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Katrina
Gast


Winterkinder (Alessandro) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

"Komm!" Die Stimme des kleinen, dunkelhaarigen Jungen war nur ein leises Wispern, während er an der Hand des jüngeren Mädchens zog, das durch den Schnee hinter ihm her schlich. Beide trugen dicke Mäntel und feste Schuhe, wenn auch das hohe Weiß es gerade der zierlichen Kleinen schwer machte hinter ihrem Begleiter her zu kommen.
"Jetzt komm schon, Aurelia!" flüsterte der Junge ungeduldig und eine Spur lauter und seine Schuhe machten knirschende Geräusche bei jedem Schritt im Schnee. Er war vielleicht fünf Jahre alt, mit dunkelbraunem, fast schwarzen Haar, das ihm eine Spur zu lang ins Gesicht fiel, hellbronzener Haut und Augen, in denen sich grau und gold einen Wettstreit um die Oberherrschaft lieferten. Das Mädchen… Aurelia… kicherte leise und hielt sich dann erschrocken die Hand vor den Mund, während das Geräusch unnatürlich laut zwischen den Bäumen verhallte. Schnee hing schwer von den Ästen und bildete einen dicken Teppich auf dem Gras und dem abgestorbenen Laubwerk darunter. Es war still, die wenigen Geräusche noch gedämpft und leise tanzten dicke Flocken vom Himmel, um die Welt noch ein wenig mehr mit weiß zu bedecken.
Der Junge warf dem vielleicht dreijährigen Mädchen einen missbilligenden Blick zu… Mädchen!… und ging dann weiter voran. In der freien Hand hielt er einen Stock etwa so lang wie sein Arm, an dem im unteren Drittel ein zweiter im rechten Winkel mit einem Bindfaden geknotet war. Das improvisierte Schwert hatte schon den ein oder anderen Drachen erlegt und es fühlte sich gut an in seiner Hand. Das kleine Mädchen zog an seiner Hand. "Luciano… wann sind wir endlich daha?" Sie klang atemlos vor Aufregung und Ungeduld und er verkniff sich ein kleines Lächeln. "Gleich." sagte er und wies mit dem Schwert voraus. "Schau, dahinten ist der Turm!"
Sie bogen um die nächste Ecke und dahinter erhob sich in der Tat ihr Ziel. Ein kleines Baumhaus, das sorgfältig zwischen die Äste einer großen Eiche gebaut worden war und sich dort hinein schmiegte, als sei es dort gewachsen. Eine Leiter führte hinauf und verschwand zwischen den Schatten des Eingangs. Das Mädchen riss die Augen auf… goldene Augen unter schwarzem Haar, das sich in der relativen Feuchtigkeit an den Spitzen zu kleinen Locken ringelten. Die Haut allerdings war heller als bei dem Jungen und fügte sich nicht so recht in das ansonsten typisch langlebige Äußere ein. "Ist da die Königin drin?" flüsterte sie, jetzt wieder ganz leise und der Junge nickte.
"Komm!" Ein drittes Mal, dann schlichen sich die Kinder durch die Bäume zum Baumhaus hinüber. Luciano stieg zuerst die Leiter hinauf, nach dem er sich in alle Richtungen umgesehen hatte. So hatte es ihm sein Vater erklärt… er wäre verantwortlich für die Sicherheit seiner kleinen Schwester, die nicht nur seine Schwester war, sondern auch eine Königin und dass es seine Pflicht wär… als Kriegerprinz und als Mann sie zu beschützen. Aber da war nichts zwischen den sie umgebenden Bäumen, zumindest nichts, was er entdecken konnte, als machte er sich daran den Turm zu erstürmen und gab Aurelia dann ein Zeichen ihm zu folgen.
