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Sheedan
Krieger




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Urlaub mit Hindernissen (abgeschlossen) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Urlaub mit Hindernissen

Sheedan macht nach Jahrzehnten wieder einmal (Forschungs-) Urlaub in Kleinterreille, welches sich augenscheinlich ziemlich verändert hat. Prinz Alessandro stellt ihm für die Dauer seines Aufenthaltes am Hof einen jungen Wachmann an die Seite.


Es war noch früh am Morgen, als Sheedan mit seinem Hund am Landenetz von Kleinterreille ankam. Die Reise ins Schattenreich hatte lange gedauert und die Benutzung eines Dunklen Altars bereitete ihm immer noch Gänsehaut. Beinahe hätte er über sich selbst gelacht. Nach all den Jahren auf Reise benahm er sich in manchen Belangen immer noch wie ein Anfänger. Sogar Scott war ruhig geblieben. Wobei es nur wenig gab, was den zotteligen Wolfshund aufregte. Grinsend blickte der Krieger in den Sturm verhangenen Himmel. Er hatte Kleinterreille an einem regnerischen Abend verlassen und nun kam er an einem stürmischen Morgen zurück in seine einstige Wahlheimat. Bittersüße Erinnerungen packten ihn, beim Anblick der wohlvertrauten Silhouette des Hofes. Hier hatte er einen Teil der schönsten Jahres seines Lebens verbracht. Und hier hatte er gelernt, was Einsamkeit und Trauer wirklich bedeuteten. So sehr es auch schmerzen mochte, er war dankbar für die Lektion. Trotzdem hatte es Jahrzehnte gedauert, bis es Lord MacKenzie übers Herz brachte, wieder einen Fuß in diesen Hof zu setzen.

Heute brachte ihn jedoch seine Neugierde zurück. Man hatte allerhand über Kleinterreille gehört – nur Gutes – und Sheedan wollte seinen Urlaub mit einem Besuch in der hiesigen Bibliothek verbinden. Vielleicht könnte er dabei auch gleich seine alte Schule einmal besuchen, dachte er und rieb sich das Kinn. Scott hatte indessen beschlossen erst einmal das neue Revier zu markieren. Man ließ sie beide scheinbar warten, denn Prinz Alessandro hatte ihn gebeten zu dieser Stunde am Landenetz zu sein. Dan seufzte nicht sehr glücklich. Er konnte es nicht leiden versetzt zu werden, oder länger warten zu müssen. Das lag einfach nicht in seiner Natur. Scott schien der gleichen Meinung zu sein, denn der große Rüde beschäftigte sich bereits damit ein Loch in eines der Blumenbeete zu graben. Sheedan schmunzelte; bestimmt folgte gleich eines von Scotts berühmt berüchtigten Schlammbädern. Und warum sollte er seinem Gefährten das bisschen Spaß verwehren? Schließlich waren sie ganz alleine hier und niemand schien es zu kümmern. Der Krieger sah auf seine Taschenuhr. Sollte sich in 5 Minuten noch niemand gemeldet haben, dann würde er einmal ein erstes Wörtchen mit Sandro reden müssen. Man ließ seine Gäste nicht warten, das war unhöfflich.

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26 Sep, 2014 20:33 46 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
Crimson
Krieger




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Verflucht! Ungeduldig trommelte Crimson mit seinen Fingern auf dem Oberarm. Mit verschränkten Armen saß er in der Kutsche und am liebsten hätte er die Pferde und den Kutscher zu noch mehr Eile angetrieben. Das dauerte alles einfach zu lange. Er war etwas verstimmt. Ausgerechnet am heutigen Morgen war mal wieder schief gegangen, was schief gehen konnte. So zirka jedenfalls. Zuerst einmal hatte Crim temporäres Kindermädchen für die ganzen Welpen aus dem Rekrutencorps spielen können, weil der Ausbilder zu einer spontanen Schnellbesprechung hatte müssen. Und Crim war eben mal wieder zur falschen Zeit, am falschen Ort gewesen und gebeten worden, mal kurz ein wachsames Auge auf die Neulinge zu haben. Es wäre leichter gewesen einen Sack Flöhe zu hüten. Kaum hatte man den Halbstarken den Rücken zugewandt, ging es auch schon los. Zu guter Letzt hatte Crimson zwei der Hammel je links und rechts im Schwitzkasten gehabt und die anderen lautstark zurecht gewiesen, dass man solch ein kindisches Verhalten bei der Wache nicht duldete. Keine Disziplin. Crim schnaubte. Andererseits, manche besaßen weder vor, noch während, noch nach ihrer Ausbildung welche. Leider.

Trotzdem hatte alles nicht zu lang gedauert, zum Glück, trotzdem hätte er noch problemlos pünktlich kommen können. Wenn nicht … der Krieger stieß einen genervten Seufzer aus. Eigentlich hatte er keine Lust darüber nachzudenken was alles dazu geführt hatte an diesem Morgen, dass er nun deutlich zu spät dran war. Dabei hatte er seinen Zeitplan schon so weit gefasst gehabt, dass genügend Luft hätte bleiben sollen, um vielleicht sogar verfrüht am entsprechenden Ort zu sein. Wie immer aber verschwor sich genau immer alles dann gegen einen, wenn es wichtig war. Angespannt starrte er aus dem Fenster der Kutsche. "Nun mach schon schneller … dachte er grimmig und mahnte sich innerlich zur Ruhe. Sich aufzureiben brachte ja letztlich doch nichts. Es war ohnehin schon zu spät … ER war zu spät. Endlich hielt die Kutsche und noch bevor irgendjemandem die Zeit blieb den Verschlag zu öffnen, war der Wächter auch schon von selbst herausgesprungen. "Wartet hier." Meinte er barscher zu dem Kutscher, als er es eigentlich beabsichtigte. Für Höflichkeit hatte er aber zumindest hier keine Zeit.

