11 Dec, 2014 18:27 07 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
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Terian lauschte gespannt der Königin, allerdings war die erste Antwort genau so Aussagekräftig wie ihre eigene. Ohne in die Karte gesehen zu haben fügte sie der Bestellung noch einen Backfisch mit Kartoffelsalat hinzu. Merel rückte dann doch mit etwas mehr Informarionen raus - und natürlich auch der Gegenfrage. Ihre nächste Antwort könnte über Leben und Tod entscheiden. Was sollte sie also sagen? Wieviel konnte sie preis geben ohne die Königin vor sich in Gefahr zu bringen? Geschweige denn sich selbst. Sie beschloss auf Nummer sicher zu gehen und überlegte wie sie es am besten Ausdrücken sollte. "Ich würde meinen Heimatort gerne für mich behalten" sagte Terian frei heraus und sah die Königin entschuldigend an. "Wie ist die Königin in Beatica so?". Sie wusste das die Frage ziemlich unverschämt aufgefasst werden konnte wo sie doch slebst nichts preis gegeben hatte, aber sie konnte ihre Neugierde kaum zügeln. Ob die Königin dort auch ein Ebenbild Giachettas war? Sie hatte kaum Königinnen kennen gelernt, Giachetta hatte es bisher immer geschafft ihr weis zu machen das sie noch sehr freundlich war im Gegensatz zum Ablauf an anderen Höfen. Aber vor ihr stand, nein saß, das Paradebeispiel für das Gegenteil auch wenn Merel slebst nicht herrschte - zumindest dachte sie das - hatte sie die Vermutung das ihr Gegenüber sich nicht unterbuttern ließ. Zumindest schloss sie das aus der Reaktion draußen.

11 Dec, 2014 18:54 47
Tindomerel
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Der Kopf der jungen Frau neigte sich leicht zur Seite und ein nachdenklicher Blick schlich sich in die blaugrauen Augen, die auf ihr Gegenüber gerichtet waren. Es hatte in bisschen was von einer kleinen Eule, die einerseits neugierig war, andererseits Beute roch. Man konnte schon meinen, dass Merel die Gegenfrage einfach ignorierte, weil es den Eindruck machte, als würde sie nicht antworten wollen und sie stattdessen die andere Frau einfach nur mit diesem nachdenklichen Blick betrachtete. Wenigstens sah sie nicht durch sie hindurch wie draußen vor der Tür, was vermuten ließ, dass die Kleinterreilleanerin zumindest geistig anwesend war statt in Gedanken versunken. Tatsächlich überlegte sie sich, was sie mit der Antwort anfangen wollte und vor allem, ob sie es dabei bewenden ließ oder nicht. Letztlich entschied sie sich dafür, es vorerst darauf beruhen zu lassen – das Zucken ihrer Mundwinkel im Anflug eines schelmischen Grinsens verriet aber, dass es dabei womöglich nicht bleiben würde. Und vielleicht auch, dass sie den Verdacht hatte, dass ein bisschen mehr dahintersteckte. Aber das wusste man ja nie so genau und wenn man es genau nahm steckten hinter allen Sachen mehr, als man vermutete. Man konnte ja nicht in den Kopf von anderen hineinsehen, sofern man nicht bei ihm einbrach.

„Lady Ahrimand ist ganz in Ordnung.“, antwortete sie schließlich möglichst neutral. Jeder, der Merel ein bisschen besser kannte, würde die Schwingung heraushören können, dass es nur die höfliche Umschreibung für ‚Ich kann sie nicht leiden‘ war. Glücklicherweise war Terian niemand, der sie besser kannte. „Klar, es gibt immer Dinge, über die man sich streiten kann, aber alles in allem ist es wirklich in Ordnung dort. Ich mag vor allem die Umgebung. Es ist anders als hier.“ Im Allgemeinen war Kleinterreille ein flaches Land, nur oben im Norden, an der Grenze zu Dhemlan, begannen Mittelgebirge - bis auf den Vulkan mitten im Land die einzigen Erhebungen, die das Territorium zu bieten hatte. „Warst du schon mal da?“