Das Baumhaus… der Turm besaß nur ein Zimmer. Kugeln aus vielfarbigem Hexenlicht spendeten mattes Licht, blau und grün und rot, gerade genug, um das Bett zu beleuchten, das in der Mitte des Raumes stand. Ein schlichtes Bett aus Holz und die Gestalt, die ausgestreckt darauf lag. Sie trug ein schlichtes, weißes Kleid, deren reichliche Falten über die Bettdecke fielen und das lange, nachtschwarze Haar umgab ihren Kopf wie eine Wolke. Sie hatte die Augen geschlossen, als schliefe sie und sie regte sich nicht, als die beiden Kinder den Raum betraten. Eine irisierende Kugel aus Licht umgab sie, schillernd wie eine Seifenblase, deren Farben sich träge im Zwielicht wanden. Beide Kinder blieben in der Tür stehen und starrten die Frau an, die Münder vor Staunen halb geöffnet. Es war das kleine Mädchen, das zuerst das Schweigen brach. "Luciano…" flüsterte sie und zog erneut an seiner Hand. "Was machen wir denn jetzt?"
Der Junge blinzelte und besann sich auf seine Aufgabe. "Wir müssen sie retten." bestimmte er und schaute dann auf seine Schwester hinab. "Das weißt du doch!" Einen Moment später nickte sie und gemeinsam gingen sie zum Bett hinüber, bis ihnen die Wand aus tanzenden Lichtern den Weg versperrte. Aurelia biss sich auf die Lippe, dann streckte sie eine kleine Hand aus und berührte die Barriere… wollte sie berühren, denn ihre Finger glitten durch sie hindurch als wär es Luft. "Schau…" Ihre Augen strahlten fasziniert, als auch ihr Bruder die Hand hob… und ebenfalls keinen Widerstand erspürte. "Wir dürfen hinein!" Er strahlte wie bei einer soeben bestandenen Prüfung und gemeinsam durchschritten sie die Wand aus Licht.
Die Frau auf dem Bett rührte sich noch immer nicht, die schmalen Hände über der Brust gefaltet und nur das langsame Heben und Senken ihres Brustkorbs sprach von dem Leben, das immer noch in ihr wohnte. Luciano wirkte ein bisschen ratlos, als er auf sie hinab sah, aber das kleine Mädchen strahlte eine plötzliche Selbstsicherheit aus. "Jetzt müssen wir sie küssen." bestimmte sie und ihr Bruder zögerte nur einen Moment, bevor er nickte. Beide beugten sie sich gleichzeitig vor und drückten der schlafenden Königin einen Kuss auf die Wange. Für einen Moment lang passierte nichts und Aurelia, die sich wieder aufgerichtet hatte, stampfte mit der plötzlichen Verärgerung eines Kindes mit dem Fuß auf. "Jetzt wach schon auf, Mama!"
Die Lippen der Frau auf dem Bett zuckten einen Moment bevor sie die Augen öffnete, große, goldene Augen in einem schmalen Gesicht. "Meine Retter!" erklärte sie und wirkte ein wenig traumverloren, während beide Kinder triumphierend zu schreien begannen. Das Mädchen warf sich in ihre Arme, während Luciano, der sich entschieden zu groß dazu fühlte, dennoch strahlte und begeistert sein Schwert in die Luft streckte. "Das habt ihr gut gemacht." Die Stimme der Frau war voller zärtlichem Stolz, während sie Aurelia liebevoll über das dunkle Haar strich und ihrem Sohn ein Lächeln zuwarf. Der Saum ihres Kleides war nass… ebenso wie die für die Jahreszeit völlig unpassenden Schuhe aus dünnem Stoff, aber das schien ihr weder aufzufallen noch zu stören.
Die leisen Schritte, die von draußen erklangen, begleitet vom Knirschen des Schnees, ließen eine andere Art von Lächeln auf ihrer Miene entstehen, doch es war das kleine Mädchen, das unter lauten "Papa, Papa"-Rufen zur Tür hinüber rannte, um hinaus zu sehen.