Eilig legte er das letzte Stück Weg von der Kutschhaltestelle hin zum Ankunftsort vor dem Altar zurück. Unangenehm schlug ihm das Herz schwer in der Brust und zwar nicht nur wegen seines raschen Schrittes. Er war ein wenig aufgeregt. Vor über einem Jahr hatte Crimson nun seine Ausbildung abgeschlossen und war ein vollwertiger Wächter geworden. In irgendeiner kleinen Familienrunde, bei der Alessandro auch zugegen gewesen war, hatte Crim eigentlich ohne besonderen Grund wohl den Kommentar fallen lassen, dass er sich auch an etwas Größeres wagen würde. Irgendetwas tun wollte, woran er sich als vollwertiger Wächter beweisen konnte. So etwas in der Art eben. Und sein Cousin hatte dies scheinbar als unterschwellige Bitte genommen. Vor einer Woche nun war Alessandro an ihn herangetreten und hatte ihn diese Chance geboten. Es war nicht so sonderlich spektakulär, aber immerhin keine bloße 0-8-15 Aufgabe. Er sollte einen Prinzen in Empfang nehmen, abholen und zum Hof geleiten. Und wohin dieser immer sonst noch mochte.

Und dann wollte der Tag ihn ärgern, sodass er zu spät dran war. Crimson erblickte Zwei Gestalten, einen Mann und … einen … Hund? Irgendwie so etwas Ähnliches musste dieses zottige Ungetüm einer Kreatur wohl sein. Oh je, die armen Blumenbeete. Crim verlangsamte etwas seinen Schritt, damit er nicht gänzlich außer Atem war, wenn er bei dem Besucher anlangte. Es handelte sich auch um einen Krieger, aber einen, mit einem weitaus dunkleren Juwel. "Lord MacKenzie?" Der Wächter blieb vor dem Mann stehen, der doch ein gutes Stück größer war, als er selbst. Na toll, nicht nur dunkler im Juwel, sondern auch größer und … keiner der typischen Bürohengste … dürr und ohne Muskeln. Nein, der Lord hatte einen soliden Körperbau, wenn man das so auf die Schnelle beurteilen konnte. Er verneigte sich zum Gruß. "Verzeiht meine Verspätung, ich hoffe Ihr musstet nicht allzu lang warten. Prinz di Gambelli schickt mich zu Eurer Eskortierung. Die Kutsche steht bereit, wenn Ihr möchtet."

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01 Oct, 2014 16:32 58 Crimson ist offline Email an Crimson senden Beiträge von Crimson suchen Nehmen Sie Crimson in Ihre Freundesliste auf
Sheedan
Krieger




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Ungeduldig wippte Sheedan auf den Fußballen. Seinen Schuhen hatte er schon vor Minuten einen Schutzschild gegen den Matsch zugedacht, aber ewig wollte er nicht hier stehen bleiben. Scotti hingegen, hatte eine Menge Spaß. Dan ließ ihn gewähren, denn der Rüde würde den restlichen Tag über ruhig bleiben müssen. Es kam generell nicht besonders gut an, wenn ein nasser, matschiger Wolfshund am Königshof seinen 'Spaß' hatte. Und Lord Sheedan hatte immerhin einen Ruf zu verlieren. Allerdings würde Scott ihr kleinstes Problem sein, wenn nicht bald jemand kam, um ihn abzuholen. Der Weg war lange gewesen und die Zeit knapp bemessen. Es gab noch soviel zu tun! Außerdem wünschte sich der Krieger nichts sehnlicher als eine Tasse Kaffee. Schwarz, ohne Zucker und am besten heiß wie die Sünde. Manchmal kam es wirklich einem Wunder gleich, einen guten Kaffee zu bekommen. Der Krieger seufzte ergeben. Wahrscheinlich würde es auch heute wieder ein lang gehegter Wunschtraum bleiben.

Träge zogen sich die Minuten, bis schließlich eine Kutsche ihren Weg bis zu ihm fand. Unter den Rädern knirschte der Kies und Dreck spritze in alle Himmelsrichtungen. Einen Moment zögerte Sheedan noch, dann warf er seine Bedenken über Board und trat unter der Überdachung hervor. Der schlimmste Regen schien vorüber zu sein, doch war er dankbar für seine Schilde. Der Boden war an machen Stellen schon soweit aufgeweicht, das Scotti`s Pfoten ein Stück weit darin versanken. Sie würden später wohl beide ein ausgiebiges Bad nehmen müssen. Neugierig musterte er seinen Begleiter eingehend. Äußerlich blieb Dan dabei ruhig, ließ sich nichts anmerken, aber innerlich lachte er sich schlapp. Was hatte ihm Sandro denn da geschickt? Bei der Bitte es Prinzen, hatte er sonst was erwartet, aber keinen Welpen! Nicht einmal richtig vorstellen konnte sich das Bürschen. Mit dem exakten Maß an Höflichkeit, die das Protokoll zwischen einem Dunkleren zu einem Helleren vorschrieb, erwiderte der Krieger die Verbeugung. „Ja, und mit wem habe ich die Ehre?“ Normal stellte man sich einem Gast mit Namen vor, bevor man zu den gestammelten Entschuldigungen überging.