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11 Dec, 2014 19:12 52 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
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Terian fühlte sich unwohl in ihrer Haut, Meren sah zwar nachdenklich aus, aber Terian fühlte sich eher als würde sie durchleuchtet werden. Meren musste etwas ahnen. Verdammt. Blieb nur die Frage ob sie es zur Sprache bringen würde oder nicht. Sie beide trugen Opal, Meren diente in der anderen Provinz, was sollte schon passieren? DIe Königin sah nicht so aus als würde sie Informationen aus ihr heraus prügeln. Als das Schweigen unerträglich wurde und Terian schon glaubte das nichts mehr von der Königin kommen würde sprach sie letztendlich doch weiter - Erleichterung überkam sie als Merel lieber ihre eigene Frage beantwortete anstatt sie zu übergehen.
Was mochte in dem Kopf der Königin vorgehen? Sie schüttelte den Gedanken ab und konzentrierte sich auf das gesagte. 'Ganz in Ordnung' war die Provinzkönigin also. Für sie klang das ganz positiv. Andererseits fragte Terian sich ob es überhaupt jemand wagen würde öffentlich schlecht von einer regierenden Königin zu sprechen. Terian dachte kurz nach und wollte schon antwortenm als ihr etwas einfiel. Wie kam das denn wenn sie mit ihren Flügeln sagte noch nie etwas von der nördlichen Provinz gesehen zu haben? Ihr fiel eine passende halb-Wahrheit ein, die ihr wahrscheinlich einen Mitleidigen Blick der Königin einbringen würde, aber das war es ihr wert.
"Nein ich habe noch nie den nördlichen Teil von Kleintereille gesehen", gestand sie. Was auch der Wahrheit entsprach. Um einer nächsten Frage zu entgehen stellte sie selbst eine. "Wie würdest du es beschreiben?". Klar hatte sie gehört und gelesen das es in Beatica anders aussah, aber so wollte sie die Ansicht von Merel wissen.

11 Dec, 2014 20:05 36
Tindomerel
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„Grüner.“ Eine einfache, aber umso mehr wahre Antwort darauf, wie es in Baetica war. Zumindest ganz im Norden. Dabei umspielte ein Lächeln ihre Lippen, das zufrieden aussah; provoziert allein durch das Wort ‚grüner‘. „Rund um die Provinzhauptstadt zwar nicht, aber je weiter man in den Norden kommt, desto grüner wird es.“ Unberührte Flecken Natur fand man in Kleinterreille wenn überhaupt nur noch da, an der Grenze zu Dhemlan in den Tälern und Mittelgebirgen. Der Rest des Territoriums war entweder bebaut – es gab in Kleinterreille wahrscheinlich so viele große Städte wie sonst nirgendwo – oder für die Landwirtschaft nutzbar gemacht, zwischen Feldern und Städten fand man hier und da noch kleine Wälder, aber keiner davon so groß, dass man ihn nicht in einer Stunde zu Fuß durchqueren würde können. Überhaupt hatte das Land inzwischen eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, bedingt durch die vermehrte Einwanderung seit einigen Generationen. Wo früher nur zwei Mal im Jahr der Dienstbasar stattfand und auch dann nicht allzu viele Leute aus Terreille ins Schattenreich kamen, war die Anzahl bei beiden Sachen inzwischen deutlich gewachsen. Unter diesem Aspekt konnte Merel die Kritiker durchaus verstehen, die zu bedenken gaben, dass es so nicht ewig gehen konnte, andererseits war sie auch kein Freund davon zu sagen, dass man die Leute nicht übersiedeln lassen sollte. Ein bisschen mehr Beteiligung anderer Territorien, was die Vergabe von Dienstverträgen anging, wäre hingegen mal eine feine Sache…

Was die Königin zu einer weiteren Frage brachte, die die Hexe ihr gegenüber betraf. Sie hatte ja schon beiläufig festgestellt, dass es sich bei ihr nicht um eine reine Eyrierin handeln konnte und sie war neugierig, ob Terian ein ‚Produkt der Einwanderung‘ war. Kleinterreille war ein kurzlebiges Territorium und auch, wenn Langlebige eher unter sich blieben, so kam es hier und dort doch ab und an zu Vermischungen. „Kommst du aus Kleinterreille oder bist du zugewandert?“ In anderen Territorien mochte die Frage vielleicht unverblümt oder unangebracht erscheinen, aber hier war das wohl schon lange nicht mehr so – weil es eine sehr berechtigte Frage war.