15 Sep, 2014 20:36 05
Alessandro
Gast


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Er war vor nicht allzu langer Zeit von der Arbeit gekommen und hatte da schon das aufgeregte Getuschel der beiden Kinder gehört. Dennoch war er leise am Kinderzimmer vorbei eine Tür weiter ins Schlafzimmer gegangen und hatte sich umgezogen. Er hatte versteckt hinter dem Türrahmen gestanden und beobachtet wie Luciano seiner kleinen Schwester ernsthaft erklärte, dass man sich warm anziehen musste. Da der kluge Junge jedoch wusste, dass Aurelia nicht auf ihn hören würde, wenn er es nicht vormachte hatte er sich vorschriftsmäßig angezogen, auch wenn er viel lieber direkt losgelaufen wäre. Immerhin waren die Spiele seiner Mutter die weltbesten. Sein Vater konnte zwar auch ganz gute Geschichten erzählen, aber er war nicht sie. Sie war eben einfach unschlagbar.
Ein Stück hinter den Kindern folgte er ihren Spuren durch den Schnee, wobei er sich und seine Geräusche unter einem Schild verbarg. Er wollte den beiden den Spaß nicht verderben. Sie dunklen Stiefel knirschten im Schnee und er schob die Hände fröstelnd in die Taschen des schlichten, aber guten Mantels. Ein Lächeln lag auf seinen sonst so ernsten Zügen, als er die vorsichtigen Kletterversuche beobachtete, jederzeit bereit einzugreifen, sollte eines der Kinder stürzen.
Geduldig zählte er bis zweihundert, ehe er die Schilde fallen ließ und auf das Baumhaus zuging. Sein Lächeln vertiefte sich, als er die begeisterten Rufe hörte und ein warmer Glanz trat in die grauen Augen. „Hallo, kleiner Stern.“ Sagte er liebevoll, nur um dann fast einen Herzstillstand zu erleiden, als seine Kleine sich ohne jede Scheu vom Baum in seine Arme stürzte. Er drückte den warmen, kleinen Körper an sich und atmete tief ein, ehe er das Kind auf seine Hüfte setzte, welches ihn voller Vertrauen anstrahlte. Da er den Übermut seiner Tochter kannte und es nicht hoch gewesen war, entschied er sich nicht zu schimpfen.
Mit wenigen Bewegungen zog er sich in das Baumhaus und hielt dabei seinen Augenstern sorgsam auf dem Arm. Er wuschelte Luciano liebevoll über das Haar und betrachtete die Szenerie, wobei er in die Hocke ging. „Wie ich sehe habt ihr die wunderschöne Prinzessin gerettet. Hat sie euch denn dafür schon gedankt?“ Beide Kinder schauten ihn mit großen Augen an und schüttelten den Kopf. Er selbst verzog gespielt missbilligend das Gesicht und sah seine Frau mit Liebe in den Augen an. „Das ist aber nicht in Ordnung. Ich finde ihr solltet mindestens zum Ritter erhoben werden für eure Tapferkeit.“ Er hatte wohl wahrgenommen, dass sie vollkommen unpassend gekleidet war, aber er wusste auch, dass es nicht bringen würde sie zu ermahnen. Also bestrafte er sie mit einer Strafe, die eigentlich keine war, aber dennoch ausdrückte, dass er nicht zufrieden war, wenn auch das Glück sie alle hier zu sehen überwog.

15 Sep, 2014 21:28 45
Katrina
Gast


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Ein kleines Lächeln schlich sich auf das Gesicht der sitzenden Frau, während sie ihrer Tochter hinterher blickte und im Gegensatz zu ihrem Vater fiel ihr Erschrecken eher gering aus, als das Mädchen sich vom Baumhaus stürzte. Sie schüttelte nur liebevoll den Kopf und strich sich dann mit einer Hand das dunkle Haar aus dem Gesicht, während sie die Beine über den Rand des Bettes schwang und beobachtete, wie beide… Vater und Tochter ins Baumhaus zurück kehrten.
Die unschuldig gestellte Frage des Prinzen allerdings ließ sie eine Braue nach oben ziehen, gefolgt von einem Blick, der wusste und irgendwo zwischen Missfälligkeit und Belustigung schwankte. Die erwartungsvollen Blicke beider Kinder kehrten synchron zu ihr zurück, also winkte sie Luciano, dass er näher kommen sollte und streckte dann die Hand aus. "Euer Schwert, Prinz." bat sie ihn und blickte selbst dann noch ernsthaft, als der Junge sich aufrichtete und die Schultern straffte, eher er das Astschwert herumdrehte und es ihr mit dem Griff zuerst reichte. Sie erhob sich vom Bett, während das kleine Mädchen im Griff ihres Vaters zappelte und er sie herunter ließ, so dass sie zu ihrem Bruder hinüber laufen und sich neben ihn stellen konnte.
Sie erhob sich vom Bett und ihr Kleid raschelte leise, während sie sich zu beiden hinunter beugte. "Ihr müsst euch jetzt hinknien." flüsterte sie und beide Kinder eilten sich der Anweisung zu folgen, während sie sich wieder aufrichtete. Aurelia wippte aufgeregt auf den Knien, während ihr Bruder sich um ein angemesseneres Auftreten bemühte ohne jedoch zu merken, dass er auf seiner Lippe herum kaute. "Mit eurer mutigen und beherzten Rettung verdient ihr euch nicht nur den Dank aus meinem Munde…" für einen Moment glitt ihr Blick über die Köpfe der Kinder hinweg zu dem Mann an der Tür und er versprach ein Nachspiel… nach dem Spiel, ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die beiden vor ihr knienden richtete. "…sondern ich erhebe euch für eure Verdienste um das Königreich in den Rang von Rittern zur Verteidigung von Recht und Ordnung." Wieder zuckte ein Lächeln um ihren Mund, dann fuhr sie fort. "Prinz Luciano, hiermit schlage ich euch zum Ritter des Reiches…" Sie hob das Schwert und berührte nacheinander beide Schultern und dann den gesenkten Kopf. "Lady Aurelia… auch ihr seid von nun an Ritter des Reiches. Dient ihm mit derselben Tapferkeit und demselben Mut, den ihr heute gezeigt habt… und ich bin sicher mein Vertrauen in euch wird niemals enttäuscht werden."
Beide Kinder hoben den Kopf, die Augen groß und stellten sich wieder hin, berstend vor Stolz. Sie hielt Luciano das Schwert hin. "Euer Schwert, Ritter." Er nahm es entgegen und schob es in seinen Gürtel, während seine Schwester kreischend und tanzend im Zimmer herum lief und fortwährend brüllte… "Ich bin ein Ritter, ich bin ein Ritter!"
Ihr Bruder indes runzelte plötzlich die Stirn, während sein Blick an seiner Mutter hinab glitt, äußerst gewillt seine neuen Pflichten auch ernst zu nehmen. Er wich seiner Schwester aus, als er zu seinem Vater hinüber ging und ihm winkte sich zu ihm hinunter zu beugen. "Mama ist aber gar nicht ordentlich angezogen." stellte er vorwurfsvoll fest, wobei er so laut flüsterte, dass sein Kommentar problemlos auch auf der gegenüber liegenden Seite des Zimmers zu verstehen war. Für einen Moment schwieg er und zog zweifelnd die Stirn kraus. "Müssten wir ihr das nicht eigentlich sagen?"