Sheedan lächelte den jungen Krieger aufmunternd zu. So langsam wurde ihm klar, warum ihm sein Freund den kleinen auf einem silbernen Tablett ausgeliefert hatte. Das würden sicherlich ein paar bemerkenswerte Tage werden! Der Junge setzte zu einer Antwort an, doch Dan gebot ihm zu schweigen. „Nein, wartet.Vielleicht sollten wir das Gespräch in die Kutsche verlegen, die Ihr erwähnt habt. Ich möchte ungern noch mehr Zeit verlieren.“ Dann pfiff er Scotti, welcher umgehend an die Seite seines Herrn eilte. Ein kurzer Blick zur Orientierung und das zweier Gespann hielt auf die Kutsche zu. Im vorbeigehen, legte Sheedan fürsorglich einen dunklen Schild um die schweren Stiefel des jungen Wachmannes. Er konnte einfach nicht anders als dem Welpen zu helfen. „Sagt, gibt es hier einen Ort an dem ein alter Krieger eine Tasse starken Kaffee bekommen kann?“ Die Stadt hatte sich mehr verändert, als er zuerst dachte. Wahrscheinlich würde es die Geschäfte von damals schon seit Jahrzehnten nicht mehr geben.

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06 Oct, 2014 18:33 21 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
Crimson
Krieger




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Grade so konnte sich Crimson davor bewahren zu fluchen und eine Grimasse zu schneiden. Seine Begrüßung war eher unvollständig gewesen. Ebenso wie seine Gedanken. Allerdings war es ihm darauf angekommen, zum einen den hohen Gast zu begrüßen und endlich in Empfang zu nehmen, dessen Warten endlich zu beenden und letztlich aber nicht mit sonst was für einem Wortschwall zu erschlagen. Andererseits hätte Crimson eigentlich gedacht, dass Alessandro dem Saphirkrieger wenigstens Bescheid gegeben hätte, WER ihn in Empfang nehmen sollte. Na das konnte noch alles ein Spaß werden, und begonnen hatte das Ganze ja schon wirklich wunderbar. "Verzeiht mein Lord." Noch einmal verneigte er sich kurz vor dem dunklen Krieger. "Mein Name ist Crimson de Menthe." Ob er erwähnen sollte, dass er der Cousin des Haushofmeisters war? So ganz ernst zu nehmen schien der andere ihn ja nicht. Nein, besser nicht, es war ohnehin schon alles peinlich genug für Alessandro. Und Crimson würde persönlich dafür sorgen, dass die Leute, die zu dieser peinlichen Situation geführt hatten, ihr Fett weg bekamen. Dämliche Neulinge!

Die zottelige Begleitung des Mannes war auch etwas gewöhnungsbedürftig. Niemand hatte Crimson gesagt, dass der Mann einen Hund hatte. Nicht dass Crim irgendein Problem mit Tieren hatte, ganz im Gegenteil, eigentlich hatte er sich als kleiner Junge immer ein Haustier gewünscht. Doch seine Eltern waren stets dagegen gewesen - zu viel Arbeit und die hatte man ohnehin mehr als genug gehabt. Aber dieser Hund hier war fast ein halbes Kalb. Der war … monströs, zottelig und total verdreckt. Einfach wunderbar. Also auf zur Kutsche. Keine Zeit verlieren war gut. "Verständlich. Bitte sehr." der junge Krieger machte eine entsprechende Geste und man setzte sich in Bewegung. Etwas zweifelnd betrachtete Crim seine Stiefel, von denen der Dreck bedeutungslos abperlte oder gar nicht erst heran kam. Seltsamer Kautz. Stiefel waren da zum schmutzig werden, jedenfalls diese Art von Schuhwerk. Es wurde jeden Tat schmutzig. Entsprechend säuberte er seine Kleidung tagtäglich, pflegte sie. Wenn nicht mal wieder einer dieser absoluten Höllentage hinter ihm lagen, an denen er wahrlich auf dem Zahnfleisch in sein Zimmer schlurfte und nur noch tot ins Bett fiel. Es war außerdem Energieverschwendung. Gab ja immerhin mehr Wasser als Dreck. Trotzdem musste man das wohl wertschätzen, es war ja eine freundlich gemeinte Geste. "Danke." Er öffnete den Kutschverschlag und ließ den Gast einsteigen, gefolgt vom schlammbedeckten Wolfshund.

Erst dann folgte er selbst, gab dem Kutscher das Zeichen sich auf den Weg in die Stadt zu machen. "Kaffee sagt Ihr? Nun ja, es gibt das ein oder andere Café-Haus, aber wie gut die sind, kann ich euch leider nicht beantworten. Mein Kaffeekonsum beschränkt sich auf den, den ich mir zu Hause selbst koche oder meine Mutter." Crim lächelte. "Die goldene Sonne soll eine gute Empfehlung haben. Tagsüber ein Café, abends eine Bar. Wenn ihr wollt, können wir gern dorthin."