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11 Dec, 2014 20:19 31 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Ein einziges Wort und doch sagte es so viel aus. "Grüner klingt ziemlich gut", und das meinte sie ernst. Auch wenn sie ein Kleintereille aufgewachsen war, hätte sie die Wahl würde sie woanders hingehen. Es hatte sie schon immer gereizt mal nach Tacea zu gehen, dem Heimatort ihrer Mutter. Die nächste Frage kam etwas unerwartet, ein Themenwechsel, aber da mit konnte sie gut umgehen, auch die Frage an sich war durchaus angebracht und die Antwort darauf fiel ihr leicht. "Meine Mutter wanderte hier ein, ich slebst bin hier in Kleintereille geboren und aufgewachsen, aber zugegebenermaßen habe ich noch nicht viel davon gesehen. Nur Tarraco mit seinen Bezirken." gestand sie. Sie hätte noch hinzugefügt das es am Hof immer viel zu tun gab, allerdings wollte sie das Thema nicht wieder darauf lenken, also stellte sie ihre bekannte Gegenfragen. "In welchem Kreis dienst du Lady Ahrimand?" nun mal schauen wie weit sie mit ihren Fragen gehen konnte, Terian war sich immer noch bewusst das es als unverschämt empfunden werden könnte, da sie slebst so wenig Preis gab. Aber sie war so verdammt neugierig und ziemlich interessiert an der Königin die ihr gegenüber saß.

11 Dec, 2014 20:43 28
Tindomerel
Königin




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Bedächtig nickte die junge Frau und man sah, dass sie deutlich neugierig geworden war auf die Hexe, die am Anfang der Begegnung nicht den Eindruck gemacht hatte, als könnte man mit ihr in einem Gasthaus sitzen und etwas essen. Überhaupt barg das Thema der Einwanderung einige interessante Seiten, eben weil es Diskrepanzen gab. Die Langlebigen blieben eher unter sich und nicht wenige, die nach Kleinterreille kamen, waren nicht glücklich damit, unter Kurzlebigen sein zu müssen. Es gab zwar seit einiger Zeit auch langlebige Höfe im Land, trotzdem war das Territorium an sich kurzlebig und folgte auch dem kurzlebigen Pulsschlag. Etwas, das für Langlebige schwierig zu sein schien. Im Gegenzug gab es die ursprünglichen Terreilleaner, die mittlerweile nur noch etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, von denen sich einige in ihrer Existenz bedroht sahen durch die zunehmende Einwanderung. Der Großteil war zwar sehr tolerant, aber auch Toleranz kam vermutlich irgendwann an ihre Grenzen. Wahrscheinlich nicht in Merels Generation und wahrscheinlich auch noch nicht in der nächsten, aber irgendwann konnte das zu einem Problem werden, wenn man derlei Aspekte zu lange ignorierte.

Sie persönlich war immer neugierig, wenn sie mit jemandem zu tun hatte, der ein Kind von Einwanderern war – es bedeutete nämlich in der Regel, dass die Eltern, oder zumindest ein Elternteil, genug in Kleinterreille gefunden hatten, um hierzubleiben und hier eine Familie zu gründen. Ein hoffnungsvoller Umstand, wie Merel fand. Zumal sie ihr Heimatland liebte, trotz der Schwierigkeiten, mit denen es vielleicht konfrontiert war und trotz der paar Ecken und Kanten, an denen es nicht mehr so gut lief.