15 Sep, 2014 22:27 07
Alessandro
Gast


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Er erhob sich wieder und lehnte sich an den Türrahmen des Baumhauses. Kluger Weise hatte er dafür gesorgt, dass es so hoch war, dass er sich nicht den Kopf stieß. Er beobachtete wie Katrina mit vollendeter Anmut ihre ‚Bestrafung’ annahm und die beiden Kinder zum Ritter schlug. Ihre Anspannung ließ seine Augen vor Freude und Zuneigung funkeln und das fröhliche Kreischen seiner kleinen Tochter ließ ihn dann schließlich lächeln. Seine Züge wirkten weicher und jünger, während er die harmonische Szenerie beobachtete.
Als Luciano zu ihm kam, ging er in die Hocke und blickte den Jungen aufmerksam an. Seine Frage ließ ihn beinah wieder lächeln. Aber nur beinah. In dieser Situation kam ihm sein jahrelanger Umgang mit renitenten Adligen definitiv zu Gute und er konnte angemessen ernst blicken, auch wenn sich ein leicht hinterhältiger Ausdruck in seine Augen schlich. Gespielt nachdenklich runzelte er die Stirn und blickte dann zu seiner Frau hinüber um die Schwere ihrer Tat abzuschätzen. „Nun,“ sagte er nachdenklich „das ist eine heikle Sache. Einerseits wollte sie euch einen perfekten Traum schenken, andererseits hätten Stiefel an der Tür vermutlich nicht gestört.“ Bedächtig strich er sich über das Kinn und blickte wieder zu seinem aufmerksam lauschenden Sohn. „Vielleicht sollte ich sie nach Hause tragen und ihr ein heißes Fußbad machen und zur Strafe … hmm“ Er runzelte die Stirn, während der kleine Kriegerprinz nachdenklich die Stirn in Falten legte und damit seinem Vater sehr ähnlich sah. Er wusste, dass eine Strafe sein musste, denn schließlich wurden er und Aurelia auch bestraft, wenn sie sich nicht warm genug anzogen. Schließlich kam ihm eine Idee. „Es ist besser, wenn sie ein Bad nimmt und sie muss Möhren essen!“ Er hasste Möhren, also war das eine sehr schlimme Strafe und er hatte gehört wie sie gegrummelt hatte, als sein Vater sie das letzte Mal in die Wanne gesteckt hatte. Aber es war ein gutes Grummeln gewesen.
Beifällig nickte Alessandro und strich seinem Sohn liebevoll über das weiche Haar. „Die korrekte Art und Weise das zu sagen ist: Bitte erlaubt mir dir ein Bad zu bereiten und dir etwas zu essen zu machen, Lady.“ Er sprach leise, aber nicht leise genug, dass sie ihn nicht hören könnte. Allerdings tobte ein kleiner Wirbelwind um sie herum und belagerte sie ein wenig. „Dann kann sie dir nicht widersprechen, wenn sie nicht sehr sehr unhöflich sein möchte.“ Mit einem kleinen Lächeln schickte er seinen Sohn los, der mit ernster Miene zu seiner Mutter ging, während er leise die Worte wiederholte.