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10 Oct, 2014 15:48 22 Crimson ist offline Email an Crimson senden Beiträge von Crimson suchen Nehmen Sie Crimson in Ihre Freundesliste auf
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Dan machte es sich in der Kutsche gemütlich. Auf dem Polster neben saß Scotti, welchen er vorsorglich mit einem Schild belegt hatte, damit nicht alles schmutzig wurde. Sie hatten in den letzten Jahren da so ihre Erfahrung auf diesem Gebiet gemacht. „Die goldene Sonne, das muss ein neuer Laden sein. Jedenfalls kommt er mir nicht bekannt vor.“ Gedankenverloren kraulte der Krieger Scott hinter den Ohren. Nur langsam wurde ihm bewusst, was der Kleine vorhin gesagt hatte. „Das müssen wir auf jeden Fall ändern! Kommt, ich lade euch auf eine Tasse guten starken Kaffee ein, Krieger!“ Es konnte ja gar nicht angehen, das jemand die Vorzüge einer professionell zubereiteten Tasse Kaffee nicht kannte. Noch ein Punkt, warum es für den Krieger gut war, ein paar Tage mit ihm zu verbringen. Danach würde er den Unterschied zu der Brühe, die es für gewöhnlich in den Küchen gab, zu schätzen wissen.

Aufmerksam beobachtete MacKenzie sein Gegenüber. Ihm war nicht entgangen, wie sich der Bursche schließlich vorgestellt hatte. Crimson de Menthe. Ob er wohl mit seinem Freund Alessandro enger verwandt war? Es würde auf jeden Fall erklären, wie ein Krieger mit Gelbem Juwell zur Wache an einem solch bedeutenten Hof kam. Alltäglich war das bei leibe nicht. Dennoch sah er dem Kriegerprinzen nicht ähnlich genug, um dessen Sohn zu sein. Sheedan hätte es ehrlich gesagt auch gewundert. Bestimmt hätte Sandro ihm bescheid gesagt, wenn er ihm seinen Sohn geschickt hätte. Vielleicht sollte er ihn einfach fragen. Die Ruhe, die in der Kutsche herrschte, gefiel ihm ohnehin nicht sonderlich. „Sagt, Lord Crimson, seid ihr zufällig mit dem Haushofmeister verwandt? Ich konnte nicht umhin eine gewisse Ähnlichkeit zu ihm zu erkennen. Verzeiht mir bitte die Frage, wenn es euch unangenehm sein sollte, darüber zu sprechen.“ Was durchaus sein konnte. Nicht jeder sprach gerne über seine Familie. Besonders nicht mit jemanden, den man erst seit ein paar Minuten kannte. Und die Ähnlichkeit war auch tatsächlich vorhanden. Nur reichte sie nicht aus, um eine direkte Vaterschaft zu vermuten. Jedenfalls war die Stille nun endlich gebrochen.

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20 Nov, 2014 21:05 12 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
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Um den Hund war ein Schild wirklich nötig, ansonsten hätte die Kutsche binnen Sekunden wohl ausgesehen wie der aufgeweichte Platz draußen. Das Tier brauchte später dringend ein Bad. Da fiel ihm ein… "Darf ich fragen, wie euer vierbeiniger Begleiter heißt?" fragte Crimson mit einem kleinen Lächeln. Er mochte Tiere ja eigentlich ganz gern und vielen Menschen ersetzten sie die Gesellschaft anderer Leute, wurden zu regelrechten Familienmitgliedern. Ein Familienmitglied würde man auch nicht einfach nur mit "Mann" oder "Frau" ansprechen, sondern man nannte sie bei ihren Namen. Als der Prinz anmerkte, dass er das Etablissement nicht kannte, welches Crimson erwähnt hatte, huschte ein kurzer, zweifelnder Blick über die Züge des Jüngeren. "Ohne unhöflich sein zu wollen, aber … wie lang wart ihr schon nicht mehr in Kleinterreille, Lord?" Die goldene Sonne gab es schon fast so lange Crim denken konnte. Es hatte nicht ohne Grund ein gewisses Ansehen in der Stadt. Aber gut, wenn Lord MacKenzi zu jenen gehörte, denen ein längeres Leben gegeben war, dann bedeuteten Zeiträume wohl einfach etwas anderes für ihn. Grade bei den langlebigen war es so, dass für sie, das was für Kurzlebige eine halbe Ewigkeit zu sein schien, nicht mehr als ein Augenblick war.

Als der Krieger ihm dann auch noch eine Einladung aussprach, war der Wächter wirklich zutiefst beschämt. "Lord, das kann ich unmöglich annehmen! Ihr seid Gast." Und Gäste luden andere die an Ort und Stelle hausten - gewissermaßen ihre Gastgeber waren - wohl kaum ein. Vor allem nicht jemanden, der quasi ihr Angestellter war. Wenn hätte ja fast eher Crimson den Lord einladen müssen. Nein, das ging nun wirklich nicht. Das wäre eine Schande. Sandro würde dafür sorgen, dass er sich die Radieschen von unten angucken konnte, wenn ihm das zu Ohren kam.
Jetzt fragte der Ältere auch noch nach der Verwandtschaft zu Alessandro. Crimson würde ganz gewiss nicht lügen, aber im Moment fragte er sich besorgt, ob es wirklich so gut war mit dem Haushofmeister verwandt zu sein. Gut für Alessandro. Sah man ihm das denn wirklich so sehr an? Eigentlich hatte er immer gedacht, dass Sandro und er sich überhaupt nicht ähnlich sahen. "Nein, nein, ist schon in Ordnung." versicherte der Krieger eilig. Erfahren würde es Lord MacKenzie ohnehin von irgendwo und es war ja nun auch kein Staatsgeheimnis. "Ihr habt schon Recht. Prinz di Gambelli, nun wir sind Cousins." erklärte Crim etwas kleinlaut.