„Im Zweiten. Ich habe vor etwas über einem Jahr meine Ausbildung an dem Hof angefangen.“, erklärte sie. Mit ihrer Juwelenstärke – und sie hatte ja noch nicht einmal ihr Aufstiegsjuwel – war es fast unausweichlich gewesen, zumindest an einen Provinzhof zu gehen. Die Bezirkskönigin von Fallon hatte zwar verlauten lassen, dass sie Merel ebenfalls an ihrem Hof aufnehmen würde, wenn sie nicht so weit weg von Zuhause gewollt hätte, aber die junge Königin hatte abgelehnt. Es war eher eine Entscheidung aus dem Bauch heraus gewesen. Sie hatte es Zuhause nicht mehr ausgehalten und dafür hatte es diverse Gründe gegeben, daher war sie froh gewesen, dass Baetica ihr eine Ausbildungsstelle gegeben hatte, nachdem sie darum ersucht hatte. „Bist du schon fertig mit deiner Hofausbildung?“ Etwas betreten senkte Merel den Blick. „Ich… kann leider nicht einschätzen, wie alt du bist.“ Genauso wie Langlebige öfter mal ein Problem hatten, das Alter von Kurzlebigen zu schätzen, verhielt es sich umgekehrt. Die junge Königin lächelte entschuldigend und nahm ihr Glas zur Hand, um einen Schluck zu trinken, als auch der Kellner wiederkam und ihnen das Essen brachte.

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11 Dec, 2014 21:05 09 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Aufmerksam lauschte sie der Königin ihr Gegenüber. Sie diente also im 2. Kreis und war noch in der Ausbildung. Terian fragte sich ob sie vielleicht bald die zukünftige Königin vor sich sah. So wie die Merel in dieser kurzen zeit einschätzte würde sie behaupten das Merel eine Königin war die dem Land und deren bewohner gut tun würde. Sie konnte nicht wissen das Merel bisher nur ihr Geburtsjuwel besaß, aber sie hoffte inständig das die Königin vor ihr niemals in die Hände einer dieser verdorbenen Miststücke fiel mit denen sie selbst tagtäglich zu tun hatte.

Bei der vorsichtigen Frage hätte die Hexe am liebsten gelacht und geweint - gleichzeitig. Merel schaffte es Fragen zu stellen auf denen ihr die Antwort ziemlich schwer fiel, auch wenn sie versuchte sich dies nicht anmerken zu lassen. "Ich glaube selbst ein Großteil der langlebigen Bevöllerung kann mein Alter nicht schätzen" zwinkerte sie der Königin nachsichtig zu. Sie ging davon aus das die Königin schon 1und 1 zusammen gezählt hatte was ihre teils langlebigkeit anging. "Ich hab meine Ausbildung schon vor langer Zei... vor etwa 70 Jahren abgeschlossen", korrigierte sie sich. Mit langer zeit konnte Merel sicher wenig anfangen. Nunja eine Ausbildung zur Lustsklavin war eine Ausbildung, also musste sie zumindest nicht Lügen. Und die Protokolle, zumindest so wie ihre Königin sie auslegte kannte sie auch.

Glücklicherweise kam gerade das Essen und Terian hatte inen großen Hunger. Sie saß öfter an - oder unter - gepflegten Tischen und wusste somit auch die gepflogenheiten beim Essen. Also machte sie sich über ihr Essen her.

11 Dec, 2014 23:05 18
Tindomerel
Königin




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Merel lachte leise, als die Hexe ihr zuzwinkerte und meinte, dass wohl auch viele Langlebige ihr Alter nicht schätzen konnten. Die junge Königin hatte nicht allzu viel mit Langlebigen zu tun. Klar, man traf überall mal welche an, aber nicht allen sah man es an wie Terian mit ihren Flügeln und wenn dann war das Aufeinandertreffen eher kurz gewesen. Das änderte sich inzwischen ein bisschen dadurch, dass sie nun an einem Hof diente und somit sowohl gelegentlich mit anderen Höfen zu tun hatte, als auch ein paar Langlebige kennengelernt hatte. Wieder legte die Kleinterreilleanerin den Kopf schief, als die Hexe meinte, dass sie vor 70 Jahren ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, und wieder kam dieses schwer deutbare „Hm.“, das alles und nichts heißen konnte. Dann widmete sie sich ihrem Essen, das sie sichtlich zu genießen schien. Wenigstens das war wieder der Fall. Eine Zeit lang war die Königin derart depressiv gewesen, dass alles, was sie gegessen hatte, nach Blut und Asche geschmeckt hatte, im übertragenden Sinne. Sie hatte lediglich deshalb gegessen, weil ihr Körper die Nahrung gebraucht hatte und weil sie nicht noch mehr Sorge und Angst in den Augen ihrer Eltern hatte sehen wollen, die sowieso heute noch manchmal diesen Ausdruck im Gesicht hatten, als wären sie nicht sicher, was sie mit ihrer Tochter anfangen sollten. Wie sie mit gewissen Dingen umgehen sollten.