06 Oct, 2014 20:12 28
Katrina
Gast


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Der lautstarke, wenn auch heimlich gedachte Kommentar ihres Sohnes ließ die kleine Königin und Schwarze Witwe die Stirn runzeln. Mit einem Ausdruck von Irritation gepaart mit einer latent alarmierten Note in Anbetracht der geballten Aufmerksamkeit ihres Mannes und ihres Kriegerprinzensohnes blickte sie suchend an sich hinunter und blieb dann an den dünnen, durchnässten Schuhen hängen. Sie verzog das Gesicht, weniger schuldbewusst, denn den Prinzen kennend… und ihren Sohn, der keinerlei Skrupel haben würde auf den Zug seines Vaters aufzuspringen, wenn man ihm Gelegenheit dazu gab. Das aufgedrehte kleine Mädchen, das bis dahin noch wild vor Begeisterung kreischend herum gelaufen war, bemerkte nun mit den feinen Antennen, die ein Ergebnis aus der Intuition ihrer Mutter und des logischen Verstandes ihres Vaters waren, dass etwas im Gange war und kam zu ihrer Mutter hinüber, als Vater und Sohn ihre Beratung beendet hatten.

Sie stützte sich mit den Armen auf den Knien der sitzenden Königin auf und musterte ihren Bruder aus aufmerksamen Kinderaugen, als dieser näher kam und mit ernster Miene seiner Mutter erklärte: "Bitte erlaubt mir dir ein Bad zu bereiten und dir etwas zu essen zu machen, Lady." Für einen Moment lang ließ er die Worte so stehen, ehe er sich kurz zu seinem an der Tür wartenden Vater umdrehte, um sich zu vergewissern, dass es so richtig gewesen war. Seine Mutter betrachtete ihn mit einem Blick, den er schon kannte und von dem er einige Zeit später lernen würde, dass er den Kriegerprinzen in ihm mehr als befriedigte, aber dann lächelte sie. "Es wär mir eine Freude, Prinz." Der Junge strahlte ob seines Erfolges, während sich ein Anflug allererster noch sehr schwacher arroganter Selbstgefälligkeit in seinen Augen abzeichnete, der die Augen seiner Mutter für einen Moment schmaler werden ließ.

*Du weißt, dass meine Rache fürchterlich sein wird?* Ihr Tonfall über den privaten Speerfaden zu dem Prinzen an der Tür war von trügerischer Sanftheit, wenn auch unterschwellige Belustigung darin mitklang, die sich nicht verbergen ließ. Mit den Worten kamen Bilder vage wie ein Traum… genug für eigene Phantasien. Bronzene Haut, sacht glänzend im Kerzenlicht, halb verborgen unter duftigem Badeschaum, glänzendes, dunkles Haar wie Seegras sanft schwebend im dampfenden Wasser. Der Geruch von Zimt und Vanille… den Badekugeln, die sie bevorzugt in ihr Badewasser tat.

Derweil richtete sich das kleine Mädchen plötzlich auf, getrieben von dem schlichten Verlangen ihrem Bruder zu widersprechen als auch von der widerspenstigen Königin in ihr, die sich keineswegs beugen wollte… aus Prinzip. "Du übertreibst total, Luciano… wirklich!" erklärte sie im Brustton der Überzeugung, obwohl sie eigentlich wusste, dass er recht hatte… aber das zählte nicht. "Als wär´s so schlimm, dass Mama keine Stiefel anhat. Und außerdem… welche Prinzessin hat schon Stiefel an?" Das letzte trug sie in ehrlicher Empörung vor. In ihrer Vorstellung passte das so gar nicht und keine Prinzessin würde das Wetter über modische Erwägungen stellen.

04 Nov, 2014 11:01 21
 
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