Es war dem Krieger nicht in dem Sinne peinlich oder unangenehm überhaupt diese Frage gestellt zu bekommen. Eigentlich war er ganz stolz darauf, dass er mit dem Haushofmeister verwandt war, das machte schon was her. Crimson war aber nie wirklich der Mensch gewesen, der über die Beziehungen und übers Blut sich Lob und Gewichtung, gesellschaftliches Ansehen einheimste. Nein, er war stolz wer Alessandro war. Dieser war ein Vorbild. Nur ob Alessandro in gewisser Weise stolz auf Crimson sein konnte? Der junge Krieger hoffte einfach immer wenigstens keine Blamage für den renommierten Haushofmeister zu sein. Seine eigene Familie bestand hauptsächlich aus einfacheren Leuten. Was die di Gambellis anbelangte, so hatten dort viele Rang und Namen. Ob man sich da so mit derlei Verwandtschaft brüstete, war eher fraglich.

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21 Nov, 2014 21:03 25 Crimson ist offline Email an Crimson senden Beiträge von Crimson suchen Nehmen Sie Crimson in Ihre Freundesliste auf
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So, so – der Neffe also. Das erklärte dem Krieger so einiges. Jetzt blieb nur zu hoffe, dass der junge Mann seine Chancen weise nutzte. Wobei er sich anfühlte, als ob er immer noch sein Geburtsjuwell trug – da war keine weitere Nuance von etwas anderem. Dabei musste er schon mindestens auf die 20 zugehen! Nun, manche brauchten eben etwas länger. Ein Hauch von Mitgefühl und Symphatie kam in dem saphiernen Krieger auf. Er selbst, hatte damals ebenfalls eine harte Zeit gehabt und war letztendlich aus seinem Opfer mit einem Juwell herausgekommen, welches nur eine Spur dunkler war als sein Geburtsjuwell. Aber er trug immerhin Spahir und nicht Geld. Dem Jungen blieb trotzdem noch alles von einem dunkleren Gelb bis hin zu Aquamarin offen. Die Dunkelheit wusste es am besten und niemand, stellte diese einfache Tatsache jemals in Frage. Soagar das hellste Juwell zu tragen war ein Privilleg, das nicht jeder hatte. Sheedan hatte Jahr um Jahr versucht, dies seinen Schülern klar zu machen. Nicht alle hatten es verstanden. Zumal jedes Privilleg stets auch Verantwortung mit sich brachte.

Die Kutsche ratterte langsam dahin. Gemächlich fuhren Dans Finger durch das zottelige Fell des Wolfhundes. „Das hier ist Scott, er begleitet mich schon seit etlichen Jahren. Ich habe ihn damals als winzigen Welpen von einem befreundeten Eyrier bekommen. Da war Scotti kaum größer als eine Katze. Erstaunlich, nicht wahr?“ Als ob der Hund merkte, das man von ihm sprach, hob er kurz den Kopf und blickte sich um. Er schien jedoch nichts interesantes zu sehen und legte sich letztlich mit einem Grunzer wieder hin. „Ist ein prächtiger Kerl geworden!“

Bei der nächsten Frage des Kriegers, musste Dan selbst erstmal nachdenken. Zeit war immer so ein unübersichtliches Konzept. Tage verloren zunehmend an Bedeutung und selbst ganze Jahre wurden unwichtig. Er war schon lange dazu übergegangen, sein Leben in Zeiträume einzuteilen. So behielt man wenigstens eine grobe Übersicht. „Um ehrlich zu sein, muss mein letzter Besuch schon einige Jahrzehnte zurückliegen. Ich war damals der Leiter des Teflar Institutes, eine Protokollschule hier in der Nähe.“ Um sich aus seiner Nachdenklichkeit zu lösen, wechselte Dan das Thema.

Er hatte vorhin schon bemerkt, dass seine Worte den jungen Krieger anscheinend beschämt hatten. Ihm war gar nicht klar gewesen, wie sehr sich die Jugend in den letzten Jahrzehnten verändert haben musste. Zu seiner Zeit damals, hätte man sich über die Einladung zu einer Tasse teuren Kaffees noch Monate später gefreut. Trotzdem wollte Dan den Krieger nicht so einfach davon kommen lassen. Je früher die Geschmacksentwicklung begann, desto besser konnte man später die vorgestzte Qualität bewerten. Sonst zahlte man sich – besonders in Hinsicht auf Kaffee und Schokolade – für die größte Plörre dumm und dämmlich. „Es tut mir leid, wenn ich Euch mit meiner Einladung gekränkt haben sollte. Es lag wirklich in meiner Absicht, Eure Gastfreundschaft in Frage zu stellen. Wärt ihr trotzdem dazu bereit, einem alten Krieger etwas Gesellschaft zu leisten? Ich würde gerne noch ein paar Neuigkeiten vom Hof hören.“ Sheedan sah sein Gegenüber hoffnungsvoll an. Dazu zwingen, würde er den Krieger jedoch nicht.