Die ersten paar Bissen nahm die Königin schweigend, um ihren Appetit zu stillen, erst dann nahm sie den Gesprächsfaden wieder auf. „Wenn du mit deiner Ausbildung schon fertig bist, dann kannst du dich ja auch an einem anderen Hof bewerben.“ Sobald ihr aktueller Dienstvertrag ausgelaufen war oder sowas. Es war auch eher die Regel als die Ausnahme, nach dem Abschluss der Ausbildung auch an anderen Höfen zu dienen, um Erfahrungen zu sammeln - oft gingen Leute sogar mal für ein paar Jahre in ein anderes Territorium, um dort Erfahrung an einem Hof zu gewinnen. „Und so vielleicht mal den nördlichen Teil des Landes zu Gesicht bekommen.“ Sie warf ein kurzes Lächeln über den Tisch, bevor sie sich den nächsten Bissen in den Mund schob und genüsslich kaute. Sobald sie ihn geschluckt hatte, sprach sie weiter: „Der Provinzhof hat zwar nur wenige Langlebige, aber am Bezirkshof von Hispalis zum Beispiel gibt es verhältnismäßig viele. Oder dienst du derzeit auch an einem ausschließlich kurzlebigen Hof?“

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12 Dec, 2014 06:08 43 Tindomerel ist offline Beiträge von Tindomerel suchen Nehmen Sie Tindomerel in Ihre Freundesliste auf
Terian
Gast


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Terian genoss das Essen. Herrlich. Es war ein Unterschied ob man ständig lästige männliche Signaturen beim Essen um sich herum hatte oder ob man sein Essen so wie jetzt genießen konnte. Ganz schön Neugierig diese Merel. Aus vielerlei Reaktionen wurde Terian einfach nicht schlau. Zum Glück hatte sie gerade nichts im Mund sonst hätte sie sich beim Vorschlag der Hexe sicher verschluckt. Ach Süße, wenn du wüsstest. Aber sie konnte es ja nicht wissen, ihr Vorschlag war also nur berechtigt. Sie verdaute die nächsten Worte - und die Frage. Was sollte sie antworten? Konnte man aus ihrer ANtwort schließen an welchem Hof sie 'diente'? Gab es überhaupt rein kurzlebige Höfe in Kleintereille? Sie beschloss die Frage zu übergehen. Allerdings würde sie es wohl nicht schaffen eine dermaßen große Lüge zu verbreiten indem sie sagen würde das es ihr an ihrem momentanen Hof gefiel. Nein das konnte sie nicht, das würde sie niemals über sich bringen. "Ich habe, auch wenn ich meine Aubildung abgeschlossen habe, noch Pflichten zu erfüllen, deswegen werde ich erstmal an dem momentanen Hof bleiben.", sagte sie mit einem schwer zu deutenden Lächeln. Nun das war zumindest nicht gelogen.

Sie legte Messer und Gabel weg und zog ihr Tuch um den Hals wieder etwas fester, ehe sie 2 weitere Bissen nahm. "Und du? Möchtest du an einem anderen Hof Erfahrungen sammeln wenn deine Ausbildung abgeschlossen ist?", fragte sie neugierig. Kurz darauf bereute sie die Frage. Was wenn Merel nun sagen würde das sie auch den Provinzhof in Tarraco kennen lernen wollte? Wobei... ihre Königin würde bestimmt keine Marionette in Merel sehen und schließlich würde sie das Gesuch ablehnen, nicht wahr? Dafür war ihre Maske die sie gegenüber fremden trug zu gut.

12 Dec, 2014 14:49 42
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