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28 Nov, 2014 13:14 31 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
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Crimson betrachtete den Wolfshund während der ältere Krieger erzählte. Scotti hieß das Tier also. Eine interessante Namenswahl für einen Hund. Aber ganz nett. Aufhorchen tat der Wächter vor allem, als der Krieger von einem Eyrier sprach. Gehört hatte man ja selbst hier schon von diesem Volk, aber gesehen … niemals. "Ihr kennt wirklich einen Eyrier? Die, die Flügel besitzen und durch den Himmel fliegen können?" Das war fast, als würde man ein Märchen erzählt bekommen und als kleines Kind hatte er die Geschichten geliebt, die ihm seine Eltern erzählt hatten. "Wow, ihr müsst wirklich schon weit gereist sein." Nun ja, als Langlebeiger hatte man ja auch genug Zeit dafür. Da der Hund scheinbar bemerkte, dass er nicht länger Thema der Unterhaltung war, gähnte er nur und legte sich wieder völlig desinteressiert an den Zweibeinern hin. Crimson schmunzelte. "Ja, aber er schein ein wirklich toller Begleiter zu sein." Jemanden zu haben, der einem immer treu zur Seite stand, stets begleitete… das musste doch ziemlich toll sein.

Auf die Frage nach der Zeit, antwortete der Krieger, als wisse er selbst nicht mehr wie in Zeit zu rechnen wäre. Wahrscheinlich einige Jahrzehnte. Wirklich, Langlebige hatten da ein komplett anderes Gefühl für. Naja, Crim würde wohl auch den Überblick verlieren, wenn man so viel davon hätte, das es egal war, ob man einen Tag vergaß oder nicht. "Ihr ward also Lehrer, oder seid es noch? Was habt ihr unterrichtet?" Nur weil Lord MacKenzie nun woanders lebte, hieß es ja nicht, dass er noch derselben Profession nachging. Wenn man schon die Gelegenheit besaß und da Alessandro ihm auch nicht so viel über den Gast erzählt hatte, konnte man ebenso gut selbst etwas herausfinden, etwas über die betreffende Person in Erfahrung bringen, sie kennenlernen. Und es interessierte Crim schon, was der Saphirkrieger so tat.

Als dieser sich nun dafür entschuldigte, den Jüngeren eventuell gekränkt zu haben, war Crimson erst recht erschrocken. "Nein, nein, Ihr habt mich nicht gekränkt. Im Gegenteil, es wäre mir eine Ehre euch Gesellschaft leisten zu dürfen." versicherte er dem Lord schnell. Das fehlte grade noch, dass dieser sich bei Crimson entschuldigte. Vor allem, wofür denn? Mutter der Nacht, der Wächter kam sich wieder vor, wie ein kleiner Junge. Vielleicht sollte er einmal in Erwägung ziehen sich ein paar grundlegende Dinge über das Begleiten anzueignen. Musste ja nicht noch eine zweite Ausbildung sein, aber einfach ein paar kleine Kniffe. Dann würde so etwas in Zukunft vielleicht nicht ganz solch ein Durcheinander werden. "Viel mehr möchte ich Euch nicht beschämen. Immerhin seid Ihr der Gast." ein nicht unerheblich kleiner Gast. Sie mochten sich ja beide dieselbe Kaste teilen, aber Lord MacKenzie verkehrte in ganz anderen Kreisen. Es gab entsprechend Standesunterschiede und die sollten auch nicht außer Acht gelassen werden. Was dem Langlebigen aber scheinbar nicht ganz so sehr kümmerte.

Crimson musste zugeben, auch wenn der andere Krieger zunächst einen etwas sehr eigenen Eindruck machte, auch noch weiterhin tat, er schien eine wirklich nette und umgängliche Person zu sein. Jedenfalls von dem her, was Crim bisher sagen konnte. Da hatte er schon ganz anderes gesehen, gehört und erlebt. Aber man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben. "Neuigkeiten über den Hof solltet ihr euch vielleicht lieber von Prinz di Gambelli erzählen lassen, ich denke er kann da weit raffinierter ins Detail gehen als ich. Ich bin nur ein einfacher Wächter, der nicht mehr weiß, als jede andere Frau oder jeder andere Mann auf der Straße. Allerdings, wenn ihr Tratsch und Klatsch wollt, dann werdet ihr - ob ihr nun wollt oder nicht - in dem Café-Haus auch gut bedient werden." Solche Orte waren einfach das Pflaster für Gerüchte, Neuigkeiten, Informationen, Gerede und, und, und.

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28 Nov, 2014 23:14 33 Crimson ist offline Email an Crimson senden Beiträge von Crimson suchen Nehmen Sie Crimson in Ihre Freundesliste auf
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Sheedan lächelte in sich hinein. Vielleicht hatte sich die Jugend doch noch nicht gar so sehr verändert, wie zuvor befürchtet. Als er damals im Alter des jungen Kriegers gewesen war, hatte er sich auch brennend für alles Unbekannte interessiert. Mit unter einer der Gründe, warum er seine Heimat Tacea verließ, um in die weite Welt zu ziehen. Dabei hatte sich eine erstaunliche Anzahl an Geschichten als Wahrheit bewiesen – darunter auch die Eyrier des Jungen. „Ja, ganz recht. Ihre Flügel haben wirklich eine beindruckende Spannweite. Nur können Eyrier mitunter etwas launisch sein, was den Umgang mit ihnen nicht immer leicht macht.“ Nun schmunzelte der Krieger doch, beim Anblick der großen strahlenden Augen des Jugendlichen. Gerade jetzt unterschied er sich kaum von den Schülern, die Sheedan sonst pflegte zu unterrichten. Vielleicht fand sich ja später etwas Zeit, um ihm die ein, oder andere Geschichte zu erzählen. Bestimmt hatte er in Crimson einen aufmerksamen Zuhörer gefunden. „Wirklich ein sehr reizbares Völkchen. Ich war damals nur ein wenig älter als du heute, als ich den ersten von ihnen traf. Es hat keine Viertelstunde gedauert, da hatte ich schon die ersten Schwierigkeiten… und kurz darauf eine gebrochene Nase.“ Der ältere Krieger war in Erzähllaune geraten.

„Lehrer wurde ich erst Jahre später. Tatsächlich unterrichte ich sogar heute noch als Privatlehrer in Tacea. Irgendjemand muss den armen Kindern doch die Kunst etwas näher bringen.“ Unter seine Stimme hatte sich eine gute Portion Sarkasmus gemischt. Die Bälger hatten für gewöhnlich alles im Kopf außer lernen. Zudem neigten die jungen Adelssprösslinge dazu unglaublich verzogen zu sein. Tja, das kam davon, wenn man ihnen alles durchgehen ließ und ihnen jeden Wunsch erfüllte. Zum Glück war Andis Nachwuchs eine willkommene Abwechslung dazu. Ihre Kleinen hatte er mittlerweile sogar richtig gerne. Dann erinnerte sich Dan an Crimsons strahlende Augen vorhin. Ob er sich vielleicht auch über eine kleine Demonstration freuen würde? Ohne groß nachzudenken, ließ der Saphirkrieger eines von Scotts hauchfeinen Haaren auf den Mittelgang zwischen ihnen schweben, wo es sich – nur durch Anwendung von Kunst – in eine akkurate kleine Schleife faltete. „Die Kunst und das Protokoll sind zwei der wichtigsten Dinge in unserem Leben. Sie machen uns zu dem, was wir sind.“ Die kleine Schleife landete sicher in der Hand des Jugendlichen. „Es gibt leider immer noch viel zu viele, die nie richtig unterrichtet wurden.“

Ihm war durchaus bewusste, dass er zwischen sich und dem hellen Krieger kaum einen Standesunterschied machte. Nur wusste Dan selbst nicht, warum das tat. Für gewöhnlich achtete er peinlich genau auf solche kleinen Unterschiede, doch Crimson ähnelte wirklich viel zu sehr seinen eigenen Schülern. Die Kutsche wurde langsamer und der Kutscher klopfte kurz auf das Dach des Gefährts. „Och, ich glaube wir sind angekommen.“ Vielleicht würde er jetzt doch noch zu seinen Neuigkeiten kommen, dachte Sheedan mit einem Lächeln auf den Lippen. Wie sehr hatte er doch diese Stadt vermisst.

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30 Dec, 2014 19:47 28 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
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Gebannt lauschte der junge Krieger dem älteren ob der Geschichte. Eyrier, das musste sich erst mal einer vorstellen. Crimson grinste leicht wegen der Anmerkung, dieses Volk hätte ein hitziges Temperament. Als hätten das Blutleute, je höher ihre Kaste war, nicht ohnehin. Aber auch Crim hatte Geschichten gehört. "Was hat euch davor bewahrt auch noch den Rest der Knochen gebrochen zu kommen?" fragte der Helle halb belustigt, halb fasziniert. Sollte er jemals einem Eyrier begegnen, war es sicher nicht verkehrt so etwas zu wissen. Außerdem wollte er gern so oder so mehr erfahren. Vielleicht ließ er sich auch hinreißen. Der Lord erzählte munter weiter. Er lehrte also noch immer, das war durchaus interessant. Crimson war längst aus dem Alter heraus, in dem er noch groß im Umgang mit der Kunst unterrichtet wurde. Wenn dann lernte er höchstens noch wie er sich möglichst effektiv damit verteidigen oder aber irgendwelche Verbrecher oder Gegner unschädlich machen konnte, ohne sich selbst möglichst mit aus dem Verkehr zu ziehen. Ein besonders schweres Unterfangen, wenn man nicht über all zu viel Kunst verfügte. Seine Kraft war diesbezüglich einfach zu schnell verbraucht, weshalb Crim schon immer gelernt hatte so weit wie möglich ohne auszukommen und die Dinge einfach mit reiner Muskelkraft und seinem Verstand zu bewältigen. Trotzdem blickte er fasziniert zu, wie der Saphirkrieger so etwas Filigranes wie ein einfaches Haar zu einer perfekten Schleife formte. Ein Trick, den Crim wohl auch hinbekommen würde, aber es war natürlich etwas anderes, wenn man nicht allzu sehr auf die eigenen Reserven achten musste. Musste man das, waren solche Spielereien ebenfalls ein Luxus, den man sich seltener leistete. Vor allem nicht, wenn man im Dienst stand.

"Manche können sich den Luxus einer akkuraten Unterweisung auch einfach nicht leisten. Und die die es können, wissen es leider immer weniger zu schätzen. Das ist, denke ich, das eigentliche Problem." entgegnete der helle Krieger, nicht aber ohne ein kurzes Lächeln. Es waren nun einmal die unterschiedlichen Ansichtsweisen unterschiedlicher Personen. Dann hielt die Kutsche. So lang hatte die Fahrt doch nicht gedauert, oder aber sie war einem nur kürzer vorgekommen, weil man sich unterhalten hatte. Er nickte dem Saphirkrieger zu. "Ja, sind wir." Crimson öffnete den Kutschverschlag und stieg aus. Er ließ einen wachsamen Blick über die nähere Umgebung schweifen, ehe er dem Gast bedeutete ebenfalls die Kutsche verlassen zu können und ihm Platz machte. Sie standen auf der Hauptstraße, das Café-Haus aber lag ein paar Ecken weiter in eine der engeren Nebenstraßen und es war wesentlich angenehmer, schneller und stressfreier dieses kurze Stück zu Fuß zurückzulegen als den verschlungenen Umweg mit der Kutsche nehmen zu müssen. Außerdem, wenn der Saphirkrieger schon so lang nicht mehr in der Stadt gewesen war, freute es ihn vielleicht einen kleinen Spaziergang zu machen und zu sehen, was sich in all der Zeit verändert hatte und was gleich geblieben war. "Hier entlang Mylord, ich hoffe ihr stört euch nicht an einem kleinen Fußmarsch."

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07 Jan, 2015 01:08 12 Crimson ist offline Email an Crimson senden Beiträge von Crimson suchen Nehmen Sie Crimson in Ihre Freundesliste auf
Sheedan
Krieger




Link zur Bio: Sheedan MacKenzie
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Ein langer Tag schien endlich etwas besser zu werden. Der Gedanke an eine warme Tasse Kaffee ließ den Krieger einen Schritt zulegen. Er konnte es kaum erwarten endlich dem Regen zu entkommen. Seine Schilde hielten zwar tadellos, aber das ewige Grau des Himmels zerrte an seinen Nerven. Schon zu Hause war alles Grau in Grau gewesen. Der junge Krieger ging ruhig neben ihm her und wies ihnen zielsicher den Weg. Nach dem kleinen Gespräch in der Kutsche hatte Sheedan einiges worüber er unbedingt nachdenken musste. War es wirklich möglich, dass die Lösung des Problems so leicht sein sollte? Bestimmt konnte man in Tacea eine kleine gemeinnützige Schule eröffnen, die wenigstens das Gröbste abdeckte. Für Kleinterreille war das natürlich keine praktikable Möglichkeit. Hier gab es einfach zu viele Einwohner, um eine kostenlose Bildung für alle zur Verfügung zu stellen. Nein, dass war vollkommen ausgeschlossen. Aber wenn er wieder heim kam, dann würde einmal mit Anducal darüber reden. Scott war indessen ein Stück weiter hinten zurück geblieben, um entspannt an einem Baum zu schnuppern. „Wartet einen Moment“, hörte er sich selbst sagen, während er im Kopf schon alles durchging, was so eine Schule benötigen würde.

Sheedan war genervt. Er wollte nur noch in dieses Kaffee und Scott hielt es für nötig die halbe Stadt zu markieren. Aus den Augenwinkeln beobachtete er, wie der Hund erneut das Bein an einer Hausecke hob. „Hier, Scott!“ Der Hund gehorchte nach einem kurzen Moment des Zögerns. Der Braunhaarige ging ein Stück in die Hocke und kraulte ihn belohnenden hinter den Ohren. „Das lohnt sich bei dem Regen doch gar nicht, du Frechdachs. Spar's dir lieber für später auf, hmm?“ Scotts Rute wedelte glücklich durch den Schlamm, als er seinem Herren einmal quer über das Gesicht schleckte. Tief atmete der Krieger ein, schloss für einen Moment die Augen, um sich zu sammeln „Ja, ja - ist ja schon gut. Komm mit!“ Endlich konnte es weitergehen.
Entschuldigend sah er zu seinem jungen Begleiter hinüber. Lord de Menthe zog verwundert eine Augenbraue nach oben. „Scott hat leider manchmal seinen eigenen Kopf,“ er zuckte mit den Schulter. Der Jüngere nickte nur stumm und führte sie weiter des Weges. Je weiter sie in der Innenstadt kamen, desto besser wurden die kleinen Straßen. Für eine Kutsche wären sie stellenweise allerdings wirklich zu eng gewesen. Ruhig stapfte Sheedan neben seinem Begleiter her und stellte hier und da ein paar Fragen, welche ihm geduldig beantwortet wurden. Die Stadt hatte sich während der letzten Jahrzehnte ziemlich verändert. Ganze Straßenzüge waren hinzugekommen und Geschäfte die ihm früher lieb und teuer gewesen waren existierten schon lange nicht mehr. Hier verlief die Zeit ganz anders als in den langlebigen Territorien. Etwas, woran sich der Krieger wohl nie gewöhnen würde. Altbekanntes verging und neues entstand.

Nach einigen Minuten kamen sie schließlich an dem Kaffeehaus an. Von außen wirkte es äußert gepflegt und der Duft frisch aufgebrühten Kaffees hieß die beiden Männer schon von weitem willkommen. Auch wenn sein Begleiter wenig Ahnung zu haben schien, so hatte er sie doch zu einer wirklich annehmbaren Adresse geführt. Lächelnd ging Sheedan voraus, um ihnen einen guten Platz zu sichern. Er wollte gerne weiter das Treiben auf der Straße beobachten können, während er im warmen seinen Kaffee genoss und sich mit Lord de Menthe unterhielt.


---- Ende der Übungshandlung -----

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27 Mar, 2015 19:57 26 Sheedan ist offline Beiträge von Sheedan suchen Nehmen Sie Sheedan in Ihre Freundesliste auf
 
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